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Integrationsprozesse deutscher Einwanderer nach Amerika im 19. Jahrhundert

Titel: Integrationsprozesse deutscher Einwanderer nach Amerika im 19. Jahrhundert

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2020 , 26 Seiten , Note: 1.7

Autor:in: Christoph Zistler (Autor:in)

Geschichte - Amerika
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Beim Betrachten der Geschichte stellt sich, wie bei vielen anderen Darstellungen von Migrationsverhältnissen, die Frage, wie der Integrationsprozess deutscher Einwanderer in Amerika vonstatten ging. Wie gelang es ihnen, sich in der neuen Welt zurechtzufinden und in die vorhandene Gesellschaft einzugliedern? Wie sahen auf der anderen Seite die Bemühungen der bereits dort ansässigen Bewohner aus, die Neuankömmlinge in ihre Gesellschaft aufzunehmen? Diese Ausarbeitung versucht nun, Antworten auf diese Fragen zu finden und darzustellen, inwiefern die lokale Gesellschaft und die Einwanderer in Amerika die wirtschaftlichen und kulturellen Schwierigkeiten zu überwinden versuchten.
Dafür sollte vorerst eine Arbeitsdefinition von Integration folgen. Unter Integration versteht diese Arbeit die Eingliederung von Neuankömmlingen in die vorhandene Gesellschaft. Dabei ist wichtig, dass sowohl die Versuche der Einwanderer, sich so gut es geht in die lokale Gesellschaft einzugliedern, als auch die Versuche der lokalen Gesellschaft, den Einwanderern den Übergang so einfach wie möglich zu gestalten, berücksichtigt werden sollten. Neben den Einwanderern tragen demnach auch die lokale Gesellschaft und deren Angebote einen erheblichen Teil zu Integrationsvorgängen der Neuankömmlinge bei. Um verschiedene Integrationsprozesse herauszuarbeiten und auf ihren Erfolg hin zu untersuchen, beschäftigt sich diese Arbeit mit Briefen, welche auf die oben angesprochenen Aspekte hin untersucht werden. Dabei sind alle Briefe in der Zeit des 19. Jahrhunderts angesiedelt und von deutschen Einwanderern geschrieben. Zuerst wird dabei die Briefserie von Johann Bauer, anschließend die von Matthias Dorgathen und zuletzt die von Christian Kirst auf Integrationsvorgänge untersucht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Quellenkorpus

3. Johann Bauer: Ein Blick in politische Integrationsvorgänge

4. Matthias Dorgathen: Opfer der systemabhängigen Integrationsfaktoren

5. Christian Kirst: Ein Wirtschaftsflüchtling

6. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Integrationsprozess deutscher Einwanderer des 19. Jahrhunderts in Amerika anhand von ausgewählten Briefserien und analysiert dabei die Wechselwirkung zwischen den persönlichen Erfahrungen der Einwanderer und den Angeboten sowie Hemmnissen der lokalen amerikanischen Gesellschaft.

  • Analyse von Briefen als sozialhistorische Quelle für Migrationsprozesse
  • Die Rolle der Sprachbarriere und bildungspolitischer Rahmenbedingungen
  • Einfluss politischer Teilhabe auf das Zugehörigkeitsgefühl
  • Wirtschaftliche Faktoren und systemische Integrationshürden
  • Kulturelle Anpassungsprozesse und das Wir-Gefühl der Migranten

Auszug aus dem Buch

Johann Bauer: Ein Blick in politische Integrationsvorgänge

Johann Bauer wanderte im Jahr 1854 im Alter von 26 Jahren nach Amerika aus, gerade als die westdeutsche Migrationsbewegung ein Maximum erreichte. Er selbst kam aus einem landwirtschaftlichen Familienhaus, war jedoch höchstwahrscheinlich Kaufmann und dazu sehr belesen, was sich in seiner doch eher hoch angesiedelten Ausdrucksweise bemerkbar macht.

