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Analyse des Erdgasmarktes in Deutschland

Eine industrieökonomische Betrachtung des bevorstehenden Marktzutritts von Gazprom und seine Folgen für den Endverbraucher

Title: Analyse des Erdgasmarktes in Deutschland

Thesis (M.A.) , 2007 , 72 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Jaroslaw Dziendziol (Author)

Economics - Industrial Economics
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Summary Excerpt Details

Als Kunden von Energieversorgungsunternehmen wundern wir uns mehr oder weniger täglich über die immer höher steigenden Kosten. Jeder, der schon einmal eine Nachzahlung tätigen musste, fragt sich jedoch, ob die Höhe der Preise gerechtfertigt ist. Hiervon sind nicht nur die Stromkunden, sondern auch die Hälfte der deutschen Haushalte - diejenigen mit einer Gasheizung - betroffen.
Pünktlich zum Jahreswechsel werden Meldungen über weitere Preiserhöhungen bekannt. Die Kunden können als Reaktion darauf entweder den Versorger wechseln, oder den Preiserhöhungen mit Hilfe eines schriftlichen Widerspruches entgegentreten. Inwieweit man allerdings von einem Wechsel profitieren kann, wenn alle Versorger die Preise erhöhen, sei jedoch dahingestellt. Spätestens an dieser Stelle stellt sich vielen die Frage, ob die Funktionsweise dieses Marktes, hier durch Absprachen zwischen den wenigen, großen Marktführern, beeinflusst wird.
Die Tatsache, dass Erdgas eine natürliche Ressource und erschöpfbar ist, findet in diesen Diskussionen leider wenig Beachtung. Obwohl Erdgas netzgebunden und somit der Erdgasmarkt nicht global ist, spielt hierbei die globale Nachfrage und das globale Angebot nach Öl die entscheidende Rolle. Durch die Ölpreisbindung spiegelt sich die enorme globale Nachfrage nach Öl auch in unseren Gaspreisen wieder.
In dieser Phase taucht nun ein weiterer Energiekonzern auf, welcher zumindest theoretisch die Gasbranche in Bewegung versetzten könnte. Inwieweit aber hier nun die wirtschaftlichen und politischen Entscheidungen miteinander kollidieren, ist nicht eindeutig. In der BRD entsteht verstärkt das Schreckenszenario, dass Gazprom ein politisch instrumentalisiertes Unternehmen sein könnte, welches die Versorgungssicherheit als Pfand bei politischen Verhandlungen einsetzen könnte. Betrachtet man die aktuellen Meldungen um den, durch Vladimir Putin empfohlenen, Präsidentschaftskandidaten Dmitrij Medvedev, welcher Vorsitzender des Gazprom-Aufsichtsrates ist, kann man die politische Nähe des Gaskonzerns zum Kreml nicht bestreiten. Obgleich man an dieser Stelle diese Situation noch nicht bewerten kann, stellt sich für den Endverbraucher grundsätzlich die Frage, ob Gazprom sich zum Retter in der Not, oder zu einem gierig agierenden Unternehmen entwickeln wird. Dies hängt entscheidend auch von den gegeben Möglichkeiten der Preisgestaltung von Gazprom in Deutschland ab.


Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Gang der Untersuchung

2 Grundlagen des Erdgasmarktes in Deutschland

2.1 Erdgasexploration

2.2 Angebotsseite: Entwicklung der Erdgasimporte

2.3 Der Grenzübergangpreiss für Erdgas

2.3.1 Definition

2.3.2 Entwicklung des Grenzübergangspreises für Erdgas

2.4 Die Nachfrageseite

2.4.1 Entwicklung des Primärenergieverbrauchs nach Energieträgern

2.4.2 Stromerzeugung

2.4.3 Endenergieverbrauch

2.4.4 Privathaushalt

3 Rahmenbedingungen des Erdgasmarktes in Deutschland

3.1 Rahmenbedingungen mit direktem Einfluss auf die Preisgestaltung im Erdgassektor

3.1.1 Erdgassteuer

3.1.2 Konzessionsabgaben

3.1.3 Durchleitungsgebühren

3.1.4 Zwischenfazit: Preiszusammensetzung

3.2 Rahmenbedingungen umweltpolitischer und technischer Natur im Bezug auf die Energiegewinnung

3.2.1 Emissionshandel

3.2.2 Kraft – Wärme – Kopplung

3.2.3 Gas- und Dampfturbinen – (Heiz-)Kraftwerke

3.2.4 Stromgestehungskosten

4 Die Marktstruktur in Deutschland: Unternehmen und ihre Marktmacht

4.1 Die Unternehmen

4.1.1 EnBW AG

4.1.2 VNG AG

4.1.3 Wingas GmbH

4.1.4 RWE AG

4.1.5 E.ON AG

4.2 Beurteilung der Marktmacht

4.2.1 Existenz von Marktmacht im Bereich der Netzinfrastruktur

4.2.2 Messung der Marktmacht bezüglich des Gasabsatzes

5 OAO Gazprom

5.1 Firmenstruktur und –politik

5.2 Die Globale Strategie von OAO Gazprom

5.2.1 Pipelinediversifizierung nach Europa

5.2.2 Markt- und Produktdiversifizierung

5.3 Gazprom Germania

5.4 Mögliche Marktzutrittszenarien in Deutschland

5.4.1 Erläuterungen zur Vorgehensweise

5.4.2 Bestimmung der Parameter

5.4.3 Strategieauswahl

5.4.3.1 Ausschlussverfahren

5.4.3.2 Strategie (G1,S1)

5.4.3.3 Strategien (G2,S1) und (G2,S2)

5.4.3.4 Kombinationen mit G3

5.4.4 Zusammenfassung der Ergebnisse

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert industrieökonomisch den deutschen Erdgasmarkt unter dem Aspekt des bevorstehenden Marktzutritts eines vertikal integrierten Global-Players (Gazprom) und untersucht die daraus resultierenden Folgen für den deutschen Endverbraucher.

