In dieser Einsendeaufgabe wird erläutert, welche psychologischen Forschungsmethoden es gibt. Eingeteilt ist dies in quantitative und qualitative Methoden. Im Anschluss werden die Methoden in das Spektrum interner und externer Validität eingeordnet. Im Anschluss wird erklärt warum das psychologische Experiment als "Königsweg" in der naturwissenschaftlich geprägten Psychologie betrachtet wird.
Außerdem wird darauf eingegangen, was die Vor- und Nachteile psychologischer Experimente im Vergleich mit anderen sozialwissenschaftlichen Methoden, wie z. B. systematischen Feldbeobachtungen sind. Zuletzt wird darauf eingegangen wie sich psychologische Grundlagen- und Anwendungsfächer in diesen Berufsbildern widerspiegeln.
Inhaltsverzeichnis
Aufgabe B1
1.1 Diese psychologischen Forschungsmethoden finden in der Psychologie Anwendung
1.2 Einordnung der Methoden in das Validitätsspektrum
Aufgabe B2
2.1 Das Experiment als Königsweg in der naturwissenschaftlich geprägten Psychologie
2.2 Das Experiment im Vergleich mit anderen sozialwissenschaftlichen Methoden
Aufgabe B3
3.1 Tätigkeit als Trainer/Coach
3.2 Tätigkeit als psychologischer Psychotherapeut
3.3 Tätigkeit als wirtschaftspsychologischer Berater
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über verschiedene psychologische Forschungsmethoden, deren methodische Einordnung sowie die beruflichen Einsatzmöglichkeiten von Psychologen in verschiedenen Handlungsfeldern.
- Grundlagen der psychologischen Forschungsmethodik (qualitativ vs. quantitativ)
- Die Bedeutung der Validität in der psychologischen Forschung
- Das Experiment als zentraler Forschungsansatz der Psychologie
- Berufsbilder: Coach, psychologischer Psychotherapeut und wirtschaftspsychologischer Berater
Auszug aus dem Buch
2.1 Das Experiment als Königsweg in der naturwissenschaftlich geprägten Psychologie
Laut Siebel, Aronson & Carlsmith, Miller und etlichen weiteren Wissenschaftlern aus der Psychologie ist das Experiment [lat. experimentum Versuch, Probe, Erfahrungsbeweis] der Königsweg (vgl. Westermann, 2014, S. 511). Es ist die einzige Methode ist, die es ermöglicht Kausalhypothesen gewissenhaft zu überprüfen. Das wohl wichtigste Merkmal eines Experimentes ist seit Wilhelm Wundt die Willkürlichkeit, was bedeutet, dass eine Planmäßigkeit sowie eine Absichtlichkeit vorliegen. Dieses lässt sich in drei weitere Merkmale spalten: die vorab theoretische Konzeption der Durchführung, die Ausschaltung der Einwirkung von Störfaktoren durch den Versuchsleiter sowie die systematische Variation von mindestens einer unabhängigen Variable, um daraus die Resultate auf die abhängige Variable beobachten und erklären zu können. Im Experiment spielt das Methodologie-Schema (wie auf Seite 6 beschrieben) die entscheidende Rolle. Denn Ziel des Experiments soll es sein, Beziehungen zwischen zwei Variablen ermitteln und erklären zu können. Somit kann man das Experiment beschreiben als eine Überprüfung von Vorhersagen, die aus wissenschaftlich aufgestellten Hypothesen und Theorien abgeleitet wurden. Während des Vorgangs wird die Variable, die die vermutete verursachende Bedingung darstellt, variiert, die anderen Bedingungen kontrolliert und die Wirkungen ganz genau gemessen.
