Und der Haifisch der hat Zähne. Analyse des Gangstertypus in Bertolt Brechts "Die Dreigroschenoper"


Hausarbeit (Hauptseminar), 2020

20 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Inhalt

1. Einführung
1.1 Derzeitige Forschungslage
1.2 Biografische Meilensteine
1.3 Der Gangster Berthold Brecht

2. Analyse der Opfer
2.1 Machtlose Exekutive - Polizeichef Tiger Brown
2.2 Bürgerliche Mädchen im Bann des Bad Boys
2.3 Spelunken-Jenny - eine Prostituierte als Königin der Unterwelt

3. Täterprofil von Mackie Messer
3.1 Der Bürger als Opfer der Gesellschaft
3.2 Protagonist oder Antagonist
3.3 Ein letzter Job

4. Schlussbetrachtungen

5 Literaturverzeichnis

1. Einführung

In den Jahren 1918 bis 1933, in denen Deutschland als Weimarer Republik bezeichnet wird, leidet ein Großteil der deutschem Bevölkerung unter einer Hyperinflation. Diese kann zwar im Jahr 1924 stabilisiert werden, jedoch wird die parlamentarische Demokratie von der Weltwirtschaftskrise getroffen.1 In dieser wirtschaftlich unsicheren Zeit nach dem ersten Weltkrieg ist der Großteil der Bevölkerung auf sich selbst angewiesen. Parallel dazu entwickelt sich in der Bundeshauptstadt ein florierender Theaterbetrieb. Die Dramatikerinnen und Dramatiker behandeln in ihren Werken die zeitgeschichtlichen Ereignisse sowie das ökonomische Ungleichgewicht.

Da die meisten Autoren selbst keine rationale Erklärung für die „unheimlichen Kapitalbewegungen“2 liefern konnten, versuchten sie in ihren Stücken diverse Utopien zu konstruieren, die dem Publikum zumindest für einen kurzen Zeitraum eine Art Realitätsflucht anboten. Vor allem die Figur des brutalen Gangsters hatte es dem Zuschauer angetan, es wurde mit dem, oftmals sympathischen, Kriminellen mitgefiebert, sein gesellschaftlicher Aufstieg erscheint dem Publikum wünschenswert. Als schwarzes Schaf der Gesellschaft erhofft er sich den Aufstieg in das Bürgertum, der mit Ansehen und Akzeptanz verbunden ist.

Als Untersuchungsgegenstand dieser Seminararbeit dient Berthold Brechts Protagonist der Dreigroschenoper „Mackie Messer“, wobei ich das vom Autor skizzierte Bild des Gangster einer detaillierten Analyse durchziehen werde. Am Beginn der Arbeit werde ich einen knappen Überblick der derzeitigen Forschungslage geben, welcher in die wesentlichen Studien zum Drama einführt. Danach werde ich anhand eines Einblicks in Berthold Brechts Biografie dessen Inspirationen für das Gangsterdrama Die Dreigroschenoper aufzeigen. Anschließend wird der Protagonist einer figuralen Analyse unterzogen. Den Hauptteil meiner Arbeit bildet die Erstellung eines Täter- und Opferprofils und schließlich eine genauere Betrachtung der Anatonigsten des Dramas unter dem Diskurs „Macht/Geld“. Es folgt eine Untersuchung des „großen Kniffs“, der unseren Gangster Mackie Messer seinen Zielen, der Integration in die bürgerliche Schicht und die Erlangung von Reichtum, näherbringen soll. Abschließend werde ich meine Ergebnisse in einem Fazit gesammelt präsentieren und analysieren.

Um einen Überfluss an Fußnoten im Fließtext zu vermeiden, wird bei der Besprechung des Dramas die entsprechenden Passagen aus dem Primärtext mit Seitenangaben in Klammern angegeben.

1.1 Derzeitige Forschungslage

Zu Berthold Brechts Drama Die Dreigroschenoper liegt eine riesige Fülle an Forschungsliteratur vor, welche sich mit den unterschiedlichsten Elementen des Theaterstücks befasst. Hervorzuheben ist hier einerseits Jan Knopfs 1980 verfasstes Brecht-Handbuch3, welches sich vollkommen Brechts dramatischen Werken widmet. Zusätzlich eignet sich zur eingängigeren Recherche Berthold Brechts Dreigroschenbuch4, welches 1985 vom Suhrkamp Verlag herausgegeben wurde und zahlreiche Materialien zur historischen Einordnung, zur Uraufführung und zur Rezeption des Stückes bietet.

