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Jesus und seine Frauen

Titel: Jesus und seine Frauen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2008 , 22 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Katharina Popella (Autor:in)

Theologie - Systematische Theologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der auf den ersten Blick anmaßend wirkende Titel soll Jesus nicht etwa einen Harem andichten, sondern genau das ambivalente Verhältnis zu ihm ausdrücken. Indem er sich aufgrund seiner Weisung verkündigend auch Frauen zuwendet, löst er herrschende Männerstrukturen auf und wird dadurch vom Mann zum Menschen.
Diesen Menschen, den historischen Jesus möchte ich im Hinblick auf seine Abhängigkeit von Frauen zur Erfüllung der Schrift erhellen.

In einem ersten Schritt werde ich dazu überblickartig die Besonderheiten der kanonischen Evangelien und die Gruppe `Frauen werden von Jesus geheilt` darstellen.
Im nächsten Schritt werde ich interpretatorisch die Gruppe `Verwandte und andere Frauen dienen Jesus` herausarbeiten.
Im letzten Schritt werde ich beweisen, dass es Frauen sind, die Jesus zum Messias salben.
Dabei soll jede Frauengestalt mit ihrer spezifischen Bedeutung Berücksichtigung finden.

Der Kern folgender Abhandlung soll sein, dass Jesus als der Erwartete aus dem Alten Testament in einem rein von Männern doktrinierten Umfeld nie die Annahme finden würde, die nötig ist, um so viele Menschen mitzureißen. Alles was geschieht, geschieht im Hinblick auf das nahende Gottesreich. Doch muss das Gegenüber bereit sein, sich auf ihn und seine Neuerungen einzulassen. Wo kann das besser geschehen, als unter Frauen? Frauen sind immer bereit, Kompromisse zu schließen und nach Wegen zu suchen, die nicht einem klaren Schwarz- Weiß- oder Ja- Nein- Denken entspringen. In Jesu Verständnis für diese Grundeigenschaft liegt sein Erfolg. Von Frauen hat er gelernt, dass alle Überzeugungen einer Prüfung bedürfen. Dadurch weitet sich sein Blickfeld für Menschen außerhalb seines bisherigen Einzugsgebietes. Spiralartig muss sich dadurch der Kreis seiner Bewunderer und Anhänger ausbreiten. Als Dank, dass er von Frauen die Gefühlsseite kennenlernt, gibt er ihnen von seinem Wissen ab. Wer ihn versteht, darf von ihm lernen. Im neuerlichen Gegenzug machen Frauen ihn zu dem Christus des Neuen Testaments.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Jesus kümmert sich um Frauen

1.1 Im Matthäusevangelium

1.2 Im Markusevangelium

1.3 Im Lukasevangelium

1.4 Im Johannesevangelium

1.5 Zusammenfassung

2. Frauen kümmern sich um Jesus

2.1 Jesus macht sich einen Namen

2.2 Wer sorgt sich um das leibliche Wohl?

2.2.1 Die Verwandten

2.2.2 Die anderen Frauen

3. Frauen salben Jesus zum Messias

3.1 Nicht am Grab

3.2 Wo?

3.3 In Betanien

3.3.1 Maria von Betanien ist auf dem Weg

3.4 Das Öl ist verschwendet?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das ambivalente Verhältnis Jesu zu Frauen in den kanonischen Evangelien und belegt, dass Frauen durch ihre Unterstützung und Hingabe maßgeblich dazu beitrugen, Jesus als den Christus des Neuen Testaments zu etablieren. Die zentrale Forschungsfrage ist dabei, wie Jesus durch die Zuwendung zu Frauen bestehende Männerstrukturen auflöste und wie diese Frauen wiederum ihn auf seinem Weg nach Jerusalem unterstützten.

  • Die Rolle von Frauen in den Heilungsgeschichten der Evangelien.
  • Die organisatorische und emotionale Unterstützung durch Anhängerinnen (Dienen).
  • Die exegetische Analyse der Salbung Jesu durch Frauen als Messias-Einsetzung.
  • Die Identifikation der verschiedenen Frauengestalten in den Evangelien (z.B. Maria von Betanien).

Auszug aus dem Buch

3.4 Das Öl ist verschwendet?

Damit zurück zur zentralen Aussage. Die Erhöhung des historischen Jesus zum mythischen Messias erfolgt durch das Salben, nicht nur durch die Auferstehung. Das geht anhand oben genannter Belege eindeutig auf das Konto der Frauen. Der Ablauf ist dabei Folgender: Salbung- Kreuzigung- Tod- Grabruhe- Auferstehung. Es ist also gar nicht mehr notwendig, dass die Salbung nach der Grabruhe am Sabbat noch stattfinden muss.

