Konfessionelle Aspekte des Suizidverhaltens. Selbstmord in der Perspektive Durkheims


Hausarbeit, 2018

21 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Durkheims Le suicide
2.1. Außergesellschaftliche Faktoren
2.2. Soziale Faktoren: Vier Formen des Selbstmordes nach Durkheim
2.2.1. Der altruistische Selbstmord
2.2.2. Der anomische Selbstmord und der fatalistische Selbstmord
2.2.3. Der egoistische Selbstmord

3. Ein alternativer soziologischer Erklärungsansatz konfessioneller Unterschiede des egoistischen Selbstmordes
3.1. Max Webers Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus
3.1.1. Außerweltliche Askese: Die mittelalterlich-katholische Kirche
3.1.2. Luthers Protestantismus und seine Berufsidee
3.1.3. Asketischer Protestantismus: Die calvinistisch- puritanische Reformkirche
3.2. Auswirkungen des asketischen Protestantismus auf die Selbstmordrate
3.3. Ausblick: Auswirkungen des lutherischen Protestantismus

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Mittel der Selbstmorde nach Konfession

Abbildung 1: 4 Grundtypen des Selbstmords (Schallberger o.J.)

1. Einleitung

Der Soziologe Émile Durkheim konstatierte bereits 1897 in seinem empirischen Werk Le suicide, dass „[…] überall ohne jede Ausnahme […] die Protestanten viel mehr Selbstmörder als die Gläubigen anderer Religionen [stellen]“ (Durkheim 2017, S. 165) [Einfügung: M.D.].

Dieser Befund, der auch nach einem Jahrhundert noch Gültigkeit zu haben scheint (vgl. Becker u. Woessmann im Druck, S. 1; 35),1 hat einen gesetzesähnlichen Status in der Soziologie erlangt (vgl. Pope u. Danigelis 1981).

Beide Konfessionen verbieten jedoch den Selbstmord auf Grundlage des fünften Gebotes „Du sollst nicht töten“.2 Durkheim schließt auf Grund dieser Tatsache die jeweilige Heilslehre der Konfessionen als Ursache (vgl. Durkheim 2017, S. 168; 184) der höheren Selbstmordrate aus. Ob die Heilslehre der Konfessionen jedoch wirklich keinen Einfluss auf die jeweilige Neigung zum Selbstmord hat, soll im Folgenden, mit Hilfe von Max Webers Ausführungen über den asketischen Protestantismus, genauer untersucht werden.

Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es also, die soziologischen Faktoren, welche Durkheim als ursächlich für den Selbstmord im Allgemeinen aber auch für die höhere Selbstmordrate der Protestanten3 im Besonderen ansieht, zusammengefasst darzustellen und dem Gegenüber den Vorschlag zu unterbreiten, dass Durkheims Empirie und Theorie in Bezug auf die konfessionellen Unterschiede des Selbstmordes um die theoretischen Erkenntnisse von Webers „Protestantismusthese“ erweitert werden könnten – ein Unterfangen, welches in den Grenzen einer Hausarbeit nur skizziert werden kann. Allerdings könnten gedankliche Grundlagen für eine Folgeuntersuchung mit entsprechendem Umfang gelegt werden.

2. Durkheims Le suicide

Durkheims Le suicide ist ein soziologischer Versuch, das Phänomen des Selbstmordes teilweise auf gesellschaftliche – und damit soziale – Ursachen zurückzuführen (vgl. Durkheim 2017, S. 37).

Die Nutzung eines alltagssprachlichen oder vulgärterminologischen Verständnisses des Begriffs Selbstmord würde laut Durkheim dazu führen, dass tatsächliche Zusammenhänge verkannt werden (vgl. ebd., S. 23). Fortan operationalisiert Durkheim den Begriff Selbstmord folgendermaßen:

„Man nennt Selbstmord jeden Todesfall, der direkt oder indirekt, auf eine Handlung oder Unterlassung zurückzuführen ist, die vom Opfer selbst begangen wurde, wobei es das Ergebnis seines Verhaltens bereits im voraus [sic!] kannte.“ (ebd., S. 27) [Hervorh. entfernt; Einfügung: M.D.]

