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Dienstleistungen: Begriff - Arten - Erfassungsmöglichkeiten

Titel: Dienstleistungen: Begriff - Arten - Erfassungsmöglichkeiten

Hausarbeit (Hauptseminar) , 1989 , 21 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Thomas Jung-Hammon (Autor:in)

BWL - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Begriff “Dienste“ oder “Dienstleistungen", der Versuch diesen zu den “Waren“ abzugrenzen und die Diskussion, ob Dienstleistungen einen produktiven Beitrag zum Sozialprodukt leisten, sind in der Wirtschaftstheorie schon seit den Klassikern bekannt.

Adam Smith betonte zwar schon die Unterscheidung zwischen Gütern (i.e.S = “Waren“) und Dienstleistungen, maß aber der Beschäftigung mit Dienstleistungsproduktion einen unproduktiven, der Herstellung von Gütern (i.e.S.) dagegen einen produktiven Wert bei.

Dagegen warf Say die Frage auf, warum zwar die an einen Stoff verwendete Arbeit als wertschaffend angesehen werde, die Arbeit, der keine stoffliche Basis zugrunde liege, aber keinen Wert schaffen soll.

Wie lassen sich nun ganz allgemein Dienstleistungen von Waren bzw. Dienstleistungsproduktion von Warenproduktion unterscheiden? Die vorliegende statistische Hauptseminararbeit stellt in Teil A verschiedene heute gängige wissenschaftliche Definitionsversuche vor. Teil B befaßt sich mit den Arten von Dienstleistungen. Teil C zeigt die “institutionelle Sicht“, wie die amtliche Statistik (hier Statistisches Bundesamt) den Dienstleistungsbegriff in die Praxis umsetzt sowie Erfassungsmöglichkeiten von Dienstleistungen, auf.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

TEIL A: ZUM BEGRIFF “DIENSTLEISTUNGEN“

1. Dienstleistungen in der Wirtschaftstheorie

2. Wissenschaftliche Definitionen

2.1 Enumerativdefinitionen

2.2 Negativdefinitionen

2.3 Merkmalsdefinitionen

2.3.1 Beispiele für prozeßorientierte Definitionsversuche

2.3.2 Produktbezogene Definitionskonzepte

1. Immaterialität von Dienstleistungen

2. Nicht - Lagerfähigkeit und Nicht -Transportierfähigkeit von Dienstleistungen

3. Gleichzeitigkeit von Produktion und Konsumption

4. Der Definitionsvorschlag von Bösl

TEIL B: ARTEN VON DIENSTLEISTUNGEN

1. Dienstleistungen an Personen - Dienstleistungen an Gütern

2. Marktbestimmte - Nichtmarktbestimmte Dienstleistungen

3. Interne - externe Dienstleistungen

4. Intermediäre produktionsbezogene - finale Dienstleistungen

5. Persönliche - öffentliche Dienstleistungen

TEIL C: INSTITUTIONELLE ABGRENZUNG UND ERFASSUNGS MÖGLICHKEITEN VON DIENSTLEISTUNGEN

1. Institutionelle Abgrenzung des Dienstleistungssektors gemäß der Systematik der Wirtschaftszweige des Statistischen Bundesamtes

2. Die Erfassungsmöglichkeiten von Dienstleistungen

2.1 Outputorientierte Ansätze

2.1.1 Bruttoproduktionswert

2.1.2 Nettoproduktionswert

2.1.3 “Census-Value-Added“

2.1.4 Die Erfassung nichtmarktbestimmter Dienstleistungen

2.1.5 Erfassung der Outputmenge

2.2 Inputorientierte Ansätze

2.2.1 Beschäftigtenzahlen

2.2.2 Stundenrechnung

2.2.3 Personalkostenkonzept

2.2.4 Erfassung nichtmarktbestimmter Dienstleistungen

3. Produktivitätsmaßzahlen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Begriff der Dienstleistungen wissenschaftlich einzuordnen, systematisch zu kategorisieren und die methodischen Herausforderungen bei deren statistischer Erfassung zu analysieren.

  • Wissenschaftliche Definitionsansätze für Dienstleistungen
  • Klassifizierung in verschiedene Dienstleistungsarten
  • Institutionelle Abgrenzung des Dienstleistungssektors
  • Methoden der outputorientierten Erfassung
  • Methoden der inputorientierten Erfassung

Auszug aus dem Buch

1. Dienstleistungen in der Wirtschaftstheorie

Der Begriff “Dienste“ oder “Dienstleistungen", der Versuch diesen zu den “Waren“ abzugrenzen und die Diskussion, ob Dienstleistungen einen produktiven Beitrag zum Sozialprodukt leisten, sind in der Wirtschaftstheorie schon seit den Klassikern bekannt. Adam Smith betonte zwar schon die Unterscheidung zwischen Gütern (i.e.S = “Waren“) und Dienstleistungen, maß aber der Beschäftigung mit Dienstleistungsproduktion einen unproduktiven, der Herstellung von Gütern (i.e.S.) dagegen einen produktiven Wert bei:

“So vermehrt ein Fabrikarbeiter den Wert des Rohmaterials, das er bearbeitet, i.a. um den Wert des eigenen Lebensunterhalts und um den Gewinn seines Unternehmens. Die Arbeit eines Dienstbotens dagegen erzeugt nirgendwo einen solchen Wert."

