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Chartanalyse vs. Fundamentalanalyse

Title: Chartanalyse vs. Fundamentalanalyse

Term Paper , 2002 , 34 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Nico Neumann (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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„Ich kann die Bahn der Himmelskörper auf Zentimeter und Sekunden berechnen, aber
nicht, wohin die verrückte Menge einen Börsenkurs treiben kann1.“

Nach dieser Aussage Newtons stellt sich die grundsätzliche Frage über die Prognostizierbarkeit zukünftiger Börsenkurse. Sie spaltet die Wissenschaftler, und nicht nur diese, in zwei Lager. Die Anhänger der Random Walk-Theorie halten jeden Versuch der Kursprognose für zwecklos. Ihrer Meinung nach folgen Börsenkurse einem Zufallspfad der nicht vorhersagbar ist2 (siehe Anhang, Abb. 1). Deshalb kann vor einer Investmententscheidung auf eine Finanzanalyse verzichtet werden, da durch sie auf Dauer keine über dem Durchschnitt liegenden Ergebnisse erzielbar sind3. Diese Theorie ist für viele Marktteilnehmer unbefriedigend. Deshalb gehen sie davon aus, dass eine Kursprognose grundsätzlich möglich ist und das eine sorgfältige Analyse die Grundlage jeder Investmententscheidung sein sollte4. Im Laufe der Zeit sind bei der Suche nach der Prognosemethode zahllose Ansätze entstanden, die oft schnell wieder verschwunden waren. In jüngster Zeit sind es die Ansätze der Bubbles, neuronalen Netze und des Behavioral Finance denen große Aufmerksamkeit zu teil wird. Dennoch sind zwei Ansätze mit ihren Methoden nach wie vor auf dem Gebiet der Kursprognose vorherrschend. Dies sind die Fundamentalanalyse und die Chartanalyse.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Möglichkeit der Kursprognose

I. Prognoseobjekte

II. Prognoseziel

B. Fundamentalanalyse

I. Basishypothese

II. Anlagestrategie

III. Informationsbasis

IV. Analysemethoden

V. Kritikpunkte am Analyseansatz

a) Schwankungen um den inneren Wert

b) Auswirkung der Annahmen

c) Abhängigkeit von Unternehmensprognosen

d) Informationsvorsprung

e) Psychologie

C. Chartanalyse

I. Ursprung

II. Basishypothese

III. Anlagestrategie

IV. Informationsbasis

V. Hilfsmittel

VI. Kritikpunkte am Analyseansatz

a) Wissenschaftliche Überprüfbarkeit

b) Informationsbasis

c) Güte der Datenreihe

D. Anwendung

I. Anwendungsbezogene Vergleichskriterien

a) Zeitaspekt

1. Primäranalyse

2. Laufende Überwachung

3. Analysten

b) Kosten

c) Signale

d) Internationale Vergleichbarkeit

e) Spezialisierung

II. Situationsabhängige Wahl der geeigneteren Prognosemethode

a) Anlegertyp

b) Anlagehorizont

c) Anlagestrategie

d) Börsenphase

III. Tendenzen

E. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und praktischen Anwendungsbereiche der Fundamentalanalyse und der Chartanalyse, um zu bewerten, inwieweit eine der beiden Methoden eine Führungsrolle bei der Kursprognose von Aktien beanspruchen kann und wie Anleger diese zielgerichtet wählen können.

  • Vergleich der Prognoseansätze von Fundamentalanalyse und Chartanalyse
  • Kritische Analyse der Basishypothesen und Informationsgrundlagen
  • Gegenüberstellung beider Verfahren hinsichtlich Zeitaufwand, Kosten und Signalgüte
  • Einflussfaktoren wie Anlegertyp, Anlagehorizont und Marktphasen auf die Methodenwahl

Auszug aus dem Buch

V. Kritikpunkte am Analyseansatz

Die oben dargestellten Grundzüge der Fundamentalanalyse unterliegen diversen Kritikansätzen. Im Folgenden sollen die wichtigsten kurz beleuchtet werden.

a) Schwankungen um den inneren Wert

Die Basishypothese ist in der Literatur, auch von Anhängern der Chartanalyse, auf mittel- bis langfristige Sicht akzeptiert. Die Kritik bezieht sich aber darauf, dass dieses Schwanken um den inneren Wert keinesfalls terminierbar ist. So kann es vorkommen, dass der Aktienkurs lange Zeit entfernt vom inneren Wert einer Aktie notiert.