Hervorzuheben ist, dass Durkheim sich nicht für den einzelnen Selbstmord als individuelles Schicksal interessiert (vgl. Vester 2009, S. 77), sondern für die Frage danach, warum unterschiedliche Gesellschaften eine unterschiedliche „[…] Neigung zum Selbstmord […]“ (Durkheim 2017, S. 32) besitzen, welche sich an der jeweiligen Selbstmordrate ablesen lässt. Durkheims Erkenntnisinteresse ist also weder psychologisch noch pathologisch geleitet, sondern vielmehr explizit soziologischer Natur.4

Ausgehend von dieser Erkenntnis existiert also eine Varianz zwischen den Gesellschaften, welche sich nicht individualpsychologisch5 erklären lässt. Hieraus leitet Durkheim ab, dass das Phänomen des Selbstmordes entweder auf allgemeine außergesellschaftliche Faktoren zurückzuführen ist, oder aber auf soziale Faktoren (vgl. ebd., S. 37).

2.1. Außergesellschaftliche Faktoren

Auf diese außergesellschaftlichen Faktoren, welche Durkheim ausführlich Schritt für Schritt ausschließt,6 sei nur in aller Kürze eingegangen, da diese für die vorliegende Forschungsfrage nicht von weiterem Interesse sind, für das Verständnis jedoch durchaus zuträglich sind:

1. Selbstmord und psychopathische Zustände: Zwar kann eine Geisteskrankheit individuell den Selbstmord begünstigen (vgl. Durkheim 2017, S. 71), jedoch gibt es keinen gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang (vgl. ebd., S. 59 ff.).
2. „Rasse“7 und Erblichkeit: Die bloße Zugehörigkeit einer bestimmten Ethnie hat nach Durkheim keinen messbaren Einfluss auf den Selbstmord (vgl. ebd., S. 83 f.) und auch eine Erblichkeit einer Tendenz zum Selbstmord widerlegt er, da, sollte eine Erblichkeit zutreffen, beide Geschlechter im gleichen Maße betroffen sein müssten –was jedoch nicht der Fall ist (vgl. ebd., S. 93 f.).
3. Klima und jahreszeitliche Temperatur: Der direkte Einfluss des Klimas bzw. der Temperatur hat nach Durkheim keinen Einfluss auf den Selbstmord, jedoch steigen die Zahlen der Selbstmorde im Frühling und im Sommer an, was auf die zunehmende Intensität des gesellschaftlichen Lebens zurückzuführen sei (vgl. ebd., S. 121 ff.). Durkheim sieht diesen ersten Hinweis auf die Sozialität des Selbstmordes zudem dadurch bestätigt, dass die saisonalen Schwankungen in der Stadt weniger stark ausfallen, als auf dem Land, da die Intensität des gesellschaftlichen Lebens in der Stadt, vor allem auch durch künstliches Licht, relativ konstant bleibt. (vgl. ebd., S. 121)
4. Nachahmung: Der Begriff Nachahmung 8 in Bezug auf den Selbstmord meint im durkheimischen Verständnis eine mimetische Wiederholung dieser Handlung ohne einen Denkvorgang, der diese Handlung durchdringt (vgl. ebd., S. 132; 134 ff.). Eine solche Form der Nachahmung oder sogenannte „Werther-Effekte“ (Vester 2009, S. 77) mit Einfluss auf die Empirie konnte Durkheim nicht feststellen (vgl. Durkheim 2017, S. 143).

2.2. Soziale Faktoren: Vier Formen des Selbstmordes nach Durkheim

Da Durkheim einen starken Einfluss der außergesellschaftlichen Faktoren ausgeschlossen hat, untersuchte er im Anschluss soziale Faktoren. Hier nennt er vier Formen des Selbstmordes, welche sich hinsichtlich der Integration in die Gesellschaft und der Reglementation durch die Gesellschaft unterscheiden (vgl. Schallberger o.J.).Typischerweise wird die Reihenfolge der Formen des Selbstmordes wie folgt abgehandelt:

