Kriminalität in Massenmedien


Seminararbeit, 1998

27 Seiten


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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Evolution der Kommunikation

3 Was versteht man unter dem Begriff ,,Massenmedien"?
3.1 Wo begegnen uns Massenmedien und wem begegnen sie?
3.2 Konsequenzen
3.3 Wie entstehen Massenmedien, speziell Nachrichten?
3.4 Funktionen der Massenmedien
3.5 Funktionen der Massenmedien für den Rezipienten
3.6 Wirkungen der Massenmedien
3.7 Modelle zur Wirkung der Massenmedien
3.7.1 Die Katharsisthese
3.7.2 Die Inhibitionsthese
3.7.3 Die Stimulationsthese
3.7.4 Die Habitualisierungsthese
3.7.5 Stimulus- Response- Modell (Das Reiz- Reaktions- Schema)

4 Der Selektivitätsprozeß

5 Gewaltdefinition- personale und strukturelle Gewalt

6 Was versteht man unter dem Begriff ,,Kriminalität" und wie entsteht diese?
6.1 Was bedeutet ,,Wissen über Kriminalität" und wie entsteht dieses?
6.2 Warum ist ,,Wissen über Kriminalität" schichtspezifisch?
6.3 Darstellung von Kriminalität in den Massenmedien
6.4 Wie wird Kriminalität im Fernsehen dargestellt ?
6.5 Wie wird Kriminalität in den Printmedien dargestellt?

7 Etikettierung durch mangelnden Schutz der Persönlichkeit?

8 Kriminalität in den Medien (geschlechterspezifisch) von den 50er bis 80er Jahren
8.1 50er Jahre:
8.2 60er Jahre:
8.3 70er Jahre:
8.4 80er Jahre:

9 Schlußfolgerungen

10 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

,,Wie wir Gewalt heute wahrnehmen, wird wesentlich von den Medien bestimmt.

Nachrichtensendungen und Magazine präsentieren uns eine beliebige Auswahl von Kriegsschauplätzen und Gewalttaten, oft ohne verständlichen Überblick über Ursachen und Folgen. Der Zuschauer bleibt mit dem Eindruck zurück, von sinnloser Gewalt umgeben zu sein. Man vermittelt uns Bilder und Nachrichten, übergangslos eingefügt zwischen Parteitagsberichten und den neuesten Sportergebnissen. Menschlichkeit kommt dabei eben oft zu kurz, Mitgefühl wird kein Raum gegeben."1

Über die Wirkung von Gewaltdarstellungen in den Massenmedien wird in der Öffentlichkeit stets aufs Neue diskutiert. Manche bezeichnen die Medien (vor allem das Fernsehen) als ,,Ausgeburt des Teufels", welches unsere Kultur zerstört und eine Bedrohung für die Menschheit darstellt, während die anderen all diese Vorwürfe abstreiten und keine gefährlichen Auswirkungen befürchten.

Am 12. Februar 1993 wurde ein Kleinkind, namens James, von zwei Zehnjährigen Jungen unter einem Vorwand aus einem Liverpooler Einkaufszentrum gelockt, um ihn wenige Stunden später auf grauenvolle Weise zu töten. Anreiz soll der Horrorfilm ,,Child play III" gewesen sein, welchen die beiden Jungen zuvor konsumiert haben. In diesem Film tötet eine vom Teufel besessene Puppe zunächst ihren Schöpfer und wird schließlich selbst in einer langwierigen Prozedur zerstückelt. Das Filmgeschehen und der Mord an James soll zahlreiche Parallelen bis ins Detail aufweisen.

In dieser Arbeit werde ich mich hauptsächlich mit der Kriminalität in den Medien Fernsehen und Zeitungen beschäftigen, aber auch andere Medien, wie Computerspiele, Bücher, Comics, etc. spielen eine große Rolle, was die Kriminalität in Massenmedien betrifft. So wurde zum Beispiel in Norwegen ein Kriminaldelikt der ,,Panzerknackerbande" aus dem Comic ,,Micky- Maus erfolgreich imitiert.2 Die Diskussionen über die Wirkungen von Gewaltdarstellungen sind schon lange existent. So wurde schon vor vielen Jahren darüber diskutiert, ob das Erzählen von Märchen, Kindern falsche Gedanken zuführen, die sie eigentlich nicht hegen sollten. Um die Wirkung von Kriminalität und Gewaltdarstellungen zu analysieren, ist es vor allem wichtig, zu betrachten, welche Inhalte, wie und unter welchen Umständen auf den Rezipienten wirken und was sie bei ihm auslösen können, denn eine Verallgemeinerung der Auswirkungen auf die Gesamtheit ist so gut wie unmöglich.

Zum Thema ,,Kriminalität und Gewalt in Massenmedien" sind viele Studien durchgeführt worden und es gibt eine Unmenge von Theorien und Modellen. Im Rahmen meiner Hausarbeit, werde ich mich auf die wichtigsten Theorien und Thesen beschränken.

2 Die Evolution der Kommunikation

Die Geburtsstunde der Kommunikation war um ca. 3000 v. Chr. in China und in Mesopotamien. Zu dieser Zeit fing alles an - mit der Erfindung der Schrift! Um aufzuzeigen, wie sich die Medien durch diese Erfindung bis zum Jahre 2000 n. Chr. entwickeln sollten, raffen wir diese Zeitspanne in eine Stunde:

Die ersten 55,5 Minuten dieser Stunde passierte zunächst nichts. Erst viereinhalb Minuten vor Ablauf dieser gerafften sechzig Minuten wurde die Zeitung erfunden, nach zwei Minuten und zwanzig Sekunden dann der Telegraph, 45 Sekunden danach das Telefon, 16 Sekunden später der Film, 17 Sekunden danach das Radio, wieder 9 Sekunden später das Fernsehen, 15 Sekunden später das Tonband, 14 Sekunden später das Satellitenfernsehen, 5 Sekunden später, also 16 Sekunden vor Ablauf der Stunde, das Kabelfernsehen, nach einer weiteren Sekunde das Fax, noch eine Sekunde später Btx und der PC und noch zwei Sekunden darauf die Compactdisc. Zwischen nur einer Generation - 1960 und 1990 - hat sich das Medienangebot der ,,vier klassischen Medien", Tageszeitung, Zeitschrift, Radio und Fernsehen um 4000% gesteigert, denn es werden immer mehr Medien entdeckt. Die Intelligenz des Menschen und somit seine Verarbeitungskapazität steigt pro Generation jedoch nur um etwa 4%. Man kann sich also ausmalen, daß sich das große Medienangebot kaum mehr Verarbeiten läßt.3

3 Was versteht man unter dem Begriff ,,Massenmedien"?

,,Massenmedien, technische Einrichtungen, durch die fortlaufend ein unüberschaubar großes Angebot an Nachrichten, Unterhaltung und Wissen öffentlich an ein großes heterogenes Publikum weitergegeben wird.

Die breit gestreute Vermittlung von Botschaften an ein Massenpublikum erfolgt zum einen durch die Presse, das heißt den Druck von Schrift und Bildern in Zeitungen und Zeitschriften mit hohen Auflagen (= Printmedien). Des Weiteren bieten Rundfunk- und Fernsehanstalten durch eine Vielzahl von Sendern und Programmen rund um die Uhr Musik, Nachrichten und Unterhaltung zum Hören sowie zum Sehen und Hören an.