Es sei gesagt, dass die Interpretation einer gewissen Zusammengehörigkeit zwischen Variablen nicht nur im Experiment, sondern auch durch andere Methoden möglich ist. Das Experiment versucht jedoch im Gegensatz zu anderen Forschungsmethoden durch seine ganz bestimmten Charakteristika, also seinen Bedingungen, die Relation zwischen zwei Variablen ganz eindeutig aufzuklären. Das macht den Grad der Genauigkeit beim Experiment am größten, weshalb es auch als Königsweg bezeichnet wird. Es spielt dabei keine Rolle, ob es ein Feldexperiment oder ein Laborexperiment ist. Der einzige Unterschied der beiden ist, dass für das Laborexperiment erst noch ein künstliches Setting geschaffen werden muss.
Zusammenfassung der Kapitel
Aufgabe B1: Dieses Kapitel erläutert die Unterscheidung zwischen qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden und erklärt deren Bedeutung für die empirische Wissenschaft. Zudem erfolgt eine methodische Einordnung anhand des Validitätsspektrums.
Aufgabe B2: Hier wird das Experiment als wissenschaftlicher „Königsweg“ definiert, seine methodischen Voraussetzungen beschrieben und ein Vergleich zur Korrelationsforschung in den Sozialwissenschaften gezogen.
Aufgabe B3: In diesem Kapitel werden drei zentrale Berufsfelder für Absolventen der Psychologie – Coaching, klinische Psychotherapie und Wirtschaftspsychologie – vorgestellt und deren Anforderungen sowie theoretische Grundlagen diskutiert.
Schlüsselwörter
Psychologie, Forschungsmethode, Experiment, Validität, Reliabilität, Objektivität, Korrelationsforschung, Coaching, klinische Psychologie, Wirtschaftspsychologie, Grundlagenforschung, Anwendungsfächer, Kausalhypothesen, psychische Erkrankungen, berufliche Tätigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine fundierte Einführung in die psychologische Methodik und beleuchtet gleichzeitig die praktische Anwendung dieses Wissens in drei unterschiedlichen Berufsfeldern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den Schwerpunkten zählen die psychologische Forschungsmethodik (qualitativ und quantitativ), das Konzept der wissenschaftlichen Gütekriterien (Validität) sowie berufsspezifische Tätigkeiten von Psychologen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, dem Leser ein Verständnis für die wissenschaftliche Arbeitsweise der Psychologie zu vermitteln und die Brücke zwischen Theorie (Grundlagenforschung) und Praxis (Anwendungsfächer) zu schlagen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden behandelt?
Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig das Laborexperiment, das Quasi-Experiment, Feldstudien, systematische Beobachtungen sowie Korrelationsdesigns.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Fundierung der psychologischen Forschung (Validität, Experiment) und die praxisorientierte Analyse der Berufe Coach, Psychotherapeut und Wirtschaftspsychologe.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Empirie, Forschungsmethodik, Validität, Experiment, Berufspraxis und die verschiedenen psychologischen Teildisziplinen charakterisiert.
Warum wird das Experiment als „Königsweg“ der Psychologie bezeichnet?
Es gilt als Königsweg, weil es als einzige Methode die gewissenhafte Überprüfung von Kausalhypothesen unter kontrollierten Bedingungen ermöglicht und damit ein Höchstmaß an Genauigkeit bietet.
Was unterscheidet das Coaching von der psychotherapeutischen Tätigkeit?
Coaching ist ein prozessorientiertes Beratungsverfahren für Gesunde ohne geschützte Berufsbezeichnung, während die psychologische Psychotherapie ein Heilberuf ist, der eine spezielle klinische Ausbildung und Diagnose- sowie Behandlungsbefugnisse voraussetzt.
Wie spielt das betriebliche Gesundheitsmanagement in die Rolle des Wirtschaftspsychologen hinein?
Wirtschaftspsychologen nutzen Gefährdungsbeurteilungen psychischer Belastungen am Arbeitsplatz, um durch gezielte Anpassungen der Arbeitsbedingungen die psychische Gesundheit zu fördern und krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit zu reduzieren.
- Quote paper
- Lena Gierl (Author), 2020, Qualitative und Quantitative Forschungsmethoden. Das Experiment als "Königsweg" und klassische Berufsbilder in der Psychologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/933568