1. Egoistischer Selbstmord
2. Altruistischer Selbstmord
3. Anomischer Selbstmord
4. Fatalistischer Selbstmord

Allerdings ist die für die Fragestellung dieser Arbeit zentrale Form des Selbstmordes der egoistische Selbstmord, da Durkheim die konfessionellen Unterschiede des Selbstmordes von Katholiken und Protestanten hierüber zu erklären versucht. Aus diesem Grund wird der in gewisser Weise „unorthodoxe“ Versuch unternommen, den egoistischen Selbstmord als letztes abzuhandeln. Der altruistische, der anomische und der fatalistische Selbstmord werden nur kurz dargestellt, da sie für die Fragestellung dieser Arbeit nicht relevant sind, obgleich der anomische Selbstmord ohne Frage für Durkheims Gesamtwerk von zentraler Bedeutung ist.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: 4 Grundtypen des Selbstmords nach Durkheim (Schallberger o.J.)9

2.2.1. Der altruistische Selbstmord

„Wenn der Mensch aus der Gesellschaft herausgelöst wird, begeht er leicht Selbstmord [egoistischer Selbstmord]. Das tut er auch, wenn er zu sehr in sie verstrickt ist [altruistischer Selbstmord].“ (Durkheim 2017, S. 242) [Einfügung: M.D.]

Der altruistische Selbstmord ist, wie Durkheim darstellt, vor allen Dingen in traditionellen und primitiven Gesellschaften vorzufinden. Es handelt sich hierbei zum Beispiel um Selbstmorde von Gefolgsleuten, die ihrem Herrn in den Tod folgen, Selbstmorden von Witwen nach oder bei dem Tod ihres Gatten, oder auch um Selbstmorde von Menschen, die unter Krankheit leiden oder an der Schwelle des Alters stehen (vgl. ebd., S. 244).

Die Integration in die Gruppe und in die Gesellschaft ist also so hoch, dass das Individuum – welches hier nur rudimentär herausgebildet ist – fast gänzlich im Kollektiv aufgeht und die Gesellschaft in der Lage ist, ihre Mitglieder zum Selbstmord zu zwingen (vgl. ebd., S. 246).

Durkheim unterscheidet weiterhin zwischen den Unterformen des obligatorischen altruistischen Selbstmords, einer Form wo das Individuum verpflichtet ist, sich unter gewissen Umständen das Leben zu nehmen, dem fakultativen altruistischen Selbstmord, einer abgeschwächten Form des ersten Typus, wo der Selbstmord weniger ausdrücklich gefordert wird, jedoch unter den richtigen Umständen durchaus geachtet wird (vgl. ebd., S. 249 ff.). Der letzte Subtypus ist der des überspitzt altruistischen Selbstmordes, welcher von religiösem Eifer geprägt ist und dem Jenseits im Gegensatz zum Diesseits den Vorzug gibt (vgl. ebd., S. 252).

Relevanz10 für moderne Gesellschaften sollte der altruistische Selbstmord vorrangig noch im Militärdienst besitzen. Heinz-Günter Vester überspitzt es sogar soweit, dass er sagt, dass „[…] Militärdienst in letzter Konsequenz nur auf Grund der Bereitschaft zum und der Honorierung des altruistischen Selbstmordest funktioniert.“ (Vester 2009, S. 79)

2.2.2. Der anomische Selbstmord und der fatalistische Selbstmord

Durkheim stellte fest, dass die Selbstmordraten zum einen während wirtschaftlichen Krisen steigen, zum anderen aber auch während Zeiten wirtschaftlicher Konjunktur (vgl. Durkheim 2017, S. 278).

Verantwortlich hierfür ist ein gesellschaftlicher Zustand der Anomie, – ein Zustand der Regelosigkeit und der gestörten Ordnung (vgl. ebd., S. 288 f.). Was für die wirtschaftliche Krise als selbstevident erscheint, bedarf für den wirtschaftlichen Aufschwung näherer Erläuterung: Der erhöhte Wohlstand ruft Begehrlichkeiten und Bedürfnisse hervor (vgl. ebd., S. 289), es entsteht „[…] die Illusion, daß letztlich alles doch erreichbar ist […]“ (ebd., S. 290). Durkheim sieht diese Annahme dadurch bestätigt, dass arme Länder eine Art Immunität gegen Selbstmord entwickelt haben, da wir uns an „[…] Ohnmacht [gewöhnen], während sie uns zur gleichen Zeit zur Mäßigung zwingt […]“ (ebd.).