Hörfunk und Fernsehen als Ton- und Bildträger werden auch audiovisuelle Medien (= AV- Medien) genannt.

Als publizistische Einrichtungen haben Presse (Zeitungs- und Zeitschriftenverlage), Film und Rundfunk (Hörfunk- und Fernsehanstalten) eine weit reichende und tief greifende öffentliche Bedeutung. Diese Medienorganisationen besitzen eine große politische und wirtschaftliche Macht und können durch ihre Allgegenwart die Massen stark beeinflussen (z. B. durch Werbung, Wahlpropaganda). Daher sind überparteiliche Medienkontrolle und die Verhinderung einer Medienkonzentration ein besonders wichtiges Thema der Medienpolitik eines demokratischen Rechtsstaates. Print- und audiovisuelle Medien - und zukünftig die sich immer schneller verbreitenden elektronischen Medien (z. B. Online- und Internet-Anschlüsse) - sind die Grundpfeiler des Mediensystems einer Gesellschaft. Als Kommunikationsträger und -vermittler stellen sie eine Medienorganisation dar, die als Institution einen gesellschaftlich wichtigen öffentlichen Kommunikationsauftrag hat."4

Zu den Massenmedien zählt also die Gesamtheit der Informationsträger, also die Printund elektronischen Massenmedien. Dazu zählen in erster Linie: Tages- und Wochenzeitungen, Bücher und Zeitschriften, Hörfunk und Fernsehen.5

3.1 Wo begegnen uns Massenmedien und wem begegnen sie?

Massenmedien begegnen uns so gut wie überall! Die meisten Menschen werden während des Aufstehens schon mit ihnen konfrontiert, nämlich wenn der Radiowecker sie aus dem Schlaf holt. Zum Frühstück geht es dann mit der Tageszeitung oder dem Frühstücksfernsehen weiter. Beim Leeren des Briefkastens, kommt es auch nicht allzu selten vor, daß man anhand der Postwurfsendungen mit Medien in Berührung kommt. Auf dem Weg zur Arbeit oder in die Schule kommen wir an Plakatwänden, Litfaßsäulen u.s.w. vorbei und in den meisten Fällen sind diese dort aufgestellt, wo man sich mit ihnen auch länger beschäftigen kann, wie zum Beispiel an der Bushaltestelle. Auch in der Freizeit wird man in öffentlichen Gebäuden, wie zum Beispiel im Kino, im Theater oder in Kaufhäusern.

Vor den Massenmedien gibt es offensichtlich kein Entrinnen. Dennoch entscheidet jeder Rezipient aufgrund seiner individuellen Relevanzkriterien, welche Ereignisse/ Berichte der Medien er überhaupt wahrnimmt.6

Massenmedien greifen also auch in das Freizeitverhalten der Menschen ein. So werden Computer nicht mehr nur als Arbeitsmittel eingesetzt, sondern auch als Freizeitvergnügen (Computerspiele) genutzt.

Auch der Fernseher dient in den häufigsten Fällen dem Freizeitvergnügen.

Sie erreichen, laut Definition, die Massen und zu diesen Massen gehören auch schon die Kleinkinder, die von manchen Eltern zur ,,Ruhigstellung" vor den Fernseher gesetzt werden.

3.2 Konsequenzen

Durch die Freizeitaktivitäten anhand elektronischer Geräte, wie dem Computer oder dem Fernseher, verlernen die Menschen immer mehr mit ihren Mitmenschen zu kommunizieren. Einige ziehen diese Geräte einem Buch vor, wodurch eine Sprachverkümmerung eintreten kann. Da Kinder einen noch nicht sehr stabilen Charakter haben, nehmen sie das Gezeigte sehr intensiv auf und werden somit sehr stark von den Medien beeinflußt. In den schlimmsten Fällen, eignen sie sich die negativen Eigenschaften ihrer Idole an und werden ihrer Umwelt gegenüber aggressiv. Erwachsene sind nicht ganz so stark gefährdet, wie die Kinder, da sie sich mehr mit dem Gezeigten auseinandersetzen können. Dennoch übernehmen viele Erwachsene die ,,Meinungen der Medien"- auch wenn diese falsch sind.

3.3 Wie entstehen Massenmedien, speziell Nachrichten?

Die Medien zeigen anhand des Selektionsverfahrens nur einen winzigen Ausschnitt der Realität. Um viele Leser und Zuschauer in ihren Bann zu ziehen, zeigen sie deshalb nur interessante und spektakuläre Dinge, deren Herstellung ihnen wenig Zeit und wenig Geld kosten. Welcher Bericht in eine Zeitung oder in eine Nachrichtensendung kommt, hängt vom Journalisten ab, d.h. sie entscheiden, welche Nachrichten wichtig sind oder nicht. Dies hängt jedoch auch von der Arbeitsumgebung und des erworbenen Wissens während seiner Ausbildung ab. Die meisten Journalisten gehen wie folgt vor:

1. Der Journalist hat bestimmte Vorstellungen zur Glaubwürdigkeit der Quelle.
2. Einige Journalisten reproduzieren Rohmaterial und übernehmen teilweise einige Textabschnitte vollständig, um sich die Recherchen und somit Zeit zu sparen.
3. Er faßt die Informationen zu einem Bericht zusammen.
4. Damit der Leser den Bericht besser verstehen kann, läßt er nicht überprüfbare Details weg und schreibt mehr Dinge, die der Rezipient versteht. Die wichtigen Aussagen seines Berichtes stellt er gleich an den Anfang des Berichtes, um den Leser neugierig zu machen.
5. Das Rohmaterial wird zu einem leicht lesbaren Bericht geformt, welcher direkt, kurz, prägnant, einfach und klar aufgebaut ist.7

Journalisten haben also eine Art Gate-Keeper-Funktion, das heißt durch Nachrichtenselektion, Plazierung und Gewichtung, beeinflussen sie die politische Berichterstattung.8

Ein weiterer Aspekt wäre die Fragestellung, welche Kriterien darüber entscheiden, ob ein Ereignis zur Nachricht wird. Folgende ,,Nachrichtenfaktoren" erhöhen diese Chance:

1. Ungewöhnliche oder unerwartete Begleitumstände, sowie lustige, tragische, dramatische oder erschreckende Begleitumstände mit großer emotionaler Intensität.
2. Die Eindeutigkeit der Bedeutung eines Ereignisses.
3. Negativität, d.h. Ereignisse mit negativen Folgen. Es wird unter drei Faktoren unterschieden:
a) Konflikt - Politische Ereignisse, in denen aggressives Verhalten zum Ausdruck kommt, werden bevorzugt.
b) Kriminalität - Ereignisse, die rechtswidrig sind, werden solchen, die dem Gesetz über gültig sind, vorgezogen.
c) Schaden - Ereignisse mit Personen- oder Sachschäden werden begünstigt vermittelt.
4. Beteiligung von Eliten, d.h. von Personen des öffentlichen Lebens, wie Schauspieler, Politiker etc. Sie erhöhen die Aufmerksamkeit der Gesellschaft und somit den Nachrichtenwert.
5. Ereignisse, die Personifiziert werden, d.h., denen ein individuelles Handeln zugrunde liegt.
6. Ereignisse, die auf menschliche Eigenschaften zurückzuführen und somit Personalisierbar sind.
7. Erwartung eines Ereignisses, denn Ereignisse die nicht gewünscht sind, verlieren ihre
Relevanz und Bedeutung. Im Gegensatz zu denen, die konkret erwartet werden.
8. Ereignisse mit etabliertem Nachrichtenwert, Kontinuität.
9. Konvergenz zwischen der Frequenz eines Ereignisses, sowie des Nachrichtenprozesses.
10. Relativität von Nachrichtenwerten, durch die Nachrichtenkonkurrenz. Es stehen vorgegebene Rubriken zur Verfügung, für welche die Sendezeit eingehalten werden muß. Kommt jedoch eine aktuellere Meldung in die Sendung, muß eine Nachricht mit niedrigerem Nachrichtenwert unberücksichtigt bleiben.9

