Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Sociology - Social System and Social Structure

"Bildungspanik" von Heinz Bude. Die Fehlkonstruktion des Bildungsbegriffes und dessen Folgen

Eine empirische Untersuchung

Title: "Bildungspanik" von Heinz Bude. Die Fehlkonstruktion des Bildungsbegriffes und dessen Folgen

Term Paper , 2019 , 13 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Maximilian Jänichen (Author)

Sociology - Social System and Social Structure
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Das Ziel dieser Arbeit ist es, die von Heinz Bude in seinem Buch Bildungspanik aufgeworfenen Gedanken zu systematisieren und mit anderen Bildungskritikern, wie Josef Kraus und Julian Nida-Rümelin, zu vergleichen. Denn auch die verwendeten Bücher von Kraus und Nida-Rümelin lassen sich in die Reihe von gesellschaftlichen Zeitdiagnosen einordnen. Zusätzlich sollen die kritisch betrachteten Punkte mit der Einstellung von Eltern verglichen werden.

Der erste Teil dieser Arbeit widmet sich den Positionen von Bude. Es soll aufgezeigt werden, dass Bude die heutige Konstruktion des Bildungsbegriffes für verfehlt hält und welchen Bildungsbegriff er diesem entgegensetzen möchte.

Im zweiten Teil dieser Arbeit soll dann der Fokus daraufgelegt werden, ob die beschriebenen Phänomene sich empirisch nachweisen lassen. Hierzu soll auf die 3. JAKO-O Bildungsstudie aus dem Jahr 2014 eingegangen werden, die sich mit den Erwartungen und Erfahrungen der Eltern in Bezug auf die Qualität von Privatschulen gegenüber öffentlichen Schulen, mit den Gerechtigkeitserwartungen an die Bildungschancen und mit der Kostenfrage der Schulbildung beschäftigt.

Im Schlussteil soll dann eine Zusammenfassung der Erkenntnisse erfolgen und eine Einschätzung formuliert werden, inwieweit Budes Positionen zutreffen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bildungspanik als Soziologische Zeitdiagnose

2.1 Prosperierende Phänomene innerhalb der Gesellschaft

2.2 Quo vadis?

3. Das deutsche Bildungssystem aus Sicht der Elternschaft

3.1 Welcher Schultyp ist der Bessere?

3.2 Wie gerecht ist Bildung aus Sicht der Eltern?

3.3 Was kostet die Bildung der Kindern?

4. Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, die zentralen Thesen von Heinz Bude in seinem Werk „Bildungspanik“ zu systematisieren und kritisch mit den Positionen anderer Bildungskritiker zu spiegeln. Dabei wird untersucht, inwieweit sich die beschriebene gesellschaftliche Abstiegsangst durch empirische Daten zur Bildungsrealität in Deutschland verifizieren lässt.

  • Soziologische Analyse der „Bildungspanik“ als Zeitdiagnose.
  • Konzeptualisierung von Bildung als Positionsgut versus Bürgerrecht.
  • Empirische Untersuchung elterlicher Erwartungen und Privatschulwahl.
  • Diskussion über soziale Segregation und Bildungsinflation.
  • Kritische Reflexion des aktuellen Bildungsverständnisses und Reformansätze.

Auszug aus dem Buch

2.1 Prosperierende Phänomene innerhalb der Gesellschaft

Nach dem heutigen Begriff der Bildung ist Bildung ein Positionsgut und Positionsgüter werden durch den Verbrauch oder ihre Verwendung knapper. So lässt sich sagen, dass die „[…]Anhebung der allgemeinen Bildungsvoraussetzungen für die Teilnehmer am Bildungswettbewerb lediglich die individuellen Bildungskosten steigen [lässt], ohne dass deshalb unbedingt die gesellschaftliche Produktion durch die Bildungsinvestitionen wächst.“ Somit kann zwar gesagt werden, dass das Bildungsniveau im Durchschnitt gestiegen ist, dies führt aber zu einer Verteuerung der Kosten. Das, was investiert werden muss, übersteigt nicht mehr den Nutzen dessen, was man dadurch erreicht. Es lässt sich feststellen, dass ein Überangebot von Fachkräften mit dem gleichen Abschluss am Arbeitsmarkt zu einem Einkommensverlust führt. Durch diese Feststellung kann man die These von Bude nachvollziehen, dass der Wert der Bildung inflationär ist. Durch die Absenkung der Voraussetzungen wird der Wert gemindert, da fast jeder ein Zertifikat vorweisen kann. Dadurch wird dieses Zertifikat entwertet und der Nutzen dessen steht nicht mehr im Verhältnis zu den entstanden Kosten, die notwendig sind, um dieses zu erwerben. Der gemeinte Nutzen ist hier das zu erwartende Einkommen und der damit verbundene Beruf, woraus sich wieder der Sozialstatus konstruieren lässt. Rückführen lässt sich die Inflation der Bildung auf den falschen Gleichheitsanspruch, der durch den heutigen Bildungsbegriff vermittelt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Zielsetzung dar, die Thesen von Heinz Bude zu systematisieren, mit anderen Kritikern zu vergleichen und empirisch zu untermauern.