Dagegen warf Say die Frage auf, warum zwar die an einen Stoff verwendete Arbeit als wertschaffend angesehen werde, die Arbeit, der keine stoffliche Basis zugrunde liege, aber keinen Wert schaffen soll.

“Gleichwohl befriedigt die Industrie eines Arztes ..., eines Verwalters von Staatsvermögen, eines Advokaten und eines Rechts ... so notwendige Bedürfnisse, daß ohne ihre Arbeit kein Staat bestehen könnte.“

Zusammenfassung der Kapitel

TEIL A: ZUM BEGRIFF “DIENSTLEISTUNGEN“: Dieses Kapitel erläutert die theoretische Herleitung des Dienstleistungsbegriffs und stellt verschiedene wissenschaftliche Definitionsansätze vor, darunter enumerative, negative und merkmalsorientierte Verfahren.

TEIL B: ARTEN VON DIENSTLEISTUNGEN: Hier werden unterschiedliche Kategorisierungen von Dienstleistungen vorgenommen, etwa nach dem Objekt der Leistung, der Marktbestimmtheit oder der institutionellen Einbindung.

TEIL C: INSTITUTIONELLE ABGRENZUNG UND ERFASSUNGS MÖGLICHKEITEN VON DIENSTLEISTUNGEN: Dieses Kapitel befasst sich mit der praktischen statistischen Einordnung von Dienstleistungen sowie den spezifischen Methoden der ökonomischen Erfassung über Output- und Inputgrößen.

Schlüsselwörter

Dienstleistungen, Wirtschaftstheorie, Definition, Warenproduktion, Immaterialität, Dienstleistungssektor, statistische Erfassung, Bruttoproduktionswert, Nettoproduktionswert, Census-Value-Added, Inputorientierte Ansätze, Outputorientierte Ansätze, Produktivitätsmaßzahlen, Marktbestimmte Dienstleistungen, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der ökonomischen Theorie und statistischen Erfassung von Dienstleistungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Begriffsdefinition, die Klassifizierung nach verschiedenen Kriterien sowie die methodische Erfassung in der Wirtschaftsstatistik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, eine klare Abgrenzung von Dienstleistungen zu Waren zu finden und Wege aufzuzeigen, wie diese ökonomisch messbar gemacht werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit existierender wirtschaftswissenschaftlicher Literatur sowie die Analyse amtlicher statistischer Erfassungsansätze.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Dienstleistungen, deren Differenzierung in verschiedene Arten sowie die detaillierte Darstellung von Erfassungsmethoden wie dem Bruttoproduktionswert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Dienstleistungssektor, ökonomische Erfassung, Waren-Dienstleistungs-Abgrenzung und produktivitätsorientierte Messansätze.

Wie definiert die Arbeit das "Schwerpunktprinzip"?

Es dient der statistischen Zuordnung von Institutionen, die sowohl Waren produzieren als auch Dienstleistungen erbringen; die Zuordnung erfolgt nach der überwiegenden Tätigkeit.

Was unterscheidet marktbestimmte von nichtmarktbestimmten Dienstleistungen?

Marktbestimmte Dienstleistungen unterliegen der Preisbildung auf dem Markt, während nichtmarktbestimmte Dienstleistungen primär vom Staat oder gemeinnützigen Organisationen bereitgestellt werden.

Warum ist die Immaterialität als Definitionskriterium problematisch?

Da auch bei der Dienstleistungserbringung oft Materialien bearbeitet werden und Dienstleistungen teils in Sachgütern wie Software fixiert werden können, ist eine reine Trennung anhand der Immaterialität oft ungenau.

Was besagt das "uno-actu-Prinzip"?

Es beschreibt die Eigenschaft, dass Dienstleistungen meist zeitgleich mit ihrer Produktion konsumiert werden.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Dienstleistungen: Begriff - Arten - Erfassungsmöglichkeiten
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Lehrstuhl Statistik I Prof. Dr. G. Buttler)
Veranstaltung
Statistisches Hauptseminar Sommersemester 1989 "Dienstleistungen"
Note
2,0
Autor
Thomas Jung-Hammon (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1989
Seiten
21
Katalognummer
V94084
ISBN (eBook)
9783640098200
ISBN (Buch)
9783640116676
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Dienstleistungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Jung-Hammon (Autor:in), 1989, Dienstleistungen: Begriff - Arten - Erfassungsmöglichkeiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94084
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Leseprobe aus  21  Seiten
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