3.4 Funktionen der Massenmedien

Eine Funktion der Medien ist die Gewaltdarstellung. Bevor es das Fernsehen gab, wurde Gewalt bereits in Büchern dargestellt, wie zum Beispiel in Odysseus. Eine weitere Funktion ist das ,,Mittel zum Zweck". Das bedeutet: je spektakulärer die Serien oder die Spielfilme im Fernsehen sind, desto mehr Leute schalten den Fernseher ein und erhöhen somit die Einschaltquoten. ,,Gewalt ermöglicht es, in einem relativ kurzen Zeitraum eine spannende Handlungssequenz aufzubauen und zu einem einsichtigen Schluß zu bringen."10 Die Gewaltakte mit ihren Spannungshöhepunkten in den Serien, werden ideal genutzt, um die Filmsequenz für das Senden von Werbespots zu unterbrechen. Der Rezipient bleibt also am Fernsehgerät, weil er unbedingt wissen will, wie es nach der Werbung weitergeht. Somit sieht er ,,gezwungenermaßen" die angepriesenen Produkte, welche sich schließlich in sein Unterbewußtsein schleichen. Des weiteren nutzt die Werbung spezifische Werbespots, die den Rezipienten zusätzlich darin ,,unterstützen", nicht um- oder gar auszuschalten, indem sie z.B. auf einem Kinderkanal Werbung für Spielsachen ausstrahlen.

Die hohen Einschaltquoten sind also sehr wichtig für die Werbung, denn sobald sie zu gering sind, werden die Sender nicht mehr von der Werbung unterstützt. Je größer die Zuschauerzahl ist, desto besser die Finanzlage der Fernsehindustrie.11

3.5 Funktionen der Massenmedien für den Rezipienten

Viele Rezipienten nutzen die Medien für sich als Informationsangebot, um somit Lücken im Weltbild zu füllen. Durch die Medien erschaffensich einige Menschen eine Art ,,Ersatzwelt", um der realen Welt zu entfliehen und um fehlende Kontakte zu ihren Mitmenschen zu ersetzen. Andere wiederum nutzen den Fernseher für Diskussionsthemen, damit sie mitreden können. Kleinkinder werden oft vor das Fernsehgerät gesetzt, damit dieses den Babysitter ersetzt und die Eltern ein paar Stunden ihre Ruhe haben, weil das Kind beschäftigt ist. Dies beinhaltet eine Art Kontrollfunktion, da die Eltern genau wissen, wo sich ihr Kind gerade aufhält. Mit dem konsumieren von Musikvideos wollen sich die Jugendlichen von den Erwachsenen abgrenzen und einfach anders sein als sie.12

3.6 Wirkungen der Massenmedien

Der Inhalt der Medien wirkt sich auf jeden Rezipienten anders aus.13 Das heißt, wie Medien auf den Rezipienten wirken, hängt von der Bedeutung ab, die er ihnen zukommen läßt.14

Die Massenmedien wurden und werden für folgende Dinge verantwortlich gemacht:

1. Sie verändern die Einstellung des Rezipienten.
2. Sie verstärken die Einstellung des Rezipienten.
3. Sie dienen der Erholung und der Ablenkung.
4. Sie vermitteln Kulturerfahrungen.
5. Sie stimulieren bestimmte Verhaltensweisen.
6. Vermitteln Status und Prestige, usw.15

3.7 Modelle zur Wirkung der Massenmedien

3.7.1 Die Katharsisthese

Eine sehr umstrittene These ist die Katharsisthese.

Sie besagt, daß die Bereitschaft des Rezipienten, selbst aggressives Verhalten zu zeigen, durch den Konsum von Gewaltdarstellungen zurückgeht, wenn er diese Gewaltakte an fiktiven Modellen beobachtet und sie dynamisch ,,miterlebt"/verarbeitet. Dieses Modell wirkt nach dieser These so, als ob der Rezipient selbst gehandelt hätte. Katharsis bedeutet: Die Vollziehung jeder aggressiven Tat führt zur Verminderung des Stimulus zu weiterer Aggression. Die Massenmedien werden hier als ,,Triebventil" angesehen, das zur Reduktion des Aggressionstriebes führt, aber dennoch ,,eine durch das Ansehen violenter Medieninhalte bewirkte Agressivitätsminderung aufgrund des Abfließens des Aggressionstriebes erfolgt nicht".16 Die Katharsisthese ist weitgehend empirisch widerlegt, dennoch dient sie immer wieder der Rechtfertigung von Gewaltdarstellungen, besonders im fiktionalen Bereich.

3.7.2 Die Inhibitionsthese

Die Inhibitionsthese ist eng verbunden mit der Vorstellung einer kathartischen Wirkung des Fernsehens, doch werden bei der Inhibitionsthese anstelle von kathartischen Wirkungen hemmende Effekte gesetzt. Das heißt, daß das Betrachten von fiktiven oder realen aggressiven Verhaltensweisen in den Medien, eher zu Aggressionsängsten und Schuldgefühlen der Rezipienten führt, als zu aggressiven Impulsen. Diese Wirkung tritt dann besonders stark auf, wenn die nachteiligen Folgen der Gewalthandlungen deutlich dargestellt werden.17

3.7.3 Die Stimulationsthese

Die Stimulationsthese besagt, daß bei durch Frustration bedingt emotional erregten Individuen, der Konsum von aggressiven Medieninhalten (die dem derzeitig vorherrschenden Ärgernis ähneln) Aggressionen ausgelöst und stimuliert werden. Vor allen Dingen, wenn die gezeigte Person Vorteile durch die aggressiven Handlungen zu haben scheint und die Leiden der Opfer nicht aufgezeigt werden.18 Die Stimulationsthese wirkt entlastend für Eltern, Pädagogen und auch für Politiker, da es für viele Menschen befriedigender ist, den Medien die Schuld für

Gewaltausschreitungen beim Menschen zuzuweisen als ,,Gesellschaftlichen Strukturen", ,,Gruppenprozessen", ,,Erziehung", sowie der Politik oder gar dem Zusammenwirken aller dieser Faktoren.19

3.7.4 Die Habitualisierungsthese

Die Habitualisierungsthese besagt, daß der häufige alltägliche Fernsehkonsum, bei dem nachweislich eine Abnahme der emotionalen Reaktion auf gewalttätige Inhalte zu verzeichnen ist, zu einer Abstumpfung hinsichtlich der gezeigten Medieninhalte führt und eine Gewöhnung und nachlassende Reagibilität hinsichtlich Aggression im alltäglichen Leben nach sich zieht.