  • Analyse der Angebots- und Nachfragestruktur des deutschen Erdgasmarktes
  • Untersuchung der Rahmenbedingungen und Preiszusammensetzung
  • Beurteilung der Marktmacht der bedeutendsten Energiekonzerne
  • Analyse der Firmenstruktur und globalen Strategie von OAO Gazprom
  • Entwicklung und Bewertung möglicher Marktzutrittsszenarien von Gazprom in Deutschland

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Definition

„Durch die Auswertung der Einfuhrkontroll- und Intrastat-Meldungen ergibt sich ein Gesamtwert für Erdgaszugänge aus russischem, niederländischen, norwegischen, dänischen und britischen Fördergebieten. Teilt man diesen Gesamtwert durch die eingeführte Erdgasmenge (in TJ), erhält man den so genannten Grenzübergangspreis in Euro pro TJ. Der Grenzübergangspreis zeigt den Wert der Ware an der deutschen Grenze. Nicht enthalten ist z.B. die deutsche Erdgassteuer“16

An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass eine genaue Differenzierung der Preise nach Herkunftsländern in der vorliegenden Untersuchung aufgrund nichtvorhandener Datensätze leider nicht durchführbar ist.17

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Problemstellung ein, wonach steigende Gaspreise bei Verbrauchern Fragen zur Marktfunktionalität und zur Rolle von Gazprom aufwerfen.

2 Grundlagen des Erdgasmarktes in Deutschland: Es werden die Angebots- und Nachfragestruktur sowie die Bedeutung und Entwicklung des Grenzübergangspreises für Erdgas erörtert.

3 Rahmenbedingungen des Erdgasmarktes in Deutschland: Das Kapitel analysiert fiskalpolitische, umweltpolitische und technische Einflüsse auf die Preiszusammensetzung und die Stromgestehungskosten.

4 Die Marktstruktur in Deutschland: Unternehmen und ihre Marktmacht: Die bedeutendsten Akteure werden vorgestellt und deren Marktmacht im Bereich der Netzinfrastruktur sowie des Gasabsatzes beurteilt.

5 OAO Gazprom: Dieser Kernteil analysiert die Struktur und Strategie von Gazprom und entwickelt verschiedene Szenarien für deren Marktzutritt in Deutschland.

6 Fazit: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, wobei betont wird, dass die zukünftige Entwicklung des Energiemarktes maßgeblich von politischen Entscheidungen abhängt.

Schlüsselwörter

Erdgasmarkt, Gazprom, Marktzutritt, Deutschland, Preisgestaltung, Endverbraucher, Grenzübergangspreis, Marktmacht, Energiepolitik, Gaswirtschaft, Netzinfrastruktur, Industrieökonomie, Ölpreisbindung, Versorgungssicherheit, Energieversorger

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine industrieökonomische Analyse des deutschen Erdgasmarktes, wobei der Fokus auf den Folgen eines verstärkten Marktzutritts des russischen Konzerns Gazprom für den deutschen Endverbraucher liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Marktstrukturen, die Einflussfaktoren auf die Preisbildung, die Analyse der führenden Energieunternehmen sowie die strategische Ausrichtung von Gazprom im europäischen Kontext.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, ein industrieökonomisches Modell auf die Praxistauglichkeit zu prüfen, um zu bewerten, ob und wie Gazprom den deutschen Markt beeinflussen wird und welche Auswirkungen dies auf den Preis hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine industrieökonomische Strategieanalyse durchgeführt, die unter anderem die Marktkonzentration mittels Herfindahl-Index misst und verschiedene Marktzutrittsszenarien plausibilisiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Marktgegebenheiten, regulatorische und technische Rahmenbedingungen, eine Analyse der Akteure sowie eine detaillierte Szenarienanalyse für den Marktzutritt von Gazprom.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Erdgasmarkt, Marktmacht, Preisgestaltung, Grenzübergangspreis, Gasversorgungsunternehmen und Ölpreisbindung.

Welche Rolle spielt der Grenzübergangspreis für die Analyse?

Er dient als essenzielle Kennzahl für den Wert der Ware an der deutschen Grenze und bildet eine wichtige Basis, um die Preiszusammensetzung für den Endverbraucher nachzuvollziehen.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Gazprom hinsichtlich Versorgungssicherheit?

Die Arbeit weist darauf hin, dass die Sorge vor einer politisch instrumentalisierten Versorgungssicherheit zwar existiert, ökonomisch betrachtet Russland jedoch aufgrund der Handelsbilanz ein starkes Eigeninteresse an einer stabilen Belieferung der EU hat.

Welches Fazit zieht der Autor in Bezug auf den Einfluss der EU?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die zukünftige Marktentwicklung maßgeblich von den politischen Entscheidungen auf EU-Ebene abhängt, insbesondere im Hinblick auf mögliche Entflechtungen der Energieunternehmen.

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Details

Title
Analyse des Erdgasmarktes in Deutschland
Subtitle
Eine industrieökonomische Betrachtung des bevorstehenden Marktzutritts von Gazprom und seine Folgen für den Endverbraucher
College
University of Heidelberg  (Alfred Weber Institut)
Grade
2,3
Author
Jaroslaw Dziendziol (Author)
Publication Year
2007
Pages
72
Catalog Number
V93908
ISBN (eBook)
9783640100736
ISBN (Book)
9783640116959
Language
German
Tags
Analyse Erdgasmarktes Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jaroslaw Dziendziol (Author), 2007, Analyse des Erdgasmarktes in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93908
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