In den 1980er Jahren startete man die enge Zusammenarbeit mit Kurt Weill, Brechts Komponisten für die Oper. Obwohl die Musik der Dreigroschenoper eine wichtige Rolle in den jüngsten Forschungsergebnissen spielt, kann sie in dieser Arbeit nicht berücksichtigt werden, da der Ausgangstext aus einer literaturwissenschaftlichen Perspektive näher beleuchtet werden soll. Eine ausführlichere Analyse würde daher den Rahmen der Proseminararbeit sprengen.

1.2 Biografische Meilensteine

Die Uraufführung im Jahr 1928 machte Berthold Brecht über Nacht zu einer schriftstellerischen Berühmtheit.5 Zu dieser Zeit hatte er sich mit 30 Jahren bereits als Dramatiker und Kritiker einen Namen gemacht, jedoch sehen sämtliche Brecht- Biografiker dieses Dramaprojekt als einen drastischen Wendepunkt in seiner Karriere.6 Von Karl Marx politischer Theorie versuchte er, eine neue theatrale Formsprache zu erarbeiten, die sich deutlich vom bisher verwendeten naturalistischen Spielstil unterscheidet. In dem Schauspieler Ernst Josef Auftricht fand Brecht 1928 einen Verbündeten: Die beiden eröffneten mit einer Erbschaft Auftrichts ein Theater in Berlin. Auf der Suche nach einem Eröffnungsstück einigten sie sich auf Brechts Bearbeitung von John Gays Beggar's Opera aus dem Jahr 1728. Auftricht war von der „Frechheit“ und Brechts „trockenem Witz“ begeistert und glaubt an den Erfolg des Stückes.7

Günther Rühle bezeichnete die Uraufführung der Dreigroschenoper als „den größten Theatererfolg der Epoche“8 und auch andere Kritiker sind sich einig: Die musikalische Untermalung Kurt Weills bringt den Flair der Zwanziger Jahre auf die Berliner Bühne. Zeitungen mit konservativer Einstellung sahen die Aufführung als eher negativ, die Kritiken in liberalen Blättern fielen überwiegend positiv aus, im Laufe des folgenden Jahres kam es zu über 100 Neuinszenierungen und Übersetzungen in 18 Sprachen.9

1.3 Der Gangster Berthold Brecht

Der immense Erfolg des Stückes war für Brecht jedoch mit Schattenseiten verbunden. Sein größter Kritiker, Alfred Kerr, bezichtigte Brecht, Passagen aus den Balladen Francois Villon in deutscher Übersetzung ohne rechtmäßige Kennzeichnung übernommen zu haben. In der Tageszeitung Berliner Tagblatt versuchte er, Brecht selbst als Verbrecher zu entlarven und kann ihm an einigen Stellen tatsächliche Plagiate nachweisen.10 Nicht zum ersten Mal sah sich Brecht mit derartigen Vorwürfen konfrontiert; bereits bei der Aufführung seines Stückes Im Dickicht der Städte wird er des Plagiats beschuldigt, er konnte jedoch nie überführt werden.11