Hinzu kommt, daß der Rezipient die Gewalt in einer angenehmen Situation (z.B. während des Essens, gemütlich entspannt im Wohnzimmer) konsumiert und die Gewalt in einem unterbewußten Konditionierungsprozeß mit der Entspannung / dem Wohlbefinden in Verbindung setzt.

Die Habitualisierungsthese sagt außerdem aus, daß Individuen durch häufigen medialen Gewaltkonsum Denkweisen, Ideologien und Rollenerwartungen erwerben, die aggressive Verhaltensmuster für positiv erachten. Durch das Ansehen von Medieninhalten, die außerhalb des Erfahrungsbereiches des Konsumenten liegen, kann eine verzerrte Vorstellung von Akzeptanz und Verbreitung von gewalttätigen Handlungen in der Gesellschaft entstehen.

Auf diesem Gebiet sind weitere umfangreiche Forschungen notwendig, da die zahlreichen Studien mit ihren unterschiedlichen Forschungszielen und deren verschiedenen Interpretationen noch keine eindeutigen Ergebnisse erbracht haben.20

3.7.5 Stimulus- Response- Modell (Das Reiz- Reaktions- Schema)

Wissenschaftler, die sich früher um eine Erklärung der Wirkungsweise der Massenmedien bemühten, erstellten als einfache Theorie der Massenkommunikation die Stimulus- Response- Theorie, die oft auch als ,,Hypodermic Needle Theory" oder als ,,Transmission Belt Theory" bezeichnet wird.21

Das Stimulus- Response- Modell geht davon aus, daß der Kommunikator (das Massenmedium) Stimuli aussendet, die den ,,wehrlosen" Rezipienten beeinflussen und in ihm eine Reaktion hervorrufen. Er sitzt sozusagen festgeschnallt am Ende eines Förderbandes für massenmediale Aussagen und wird mit gut selektierten und gut präparierten Stimuli zwangsernährt. Diese Wirkungsvorstellung nannte Wilbur Schramm die ,,Kanonentheorie der Kommunikation" (bullet theory).22

Es gibt drei Grundannahmen des Stimulus- Response- Modells:

1. Die Transivität, d.h. bei jeder Kommunikation (Übermittlung von Stimuli vom Kommunikator zum Rezipienten), werden Stimuli transferiert.
2. Proportionalität. Sie beinhaltet: je intensiver, anhaltender und direkter der Stimulus ist, desto größer ist seine Wirkung.
3. Kausalität, die Ursache- Wirkungs- Relation. Das heißt, daß eine bestimmte Ursache immer eine bestimmte Wirkung hat und diese wiederum beruht immer auf einer bestimmten Ursache.
4 Der Selektivitätsprozeß

Selektivität löst die Stimulus- Response- Modell ab, denn es ist nachweisbar, ,,...daß der gesamte Kommunikationsprozeß von selektiven Prozessen und Strukturen systematisch und zugleich strategisch durchsetzt ist und von diesen geradezu definiert wird".23 ,,Selektivität ist das basale Konzept zur Konstruktion von Wirklichkeit".24 Sie läßt sich in 7 Stufen darstellen:

1. Die formulierte Aussage des Senders/ der Medien erreicht den Rezipienten entweder als Informationsangebot aufgrund organisatorischer Bedingungen (z.B. Verfügbarkeit von Medien) - oder sie erreicht ihn nicht.
2. Durch eine Verbalisierung des Informationsangebotes wird eine Selektion nach Themen (Was wird ausgesagt?) ermöglicht.
3. Die Bewertungen, die eine Aussage enthält, signalisieren Intentionen des Senders, die als taktische Instanzen zur Selektion verwendet werden.
4. Das Informationsangebot wird durch Aufmerksamkeit selegiert. Dies geschieht nach den Kriterien der Überraschung und der Relevanz. Die Funktion der Aufmerksamkeit scheint geradezu in seiner Selektivität zu bestehen.
5. Die Gegenwart anderer Personen leistet eine weitere kontextuelle Selektion.
6. Das Informationsangebot wird von Einstellungen nach subjektiven Kriterien und Präferenzen selegiert.
7. Die Auswahl des Informationsangebotes nach den bisher beschriebenen Instanzen, wird in Bezug gesetzt zu den beim Rezipienten vorhandenen Erfahrungen,

Wissensbeständen, usw., die selektiv zur Anwendung gelangen. Dabei entscheiden Werte und Normen, sowie bereits vorhandene Einstellungen darüber, welche interne Auswahl von Erfahrungen mit dem externen Informationsangebot zusammen passen.25

5 Gewaltdefinition- personale und strukturelle Gewalt

Die Aggressionen und die Gewalt, die ein Rezipient durch das konsumieren massenmedialer Gewaltdarstellungen ,,übernehmen" kann, werden in zwei Definitionen aufgeteilt. Erstens die ,,personale Gewalt" und zweitens die ,,strukturelle Gewalt".

Unter ,,personaler Gewalt" oder Aggression versteht man die vorsätzliche, psychische und/ oder physische Schädigung einer Person, Lebewesen oder Dingen.26 Des weiteren transferieren die Bilder der Medien vielfach die Symptome der ,,strukturellen Gewalt". Unter diesem Gewaltpotential versteht man eine ,,indirekte" Gewalt, die unabhängig von Personen existieren kann. ,,Strukturelle Gewalt" ist also in einem sozialen System latent vorhanden (Ungerechtigkeit) und manifestiert sich durch unterschiedliche Machtverhältnisse und ungleiche Lebenschancen.27 Beispiel: Eine Person wird von der Gesellschaft und der sozialen Struktur eines Landes so eingeschränkt, daß sie ihre potentiellen geistigen und körperlichen Fähigkeiten nicht voll ausleben und verwirklichen kann.

6 Was versteht man unter dem Begriff ,,Kriminalität" und wie entsteht diese?

Kriminalität wird gemäß gesellschaftlicher Normvorstellungen unterschiedlich definiert, da sie ein soziales Phänomen ist. Somit sind auch die Ursachen der Kriminalität im sozialen Bereich zu suchen und nicht im individuellen Bewußtsein oder in körperlichen Störungen. Sie hängt mit Moralität zusammen (Milieu, Erziehung, Ethik, etc.). Außerdem ist sie überall verbreitet und entsteht, wenn man ein abweichendes Verhalten aufweist, d.h., wenn die Regeln verletzt werden, die zuvor von der Gesellschaft aufgestellt wurden. Kriminalität beinhaltet also die amtlich bekanntgewordenen ,,Rechtsbrüche" durch abweichendes Verhalten. Ob ein Verhalten abweichend ist, hängt individuell von der Zeit, des Ortes und der Situation ab. Kriminalität spiegelt die soziale Empfindlichkeit einer spezifischen Gesellschaft wieder. Wird zum Beispiel dem ,,Privateigentum" in der Gesellschaft ein hoher Wert zugeschrieben, so werden vermehrt Handlungstaten auftreten, die dieses Rechtsgut verletzen.

