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RFID in der Produktionslogistik

Titel: RFID in der Produktionslogistik

Seminararbeit , 2007 , 23 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Tim Jülicher (Autor:in)

BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Begriff RFID (Radio Frequency Identification) wird in der Produktionslogistik derzeit häufig in den Mittelpunkt von Effizienzbetrachtungen gestellt und kontrovers diskutiert. Die RFID-Technologie, oder kurz RFID, gehört zu den automatischen Identifizierungsverfahren (Auto-ID) und bietet im Vergleich zur manuellen Eingabe von Daten eine enorme Effizienzsteigerung, sowohl bzgl. des zeitlichen Aufwands als auch bzgl. der Fehlervermeidung (Weigert 2006, S. 21). Sie ermöglicht eine kontaktlose Identifizierung von Personen, Tieren und Objekten sowie die Erfassung von Daten jeglicher Art auf der Basis von Funkwellen (Kummer 2005, S. 12). Damit hat sie das Potenzial, die etablierten Erfassungsmethoden wie den Barcode zu ergänzen oder sogar zu ersetzen (Schmidt 2006, S. 32).

Der Entwicklungsbeginn der RFID-Technologie liegt in den 40ern und 50ern des letzten Jahrhunderts, als RFID erstmals vom Militär zur Unterscheidung zwischen eigenen und feindlichen Flugzeugen eingesetzt wurde. Nachdem die Weiterentwicklung zunächst nur auf militärischem Gebiet voranschritt und sich zum Großteil auf Zutritts- und Berechtigungskontrollen beschränkte, wurde RFID 1977 für zivile Anwendungen freigegeben (Franke 2006, S. 10). Eine Miniatuisierung in den 80er Jahren ermöglichte schließlich den Einsatz von RFID in ersten Massenanwendungen und somit die eigentliche Entwicklung moderner RFID-Systeme (Wernle 2006). Die Miniatuisierung sorgte für eine Kostenreduktion um das Zehnfache, so dass die RFID-Technologie seitdem in verschiedenen Massenapplikationen zum Einsatz kommt (Kern 2007, S. 7). Das stetige Marktwachstum und weitere Kostensenkungen deuten auf eine weitere Verbreitung der RFID-Technologie in Zukunft hin.

Diese Arbeit gibt in Kapitel 2 zunächst einen Überblick über die RFID-Technologie im Allgemeinen, bevor in Kapitel 3 die Beziehung zwischen Zulieferer und Abnehmer in der Produktionslogistik herausgestellt wird. Kapitel 4 soll darauf aufbauend über die Nutzenpotenziale von RFID-Lösungen speziell im Bereich der Lagerhaltung Aufschluss geben, bevor in Kapitel 5 ein kritischer Ausblick die Arbeit abschließt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen der RFID-Technologie

2.1 Die Komponenten

2.2 Unterschiede zum Barcode

2.3 Unterscheidungsmerkmale

2.4 Einsatzmöglichkeiten

2.5 Probleme

3 Die Beziehung zwischen Zulieferer und Abnehmer in der Lagerlogistik

3.1 Begriffsdefinitionen

3.2 Schnittstellen in der Logistik – Status Quo

3.2 Probleme in der Lagerlogistik

3.3 Auswirkungen

4 Nutzenpotenziale in der Lagerhaltung mit Hilfe von RFID-Lösungen

4.1 RFID in der außerbetrieblichen Logistik

4.2 RFID in der innerbetrieblichen Logistik

5 Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert den Einsatz und das Potenzial der RFID-Technologie innerhalb der Produktions- und Lagerlogistik. Ziel ist es, die technologischen Grundlagen zu erläutern, die bestehende Zulieferer-Abnehmer-Beziehung in der Logistik zu beleuchten und aufzuzeigen, wie RFID-Lösungen zur Effizienzsteigerung und Problemlösung im Lagerwesen beitragen können.

  • Grundlagen und Komponenten der RFID-Technologie
  • Vergleich der RFID-Technologie mit klassischen Barcode-Systemen
  • Problemanalyse in der Zulieferer-Abnehmer-Beziehung
  • Optimierungspotenziale durch RFID in der außerbetrieblichen Logistik
  • Anwendungsmöglichkeiten von RFID in der innerbetrieblichen Lagerhaltung