Brecht nahm die Vorwürfe nur bedingt ernst, er gab zwar zu, mit fremdem geistigem Eigentum eher lax umzugehen und war der Ansicht, dass „jede Blütezeit der Literatur stets von der Qualität ihrer Plagiate abhängt“.12 Die Plagiatsaffären schadeten Brecht zwar finanziell, doch bei seinem Publikum kam der Autor weiterhin gut an und die Vorwürfe schienen ihm sogar zu helfen. Brecht galt selbst als „Gangster“, der sich die künstlerischen Fähigkeiten anderer zu eigen macht und daraus Profit schlägt. Sieht man sich die Aufteilung der Einnahmen des Dramas an, fällt einem schnell die krasse Ungleichverteilung auf: Brecht bekam beinahe 63 Prozent der Tantiemen, der Komponist Weill lediglich 25, die Übersetzerin Elisabeth Hauptmann nur 13 Prozent. Hauptmanns Arbeit ist jedoch ein wesentlicher Teil am weltweiten Erfolg der Dreigroschenoper zuzuschreiben, sie plädierte auf die Bearbeitung der Originalmusik von Johann Christoph Pepusch.13 Hauptmanns, Weills und Brechts Oper ist ein Kollektivwerk und Bricolage. Handelt es sich dabei um einen künstlerischen Geniestreich seitens Brecht oder bloß um Diebstahl geistigen Eigentums? Auch darüber wurde gestritten.14 Brecht notierte in seinen Anmerkungen zur Oper, dass sich „die Vorliebe des Bürgers für Räuber“ aus dem Irrglauben erklären, „ein Räuber sei kein Bürger“: „Dieser Irrtum hat als Vater einen anderen Irrtum: ein Bürger sei kein Räuber“.15 Brechts Verbrecher entstammen aus dem Bürgertum und sollen diese entlarven. Die wahren Gauner hingegen sind die Bürger selbst:

- Vas ist ein Dietrich gegen eine Aktie?
- Vas ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?
- Vas ist die Ermordung eines Mannes gegen die Einstellung eines Mannes?16

Obwohl Brecht in seinem Stück den Bürger als Schurken vorführt und in seinem literarischen Werk ein Laissez-faire-Verhältnis zu Normen des geistigen Eigentums aufweist, bestand er bei der Verfilmung seiner Dreigroschenoper auf die Wahrung seines geistigen Eigentums. Er verteidigte sein Recht vor Gericht und kommentierte den Gerichtsprozess literarisch in seinem Text Der Dreigroschenprozess. Ein soziologisches Experiment.17 Brechts Fall wurde von der Presse zum großen Medienereignis emporgehoben. Im Oktober 1930 wurde vom Filmkurier berichtet, dass die Rechtsanwälte um mehr Bewegungsfreiheit ob des großen Andrangs an schaulustigen Besuchern erbaten.18 Der Autor inszenierte den Gerichtsprozess als gesellschaftskritisches Experiment: Ihm ging es darum zu zeigen, dass ein bürgerliches Recht, hier das Immaterialgüterrecht, durch die vom Kapitalismus gefügig gemachte Filmindustrie zerstört wird.

2. Analyse der Opfer

2.1 Machtlose Exekutive - Polizeichef Tiger Brown

Jackie Brown, auch „Tiger Brown“ genannt, ist oberster Polizeichef Londons. Mit Mackie Messer verbindet ihn eine alte Freundschaft: Die beiden dienten gemeinsam in der Kolonialarmee. Oftmals denken sie an die gemeinsame Zeit melancholisch zurück:

J ohn war darunter und Jim war dabei

Und Georgie ist Sergeant geworden

Doch die Armee, sie fragt keinen, wer er sei

Und sie marschierte hinauf nach dem Norden ! 19

Auf der Seite von Jackie Brown scheint die Freundschaft eine ehrliche zu sein, was auch von Brecht selbst bestätigt wird.20 Da er für den Ganoven fast väterliche Gefühle hegt, wird er für diesen zum Bauernopfer. Die beiden lernten sich bei einem gemeinsamen Einsatz der englischen Armee in Indien kennen. Aus Mackies Begrüßung und dem Lied lässt sich schließen, dass nicht alles, was Mac und Tiger Brown dort erlebt haben, sich mit dem strengen moralischen Korsett, das letzterer heute anlegt, vereinbar ist. Die beiden verbindet also nicht nur Kameradschaft, sondern auch das eine oder andere Kriegsverbrechen, wie etwa die Verarbeitung der indischen Bevölkerung zu „Beef Tartar“.21 Brown stellt einen Vertreter der monarchischen Exekutive dar, auch wenn er Korruption offensichtlich zulässt. Mackie ist sich Browns Abhängigkeit von ihm durchaus bewusst und genießt die damit verbundenen Annehmlichkeiten. Brown hingegen fühlt sich von Messer oft auf den Schlips getreten und deutet mehrmals an, dass sich die Freundschaft dem Ende zuneigt und dass, er „längst bereit sei, seinen vorgeblichen Freund einzulochen“. Die finale Strophe des Kanonenliedes deutet ebenfalls an, dass ihre Freundschaft in den letzten Zügen liegt:

John ist gestorben und Jim ist tot

Und Georgie ist verißt und verdorben

Aber Blut ist immer noch rot

Und für die Armee wird jetzt wieder geworben.22

Aus dem Text ist nicht ersichtlich, ob ihre Freundschaft bloß aus kapitalistischen Gründen entstanden ist, oder ob sich die beiden wirklich nahe stehen. Ob Brown von der Affäre Mackies mit seiner Tochter und ihrer Schwangerschaft erfährt, bleibt ebenfalls unklar. Fakt ist jedoch, dass das zerrüttete Band zwischen Mackie und Brown viel Raum für Interpretation bietet, schließlich „leidet“ der Ordnungshüter sehr unter seinem vermeintlich „besten Freund“ und hofft auf dessen Verhaftung, was ihn zu einem Opfer Mackie Messers macht.

2.2 Bürgerliche Mädchen im Bann des Bad Boys

Für den Gangster ist es von den Voraussetzungen seines Berufes her gefährlich, sich emotional an eine Frau zu binden, weshalb er lockere Damenbekanntschaften einer Ehe vorzieht.23 Pragmatisch gesehen würde ihm eine Beziehung seine Handlungsfreiheit nehmen. Brechts Protagonist ist nicht nur ein Casanova, sondern auch ein Heiratsschwindler, von seinen Qualitäten als Verführer erfährt das Publikum nur in Form von Rückblenden, etwa als Frau Peachum ihrem Gatten erzählt, dass die gemeinsame Tochter Polly des Öfteren von einem „Herrn Captn“ eingeladen wurde.24 Auch Pollys Eltern lassen sich zunächst von Mackies Charme einlullen, doch als sie von Mackies kriminellen Tätigkeiten erfahren, setzen sie alles daran, ihn der Polizei auszuliefern.

Trotz seiner Bindungsaversion scheint sich Mackie auf die Hochzeit mit Polly zu freuen. Doch ab der eigentlichen Feier geht die Beziehung den Bach runter. Brecht sieht die Ehe „als Geschäft, bei dem ein Mann eine Frau, die ihren Marktwert durch ein gepflegtes Äußeres steigern kann25, als Ware auf dem freien Markt erwirbt, indem er sich gegen andere Mitbewerber durchsetzen muss“.26 Er äußert sich dazu wie folgt27:

Zu zeigen ist die Ausstellung der Braut, ihrer Fleischlichkeit, im Augenblick der endgültigen Reservierung. Zu dem Zeitpunkt nämlich, wo das Angebot aufzuhören hat, muß die Nachfrage noch einmal auf die Spitze getrieben werden. Die Braut wird allgemein begehrt, der Bräutigam „macht dann das Rennen“.

Nach der Hochzeit sieht Mackie Polly nur noch als Trophäe, nicht mehr als Partnerin. Im Liebeslied deutet er bereits seine Untreue an. Die Gehörnte reagiert auch auf die Anspielungen seiner Kollegen auf sein früheres Liebesleben nicht und stellt sich taub. Nicht nur wegen seiner Untreue ist Polly ein Opfer Mackie Messers, sondern auch, weil sie durch die Hochzeit mit dem Ganoven sowohl die elterliche Zuneigung als auch ihren sozialen Status aufgegeben hat.

Lucy, die Tochter des Polizeichefs, stellt das zweite weibliche Opfer Mackies dar. Erst unmittelbar vor ihrem Besuch im Gefängnis erfährt sie von seiner Hochzeit, zeigt sich dadurch jedoch nur kurz erbost und vergibt ihm schnell. Trotz des Verrats hofft sie auf eine gemeinsame Zukunft und „will doch nur eine anständige Frau sein“ (60). Dennoch nimmt sie in dem Stück die Rolle der moll, der Gangsterbraut ein, die sich die Regeln des Verbrecherlebens zu eigen gemacht hat und Mackies Zwängen gegenüber bis zu einem gewissen Grad Verständnis entgegenbringt.28

2.3 Spelunken-Jenny - eine Prostituierte als Königin der Unterwelt

Macheath tritt wiederholt als Bigamist auf, der sich bereits nach der Ouvertüre auf dem Jahrmarkt von Soho gesellt, um sich dort unter die Prostituierten zu mischen. Jenny wird als einzige Prostituierte des Stückes namentlich erwähnt und nimmt eine größere Nebenrolle in diesem ein. Im weiteren Verlauf des Stückes verrät sie Mackie dreimal, was laut Lucchesi eine biblische Allegorie darstellt und den Ganoven als Jesus Christus erscheinen lässt.29 Zwischen den Zeilen lässt sich erahnen, warum Jenny ihren ehemaligen Geliebten der Exekutive ausliefert. In dem Lied „die Zuhälterballade“ (55) erfährt der Zuschauer, dass Mackie nicht nur Jennys Liebhaber, sondern auch ihr Zuhälter war. Knopf hegt den Verdacht, dass die Prostituierten ebenfalls Teil des Verbrecherkartells sind, da Mackie diesen jeden Donnerstag einen Besuch abstattet, um Geld einzusammeln.30 Jenny nutzt ihre Chance und „verkauft“ Macheath an die Familie Peachum genauso, wie er sie an fremde Männer verkauft hat. Während Mackies Gesangseinlage schwärzt sie ihn bei einem Schutzmann an und verrät diesem Mackies Aufenthaltsort (55). Vor seiner Flucht versucht sie ihn indirekt zu warnen, indem sie ihm aus seiner Hand liest und ihm mitteilt, dass ihn eine Frau, deren Vorname mit J beginnt, verraten wird (54). Später erfahren wir, dass Mackie ebendiese Hand gegen Jenny erhoben hat, als sie sich weigerte, ihrer Arbeit als Prostituierte nachzugehen (55f.).

Dennoch erscheint sie als gespaltene Persönlichkeit, da sie kurz nach ihrem Verrat an Mackie diesen bereut und in Tränen ausbricht. Da sich Frau Peachum weigert ihr Geld für den Verrat an Mackie zu geben, reflektiert sie ihr Handeln und wirkt resigniert. Jenny romantisiert die vergangene Beziehung und nimmt damit die klischeehafte Rolle der Frau ein, die auch den restlichen weiblichen Figuren (Polly und Lucy) zugeschrieben wird.31 Auch ihr Bordell scheint sie mit bürgerlicher Biederkeit zu führen: Sie und ihre Angestellten nutzen ihre Arbeitspausen, um „Wäsche zu bügeln, Mühle zu spielen [oder] waschen sich“ (52). Macheath und seiner Bande dienen die Prostituierten als Nährboden für Zuneigung und Fürsorge, quasi als fruchtbare Oasen in der kahlen Gangsterwüste.32

[...]


1 Vgl. GAY, Peter: Die Republik der Außenseiter. Geist und Kultur der Weimarer Zeit 1918-1933. Frankfurt am Main: Fischer, 1987; LEHNERT, Detlef: Die Weimarer Republik. Stuttgart: Reclam, 2001; WIRSCHING, Andreas: Die Weimarer Republik. Politik und Gesellschaft. München: Oldenburg, 2000, S. 13f.

2 Vgl. ebenda.

3 KNOPF, Jan: Brecht-Handbuch. Theater. Eine Ästhetik der Widersprüche. Stuttgart und Weimar: J. B. Metzler, 1996, S. 53.

4 HECHT, Werner (Hrsg.): Brechts Dreigroschenoper. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1985.

5 MITTENZWEI, Werner: Das Leben des Bertolt Brecht oder Der Umgang mit den Welträtseln. Erster Band. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1987, S. 273.

6 MAYER, Hans: Brecht. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1996, S. 143-153.

7 MITTENZWEI, Werner: Das Leben des Bertolt Brecht, a.a.O., S. 274.

8 RÜHLE, Günther: Theater für die Republik im Spiegel der Kritik. 2. Band. 1926-1933. Frankfurt am Main: S. Fischer Verlag, 1967, S. 881.

9 Vgl. BRECHT, Bertolt: Die Dreigroschenoper. Der Erstdruck 1928. Mit einem Kommentar von Joachim LUCCHESI. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 82014, S., 213.

10 HECHT, Werner: Brechts Leben in schwierigen Zeiten. Geschichten. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2007, S. 53ff.