6.1 Was bedeutet ,,Wissen über Kriminalität" und wie entsteht dieses?

,,Wissen über Kriminalität" beinhaltet die Gefühle, Einstellungen, Meinungen und Vorstellungen, welche die Gesellschaft von abweichendem Verhalten (oder was als solches bezeichnet wird) hat. Der Umgang mit den Personen, die sich abweichend verhalten haben, wird zum Beispiel durch Vorurteile oder durch die Überzeugungskraft anderer beeinflußt. Wie die Einstellung jedes Individuums zu einem Straftäter oder zu den Instanzen sozialer Kontrolle (Polizei, Justiz, Strafvollzug, etc.) aussieht, hängt außerdem von den Lebens- und Arbeitsbedingungen, sowie vom Alter des Einzelnen ab. Das bedeutet: ,,Mit besserer Ausbildung und höherem beruflichen Status sowie sinkendem Alter sind in höherem Maße realistischere Einschätzungen von Kriminalität und weniger repressive Einstellungen zu Kriminalitätskontrolle feststellbar. Je schlechter Ausbildung und Einkommen und je höher das Alter der Befragten, desto rigider und repressiver sind im allgemeinen auch die Einstellungen zu Straftätern, Strafzwecken und Instanzen sozialer Kontrolle."28

Zur Entstehung des ,,Wissens der Kriminalität" kann man zwei Ebenen unterscheiden:

1. Wie bereits genannt, ist das ,,Wissen der Kriminalität" schichtspezifisch vorgeprägt. Des weiteren erhält es jedes Individuum, durch die eigenen Erfahrungen mit abweichendem Verhalten oder durch Erfahrungen aus dem Umfeld, welches auch ihre Vorstellungen und ihren Umgang mit der Kriminalität beeinflußt.
2. Das ,,Wissen der Kriminalität" wird durch soziale Institutionen über alle Schichten und gesellschaftlichen Gruppen hinweg vermittelt. Die Instanz, die dies am intensivsten übermittelt sind die Massenmedien. Sie vermitteln tagtäglich und rund um die Uhr Informationen über Kriminalität - also ein Leben lang.29 Dieses ,,Wissen der Kriminalität" beeinflußt die Gesellschaft also immer wieder auf Neue und bestätigt sie täglich in ihrer Meinung.

6.2 Warum ist ,,Wissen über Kriminalität" schichtspezifisch?

Massenmedien bilden nach außen hin das Bild einer reichen Meinungsvielfalt. Doch es läßt sich feststellen, daß die Informationen der Medien schichtspezifisch produziert und somit auch schichtspezifisch von den Rezipienten aufgenommen werden. Das heißt, daß die Berichte auf einen bestimmten Leserkreis zugeschnitten werden, welche anschließend auch ausschließlich von diesem gelesen wird. Auch in den Beiträgen der Rundfunk- und Fernsehanstalten kann man erkennen, daß diese Gruppen- und schichtspezifisch produziert werden. Es gibt zielgruppenorientierte Programme, wie zum Beispiel für Frauen, Kinder, Senioren, usw. Neben dieser Alters- und geschlechterspezifischen Aufgliederung, unterscheiden sich die Beiträge der Medien danach, ob sie für ein Massen- oder einem Minderheitenpublikum produziert werden. Für ein Massenpublikum werden Berichte angefertigt, für welche keine großen Verständnisfähigkeiten erforderlich sind. Die Berichte sollen den Sehgewohnheiten und - erwartungen der Mehrheit des Massenpublikums entsprechen.

Für ein Minderheitenpublikum werden Berichte veröffentlicht, für welche besondere verbale Fähigkeiten für das Verständnis notwendig sind. Dies sind Sendungen, die dem Massenpublikum zu kompliziert und deswegen zuwider sind. Auch die Themen unterscheiden sich im Gegensatz zu den Beiträgen der Massenmedien enorm.

Es ist zu vermuten, daß die Informationen, die im Minderheitenprogramm übermittelt werden, realitätsgerechter sind und komplexe Zusammenhänge stärker berücksichtigen, als die Massenmedien. Medienkonsumenten, die in der Lage sind, Minderheitenprogramme zu verstehen, stammen aus höheren Schichten. Sie verfügen über bessere Informationsmöglichkeiten und können sich kritisch mit den Inhalten der Berichte auseinandersetzen, im Gegensatz zu denjenigen, die nur Berichte aus Massenprogrammen ansprechen.30

6.3 Darstellung von Kriminalität in den Massenmedien

Der Zusammenhang zwischen Mediendarstellung und der Anwendung von Gewalt, läßt sich in vier Bereiche gliedern:

1. Monokausal, das heißt, eine einzige Ursache hat eine einzige Wirkung und umgekehrt. Dies bedeutet, daß die Seelen der Rezipienten (im besonderen Kindern) durch das konsumieren von Gewalt im Fernsehen ,,vergiftet" werden.31 Sobald man ihnen das Gift wieder entzieht, erlangen sie durch diese Entgiftung wieder eine ,,reine" Seele.
2. Unmittelbar, das heißt, der Rezeption von Gewalt folgen Gewalthandlungen ohne eines Zwischenschrittes oder eines Zeitverzuges.
3. Linear, was beinhaltet, daß die Bereitschaft eines Rezipienten, Gewalt auszuüben, sich erhöht, je häufiger er sich diesen Medien mit Gewaltinhalten aussetzt. Je größer also die Rezeption von Gewaltdarstellungen (unabhängige Variable), desto größer auch die Gewalthandlung (abhängige Variable).
4. Symmetrisch, das heißt, daß die konsumierte, dargestellte Gewaltszene in der realen Welt von dem Rezipienten imitiert wird. Ursache und Wirkung sind also fast identisch.32

6.4 Wie wird Kriminalität im Fernsehen dargestellt ?

Anhand einer zweimonatigen Analyse33 von Fernsehsendungen über Kriminalität, wurde überprüft, in welcher Weise Kriminalität in Fernsehsendungen aller Art, dargestellt wird. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden danach unterschieden, ob die Informationen über Kriminalität und Kriminalitätskontrolle im Massen- oder Minderheitenprogramm gesendet wurden. Wesentliche Untersuchungsergebnisse waren:

1. Im Massenprogramm wird das Begehen einer Straftat und ihre Aufklärung durch die Justiz in den Mittelpunkt gestellt, während im Programm für Minderheiten auch die Vorgeschichte des Täters, sowie die Folgen, die er durch dieses Vergehen haben wird, berücksichtigt wird.
2. In den Sendungen der Massenprogramme (Nachrichtensendungen, Berichte und Filme) wird über den Täter ausschließlich aus der Sicht der Polizei berichtet. Minderheitenprogramme berichten auch aus Perspektive des Täters.
3. Das Fernsehen zeigt den Zuschauern zum größten Teil besonders spektakuläre und angsteinflößende Berichte, welche zur Gewaltkriminalität zählen. ,,Normale" Kriminalität, wie Eigentums-, Vermögens- und Verkehrsdelikte werden so gut wie gar nicht gezeigt.
4. Das Massenprogramm sendet hauptsächlich die Kriminalität der Mittel- und Oberschicht, während das Minderheitenprogramm die Täter und die Opfer der Unterschicht gleichermaßen vertreten.
5. Im Massenprogramm werden Straftäter sehr gewalttätig, bedrohlich und gefährlich dargestellt. Dadurch wird ihre Persönlichkeit und ihr soziales Verhalten im Massenprogramm negativ bewertet. Das Minderheitenprogramm weist dies zwar auch auf, aber in geringerer Form.
6. Im Programm für die Massen wird Kriminalität als persönliches und nicht als soziales Problem dargestellt, d. h. Straftäter wurden angeblich kriminell, weil mit ihrer Persönlichkeit etwas nicht in Ordnung war. Das Minderheitenprogramm zeigt neben der Persönlichkeit des Straftäters, auch deren Lebens- und Arbeitssituation.
7. Die Instanzen sozialer Kontrolle, welche mit dem Straftäter Kontakt hatten, werden im Fernsehen nur selten gesehen.34

Eine direkte Wirkung auf die Einstellungen und Meinungen der Zuschauer durch die Art der Kriminalität im Fernsehen gibt es laut Jubelius nicht. Dennoch wird im Fernsehen und auch in anderen Massenmedien ständig ein Bild der Bedrohung und Gewalttätigkeit von Kriminalität und Kriminellen vermittelt. Den Fernsehzuschauern wird jedoch keine Möglichkeit geboten, um die Kriminalität in ihrem sozialen Zusammenhang zu begreifen.