Der fatalistische Selbstmord stellt das überreglementierte Gegenstück zum anomischen Selbstmord dar: „Es ist der Selbstmord derjenigen, denen die Zukunft mitleidlos vermauert wird, deren Triebleben durch eine bedrückende Disziplin gewaltsam erstickt wird.“ (ebd., S. 318)

Es ist also der Selbstmord der Sklaven und all jener, die aus den unnachgiebigen Normen des Despotismus nicht entrinnen können. Durkheim selbst erwähnt diese Form des Selbstmordes jedoch nur in einer Fußnote, da er glaubte, es sei schwer hier zeitgenössische empirische Beispiele finden zu können (vgl. ebd.).11

2.2.3. Der egoistische Selbstmord

„Wenn sie ihres Geschickes Herren sein dürfen, steht es ihnen auch zu, den Zeitpunkt ihres Endes selbst zu bestimmen.“ (Durkheim 2017, S. 233)

Wie eingangs bereits erwähnt, konnte Durkheim feststellen, dass die Selbstmordrate in protestantischen Ländern wesentlich höher ausfällt als in katholischen Ländern (Siehe Tabelle 1):

Tabelle 1: Mittel der Selbstmorde nach Konfession (in Anlehnung an Morselli 1879, o.S. zitiert nach: Durkheim 2017, S. 162)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zunächst versucht Durkheim diese Zahlen über den Minderheitenstatus der untersuchten Religionsgruppen zu erklären. Er belegt, dass das Judentum im Vergleich zum Protestantismus und des Katholizismus einen vor dem Selbstmord schützenden Effekt hat (vgl. ebd., S. 165 f.). Es wäre also möglich, dass die zahlenmäßig schwach vertretenen Religionsgruppen zu einer, zu ihrer Erhaltung notwendigen, Selbstmordkontrolle gezwungen sind (vgl. ebd., S. 167). Allerdings zeigt sich, dass selbst dort, wo die katholische Mehrheit 96% der Bevölkerung darstellt, 423 Selbstmorde von Protestanten 100 Selbstmorden von Katholiken gegenüberstehen (vgl. ebd., S. 168). Das Verhältnis von Minderheit und Mehrheit erklärt also den eklatanten Unterschied zwischen Protestanten und Katholiken nicht.

Eine Erklärung ergibt sich jedoch aus dem Grade der Forschungsfreiheit und der Integrations- und Kohäsionsleistung der jeweiligen Konfession:

Der Protestantismus lässt dem eigenen Denken und Handeln mehr Raum, da er im geringeren Maße allgemeingültige Glaubensvorstellungen und Normen fixiert – dem Gläubigen wird keine Auslegung aufgezwungen (vgl. ebd., S. 171; 169). Der Katholik hingegen empfängt seinen Glauben ganzheitlich, ohne realistische Möglichkeit der Kritik (vgl. ebd, S. 169). Allerdings ist der Glaube hier wesentlich homogener und umfassender auf die Einzelbereiche des Lebens ausgerichtet, was wiederum dazu führt, dass die Gemeinschaft enger gebunden und auf ein einheitliches Ziel ausgerichtet ist (vgl. ebd., S. 171). Folglich ist der protestantische Glaube zum einen individualisierter und zum anderen ist die Integrations- und Kohäsionsleistung der protestantischen Kirche weniger stark ausgeprägt als die der katholischen Kirche (vgl. ebd.).

[...]


1 Anm. d. Verf.: Allerdings gleichen sich Katholiken und Protestanten, hinsichtlich ihrer Neigung zum Selbstmord, immer mehr an, vgl. hierzu Becker u. Woessmann (im Druck, S. 36).

2 Anm d. Verf.: Die Übersetzungen schwanken zwischen „töten“ und „morden“. Zur Schwierigkeit der Übersetzung des hebräischen Originals, siehe Segal (2006).

