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Doping für das Gehirn. Neuro-Enhancement und sein erhoffter und tatsächlicher Effekt

Titel: Doping für das Gehirn. Neuro-Enhancement und sein erhoffter und tatsächlicher Effekt

Hausarbeit , 2020 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Alexander L. (Autor:in)

Psychologie - Kognitive Psychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Hirndoping, nicht nur unter dem Aspekt der kognitiven Leistungssteigerung, sondern ebenfalls aufgrund von Stressbewältigung wird ein zunehmend relevantes Thema. Es stellen sich hierbei Fragen nach dem Grund der Bereitschaft, Hirndoping durch sogenannte "Smart Drugs" (auf Deutsch = intelligente Drogen) zu betreiben und die Folgen des Konsums. Was bringt Menschen dazu, leistungssteigernde Substanzen zu sich zu nehmen? Wie wirken diese Substanzen auf den Körper? Machen diese Drogen wirklich "smart"?

Man könnte meinen, die kognitive Leistungsfähigkeit des Gehirns anheben zu können, würde von vielen junge Menschen als etwas betrachtet, das außer Frage steht. Eine Umfrage aus 2012 des HIS-Institut für Hochschulforschung zeigt jedoch, dass 17% von circa 8.000 befragten studierenden Personen bereits von geistiger Leistungssteigerung gehört haben und auch bereit wären, entsprechende Substanzen anzuwenden. Zwar gebe die eindeutige Mehrheit an, dass sie noch nie derartige Mittel zu sich genommen habe und dies auch nicht vorhabe, dennoch zeigen die 17% eine beachtliche Menge an bereitwilligen Personen. Diese Daten wurden vor dem Hintergrund der Stressbewältigung beim Studium erhoben.

Um derartige Fragen also zu beantworten, wird in dieser Hausarbeit zunächst der Begriff des Neuro-Enhancements ("Hirndoping") definiert. Folgend wird zwischen verschiedenen, häufig genutzten Arten von Neuroenhancern unterschieden: Antidepressiva und Antidementiva, illegale Substanzen (wie z.B. Kokain und Meth) und ADHS-Medikamente. Es werden hier die jeweilige biologische Wirkung in Grundzügen dargestellt und voneinander unterschieden. Dabei wird gesondert erörtert, wie sich die Wirkung von Patienten zu gesunden Menschen (die diese Substanzen als Doping zu sich nehmen) unterscheidet. In dem abschließenden Kapitel wird geurteilt, inwiefern Neuro-Enhancement tatsächlich zur kognitiven Leistungssteigerung führt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung: Hirndoping als Hoffnung

2 Begriffsbestimmung Neuro-Enhancement („Hirndoping“)

3 Neuro-Enhancement Substanzen

3.1 Antidepressiva & Antidementiva

3.1.1 Wirkung

3.1.2 Nutzen

3.2 Illegale Substanzen

3.2.1 Wirkung

3.2.2 Nutzen

3.3 ADHS-Medikamente

3.3.1 Wirkung

3.3.2 Nutzen

4 Fazit: falsche Hoffnung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des sogenannten „Hirndopings“ durch Neuro-Enhancer. Ziel ist es, die biologische Wirkungsweise verschiedener Substanzen – von Antidepressiva und Antidementiva über illegale Drogen wie Kokain und Meth bis hin zu ADHS-Medikamenten – bei gesunden Menschen zu analysieren und kritisch zu hinterfragen, ob diese tatsächlich zu einer kognitiven Leistungssteigerung führen.

  • Definition und begriffliche Einordnung von Neuro-Enhancement und Hirndoping.
  • Analyse der pharmakologischen Wirkung verschiedener Substanzgruppen auf das Gehirn.
  • Untersuchung der Diskrepanz zwischen dem erhofften Effekt und dem tatsächlichen Nutzen bei Gesunden.
  • Betrachtung soziologischer Aspekte wie Leistungsdruck und Stressbewältigung als Motive für den Konsum.
  • Kritische Bewertung des Phänomens und Einordnung der tatsächlichen Wirksamkeit der Substanzen.

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Nutzen

Nach der Einnahme von Kokain empfindet das Individuum eine „euphorische Grundstimmung (…), begleitet von einem Gefühl gesteigerter Energie und Kreativität“25. Da dies innerhalb von 5 Minuten geschieht26, und die Wirkung somit schnell eintritt, ist Kokain als kognitive Stimulanz besonders attraktiv im Vergleich zu anderen Substanzen, dessen Wirkungsbeginn deutlich später einsetzt. Genauer beschrieben käme es während der Wirkungsphase von Kokain zu einer höheren Risikobereitschaft, Kontaktfreudigkeit und einem Drang aktiv zu sein. Weiterhin fühle sich das Individuum kognitiv gestärkt. Der Körper und insbesondere das Gehirn würden bei der Einnahme so stimuliert, dass Gedanken besonders vielzählig und geordnet scheinen. Emotional würde diese Wirkung durch einen Mangel an Kritikfähigkeit gegenüber sich selbst und anderen gestärkt.27 28

Demnach lässt sich nicht auf eine tatsächliche Verbesserung der Denkfähigkeit schließen; diese tritt lediglich in Form eines subjektiven Gefühls auf.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Hirndoping als Hoffnung: Das Kapitel führt in das Thema Hirndoping ein und beleuchtet anhand von Umfragedaten die Bereitschaft Studierender, ihre kognitive Leistungsfähigkeit durch Substanzen zu steigern.