6.5 Wie wird Kriminalität in den Printmedien dargestellt?

Kriminalität spielt auch in den Printmedien eine wichtige Rolle.

Allgemein sind zwei Arten von Kriminalität zu unterscheiden. Erstens, die Präsentation erfundener, ,,fiktiver Gewalt" und zweitens, die Berichterstattung über die tatsächliche, ,,reale Gewalt", welche von den Medien aus der Gesamtkriminalität ausgewählt wird. Diese Auswahl hängt jedoch von vielen Kriterien ab. So erfahren viele Zeitungsleser von über 99% aller Geschehnisse nichts, da auch die Presse nichts von diesen Ereignissen weiß. Wiederum 99% aller Nachrichten, die der Presse jedoch bekannt sind, erreichen den Leser nicht , da diese zu unbedeutend, nicht vollendet, unsachlich oder als zu unsittlich erklärt werden.35

Für die Auswahl und Verbreitung von Nachrichten spielen die Faktoren Vereinfachung, Identifikation und Sensationalisierung eine wesentliche Rolle. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren wurden alle Ausgaben der Süddeutschen Zeitung (SZ), als Abonnementzeitung und die der Abendzeitung München (AZ), als Kaufzeitung vom Zeitraum des 02.01.1986 bis zum 30.04.1986 in die Analyse einbezogen.

Ich beziehe diese Analyse in meine Hausarbeit mit ein, da sich die Struktur der Zeitungen bis heute nicht verändert hat und die Ergebnisse noch heute gültig sind.

Es wurden 1. 116 Artikel untersucht, davon 589 der SZ und 527 der AZ. In den Medien werden besonders dramatische Kriminalfälle herausgesucht, wie man anhand der Tabelle 1 feststellen kann. Durch diese Selektion hat die Öffentlichkeit so gut wie keine Gelegenheit angemessen über das Kriminalitätsgeschehen informiert zu werden. Die Medien erschaffen eine Vorstellungswelt, die irreal ist. Der Öffentlichkeit wird also ein falsches Bild der Kriminalität suggeriert.36

Eine enorme ,,Übertreibung", besonders in schweren Fällen, wie Mord und Totschlag, zeigt sich bei der Boulevardzeitung. Diese erschaffene Vorstellungswelt kann für die Rezipienten fatale Folgen haben, da laut einer Untersuchung von 1980, 95% der Befragten die Massenmedien als primäre Informationsquelle benutzen und da meist die eigene Erfahrung mit Kriminalitätsdelikten fehlt, setzen diese Rezipienten viel Vertrauen in die Berichterstattung der Massenmedien.

Die Kaufzeitung reduziert meist die Ereignisse auf individuelle Handlungen und Schicksale, ohne auf die historischen, politischen, ökonomischen und sozialen Hintergründe einzugehen. Das Interesse gilt hier also ausschließlich dem Tatgeschehen und nicht dem Aspekt, warum der Täter so gehandelt hat.

Wenig Interesse wird, seitens der Massenmedien, auch der Opferberichterstattung entgegengebracht, was zur Folge hat, daß der Leser keine Gefühle des Mitleids oder des Helfenwollen aufbringen kann. Massenmedien liefern außerdem nicht nur Faktenwissen, sondern gleichzeitig die Bewertung, die Erklärung und die eigene Interpretation von Kriminalität und betreiben somit Politik (bewußt oder unbewußt).37

Tabelle 1:38

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

7 Etikettierung durch mangelnden Schutz der Persönlichkeit?

In den Massenmedien wird der Grundsatz, daß ein Tatverdächtiger, bzw. Angeklagter so lange als unschuldig gilt, bis es gerichtlich widerlegt wird, formal zwar eingehalten, doch wird dieses Prinzip durch eine negative Etikettierung oft durchbrochen. Dies beinhaltet, daß aus einem Angeklagten schnell ein Täter wird.

Um eine negative Etikettierung zu vermeiden, bemühen sich einige der Printmedien, die Identität des Tatverdächtigen, sowie die der Zeugen und der Opfer nicht bekannt zu geben, indem sie deren Namen nicht veröffentlichen. Da jedoch der ,,Ort des Geschehens" genannt wird, findet der Leser Anknüpfungspunkte zu seiner eigenen Person und fühlt sich somit betroffen (Personifizierung). Durch diese Angaben können Rückschlüsse auf die, an der Straftat beteiligten Personen nachvollzogen werden und die Anonymisierung der Tatbeteiligten ist aufgehoben (siehe Tabelle 2).

Tabelle 2:39

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Hier ergibt sich also, daß die Opfer in diesen Zeitungen einen höheren Persönlichkeitsschutz bekommen, als die Täter. Da die Tabelle (Abb.2) zeigt, daß die Summe der Prozentwerte über 100% liegt, werden in den Artikeln mehrere persönliche Daten auf einmal gegeben, was bedeutet, daß man den Täter schnell ,,enttarnen" kann, zumindest die Leser, die aus seinem näheren Umfeld stammen. Da dies meist ein überschaubarer Personenkreis ist, entstehen schnell Gerüchte, die sich auf Vorurteilen und durch die Zeitungsberichte aufbauen. Das Interesse der Personen lenkt sich schnell auf die Angehörigen des Tatverdächtigen. Auch hier entsteht nun eine Etikettierung und Stigmatisierung, gegen die sich die Betroffenen nicht wehren können.

8 Kriminalität in den Medien (geschlechterspezifisch) von den 50er bis 80er Jahren

Eine Untersuchung von Helga Cremer- Schäfer in Zusammenarbeit mit Johannis Stehr und Heinz Steinert

8.1 50er Jahre:

Ende der 50er Jahre versuchten Illustrierte harte Strafen zu legitimieren, bis hin zur Wiedereinführung der Todesstrafe, indem sie über spektakuläre Kriminalfälle berichteten. Anhand dieser Artikel stellen sie männliche Täter, die Menschen gekidnappt, Frauen und Kinder getötet haben, als ,,Unmenschen" und ,,Bestien" dar, als ,,Teufel in Menschengestalt", die sofort vernichtet werden müssen. Anhand dieser Untersuchung von Helga Cremer- Schäfer in Zusammenarbeit mit Johannis Stehr und Heinz Steinert, wurde festgestellt, daß zu dieser Zeit keine Fälle über ,,tötende Frauen" in den drei Illustrierten, mit den stärksten Auflagen vorlagen.