Auszug aus dem Buch

2.2 Unterschiede zum Barcode

Durch den Mitte der 1970er Jahre entwickelten und seitdem zum „dominanten Design“ aufgestiegenen Barcode erhalten Produkte einen Nummerncode, der durch einen Scanner berührungslos ausgelesen werden kann. Die RFID-Technologie ist dem Barcode in vielen Punkten überlegen. Zum einen ist eine direkte Sichtverbindung beim Barcode unabkömmlich, im Zuge von RFID kann das Lesegerät den Tag auch identifizieren, wenn er im Produkt oder dessen Verpackung verarbeitet ist. Dies hat positive Auswirkungen auf die Haltbarkeit des Tags und schützt vor Verschmutzung oder Beschädigung (Weigert 2006, S. 29). Zum anderen sind RFID-Systeme dazu in der Lage, mehrere Objekte gleichzeitig in einem Lesevorgang zu erfassen. Diese so genannte Pulkerfassung bietet damit eine potenzielle Zeitersparnis im Vergleich zur Barcode-Technologie (Kummer 2005, S. 15). Desweiteren ist die Speicherkapazität bei Barcodes begrenzt und umfasst im Regelfall einzig die Seriennummer. RFID ermöglicht dagegen über den „Electronic Product Code“ (EPC) und eine Speicherkapazität von bis zu 256 Kilobyte (KByte) die Speicherung einer individuellen Kennnummer jedes einzelnen Produktes. Read/Write-Systeme können darüber hinaus die auf dem Tag gespeicherten Daten zu einem späteren Zeitpunkt verändern oder löschen (Weigert 2006, S. 29 ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die RFID-Technologie ein, skizziert deren historische Entwicklung vom militärischen zum zivilen Einsatz und legt den Aufbau der Arbeit dar.

2 Grundlagen der RFID-Technologie: Hier werden die technischen Komponenten wie Transponder und Lesegeräte beschrieben, RFID vom Barcode abgegrenzt und Herausforderungen wie Datensicherheit und Standardisierung diskutiert.

3 Die Beziehung zwischen Zulieferer und Abnehmer in der Lagerlogistik: Dieses Kapitel definiert logistische Fachbegriffe, analysiert die Status-quo-Schnittstellen zwischen Zulieferern und Abnehmern sowie bestehende Probleme wie hohe Lagerbestände und Kontrollaufwände.

4 Nutzenpotenziale in der Lagerhaltung mit Hilfe von RFID-Lösungen: Hier wird untersucht, wie RFID in der außer- und innerbetrieblichen Logistik, beispielsweise durch Wareneingangs- und Behältermanagement, Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen ermöglicht.

5 Schlussbemerkungen: Das abschließende Kapitel fasst die Zukunftsaussichten zusammen und bewertet die Chancen von RFID trotz bestehender Hemmfaktoren als positiv, empfiehlt jedoch eine einzelfallbezogene Einführung.

Schlüsselwörter

RFID, Radio Frequency Identification, Produktionslogistik, Lagerlogistik, Transponder, Barcode, Pulkerfassung, Supply Chain Management, Vendor Managed Inventory, Behältermanagement, Datensicherheit, Standardisierung, Inventur, Lagerhaltung, Effizienzsteigerung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der RFID-Technologie und ihrem Einsatz zur Optimierung von logistischen Prozessen innerhalb der Produktions- und Lagerlogistik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die technischen Grundlagen der RFID-Systeme, die Abgrenzung zum Barcode, die Probleme in der logistischen Zulieferer-Abnehmer-Beziehung sowie konkrete RFID-Lösungsansätze.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie RFID-Technologien dabei helfen können, Lagerhaltungsprozesse effizienter zu gestalten, Kosten zu senken und die Transparenz in der Lieferkette zu erhöhen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische Grundlagen, aktuelle logistische Herausforderungen und praktische Anwendungsbeispiele der RFID-Technik zusammenführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die technischen Grundlagen und Probleme (wie Standards und Datenschutz) erörtert, gefolgt von einer detaillierten Betrachtung der Logistikprozesse und der spezifischen Anwendungspotenziale von RFID im Lager- und Behältermanagement.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind RFID, Logistik, Transponder, Pulkerfassung, Supply Chain Management, Lagerhaltung und Behältermanagement.

Warum ist RFID dem Barcode in vielen Punkten überlegen?

RFID benötigt keine direkte Sichtverbindung, ermöglicht die Pulkerfassung (gleichzeitiges Lesen mehrerer Objekte) und bietet eine deutlich höhere Speicherkapazität sowie Schreibmöglichkeiten.

Was sind die größten Hemmfaktoren für die Einführung von RFID?

Die Arbeit identifiziert als Hauptfaktoren das Fehlen einheitlicher Standards, hohe Investitionskosten sowie Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Datensicherheit.

Wie unterstützt RFID das Behältermanagement?

Durch ein flächendeckendes Tracking der Behälter können Umlaufzeiten optimiert, Engpässe frühzeitig erkannt und der Bestand an notwendigen Behältern reduziert werden.

Welche Rolle spielt die Middleware in einem RFID-System?

Die Middleware fungiert als Schnittstelle, die die vom Lesegerät erfassten Daten verarbeitet, filtert und für das übergeordnete IT-System in ein verwendbares Format bringt.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
RFID in der Produktionslogistik
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
1,7
Autor
Tim Jülicher (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
23
Katalognummer
V94310
ISBN (eBook)
9783640101054
ISBN (Buch)
9783640112067
Sprache
Deutsch
Schlagworte
RFID Produktionslogistik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tim Jülicher (Autor:in), 2007, RFID in der Produktionslogistik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94310
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