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Die ´kontrastive Linguistik´ in den siebziger und neunziger Jahren - Ein Vergleich

Title: Die ´kontrastive Linguistik´ in den siebziger und neunziger Jahren - Ein Vergleich

Seminar Paper , 2007 , 14 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Sarah Klotz (Author)

Speech Science / Linguistics
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Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Arbeit „Die ´kontrastive Linguistik´ in den siebziger und neunziger Jahren – Ein Vergleich“ soll der Werdegang der ´kontrastiven Linguistik´, anfänglich noch auf den Begriff ´kontrastive Grammatik´ beschränkt, dargestellt werden. Um das Thema einzuleiten, werden zunächst die Begriffe ´Grammatik´ und ´kontrastive Grammatik´ definiert. Anschließend werden die Perspektiven und Meinungen der ersten Jahre dargestellt. Dann wird die Ausarbeitung auf die Entwicklungen in den neunziger Jahren eingehen, um abschließend eine zusammenfassenden Überblick zu formulieren. Im Studienbuch Linguistik wird ´Grammatik´ als System oder auch strukturierendes Gebilde einer Sprache beschrieben, unter dem folgende Ebenen subsumiert werden: die der ´Laute´, der ´Morpheme´ und ´Wörter´, der ´Sätze´ und der ´Texte´. Es wird zudem konstatiert, dass die eigentliche Substanz der klassischen Grammatik aus der ´Lehre vom Wort´ und der ´Lehre vom Satz´ besteht. In Bezug auf das ´Wort´ beschäftigt sich die ´Grammatik´ mit den Wortklassen, die nach grammatischen Regeln gebildet werden. Zu diesen Wortklassen gehören zum Einen Wörter, die eine gemeinsame morphologische Ausprägung aufweisen, so zum Beispiel konjugierbare Verben, und zum Anderen Wörter, die in der Syntax ihre Verwendung finden, dazu gehören unter anderem die „nebensatzeinleitenden subordinierenden Konjunktionen“ . Auch die Bildung von Wörtern und die verschiedenen Wortausprägungen gehören zur ´Lehre vom Wort´ und werden unter dem Begriff ´Morphologie´ gefasst. Die ´Lehre von Satz´ beschäftigt sich mit den Regeln nach denen die Aneinanderreihung von Wörtern zu Satzgliedern und letztlich Sätzen oder auch komplexeren Satzgefügen erfolgen kann. Mit der ´Lehre des Satzes´ werden zum Beispiel auch Satzbaupläne und Satzarten festgelegt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Begriff ´Grammatik´

2.1 Der Begriff ´kontrastive Grammatik´

2.1.1 ´Kontrastive Grammatik´ in den siebziger Jahren

2.1.2 ´Kontrastive Linguistik´ in den neunziger Jahren

3 Zusammenfassung

4 Abstract: Contrastive linguistics of the seventies and nineties – a comparison

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, den theoretischen und methodischen Werdegang der kontrastiven Linguistik von den 1970er bis in die 1990er Jahre zu vergleichen und die Entwicklung von einer rein fehleranalytisch geprägten kontrastiven Grammatik hin zu einer breiter gefächerten kontrastiven Linguistik aufzuzeigen.

  • Definition und begriffliche Abgrenzung von Grammatik und kontrastiver Grammatik.
  • Analyse der fachwissenschaftlichen Perspektiven und Kritikpunkte der 1970er Jahre.
  • Untersuchung der Erweiterung des Forschungsfeldes in den 1990er Jahren.
  • Diskussion der Bedeutung für den Fremdsprachenerwerb, die Übersetzungswissenschaft und den Kulturkontakt.
  • Betrachtung von Ansätzen wie der kulturkontrastiven Linguistik.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 ´Kontrastive Grammatik´ in den siebziger Jahren

Der Werdegang der ´kontrastiven Grammatik´ beginnt in Deutschland zu Beginn der siebziger Jahre. Es heißt, dass sie aus dem praktischen Anliegen entstand, Strukturen und Elemente einer Sprache aufzuzeigen, die nicht mit derer der Muttersprache übereinstimmen. Mit diesen gewonnenen Erkenntnissen zu den Unterschieden zweier Sprachen sollte der Fremdsprachenerwerb und damit auch Fremdsprachenunterricht vereinfacht werden. Die ´kontrastive Grammatik´ sollte dabei primär dem Phänomen der ´Interferenz´, welches davon ausgeht, dass das Individuum dazu tendiert „… Laute, Formen und deren Distribution der eigenen Sprache und Kultur auf die der Fremdsprache und Fremdkultur zu übertragen, …“, was als hauptsächliche Fehlerquelle beim Fremdsprachenerwerb gilt, entgegenwirken.

An diesem Verhältnis wurden allerdings verschiedene Unzulänglichkeiten aufgetan. So konstatiert Coseriu, dass eine ´kontrastive Grammatik´ dieser Art von einem ´tertium comparationis´, was als gemeinsame ´Bedeutungsebene´ bezeichnet werden kann, zweier Sprachen ausgehen müsste. In Folge eines solchen ´tertium comparationis´ sind allerdings nach Coseriu so genannte ´Nullentsprechungen´ zu erwarten. ´Nullentsprechungen´ bezeichnen den Umstand, dass eine Sprache A etwas besitzt, das Sprache B so nicht besitzt. Dieser Umstand macht die ´kontrastive Grammatik´ für ihn als Grammatik inkohärent, also zusammenhangslos. Darüber hinaus geht die ´kontrastive Grammatik´ von einer festgelegten Sprache aus, wodurch Aspekte, wie zum Beispiel soziale oder regionale Unterschiede in Bezug auf die Sprechtätigkeit oder auch verschiedene Sprachgemeinschaften, keinen Untersuchungsgegenstand darstellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Themas und des Vorhabens, die Entwicklung von der kontrastiven Grammatik zur kontrastiven Linguistik im zeitlichen Vergleich darzustellen.