In den 60er Jahren wurde dennoch über einige Fälle der 50er Jahre berichtet. Diese wurden aufbereitet und in Serien, wie ,,Verbrechen die Geschichte machten", von 60 Minuten Länge im Fernsehen ausgestrahlt. Über solche Fälle wurde in den 50er Jahren jedoch nur in Medien, die nicht die breite Öffentlichkeit erreichten, berichtet, wie zum Beispiel in der Lokalpresse oder der Kriminologie. In diesen Artikeln nannte man die Täterinnen ,,Hexen", ,,Lügnerinnen" und Giftmischerinnen". In einzelnen Fällen erhielten sie noch ,,Spitznamen", wie ,,Hexe in der Mausefalle" oder ,,Teufelin von Münster". Durch diese Titel wurden sie für die Bevölkerung übernatürlich und mystisch. Zu dieser Zeit berichteten die Illustrierten nicht über Fälle, in denen Frauen die Täter waren, da sie ,,tötende Frauen" nicht als Moralisierungsthema aufgreifen wollten.

Für die Gesellschaft wurden weibliche Täter zu mystischen Wesen. Sie töteten ihre Ehemänner, meist durch Giftzugabe, um aus ihrer Ehe auszubrechen und ihre kranken, behinderten oder lästigen Männer loszuwerden.

Einige Fälle wurden zu Jahrhundert- und Sensationsfällen. Es wurden ihnen Motive wie Lebenshunger, Vergnügungssucht und ungezügelte Sexualität untergeschoben, aber dennoch machten diese Motive die weiblichen Täter menschlicher als die männlichen, die ,,Bestien".40

8.2 60er Jahre:

In diesen Jahren wurden Illustrierte zu einem sozialen Ort für Moralische Unterhaltung. Die weibliche Täterin wurde zum sozialen Problem. Sie wurde ,,Entmystifiziert", das heißt, sie wurde nicht mehr als mystische Hexe dargestellt, sondern sie bekam Eigenschaften zugeschrieben, die nicht immer für die Gesellschaft akzeptabel waren. Man schrieb also zum Beispiel Biographien über sie (männliche und weibliche Täter), die ihre zu strenge oder zu lasche Erziehung beschreiben, oder etwas über ihre gewalttätigen Väter oder über die Mütter, die sich nicht um ihre Kinder gekümmert haben.

Kriminalität wird nun nicht mehr als bedrohliches, empörendes Ereignis aufgezeigt, sondern als Tragödie, die durch psychische Störungen oder bei Männern durch den Sexualtrieb hervorgerufen wurde. Um Kriminalität innerhalb der Familie zu vermeiden, wurden Ideal- Männer und Frauen auf dem Moral- Markt (z.B. in Illustrierten) wie folgt dargestellt:

Männer durften weder Pantoffelheld, Waschlappen, noch Haustyrann sein. Nicht schroff und gewalttätig ihrer Frau und ihren Kindern gegenüber werden oder als Ernährer der Familie versagen. Dennoch sollten sie der Herr der Familie und der Haushaltsvorstand sein.

Die idealen Frauen sollten nicht herrisch, lebenshungrig, treulos oder hemmungslos sein, aber auch nicht hörig, nicht zu nachgiebig und zu schwach. Sie sollten sich unterordnen, für die Familie sorgen, sparsam sein und nur dem einen Mann ihre Liebe geben.

Illustrierte stellten somit eine patriarchale Familie, die vom Mann beherrscht wird, dar.41

8.3 70er Jahre:

In den 70 er Jahren wurde die Kriminalität als soziales Problem aufgehoben. Sie war nun eine ,,statische Größe", welche eine soziale Minderwertigkeit, sowie eine Unfähigkeit ein normales Leben zu führen, aufzeigt.

Das ,,Allheilmittel für soziale Probleme" wurden nun die Mütter, die durch die Berichte über Jugendkriminalität dazu aufgefordert wurden, sich um ihre Kinder zu kümmern und eine intakte Familie vorzuweisen. Somit versuchte man zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Erstens, die Jugendkriminalität durch die gesteigerte Obhut der Mütter zu verringern und zweitens, die Mütter somit so zu beschäftigen, daß sie selbst nicht mit Kriminalität in Konflikt kommen.42

8.4 80er Jahre:

In den 80er Jahren wurde die Diskriminierung, Mißhandlung und Ausbeutung von Frauen und Kindern zum Thema der Medien, was bedeutet, daß die Rollen vertauscht wurden. Denn Ende der 70er/ Anfang der 80er Jahre schikanierten und töteten die ,,kleinen Ungeheuer" ihre Eltern. Nun wurde das soziale Problem umgelenkt. Mißhandlung, prügeln, quälen und vernachlässigen von Kindern durch die Eltern, Verwandten und Bekannten wurde nun zum sozialen Problem.

Anhand der Untersuchung von Helga Cremer- Schäfer waren nun Schlagzeilen, wie ,,Vergewaltigung", ,,Von Männern getötet", ,,Die Angst, die aus dem Dunkel kommt" oder ,,Als Mädchen mißbraucht" die Inhalte der Illustrierten, die in Form der ,,Sicherheitspanik43 " berichten. Männer wurden als ,,rüde", ,,abstoßende Sexprotze" und ,,Mißbraucher" betitelt.

Die Täter werden anhand der Medien vom ,,normalen Mann" selektiert, d.h. Vergewaltigung, sexuelle Ausbeutung, Inzest, Mißhandlung von Frauen sind ein Moralproblem einzelner Männer.44

9 Schlußfolgerungen

Insgesamt gesehen existieren in der Medien- Gewalt- Diskussion zwei Fehlannahmen, denn es werden erstens oft und gern, unzulässige Schlüsse vom Inhalt der Gewaltdarstellungen auf deren Wirkung beim Rezipienten gezogen, und zweitens wird in der Öffentlichkeit eine generelle Aussage zur Wirkung von Gewaltdarstellungen gefordert.

Da sich die Auswirkungen bei jedem Rezipienten verschieden darstellen, können die wissenschaftlichen Aussagen nur für einzelne Populationen in genau umrissenen Situationen zutreffen. Es gibt also kein ,,Patentrezept" zur Gewaltverminderung.45 Selbst wenn die Medien die Gewaltdarstellungen verringern würden, würde die Kriminalität in der Gesellschaft sicher nicht bedeutend abnehmen. Dennoch sollten die Massenmedien meiner Meinung nach die Anonymität der Tatverdächtigen und deren Familie, sowie die der Opfer bewahren, denn diese müssen in ihrer Umwelt weiterleben können. Außerdem sollte man niemanden vorverurteilen, wenn nicht rechtlich geklärt wurde, ob der Angeklagte schuldig ist. Ist er unschuldig, bleibt er durch die zuvor gestartete Rufmordkampagne der Medien und somit auch der Rezipienten, für die Gesellschaft ein Leben lang schuldig.

10 Literaturverzeichnis

Bauer, R./ Bauer, A. (1961) in: Schenk, Michael 1987, Medienwirkungsforschung, Tübingen: J.C.B. Mohr.