3 Anm. d. Verf: Auf Grund der vereinfachten Lesbarkeit dieser Arbeit wird darauf verzichtet, das generische Maskulinum zu „gendern“. Gleichwohl soll durch diese Entscheidung kein Geschlecht und keine Form von Geschlechtlichkeit ausgegrenzt werden.

4 Anm d. Verf.: Vester (vgl. S. 80 ) weist darauf hin, dass Durkheim, trotz seiner strikten Weigerung sich auf die Psychologie einzulassen, an Schwachstellen der Theorie vereinzelt auf psychologische Erklärungen und normative Urteile zurückgreift.

5 Anm. d. Verf.: Diese sogenannte Zwischengruppenvarianz ist jene Varianz der Daten, welche sich ausschließlich auf die Gruppenzugehörigkeit zurückführen lässt. Anders gesprochen: Es ist die Abweichung der Gruppenmittelwerte – hier dargestellt durch die unterschiedlichen Gesellschaften – vom Gesamtmittelwert.

6 Anm. d. Verf.: Durkheims empirische Erkenntnisse sind heute aus quantitativ-methodischer Perspektive mit Vorsicht zu interpretieren, da sich die quantitative Sozialforschung vor allem methodisch weiterentwickelt hat. Beispielsweise sind mit Durkheims vorrangig deskriptiven Methoden keine gleichzeitigen multivariaten Vergleiche möglich, sodass sich bestimmte Effekte auspartialisieren könnten. Wir könnten also mit Durkheims Daten beispielsweise keinen „reinen“ Einfluss des Klimas oder der Temperatur betrachten.

7 Anm. d. Verf.: Der Begriff „Rasse“ muss vor dem Hintergrund des Jahrhunderts gesehen werden, in welchem Durkheim lebte. Rassismus, also eine generalisierte Abwertung von Personen und Gruppen, welche nach pseudowissenschaftlichen, biologistischen Merkmalen als minderwertig eingestuft werden (vgl. Zick et al. 2011, S.25 f.), sollte Durkheim an dieser Stelle, auf Grund der bloßen Verwendung des Begriffs, nicht vorgeworfen werden.

8 Anm. d. Verf.: Durkheim (2017, S. 132) definiert Nachahmung wie folgt: „Es liegt Nachahmung vor, wenn einer Handlung unmittelbar die Vorstellung einer ähnlichen, von einem anderen vorher vollzogenen vorausgeht, ohne daß sich zwischen Vorstellung und Ausführung explizit oder implizit irgendein Denkvorgang einschaltet, der diese Handlung ihrem Wesen nach durchdringt.“ [Hervorh. entfernt von M.D.]

9 Anm. d. Verf.: Die Originalabbildung von Schallberger (o.J.) wurde für die Darstellung innerhalb dieser Arbeit verkleinert.

10 Anm. d. Verf.: Relevanz meint an dieser Stelle allen voran eine statistische Relevanz, welche sich anhand der Selbstmordraten verschiedener Gesellschaft messen lässt. Dabei soll natürlich nicht behauptet werden, dass es diese Form des Selbstmordes nicht mehr geben würde.

11 Anm. d. Verf.: Als Beispiele hierfür könnten beispielsweise Selbstmordraten innerhalb totalitärer Staaten herhalten. Die Relevanz dieses Typus würde von Durkheim, hätte er die weitere Entwicklung des 20. Jahrhunderts miterlebt, sicherlich anders eingeschätzt werden.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Konfessionelle Aspekte des Suizidverhaltens. Selbstmord in der Perspektive Durkheims
Hochschule
Universität Siegen  (Sozialwissenschaftliches Seminar der Universität Siegen)
Veranstaltung
Theorien der Moderne
Note
1,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
21
Katalognummer
V934844
ISBN (eBook)
9783346260222
ISBN (Buch)
9783346260239
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Selbstmord, Max Weber, Émile Durkheim, Anomie, Protestantische Ethik, Religion, Religionssoziologie, Le Suicide, Calvinismus, Soziologie
Arbeit zitieren
Marius Dilling (Autor), 2018, Konfessionelle Aspekte des Suizidverhaltens. Selbstmord in der Perspektive Durkheims, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/934844

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