2. Bildungspanik als Soziologische Zeitdiagnose: Das Kapitel erläutert den Begriff der Bildungspanik, die ökonomische Instrumentalisierung von Bildung und die daraus resultierende Abstiegsangst der Mittelschicht.

2.1 Prosperierende Phänomene innerhalb der Gesellschaft: Hier wird die Bildungsinflation sowie die zunehmende soziale Segregation und Abschottung innerhalb der Mittelschicht analysiert.

2.2 Quo vadis?: Dieser Abschnitt diskutiert ein neuhumanistisches Bildungsverständnis als Gegenvorschlag zur aktuellen Entwicklung und plädiert für die berufliche Erstausbildung als Bildungsminimum.

3. Das deutsche Bildungssystem aus Sicht der Elternschaft: Dieser Teil nutzt die 3. JAKO-O Bildungsstudie zur empirischen Überprüfung der von Bude aufgestellten Thesen.

3.1 Welcher Schultyp ist der Bessere?: Das Kapitel untersucht die Motive für die Wahl von Privatschulen, insbesondere den Vertrauensverlust in staatliche Schulen und den Wunsch nach besseren Förderungschancen.

3.2 Wie gerecht ist Bildung aus Sicht der Eltern?: Hier wird die subjektive Gerechtigkeitswahrnehmung der Eltern in Abhängigkeit vom sozioökonomischen Status beleuchtet.

3.3 Was kostet die Bildung der Kindern?: Dieser Abschnitt analysiert die tatsächlichen Kosten der Schulbildung und den erhofften Mehrwert der privaten Beschulung.

4. Schlussteil: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert eine politische Auseinandersetzung mit der notwendigen Reform des Bildungsverständnisses.

Schlüsselwörter

Bildungspanik, Heinz Bude, Bildungsinflation, Soziologische Zeitdiagnose, Abstiegsangst, Privatschulen, soziale Segregation, Bildungsgerechtigkeit, Humankapital, Positionsgut, Bildungsreform, Mittelstand, soziale Mobilität, JAKO-O Bildungsstudie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Zeitdiagnose der „Bildungspanik“, wie sie von Heinz Bude beschrieben wird, und untersucht deren Relevanz sowie empirische Bestätigung in der deutschen Bildungsgesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind der Wandel des Bildungsbegriffs, der ökonomische Druck auf die Mittelschicht, soziale Segregationsprozesse im Schulsystem und die kritische Auseinandersetzung mit der Privatschulwahl.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Systematisierung der Thesen von Bude, der Vergleich mit anderen Bildungskritikern wie Nida-Rümelin und die Verifizierung der Thesen anhand empirischer Daten aus der 3. JAKO-O Bildungsstudie.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine qualitative Literaturanalyse soziologischer Theorien sowie eine deskriptive Auswertung statistischer Daten aus Bildungsstudien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Bildungspanik als Zeitdiagnose sowie eine empirische Untersuchung elterlicher Erwartungen, Kostenfaktoren und Gerechtigkeitsvorstellungen im deutschen Schulwesen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bildungsinflation, soziale Segregation, Abstiegsangst und Positionsgut charakterisiert.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Privatschulbesuchs?

Der Autor identifiziert den Privatschulbesuch als ein Symptom der Ghettoisierung und als Strategie der Mittelschicht, sich durch „Bildungsreservate“ Vorteile im Wettbewerb um soziale Positionen zu sichern.

Was ist der Kern des pädagogischen Reformvorschlags im Text?

Der Text plädiert mit Bude für ein neuhumanistisches Bildungsverständnis, das Bildung als Bürgerrecht und Befähigung zur eigenverantwortlichen Lebensgestaltung begreift, statt sie primär auf den Erwerb von Zertifikaten und das Abitur zu reduzieren.

Excerpt out of 13 pages  - scroll top

Details

Title
"Bildungspanik" von Heinz Bude. Die Fehlkonstruktion des Bildungsbegriffes und dessen Folgen
Subtitle
Eine empirische Untersuchung
College
University of Erfurt
Grade
1,7
Author
Maximilian Jänichen (Author)
Publication Year
2019
Pages
13
Catalog Number
V931338
ISBN (eBook)
9783346258472
ISBN (Book)
9783346258489
Language
German
Tags
bildungspanik heinz bude fehlkonstruktion bildungsbegriffes folgen eine untersuchung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maximilian Jänichen (Author), 2019, "Bildungspanik" von Heinz Bude. Die Fehlkonstruktion des Bildungsbegriffes und dessen Folgen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/931338
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  13  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint