Internet of things. Möglichkeiten, Umsetzung in der Praxis und Bezug zur Industrie 4.0


Hausarbeit, 2018

18 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Internet of Things
2.1 Möglichkeiten von IoT
2.2 Anwendungsbereiche von IoT
2.3 Hemmnisse und Herausforderungen von IoT

3 IoT Use Case: Der intelligente Geigenkoffer
3.1 Beschreibung
3.2 Analyse
3.3 Kritische Würdigung

4 Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

Internetquellen

Abbildungsverzeichnisverzeichnis

Abbildung 1: Eigene Darstellung „IoT Systemüberblick“

Abbildung 2: Ausschnitt App „Gigs by BAM“ - Mein Case

1 Einleitung

Der Begriff Internet der Dinge oder auch Internet of Things, kurz IoT ist ein sehr popu­läres Stichwort und verbreitet sich in rasanter Geschwindigkeit in allen Themen- und Ar­beitsbereichen weltweit. Für den Verbrauchermarkt, wie auch für die Industrie und wei­tere Technologiebranchen zählt IoT zu einem der größten Megatrends unserer Zeit. Unter einem technologischen Megatrend wird ein hochkomplexer Vorgang vermutet, aber In­ternet of Things ist in wenigen Worten erklärbar. Darunter ist die Vernetzung von Milli­arden von Geräten mit dem Internet zu verstehen. Weltweit existieren bereits heute schon 8,4 Milliarden untereinander vernetzte Geräte. Diese Zahl wächst exponentiell an und lässt prognostizieren, dass bis im Jahr 2020 bis zu 20,4 Milliarden Geräte miteinander kommunizieren werden (Gartner, 2017, o. S.).

Die technischen Voraussetzungen sind hierfür längst gegeben. Die Möglichkeiten durch IoT lassen nun nur erahnen, welche neuen Geschäftsmodelle und Ökosysteme in Zukunft national, wie international geschaffen werden können. Das Internet der Dinge ist also keine vage Vermutung, sondern existiert bereits im Hier und Jetzt (Bundschuh, 2018, S. 27-29).

Zu Beginn der vorliegenden Hausarbeit wird der Begriff Internet of Things näher erläu­tert, sowie ein Einblick in den Systemüberblick gegeben. Folgend werden die verschie­denen Möglichkeiten durch den Megatrend IoT erläutert. Im Speziellen wird der Anwen­dungsbereich Smart Factory vorgestellt. Hier gibt die Autorin einen Überblick wie IoT in der Industrie 4.0. sinnvoll eingesetzt werden kann. Im nächsten Inhaltspunkt der Arbeit wird auf die Herausforderungen und Hemmnisse von IoT-Projekten eingegangen. As­pekte werden die Sicherheit und Qualität der Daten, die Komponente Mensch und die zeitlichen Ressourcen sein (Funk, Sayer, 2018, S. 34). Die Sicherheit im klassischen IT-Sektor ist bereits unumgänglich, aber die entwickelten Systeme für den IoT- Bereich, besonders für die Industrie, werden oft nur am Rande auf Sicherheitsvorkehrungen betrachtet, sogar vernachlässigt (Rosenau, 2018, S. 4).

Als dritter maßgeblicher Punkt wird ein IoT-Use Cases beschrieben, analysiert, kritisch betrachtet und weitere Entwicklungsideen gegeben. Der Use-Case handelt von der Opti­mierung eines Geigenkoffers mittels IoT-Sensorik.

Als Abschluss wird ein Fazit mit kritischer Würdigung zum Thema Internet of Things erstellt, gefolgt von einem persönlichen Resümee der Autorin.

2 Internet of Things

Das Internet der Dinge gilt als ein konsumentenorientiertes Konzept, welches dem Ver­braucher die Vernetzung von Produkten und alltäglichen Geräten mit dem Internet er­möglicht. Im Mittelpunkt steht dabei noch eine dritte Komponente: Die Sensorik. Eine beliebige Sensorik, die z.B. Temperatur, Geschwindigkeit oder den Standort eruiert, ver­knüpft mit einem Netzwerk sowie einem System, welches die Signale von der Sensorik aufnimmt und verarbeitet, bildet das Internet of Things. Durch das Senden von Signalen zwischen Sensor und einem System beispielsweise einem Smartphone, können spezifi­sche Handlungen bzw. Interaktionen ausgelöst werden. Hierbei dreht es sich oft um All­tagsgegenstände, die durch IoT optimiert werden. Das Regeln der Beleuchtung und die Temperatur verschiedener Räume kann durch Sensoren vollautomatisch reguliert werden, ohne, dass sich eine Person vor Ort befinden muss (SASInstitute GmbH, o. J., o. S.). Nicht nur das Auslösen von Aktionen, sondern auch das Generieren von Daten, welche fortlau­fend ausgewertet werden, bilden einen enormen Mehrwert für die Verbraucher (Tißler, 2013, o. S.) Umgedreht profitieren dadurch natürlich auch die Hersteller solcher Pro­dukte. Alltagsgeräte, die mit Prozessoren und Sensoren ausgerüstet sind, sammeln Fakten über die Verwendung, den Standort und den Besitzer. Durch die generierten Informatio­nen ist es den Herstellern möglich, die Services und Leistungen der Geräte zu verbessern. Außerdem ergeben sich mehr und mehr intelligente Services (Itelligence AG, o. J., S. 7). Im Bereich der Smart Factory, auch genannt Industrie 4.0 entstehen durch diese Zusatz­informationen positive Aspekte, wie die Verbesserung von Wartung und Nutzbarkeit von Maschinen, z. B. Predictive Maintenance. Oder das Überwachen von Produktionsanlagen durch die eingebaute Sensorik, die automatisch die Techniker alarmiert sobald kritische Messwerte erreicht werden (SAS Institute GmbH, o. J., o. S.). Das weltweit agierende Unternehmen Kone, welches sich auf intelligente Gebäude und die Bewegung von Gü­tern, sowie Personen spezialisiert hat, integriert IoT-Lösungen in ihre Arbeitsabläufe und durch Sensoren ausgerüstete Maschinen. Eine der neuesten Technologien von Kone be­schäftigt sich mit der Kommunikation von Aufzügen und Rolltreppen. Das Internet der Dinge ermöglicht eine Vernetzung dieser Maschinen mit Servicetechnikern, die die Mög­lichkeit haben bei Störungen und Ausfällen direkt Informationen über das technische Problem zu erhalten und je nach Dringlichkeit zu reagieren. Eine 24/7 Überwachung be­günstigt außerdem die Vorhersage von unerwarteten Ausfällen (Kone GmbH, o. J., o. S.).