Die Salbung macht aus Profanem Heiliges und aus Männern Auserwählte. Dabei wird natürlich keine Salbe verwendet, sondern Öl. Da dieses im Mittelmeerraum eine große Bedeutung, auch gesundheitliche, hat, liegt eine Symbolisierung nahe. Dieses Urritual ist laut Philippus sogar der Taufe überlegen. Trotzdem verliert es im patriarchalischen Umfeld an Bedeutung. Und das, obwohl Jesus selbst die Wichtigkeit dieser Tat verdeutlicht hat Den Grundstein, die Legitimation für die erfolgreiche Verdrängung legen bei Mt die Jünger. Sie maulen (wahrscheinlich darüber, dass sie selbst nicht auf den Gedanken gekommen sind) dass etwa die Salbe eine Verschwendung ist. Deren Erlös man plötzlich für die Armen hätte verwenden können. Bei Mk ist sogar namentlich Judas erwähnt. Der aus Gram in der nächsten Perikope Jesus verrät. Bei Lukas bezweifelt der Pharisäer auch noch Jesus an sich. Jesus bewegt sich durch seine offene, annehmende Haltung Frauen gegenüber selbst ständig auf dünnem Eis.

Trotzdem verteidigt er die Frauen in jedem der Fälle und stellt sie als beispielgebend hin.35 Als die Frau Jesus die Füße trocknet, weint sie, weil sie weiß, dass dies die letzte Handlung an ihm als Mensch, an ihrem Freund sein wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Jesus kümmert sich um Frauen: Dieses Kapitel analysiert die Heilungsgeschichten der Evangelien, in denen Jesus durch seine Zuwendung zu Frauen soziale und religiöse Normen durchbricht.

2. Frauen kümmern sich um Jesus: Hier wird untersucht, wie Frauen Jesus durch Dienen und materielle Unterstützung auf seinem Weg nach Jerusalem begleitet und ihm bei seiner Bestimmung geholfen haben.

3. Frauen salben Jesus zum Messias: Dieses Kapitel argumentiert exegetisch, dass nicht das leere Grab, sondern die Salbung durch Frauen den historischen Jesus zum mythischen Messias erhoben hat.

Schlüsselwörter

Jesus, Frauen, Evangelien, Salbung, Messias, Nachfolge, Dienen, Heilung, Maria von Betanien, Patriarchat, Christus, Jerusalemer Tempel, Exegese, Historischer Jesus, Gottesreich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Rolle von Frauen im Wirken Jesu Christi und ihre Bedeutung für seine Identifikation als Messias in den Evangelien.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf den Heilungsgeschichten, der diakonischen Unterstützung durch Frauen und der symbolischen Bedeutung der Salbung durch Frauen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Wie haben Frauen Jesus in seinem irdischen Wirken unterstützt und durch ihr Handeln dazu beigetragen, ihn als den Christus des Neuen Testaments zu etablieren?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine exegetische und textanalytische Herangehensweise gewählt, die kanonische Evangelien vergleicht und mit fachspezifischer Literatur interpretiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Heilungen durch Jesus, das Dienen der Frauen an Jesus und die Analyse der verschiedenen Salbungsberichte.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Frauenrolle, Messias-Salbung, biblische Exegese und die Beziehung zwischen Jesus und seinen Anhängerinnen geprägt.

Wie interpretiert die Autorin die Rolle der Salbung?

Die Salbung wird als ein entscheidender ritueller Akt angesehen, der Jesus aus dem Profanen in den Status eines mythischen Messias erhebt.

Welche Rolle spielt Maria von Betanien?

Sie wird als zentrale Figur identifiziert, die durch ihre Handlungen und Unterweisung durch Jesus eine Schlüsselrolle in der messianischen Anerkennung einnimmt.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Jesus und seine Frauen
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Katholische Theologie)
Veranstaltung
Christologieseminar
Note
1,3
Autor
Katharina Popella (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
22
Katalognummer
V93993
ISBN (eBook)
9783640098705
ISBN (Buch)
9783656221593
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jesus Frauen Christologieseminar Religion Theologie Bibelkunde Dogmatik Historischer Jesus Maria Magdalena Maria von magdala Christus Historische zjrologi Historische Theologie Biblische theologie Feministische theologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katharina Popella (Autor:in), 2008, Jesus und seine Frauen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93993
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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