2 Der Begriff ´Grammatik´: Definition der Grammatik als strukturelles System unter Einbeziehung von Ebenen wie Morphologie, Syntax und Lexikologie.

2.1 Der Begriff ´kontrastive Grammatik´: Einführung in die Grundlagen des Sprachvergleichs und die methodischen Schwierigkeiten bei der Definition kontrastiver Ansätze.

2.1.1 ´Kontrastive Grammatik´ in den siebziger Jahren: Erörterung der Entstehungsgeschichte, die primär auf der Vermeidung von Interferenzen im Fremdsprachenunterricht basierte, sowie Darstellung früher Kritikpunkte.

2.1.2 ´Kontrastive Linguistik´ in den neunziger Jahren: Untersuchung der Ausweitung des Forschungsfeldes auf makrolinguistische Ebenen, Kulturkontrast und neue Anwendungsgebiete wie die Sprachtechnologie.

3 Zusammenfassung: Resümee über die Entwicklung und die andauernde fachwissenschaftliche Diskussion um die Einordnung der kontrastiven Linguistik.

4 Abstract: Contrastive linguistics of the seventies and nineties – a comparison: Zusammenfassende Darstellung der Arbeit in englischer Sprache.

Schlüsselwörter

Kontrastive Linguistik, kontrastive Grammatik, Fremdsprachenerwerb, Interferenz, Tertium Comparationis, Fehleranalyse, Sprachvergleich, Kulturkontrast, Angewandte Linguistik, Sprachtypologie, Textlinguistik, Lexikologie, Grammatiktheorie, Sprachwissenschaft, Kulturvermittlung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Wandel der kontrastiven Linguistik, ausgehend von der kontrastiven Grammatik der 1970er Jahre bis hin zu den erweiterten Konzepten der 1990er Jahre.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Grammatik, die methodischen Ansätze des Sprachvergleichs, die Rolle der Fehleranalyse und die Ausweitung der kontrastiven Forschung auf kulturelle und soziologische Aspekte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein Vergleich der theoretischen Grundlagen und Zielsetzungen der kontrastiven Linguistik über zwei Jahrzehnte hinweg, um deren wissenschaftliche Entwicklung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Es handelt sich um eine vergleichende Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Positionen und Kritiken renommierter Sprachwissenschaftler zu den jeweiligen Zeitabschnitten zusammenführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition von Grammatik, die Analyse der kontrastiven Grammatik der 1970er Jahre inklusive ihrer Kritik (z. B. durch Coseriu) und die Untersuchung der kontrastiven Linguistik der 1990er Jahre.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind kontrastive Linguistik, Sprachvergleich, Interferenz, Fremdsprachenunterricht, Kulturkontrast und die theoretische Abgrenzung zu anderen linguistischen Disziplinen.

Was sind laut Coseriu die Hauptprobleme der frühen kontrastiven Grammatik?

Coseriu kritisiert, dass sie inkohärent sei, da sie das Problem der „Nullentsprechungen“ nicht lösen könne und wesentliche Aspekte wie soziale oder regionale Unterschiede in der Sprachverwendung ignoriere.

Warum wird in den 1990er Jahren eine Ausweitung des Forschungsfeldes gefordert?

Die Forschung soll sich von rein mikrolinguistischen Strukturen lösen und makrolinguistische Ebenen, wie etwa kulturelle Faktoren und die Analyse nonverbaler Kommunikation, miteinbeziehen.

Was versteht man unter dem von Kniffka eingeführten Begriff der „kulturkontrastiven Linguistik“?

Es handelt sich um eine linguistische Disziplin, die grammatikalische Daten mit sozialwissenschaftlichen und ethnographischen Erkenntnissen kombiniert, um zu erklären, wie und warum Sprechakte in verschiedenen Kulturen unterschiedlich vollzogen werden.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin über den Status der kontrastiven Linguistik?

Die Autorin stellt fest, dass sich das Feld zwar stark weiterentwickelt hat, die Begriffe kontrastive Grammatik und kontrastive Linguistik jedoch weiterhin nicht final oder exakt definiert sind.

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Details

Title
Die ´kontrastive Linguistik´ in den siebziger und neunziger Jahren - Ein Vergleich
College
European University Viadrina Frankfurt (Oder)  (Fakultät für Kulturwissenschaften )
Course
„Asiatisch“ sprechen – asiatisch „denken“?
Grade
2,3
Author
Sarah Klotz (Author)
Publication Year
2007
Pages
14
Catalog Number
V93612
ISBN (eBook)
9783640099566
Language
German
Tags
Linguistik´ Jahren Vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Klotz (Author), 2007, Die ´kontrastive Linguistik´ in den siebziger und neunziger Jahren - Ein Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93612
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