2 Begriffsbestimmung Neuro-Enhancement („Hirndoping“): Hier werden die Begriffe Neuro-Enhancement, Cognitive-Enhancement und Hirndoping definiert und für die weitere Arbeit gleichgesetzt.

3 Neuro-Enhancement Substanzen: Dieses Hauptkapitel analysiert verschiedene Substanzklassen hinsichtlich ihrer pharmakologischen Wirkung und ihres Nutzens für gesunde Anwender.

3.1 Antidepressiva & Antidementiva: Das Kapitel untersucht die Wirkung dieser Medikamente auf Botenstoffe im Gehirn und deren missbräuchlichen Einsatz zur Stimmungsaufhellung und Stressbewältigung.

3.2 Illegale Substanzen: Es wird die stimulierende Wirkung von Drogen wie Kokain und Methamphetamin sowie deren subjektive Effekte auf das Energielevel und die vermeintliche Denkfähigkeit analysiert.

3.3 ADHS-Medikamente: Das Kapitel beleuchtet den Missbrauch von Methylphenidaten wie Ritalin durch gesunde Personen zur Konzentrationssteigerung.

4 Fazit: falsche Hoffnung: Das Fazit fasst zusammen, dass die untersuchten Substanzen bei Gesunden keine echte kognitive Leistungssteigerung bewirken, sondern lediglich motivationale Faktoren beeinflussen.

Schlüsselwörter

Neuro-Enhancement, Hirndoping, kognitive Leistungssteigerung, Smart Drugs, Antidepressiva, Antidementiva, Kokain, Methamphetamin, ADHS-Medikamente, Ritalin, Stressbewältigung, Pharmakologie, Neurotransmitter, Leistungsdruck, subjektive Wahrnehmung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Missbrauch verschiedener Substanzen durch gesunde Menschen, um deren kognitive Leistungsfähigkeit oder psychische Belastbarkeit zu steigern – ein Phänomen, das als „Hirndoping“ oder „Neuro-Enhancement“ bekannt ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Hausarbeit?

Die zentralen Themen sind die pharmakologische Wirkungsweise verschiedener Substanzgruppen, der gesellschaftliche Leistungsdruck als Ursache für den Konsum sowie die kritische Gegenüberstellung von erhoffter und tatsächlich eintretender Wirkung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, wissenschaftlich zu prüfen, ob die Einnahme von Neuro-Enhancern durch gesunde Personen tatsächlich zu einer objektiv messbaren Steigerung der kognitiven Fähigkeiten führt oder ob es sich primär um subjektive Empfindungen handelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller Studien, medizinischer Grundlagenwerke und Berichte zu Suchtfragen, um die Wirkmechanismen und Folgen des Substanzmissbrauchs zusammenzuführen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Antidepressiva/Antidementiva, illegalen Substanzen wie Kokain und Meth sowie ADHS-Medikamenten, wobei jeweils deren biologische Wirkung und der von Nutzern erhoffte Effekt diskutiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Neuro-Enhancement, Hirndoping, kognitive Leistungssteigerung, Stressbewältigung, Pharmakologie, Ritalin, Kokain, Sucht und Selbstoptimierung.

Können Antidepressiva bei Gesunden die kognitive Leistung steigern?

Nein, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass es keine wissenschaftlichen Nachweise dafür gibt, dass Antidepressiva bei gesunden Patienten die kognitive Leistung erhöhen; sie wirken primär auf die emotionale Stimmung, und auch dies nur begrenzt.

Worin liegt der Hauptunterschied in der Wirkung zwischen Kokain und Methamphetamin?

Ein wesentlicher Unterschied liegt in der Wirkungsdauer: Kokain wirkt relativ kurz, während die Wirkung von Methamphetamin bis zu 24 Stunden andauern kann, was es für manche Konsumenten hinsichtlich der Arbeitsproduktivität attraktiver macht.

Welche motivationale Rolle spielen ADHS-Medikamente beim Missbrauch?

ADHS-Medikamente wie Ritalin werden häufig missbraucht, um Wachheit, Motivation und das Selbstvertrauen zu steigern, was den Nutzern fälschlicherweise das Gefühl gibt, geistig leistungsfähiger zu sein.

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Details

Titel
Doping für das Gehirn. Neuro-Enhancement und sein erhoffter und tatsächlicher Effekt
Hochschule
Hessische Hochschule für Polizei und Verwaltung; ehem. VFH Wiesbaden
Note
1,7
Autor
Alexander L. (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
19
Katalognummer
V946786
ISBN (eBook)
9783346282903
ISBN (Buch)
9783346282910
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hirndoping Neuroenhancement Meth Kokain ADHS Antidepressiva Antidementiva Dopamin
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander L. (Autor:in), 2020, Doping für das Gehirn. Neuro-Enhancement und sein erhoffter und tatsächlicher Effekt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/946786
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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