b) Auswirkungen der Annahmen

Die heute vorherrschend angewandten Ertragswertverfahren haben das Problem, dass ihre Ergebnisse auf verschiedenen Annahmen beruhen. So sind für die Berechnung der Ertragswerte beispielsweise die zukünftigen Zahlungsströme zu schätzen, was logischer Weise mit Unsicherheit verbunden ist. Darüber hinaus ist eine subjektive Entscheidung zu treffen, welchen Diskontierungszinssatz man für die Berechnung verwenden will. Kritikern zufolge ist daher das ermittelte Ergebnis viel mehr von den getroffenen Annahmen, als von der tatsächlichen Entwicklung des Unternehmens beeinflusst.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Möglichkeit der Kursprognose: Einführung in die Problematik der Börsenkursprognose und Abgrenzung der Random-Walk-Theorie gegenüber den zwei vorherrschenden Methoden.

B. Fundamentalanalyse: Erläuterung der Basishypothese, dass Aktien um einen inneren Wert schwanken, sowie die Analyse der zugrunde liegenden Informationsquellen und methodischen Ansätze.

C. Chartanalyse: Darstellung der Herkunft und der technischen Basishypothese, dass sich Kursverläufe in Trends und Formationen wiederholen.

D. Anwendung: Detaillierter Vergleich beider Methoden anhand von Kriterien wie Zeitaufwand, Kosten und internationaler Vergleichbarkeit sowie der Wahl der Methode in Abhängigkeit von der Anlegersituation.

E. Fazit: Schlussfolgerung, dass keine universell überlegene Methode existiert und eine situationsgerechte Kombination der Verfahren in der Praxis sinnvoll ist.

Schlüsselwörter

Fundamentalanalyse, Chartanalyse, Kursprognose, Aktienanalyse, Innerer Wert, Technische Analyse, Börsenphase, Anlagestrategie, Kursentwicklung, Markteffizienz, Discounted Cash Flow, Prognosemethode, Privatanleger, Marktpsychologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die zwei zentralen Ansätze der Aktienanalyse, Fundamentalanalyse und Chartanalyse, um ihre Eignung zur Prognose zukünftiger Aktienkursentwicklungen zu prüfen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Basishypothesen der Verfahren, die Informationsquellen, methodische Kritikpunkte sowie die Eignung der Methoden für unterschiedliche Anlegertypen und Marktphasen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob eine der Methoden eine allgemeine Führungsrolle einnimmt oder ob die Wahl der Methode situationsabhängig erfolgen sollte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und den Vergleich theoretischer Ansätze, untermauert durch praxisorientierte Vergleichskriterien für den Börsenalltag.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung und Kritik beider Analyseansätze sowie eine angewandte Vergleichsmatrix, die Kriterien wie Zeit, Kosten und Signalgüte einbezieht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Fundamentalanalyse, Chartanalyse, Kursprognose, Anlagestrategie und Marktpsychologie charakterisiert.

Warum wird die Fundamentalanalyse oft für den "Bottom-Up-Ansatz" genutzt?

Da die Fundamentalanalyse den Fokus auf das einzelne Unternehmen und dessen ökonomische Kennzahlen legt, entspricht sie eher der Philosophie, den Gesamtmarkt aus der Analyse einzelner Unternehmen heraus zu verstehen.

Was besagt die "Self-Fulfilling-Prophecy" im Kontext der Chartanalyse?

Dies bezeichnet den Effekt, dass viele Marktteilnehmer an bestimmte Chartformationen glauben und entsprechend handeln, wodurch die Marktbewegung in die prognostizierte Richtung tatsächlich ausgelöst wird.

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Details

Title
Chartanalyse vs. Fundamentalanalyse
College
Leipzig University of Applied Sciences
Grade
2,3
Author
Nico Neumann (Author)
Publication Year
2002
Pages
34
Catalog Number
V9328
ISBN (eBook)
9783638160605
Language
German
Tags
Chartanalyse Fundamentalanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nico Neumann (Author), 2002, Chartanalyse vs. Fundamentalanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9328
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