Bauer’s Gesinnung bei seiner Auswanderung „bietet das Beispiel eines Einwanderers, der sich der amerikanischen Lebensweise voll anzupassen suchte.“ Dies darf bei der Untersuchung von Bauer’s Briefen auf Integrationsprozesse nicht außer Acht gelassen werden und führt möglicherweise zu verschönerten Darstellungen mancher Verhältnisse. Es sollte jedoch den annehmbaren subjektiven Wahrheitsgehalt der Briefe nicht schmälern und zumindest die Institutionen und lokalen Gegebenheiten sollten trotzdem herausgearbeitet werden können. Zusätzlich sollte noch angeführt werden, dass Bauer sich nicht, wie viele andere Deutsche, in einem deutschen Viertel befand, sondern als „einer von nur Sieben Deutschen in seiner township“ lebte. Dies muss als zusätzliche Rahmenbedingung bei der Untersuchung auf Integration gesehen werden; natürlich gelingt die Eingliederung in vorhandene Gesellschaften besser, wenn die Mehrzahl der bereits Ansässigen eigene Landsleute sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bedeutung der deutschen Migration nach Amerika ein und definiert den Integrationsbegriff sowie die Zielsetzung der Untersuchung.

2. Quellenkorpus: Das Kapitel erläutert die methodische Herangehensweise bei der Auswahl und quellenkritischen Bewertung der verwendeten Briefe aus dem 19. Jahrhundert.

3. Johann Bauer: Ein Blick in politische Integrationsvorgänge: Hier wird anhand der Briefserie von Johann Bauer aufgezeigt, wie politische Teilhabe und das amerikanische Parteisystem zur Integration beigetragen haben.

4. Matthias Dorgathen: Opfer der systemabhängigen Integrationsfaktoren: Dieses Kapitel analysiert die Schwierigkeiten bei der Integration von Matthias Dorgathen, insbesondere im Hinblick auf klimatische Bedingungen, Sprachbarrieren und ökonomische Herausforderungen.

5. Christian Kirst: Ein Wirtschaftsflüchtling: Die Analyse der Briefe von Christian Kirst beleuchtet die Perspektive eines Familienvaters, der vor allem die sprachlichen Hürden und Bildungsmängel als Integrationshemmnisse kritisiert.

6. Resümee: Das Resümee fasst die Erkenntnisse über die erfolgreiche, wenn auch mit Hürden verbundene Integration der untersuchten deutschen Einwanderer in die amerikanische Gesellschaft zusammen.

Schlüsselwörter

Migration, Integration, deutsche Einwanderer, 19. Jahrhundert, Briefkorpus, Sprachbarriere, politische Partizipation, soziale Eingliederung, Identität, Quellenkritik, USA, Gesellschaftsstruktur, Akkulturation, Wirtschaftsgeschichte, Migrationsforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Integrationsprozess deutscher Einwanderer in den USA während des 19. Jahrhunderts und wie diese ihre Erfahrungen in Briefen an die Heimat dokumentierten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Sprachschwierigkeiten, politische Einbindung, der Einfluss von Arbeitsbedingungen und das Bildungssystem sowie die Rolle der sozialen Herkunft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, anhand von Fallbeispielen zu beleuchten, wie erfolgreich die Eingliederung der Neuankömmlinge in die amerikanische Gesellschaft verlief und welche Faktoren diesen Prozess beeinflussten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine quellenkritische Inhaltsanalyse von Briefserien durchgeführt, um subjektive Eindrücke in den sozialhistorischen Kontext einzuordnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden drei spezifische Briefserien von Johann Bauer, Matthias Dorgathen und Christian Kirst detailliert analysiert und auf Integrationsfaktoren hin untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Migration, Integration, Identität und historische Quellenanalyse charakterisiert.

Inwiefern beeinflusste das Alter die Integration von Christian Kirst?

Kirst betont, dass ihm als älterem Einwanderer das Erlernen der englischen Sprache deutlich schwerer fiel als seinen Kindern, was seine soziale Teilhabe einschränkte.

Wie bewerten die Einwanderer die Rolle der lokalen Gesellschaft?

Die Einwanderer nehmen die lokale Gesellschaft ambivalent wahr: Einerseits werden Bildungs- und Mitbestimmungsangebote geschätzt, andererseits werden ausländerfeindliche Tendenzen und soziale Hürden kritisiert.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Integrationsprozesse deutscher Einwanderer nach Amerika im 19. Jahrhundert
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen  (Seminar für Neuere Geschichte)
Veranstaltung
Einwanderungsgeschichte der USA
Note
1.7
Autor
Christoph Zistler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
26
Katalognummer
V937966
ISBN (eBook)
9783346266330
ISBN (Buch)
9783346266347
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Einwanderung Briefe Integration 19. Jahrhundert 19. Jh. USA Amerika Deutschland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christoph Zistler (Autor:in), 2020, Integrationsprozesse deutscher Einwanderer nach Amerika im 19. Jahrhundert, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/937966
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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