11 Vgl. ebda.

12 Vgl. BRECHT, Bertolt: Die Dreigroschenoper. Der Erstdruck 1928. Mit einem Kommentar von Joachim LUCCHESI. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 82014, S. 128.

13 Vgl. BRECHT, Bertolt: Die Dreigroschenoper. Der Erstdruck 1928. Mit einem Kommentar von Joachim LUCCHESI. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 82014., S. 198.

14 Vgl. WIRSCHING, Andreas: Die Weimarer Republik. Politik und Gesellschaft. München: Oldenburg, 2000, S. 122f.

15 HECHT, Werner (Hrsg.): Brechts Dreigroschenoper. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1985, S. 45.

16 Vgl. ebda S. 47.

17 Das Mitbestimmungsrecht des Urhebers des zur Verfilmung gelangenden Werkes am Drehbuch des Films. Urteil des Landgerichts I, Berlin, vom 4. November 1930 - 38.680.30/13 rechtskräftig, in: UFITA 4. S. 73-80.

18 Vgl. HECHT, Werner (Hrsg.): Brechts Dreigroschenoper. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1985, S. 49.

19 BRECHT, Bertolt: Die Dreigroschenoper. Der Erstdruck 1928. Mit einem Kommentar von Joachim LUCChESi. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 82014, S.34.

20 BRECHT, Bertolt: Anmerkungen zur Dreigroschenoper. In: HECHT, Werner (Hrsg.): Brechts Dreigroschenoper, a.a.O., S. 55.

21 BRECHT, Bertolt: Die Dreigroschenoper. Der Erstdruck 1928. Mit einem Kommentar von Joachim LUCCHESI. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 82014, S.34.

22 BRECHT, Bertolt: Die Dreigroschenoper. Der Erstdruck 1928. Mit einem Kommentar von Joachim LUCCHESI. Frankfurt am Main: Suhrkamp,82014, S.34.

23 SEEßlen, Georg: Der Asphalt- Dschungel. Eine Einführung in die Mythologie, Geschichte und Theorie des amerikanischen Gangster-Films. München: EOS Verlag, 1977, S. 249.

24 BRECHT, Bertolt: Die Dreigroschenoper. Der Erstdruck 1928. Mit einem Kommentar von Joachim LUCCHESI. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 82014, S. 10.

25 KUGLI, Ana: Feminist Brecht? Zum Verhältnis der Geschlechter im Werk Bertolt Brechts. München: Meidenbauer, 2006 (= Forum deutsche Literatur; 6), S. 65.

26 Vgl. KUGLI, Ana: Feminist Brecht? Zum Verhältnis der Geschlechter im Werk Bertolt Brechts. München: Meidenbauer, 2006 (= Forum deutsche Literatur; 6), S. 66.

27 BRECHT, Bertolt: Anmerkungen zur Dreigroschenoper, a.a.O., S. 56.

28 SEEßlen, Georg: Der Asphalt- Dschungel. Eine Einführung in die Mythologie, Geschichte und Theorie des amerikanischen Gangster-Films. München: EOS Verlag, 1977, S.249f.

29 Vgl. BRECHT, Bertolt: Die Dreigroschenoper. Der Erstdruck 1928. Mit einem Kommentar von Joachim LUCCHESI. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 82014, S. 210f.

30 KNOPF, Jan: Brecht-Handbuch. Theater, a.a.O., S. 60.

31 KUGLI, Ana: Feminist Brecht?, a.a.O., S. 64.

32 Vgl. KNOPF, Jan: Brecht-Handbuch. Theater, a.a.O., S. 59f.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Und der Haifisch der hat Zähne. Analyse des Gangstertypus in Bertolt Brechts "Die Dreigroschenoper"
Hochschule
Universität Wien  (Neuere Deutsche Literatur)
Note
2
Autor
Jahr
2020
Seiten
20
Katalognummer
V934606
ISBN (eBook)
9783346255990
ISBN (Buch)
9783346256003
Sprache
Deutsch
Schlagworte
haifisch, zähne, analyse, gangstertypus, bertolt, brechts, dreigroschenoper
Arbeit zitieren
Lea Hauer (Autor), 2020, Und der Haifisch der hat Zähne. Analyse des Gangstertypus in Bertolt Brechts "Die Dreigroschenoper", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/934606

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