Ziel dieser Arbeit ist es, die Bezüge, die in der Ars Amatoria auf die augusteischen Ehegesetze genommen werden, darzulegen und zu erläutern. Dazu werden, nach einigen einleitenden Worten zu Ovid und seinem zeitgenössischen Umfeld zunächst die Ehegesetze des Augustus sowie die Ars Amatoria genauer dargestellt, um beide Texte anschließend zu einander in Beziehung zu setzen. Im abschließenden Fazit wird darüber hinaus noch die Frage der tatsächlichen Relevanz der Ars Amatoria für Ovids Verbannung behandelt.
Grundlegend für diese Arbeit ist die den Themenkomplex nach wie vor am umfassendsten behandelnde, von 1979 stammende Publikation von Wilfried Stroh. Darüber hinaus dienen die elementaren Ovid-Monografien von Harzer, Albrecht und Holzberg als Basis. Diverse weitere Zeitschriftenartikel und Monografien fließen ergänzend ein. Als Übersetzung zur Ars Amatoria wurde auf die metrische Bearbeitung von Holzberg zurückgegriffen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- 1. Ovid und sein historisches Umfeld
- Biografie
- Historischer und gesellschaftlicher Kontext
- 2. Die augusteischen Ehegesetze
- Zur lex Iulia de maritandis ordinibus
- Zur lex Iulia de adulteriis
- 3. Die Ars Amatoria
- Allgemein
- Aufbau
- Buch I
- Buch II
- Buch III
- 4. Bezüge zwischen Ars und Ehegesetzen
- Eine Warnung am Anfang
- Bezüge zur lex Iulia de maritandis ordinibus
- Bezüge zur lex Iulia de adulteriis
- 5. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Beziehung zwischen Ovids Ars Amatoria und den augusteischen Ehegesetzen. Ziel ist es, die Bezüge aufzuzeigen, die in der Ars Amatoria auf die Gesetze des Augustus genommen werden und diese zu erläutern. Dazu werden zunächst Ovid und sein zeitgenössisches Umfeld, die augusteischen Ehegesetze und die Ars Amatoria dargestellt. Anschließend werden die beiden Texte einander gegenübergestellt. Im abschließenden Fazit wird die Frage der tatsächlichen Relevanz der Ars Amatoria für Ovids Verbannung behandelt.
- Ovids Biografie und seine Lebensumstände im historischen Kontext
- Die augusteischen Ehegesetze und ihre Bedeutung für die römische Gesellschaft
- Die Ars Amatoria: Inhalt, Aufbau und Bedeutung
- Bezüge zwischen Ovids Werk und den augusteischen Ehegesetzen
- Die Rolle der Ars Amatoria bei Ovids Verbannung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Zielsetzung der Arbeit und die Relevanz der Ars Amatoria im Kontext der augusteischen Ehegesetze dar. Kapitel 1 beleuchtet Ovids Biografie und sein historisches Umfeld, wobei der Fokus auf seine Lebensumstände und die politische Landschaft zur Zeit Augustus liegt. Kapitel 2 behandelt die augusteischen Ehegesetze, insbesondere die lex Iulia de maritandis ordinibus und die lex Iulia de adulteriis, und ihre Auswirkungen auf die römische Gesellschaft. Kapitel 3 befasst sich mit Ovids Ars Amatoria, seinem Aufbau und Inhalt. In Kapitel 4 werden die Bezüge zwischen der Ars Amatoria und den augusteischen Ehegesetzen aufgezeigt und analysiert.
Schlüsselwörter
Die Arbeit behandelt zentrale Themen der römischen Literatur und Geschichte, insbesondere die Beziehung zwischen Ovids Werk und der augusteischen Politik. Im Fokus stehen die Ars Amatoria, die augusteischen Ehegesetze, Ovids Biografie, der historische Kontext und die Relevanz der Ars Amatoria für Ovids Verbannung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Thema von Ovids „Ars Amatoria“?
Die „Ars Amatoria“ (Liebeskunst) ist ein Lehrgedicht, das Männern und Frauen Anweisungen gibt, wie man Partner findet und die Liebe dauerhaft erhält.
Welche Ehegesetze erließ Kaiser Augustus?
Augustus erließ die „lex Iulia de maritandis ordinibus“ und die „lex Iulia de adulteriis“, um die Moral zu heben und die Geburtenraten in der Oberschicht zu steigern.
Warum standen Ovids Werk und die Ehegesetze im Konflikt?
Während Augustus Ehe und Sittlichkeit fördern wollte, gab Ovid Tipps für außereheliche Affären und frivoles Verhalten, was den kaiserlichen Zielen widersprach.
War die „Ars Amatoria“ der Grund für Ovids Verbannung?
Ovid selbst nannte „carmen et error“ (ein Gedicht und ein Fehler) als Grund. Die „Ars Amatoria“ war vermutlich das Gedicht, das den Zorn des Kaisers erregte.
Nimmt Ovid in seinem Werk direkt Bezug auf die Gesetze?
Ja, Ovid fügt Warnungen ein, dass sich sein Werk nicht an ehrbare Matronen richtet, was oft als ironische Anspielung auf die strengen Moralgesetze interpretiert wird.
- Arbeit zitieren
- Thomas Kauf (Autor:in), 2006, Ovids Ars Amatoria und die augusteischen Ehegesetze, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93036