Cremer-Schäfer, Helga (1992), Skandalisierungsfallen. Einige Anmerkungen dazu, welche Folgen es hat, wenn wir das Vokabular ,,der Gewalt" benutzen, um auf gesellschaftliche Probleme und Konflikte aufmerksam zu machen, in: Kriminologisches Journal 24, Heft 1.

Cremer- Schäfer, Helga (1995), ,,Kriminalität" als ein ideologischer Diskurs und der Moral Status der Geschlechter, in Geschlechterverhältnis und Kriminologie, hrsg. Von Martina Althoff und Sibylle Kappel, 5. Beiheft des Kriminologischen Journals.

Jubelius, Werner/ Stein-Hilbers, Marlene (1977), Vermittlung von Informationen über Kriminalität in Massenmedien. Überlegungen zur Erklärung unterschiedlicher Bewußtseinsinhalte, in: Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsform 60, Heft 3.

Kallina, Bernd (Stand 07/ 1998), Stichworte zur Wirkung von Massenmedien- Konservative Aufgaben, Internet: www.konservativ.de.

Kunczik, Michael (1996), Gewalt und Medien, Köln.

Lamnek, Siegfried (1990), Kriminalitätsberichterstattung in den Massenmedien als Problem, in: Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsform 73, Heft 3.

Lehne, Werner (1994), Exkurs - Die Massenmedien und der Prozeß der Nachrichtenproduktion, in: Der Konflikt um die Hafenstraße. Kriminalitätsdiskurse im Kontext symbolischer Politik, Pfaffenweiler: Centaurus.

Merten, Klaus (1994), Wirkungen von Kommunikation, in: Die Wirklichkeit der Medien. Eine Einführung in die Kommunikationswissenschaft, hrsg. Von Klaus Merten, Siegfried J. Schmidt und Siegfried Weischenberg, Opladen: Westdeutscher.

Merten, Klaus (Stand 07/ 1998), Hör zu - Schau hin - Schalt ab, Internet: www.lpb.bwue.de.

Microsoft, Massenmedien, Encarta´98 Enzyklopädie, 1993-1997, Microsoft Corporation

Nilles, Jean- Paul (Stand 07/ 1998), Medienpädagogik, Internet: www.lb-data.co.at.

Ruhrmann, Georg (1994), Ereignis, Nachricht und Rezipient, in: Die Wirklichkeit der Medien. Eine Einführung in die Kommunikationswissenschaft, hrsg. Von Klaus Merten, Siegfried J. Schmidt und Siegfried Weischenberg, Opladen: Westdeutscher.

Vowe, Gerhard/ Friedrchsen, Mike (1995), Wie gewalttätig sind die Medien? Ein Plädoyer für differenzierte Antworten, in: Gewaltdarstellungen in den Medien. Theorien, Fakten und Analysen, hrsg. Von Mike Friedrichsen u. Gerhard Vowe, Opladen: Westdeutscher.

[...]


1 Richard von Weizsäcker bei der Eröffnung des 73. Fürsorgetages in der Rheingoldhalle in Mainz am 20. Oktober 1993.

2 Die Täter versahen den über dem Nachtsafe hängenden Briefkasten mit dem Hinweis, das der Safe kaputt sei. Die Kunden mußten nun den Briefkasten benutzen, um ihr Geld zu deponieren. Die Täter konnten den Briefkasten leicht aufbrechen und erbeuteten 200.000 Norwegische Kronen.

3 Vgl. Merten, K. Stand 07/ 1998, S. 1f

4 Microsoft: Encarta´98 Enzyklopädie

5 Vgl. Kallina, B. Stand 07/ 1998, S. 1

6 Vgl. Ruhrmann, Georg 1994, S. 238

7 Vgl. Lehne, 1994, S. 164f

8 Vgl. Kallina, B. Stand 07/ 1998, S. 3

9 Vgl. Lehne, 1994, S. 164f

10 Kunczik, Michael 1996, S. 184

11 Vgl. Kunczik, Michael 1996, S. 183

12 Vgl. Nilles, Jean- Paul Stand 07/ 1998, S. 2f

13 Vgl. Schenk, Michael 1987, S. 33

14 Merten, Klaus 1994, S. 297

15 Vgl. Bauer, R./ Bauer, A. 1961, S. 34

16 Kunczik, Michael 1996, S. 62

17 Vgl. Kunczik, Michael 1996, S. 65f

18 Vgl. Kunczik, Michael 1996, S. 79f

19 Vowe,G. /Friedrichsen, M. 1995, S. 9

20 Vgl. Kunczik, Michael 1996, S. 102f

21 Vgl. Schenk, Michael 1987, S. 22

22 Merten, Klaus Stand 07/ 1998, S. 6

23 Merten, Klaus 1994, S. 298

24 Merten, Klaus 1994, S. 297

25 Vgl. Merten, Klaus 1994, S. 298f

26 Kunczik Michael in Vowe, G. /Friedrichsen, M. 1995, S.126f

27 Vgl. Krebs, Dagmar in Merten, K. /Schmidt, S. /Weischenberg, S. 1994, S.358

28 Jubelius, W. / Stein- Hilbers, M. 1977, S. 178

29 Vgl. Jubelius, W. / Stein- Hilbers, M. 1977, S.197

30 Vgl. Jubelius, Werner/ Stein- Hilbers, M. 1977, S. 181

31 Vgl. Vowe, G. /Friedrichsen, M. 1995, S.8

32 Vowe, G. /Friedrichsen, M. 1995, S. 9

33 Die Analyse wurde vom Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes NRW finanziert und von Mitgliedern der Abteilung Kriminologie des Instituts für Kriminalwissenschaften an der Universität Münster durchgeführt.

34 Vgl. Jubelius, W. / Stein- Hilbers, M. 1977, S. 181

35 Vgl. Lamnek, S. 1990, S.163

36 Vgl. Lamnek, S. 1990, S.165

37 Vgl. Lamnek, S. 1990, S.168

38 Lamnek, S. 1990, S.165

39 Lamnek, S. 1990, S.169

40 Vgl. Cremer- Schäfer, H. 1995, 127f

41 Vgl. Cremer- Schäfer, H. 1995, 129f

42 Vgl. Cremer- Schäfer, H. 1995, 133f

43 Eventuelle Opfer geraten in eine Art Panik, die sie schützt, da sie vorsichtiger gegenüber der Gefahren werden, z.B.: Frauen gehen Nachts nicht alleine auf die Straße, aus Angst vor einer Vergewaltigung.

44 Vgl. Cremer- Schäfer, H. 1995, 133f

45 Vgl. Kunczik, M. 1996, S.255

27 von 27 Seiten

Details

Titel
Kriminalität in Massenmedien
Hochschule
Universität Hildesheim (Stiftung)
Autor
Jahr
1998
Seiten
27
Katalognummer
V94889
Dateigröße
462 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kriminalität, Massenmedien
Arbeit zitieren
Sabrina Schrötter (Autor), 1998, Kriminalität in Massenmedien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94889

Kommentare

  • Gast am 13.4.2001

    Kriminalität in Massenmedien.

    Sabrina.
    Ein wenig oberflächlich und ohne Herz geschrieben.
    Das Schlußwort zeigt, dass Du dich mit der Thematik nur technisch auseinandergesetzt hast. Das ist schade, das Thema gibt viel mehr her, vor allen Dingen auch in der Schlußfolgerung!

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