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Der Trend fermentierter Lebensmittel. Vor- und Nachteile von Fermentation und ihre biochemischen Prozesse

Title: Der Trend fermentierter Lebensmittel. Vor- und Nachteile von Fermentation und ihre biochemischen Prozesse

Term Paper , 2019 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Felix Scheel (Author)

Health - Nutritional Science
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Warum liegen fermentierte Lebensmittel derzeit so stark im Trend, Tendenz steigend, und warum genießen Fermentationsprodukte vor allem in der avantgardistischen Küche Europas „plötzlich“ besonders viel Aufmerksamkeit? Die Frage lässt sich auch noch weiter zuspitzen, wenn sie wie folgt formuliert wird: Wie ist es den fermentierten Lebensmitteln gelungen, die Schürze der altbackenen Hausfrau mitsamt ihrer faden Hausmannskost abzustreifen, um sich stattdessen im Gewand einer jungen experimentierfreudigen Generation von Köchen und Köchinnen neu zu präsentieren oder gar neu zu erfinden?
Um sich einer Beantwortung dieser Fragestellung zu nähern, wird zuerst ein grober Abriss über die Geschichte und die Vorgänge während der Fermentation selbst gegeben, um anschließend auf selektierte Produkte detaillierter eingehen zu können und schlussendlich eine Verbraucher Perspektive einzunehmen um die Ausgangsfrage argumentativ und sachgerecht beantworten zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Fermentation als natürlicher Prozess

3. Unterscheidung von Fermentationsprozessen

4. Fermentation am konkreten Beispiel

4.1. Die vier Phasen der spontanen Gärung am Beispiel des Sauerkrauts

4.2. Sauerkraut und Kimchi

5. Bionade

Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die wissenschaftlichen und kulturellen Aspekte der Fermentation von Lebensmitteln, mit besonderem Fokus auf pflanzliche Substrate. Ziel ist es, die steigende Popularität dieser Technik in der avantgardistischen Küche zu analysieren und die biochemischen Prozesse hinter der Haltbarmachung sowie der Aromabildung zu ergründen.

  • Grundlagen und Geschichte der Fermentationstechnologie
  • Differenzierung zwischen Spontanfermentation und Starterkulturen
  • Detaillierte Analyse der vier Fermentationsphasen am Beispiel von Sauerkraut
  • Vergleichende Untersuchung von Sauerkraut und Kimchi
  • Fallstudie: Bionade als Beispiel für moderne Fermentationsprozesse

Auszug aus dem Buch

4.1. Die vier Phasen der spontanen Gärung am Beispiel des Sauerkrauts

In der ersten Fermentationsstufe entwickelt sich unter Wärmeentwicklung und Verbrauch des restlichen eingebrachten Sauerstoffs eine heterogene vorwiegend aerobe Mischflora aus Hefe, Schimmelpilzen und gramnegativen Bakterien. Das kräftig gelb gefärbte Bakterium Pantoaea herbicola (Syn. Erwinia herbicola) trägt zudem in der ersten Phase durch die Bildung von Geruchs- und Geschmacksstoffen zu den Charakteristika des erwünschten Endproduktes bei. Durch die artenreiche Mischflora werden in der ersten Phase zahlreiche Stoffwechselprodukte gebildet, die maßgeblichen Einfluss auf den Geschmack und Geruch des fertigen Sauerkrauts haben.

So entstehen neben geringen Mengen Milchsäure auch Ameisen-, Essig-, und Bernsteinsäure, die wiederum teilweise verestert werden und gemeinsam mit dem von Hefen gebildeten Ethylalkohol für eine Senkung des pH- Wertes sorgen. Es werden außerdem an gasförmigen Produkten Kohlendioxid, Wasserstoff und in geringen Mengen auch Methan freigesetzt. Die permanente Atmung der Kohlzellen sowie der Sauerstoffverbrauch durch die fakultativ anaeroben Enterobakterien innerhalb der ersten drei Tage schaffen ein zunehmend anaerobes Milieu und rein aerob lebenden Mikroorganismen werden sukzessive in ihrem Stoffwechselprozess gehemmt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Der Autor führt in die Thematik ein, motiviert durch seine berufliche Tätigkeit als Koch, und formuliert die Leitfrage nach der wachsenden Bedeutung fermentierter Lebensmittel in der modernen Gastronomie.