Die nachfolgende Grafik veranschaulich den Systemüberblick von IoT-Vorgängen. Auf der linken Seite der Grafik befinden sich beliebig viele Geräte, die mit Sensoren ausge­stattet sind. Dabei kann es sich um Fitnessuhren, Maschinen, Turnschuhe und weitere Dinge handeln. Die Geräte senden über ein Gateway Informationen an die Cloud. Ein Gateway ist ein Netzwerk-Knoten, der als Eingang zu einem anderen Netzwerk fungiert und die Kommunikation verschlüsselt. Auch bekannt als Schnittstelle zu IoT-Geräten. In der Cloud werden die gesammelten Daten verarbeitet und wiederrum an mobile Endge­räte mit Funkverbindung oder welche leitungsgebunden sind, gesendet. So entsteht ein Kreislauf zwischen IoT-Lösungen und der Verbraucher erhält Informationen über Ma­schinen, Vorgänge oder technische Probleme (Mörz, 2018, S. 45).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1 Möglichkeiten von IoT

In kürzester Zeit entwickelten sich durch IoT neue Geschäftsmodelle aller Art. Insbeson­dere Dienstleistungen können durch die Kommunikation zwischen Geräten immer schneller erbracht, sowie optimiert werden. Das ausschlaggebende hierbei sind die erho­benen Echtzeitdaten, welche durch verbaute Sensoren in den Geräten ununterbrochen ge­neriert werden können. Um die Echtzeitdaten von IoT gezielt einsetzen zu können, ist eine Analyse dieser Daten erforderlich. Durch diesen Vorgang wird das gestreamte Da­tenmaterial in wertvolles Know-how verarbeitet. Die erhobenen Werte durchlaufen spe­zielle Modelle, sowie Algorithmen zur Analyse. Aufgrund dieses Analyseverfahrens kön­nen Eigenschaften, zukünftige Entwicklungen und Schemen der Daten vorhergesagt so­wie interpretiert werden. Durch die permanente Kommunikation zwischen IoT-Geräten können stringent Informationen gesendet, empfangen und verarbeitet, noch bevor Sie auf Hochleistungsrechnern oder Cloudlösungen gesichert werden (SASInstitute GmbH, o. J., o. S.).

Zwei Bereiche gewinnen durch IoT-Lösungen einen enormen Mehrwert: Zum einen die Optimierung und zum anderen die Verbesserung von Produktfeatures. Durch die Opti­mierung, auch Effizienzsteigerung genannt, ist es Unternehmen möglich Kosten zu sen­ken. Der Trend geht dahin, dass Unternehmen ihre Geschäfts- und Fertigungsprozesse mehr und mehr automatisieren, eine Fernsteuerung und -überwachung der Produktion sowie für die Optimierung der Transportwege und der Personalkapazitäten anstreben. IoT-fähige Geräte können zudem positiv zur Arbeitszufriedenheit und Produktivität der Mitarbeiter beitragen. Die Entscheidungswege sind kürzer, die Kommunikation ist aus­geprägter und alltägliche Arbeiten können automatisiert werden. Im zweiten Bereich wer­den die Möglichkeiten gegeben, die bestehenden Produkte und Dienstleistungen durch zusätzliche Features aufzuwerten. Die Produkte werden für den Konsumenten interessan­ter, bieten einen größeren Mehrwert und der Hersteller setzt sich so meist von einer gro­ßen Anbietermasse ab (Toms, 2017, o. S.).

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Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Internet of things. Möglichkeiten, Umsetzung in der Praxis und Bezug zur Industrie 4.0
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
2,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
18
Katalognummer
V937002
ISBN (eBook)
9783346269294
ISBN (Buch)
9783346269300
Sprache
Deutsch
Schlagworte
IOT, Internet of Things
Arbeit zitieren
Julia Gröbl-Püttmer (Autor:in), 2018, Internet of things. Möglichkeiten, Umsetzung in der Praxis und Bezug zur Industrie 4.0, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/937002

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