Ist Crowdlending wirklich eine Alternative oder sogar eine Gefahr für das traditionelle Bankwesen bzw. -geschäft? Ziel dieser Arbeit ist die Erörterung genau dieser Frage. Um sich einer Antwort auf diese Frage zu nähern, werden der Kreditmarkt der traditionellen Banken und der wachsende Crowdlending-Markt beleuchtet. Anschließend folgt eine genauere Betrachtung von Crowdlending-Plattformen und ihren Herausforderungen. Danach werden Vor- und Nachteile von Crowdlending für Kreditnehmer und Kreditgeber aufgezeigt, um dann ein nachvollziehbares und kritisches Fazit zu formulieren.
Bereits vor 150 Jahren war dies der Gedanke des damals neuen Bankwesens, welches wir heute als das traditionelle Bankwesen verstehen. Dennoch ist dieser Gedanke aktueller denn je. Das Bankwesen richtet sich neu aus und es strömen immer mehr sog. FinTechs auf den Markt, welche den traditionellen Banken wie z.B. der Deutschen Bank oder der Commerzbank u.a. im Bereich der Darlehensvergabe Konkurrenz machen wollen. Mit offensiven Methoden wird versucht Kunden traditioneller Banken für sich zu gewinnen. Es wird mit günstigeren Konditionen oder schnelleren Prozessen geworben, mit Erfolg.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsabgrenzung
3. Marktbetrachtung
3.1 Kreditmarkt traditioneller Banken
3.2 Crowdlending-Markt
4. Die Crowdlending Plattformen
4.1 Geschäftsmodell
4.2 Ablauf der Kampagne
4.3 Zielgruppe
4.4 Herausforderungen
4.5 Reaktionen der Commerzbank AG auf den Markt
5. Vor- und Nachteile des Crowdlendings
5.1 Vorteile
5.1.1 Für den Kreditnehmer
5.1.2 Für den Kreditgeber
5.2 Nachteile
5.2.1 Für den Kreditnehmer
5.2.2 Für den Kreditgeber
6. Zukunftsaussichten und Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konkurrenzpotenzial von Crowdlending-Plattformen gegenüber dem traditionellen Bankgeschäft und erörtert, inwiefern diese Finanzierungsform eine ernsthafte Bedrohung für etablierte Banken darstellt.
- Marktvergleich zwischen traditionellen Banken und Crowdlending
- Analyse des Geschäftsmodells und Ablaufs von Crowdlending-Kampagnen
- Identifikation von Vor- und Nachteilen für Kreditnehmer und Kreditgeber
- Untersuchung der Reaktionen deutscher Großbanken auf digitale Wettbewerber
- Beurteilung der Zukunftsaussichten und Bedrohungslage für das klassische Bankwesen
Auszug aus dem Buch
4.1 Geschäftsmodell
Das Geschäftsmodell besteht darin, dass die Crowdlending-Plattform als Vermittler von Darlehen auftritt. Kreditnehmer können auf einer Plattform eine Finanzierungsanfrage stellen. Anleger, die Kapitalüberschuss haben und ihr Geld für das Projekt des Kreditnehmers zu Verfügung stellen wollen gehen auf die Plattformbetreiber zu. Wurden genug Anleger für die Realisierung der Finanzierungsanfrage gefunden wird eine Partnerbank eingeschaltet, welche mit dem Kreditnehmer, über die Plattform, einen Kreditvertrag vereinbart. Anschließend wird der Rückzahlungsanspruch der Bank an die Kreditgeber in vereinbarter Stückelung in Form von Forderungskaufverträgen verkauft.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel des Bankwesens durch FinTechs und wirft die Forschungsfrage nach deren Gefährdungspotenzial für traditionelle Banken auf.
2. Begriffsabgrenzung: Dieses Kapitel definiert Crowdfunding und differenziert zwischen dessen vier Ausprägungsformen, wobei Crowdlending als zentraler Fokus der Arbeit bestimmt wird.
3. Marktbetrachtung: Hier werden die regulatorischen und wirtschaftlichen Herausforderungen traditioneller Banken sowie die Marktdynamik und das Wachstum des Crowdlendings analysiert.
4. Die Crowdlending Plattformen: Dieses Kapitel beschreibt das Geschäftsmodell, den Kampagnenablauf, die Zielgruppen sowie die Herausforderungen und strategischen Reaktionen der Commerzbank AG.
5. Vor- und Nachteile des Crowdlendings: Eine detaillierte Abwägung der Chancen und Risiken für sowohl Kreditnehmer als auch Kreditgeber wird in diesem Abschnitt vorgenommen.
6. Zukunftsaussichten und Fazit: Das Abschlusskapitel bewertet die Rolle von Crowdlending auf dem Kapitalmarkt und diskutiert die Anpassungsnotwendigkeit für Banken, um im digitalen Wandel zu bestehen.
Schlüsselwörter
Crowdlending, Crowdfunding, FinTech, Bankgeschäft, Digitalisierung, Kreditvergabe, Partnerbank, Bonitätsanalyse, P2P-Lending, P2B-Lending, Kapitalmarkt, Schwarmfinanzierung, Regulatorik, Zinspolitik, Marktwandel.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Crowdlending als aufstrebende Form der Finanzierung und untersucht, inwieweit es eine Gefahr für das traditionelle Bankgeschäft darstellt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Marktbetrachtung, den Funktionsweisen von Crowdlending-Plattformen, dem Vergleich zu Bankdarlehen sowie der Analyse von Vor- und Nachteilen für die beteiligten Akteure.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Erörterung der Frage, ob Crowdlending eine echte Alternative oder eine ernsthafte Gefahr für etablierte Banken darstellt, und wie diese auf den Wettbewerb reagieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einer Untersuchung aktueller Marktgegebenheiten und Fallbeispiele aus der Finanzbranche.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die Marktanalyse, die Erläuterung des Geschäftsmodells von Plattformen, eine detaillierte Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen sowie eine Auswertung der Reaktionen der Commerzbank AG.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Crowdlending, Bankgeschäft, FinTech, Digitalisierung, Kreditvergabe, Bonitätsanalyse und Kapitalmarkt.
Warum spielt die Commerzbank eine zentrale Rolle in der Analyse?
Die Commerzbank dient als Fallbeispiel für die Reaktion traditioneller Großbanken auf den digitalen Wandel, insbesondere durch ihre Aktivitäten bei Main Funders und die Beteiligung an Startup-Plattformen.
Welche Rolle spielt die EZB-Zinspolitik in dieser Untersuchung?
Die Zinspolitik wird als ein Faktor genannt, der Banken unter Druck setzt und gleichzeitig das Interesse an alternativen Renditechancen wie dem Crowdlending für Anleger erhöht.
- Arbeit zitieren
- Karim Bokelmann (Autor:in), 2019, Crowdlending. Eine potentielle Gefahr für das traditionelle Bankgeschäft?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/937688