2. Fermentation als natürlicher Prozess: Dieses Kapitel erläutert die Fermentation als biologisches Phänomen und betont die Rolle von Mikroorganismen als Teil der natürlichen Umwelt.

3. Unterscheidung von Fermentationsprozessen: Es werden zwei Hauptarten der Fermentation differenziert: die Nutzung von Starterkulturen in der Industrie und die Spontanfermentation.

4. Fermentation am konkreten Beispiel: Dieser Abschnitt konzentriert sich auf die Praxis, indem er die Fermentationsprozesse von pflanzlichen Produkten wie Sauerkraut und Kimchi untersucht.

4.1. Die vier Phasen der spontanen Gärung am Beispiel des Sauerkrauts: Eine detaillierte biochemische Beschreibung der Phasen der Sauerkraut-Fermentation von der aeroben Initialphase bis zur Milchsäurebildung.

4.2. Sauerkraut und Kimchi: Ein Vergleich der beiden Produkte, der trotz mikrobiologischer Ähnlichkeiten signifikante Unterschiede in Bezug auf Substrat, Würzung und Temperatur hervorhebt.

5. Bionade: Die Arbeit beleuchtet die industrielle Produktion von Bionade als Beispiel für ein modernes, auf oxidativen Prozessen basierendes Fermentationsverfahren.

Schlussbetrachtung: Der Autor resümiert, dass Fermentation ein kulturelles Kontinuum darstellt, das heute vor allem aufgrund seiner aromatischen Komplexität und gesundheitlicher Vorteile an Bedeutung gewinnt.

Schlüsselwörter

Fermentation, Sauerkraut, Kimchi, Bionade, Milchsäurebakterien, Mikroorganismen, Spontanfermentation, Starterkulturen, Biotransformation, Aromabildung, Lebensmitteltechnologie, Gärung, Gastronomie, Haltbarkeit, biochemische Prozesse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Wissenschaft und Praxis der Fermentation von Lebensmitteln, von historischen Ansätzen bis hin zu modernen industriellen Anwendungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Mikrobiologie der Fermentation, die Unterscheidung zwischen industriellen und natürlichen Prozessen sowie die sensorische Bedeutung für die Küche.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu klären, warum fermentierte Lebensmittel in der modernen avantgardistischen Küche wieder so stark an Bedeutung gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturrecherche und der Analyse biochemischer Prozesse sowie praktischer kulinarischer Erfahrung basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Fermentation, die zwei Hauptarten der Prozessführung sowie konkrete Beispiele wie Sauerkraut, Kimchi und Bionade.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Fermentation, Milchsäurebakterien, Spontanfermentation, Aromabildung, Biotransformation und Lebensmittelsicherheit.

Was unterscheidet Bionade in der Herstellung von klassischem Sauerkraut?

Bionade nutzt Gluconsäurebakterien und eine unvollständige Oxidation unter Sauerstoffzufuhr, während Sauerkraut auf anaeroben Milchsäuregärungsprozessen basiert.

Warum spielt die vierte Gärphase bei Sauerkraut in Europa kaum eine Rolle?

Die vierte Phase führt zu einem scharf-sauren Geschmack, der im europäischen Raum sensorisch meist nicht erwünscht ist.

Welche Rolle spielt der Mensch bei der Fermentation?

Der Mensch agiert laut Autor lediglich als Kontrolleur und Beobachter, der die optimalen physikalischen und biologischen Bedingungen für die Mikroorganismen schafft.

Welche Bedeutung haben Schwefelverbindungen für das Endprodukt?

Schwefelverbindungen sind maßgeblich für das Duftspektrum von fermentierten Kohlgemüsen verantwortlich und beeinflussen die sensorische Wahrnehmung stark.

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Details

Title
Der Trend fermentierter Lebensmittel. Vor- und Nachteile von Fermentation und ihre biochemischen Prozesse
College
Humboldt-University of Berlin  (Kulturwissenschaft)
Course
Techniken, Medien und Praktiken des Kochens
Grade
1,0
Author
Felix Scheel (Author)
Publication Year
2019
Pages
24
Catalog Number
V947116
ISBN (eBook)
9783346293121
Language
German
Tags
Fermentation Kochen Fermentieren Gärung Sauerkraut Bionade
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Felix Scheel (Author), 2019, Der Trend fermentierter Lebensmittel. Vor- und Nachteile von Fermentation und ihre biochemischen Prozesse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/947116
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