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Der Europäische Emissionshandel im Kontext globaler Nachhaltigkeitsstandards. Faktoren der Effektivität, Effizienz und Fairness

Título: Der Europäische Emissionshandel im Kontext globaler Nachhaltigkeitsstandards. Faktoren der Effektivität, Effizienz und Fairness

Tesis (Bachelor) , 2020 , 42 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Seraphina Roos (Autor)

Política - Tema: Unión Europea
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Ziel der Arbeit ist es, herauszufinden, welche Aspekte der verschiedenen Dimensionen von nachhaltiger Entwicklung in den Ausgestaltungsprozess des Europäischen Emissionshandels eingeflossen sind. Die Untersuchungsebene ist somit die Planungsebene im gesetzgebenden Prozess innerhalb der Europäischen Union.

Zunächst beschäftigt sich der theoretische Teil der Arbeit im zweiten Kapitel mit dem Leitbild von nachhaltiger Entwicklung. Die empirische Analyse im dritten Kapitel stellt den Kern der vorliegenden Arbeit dar. Zunächst wurde dazu auf die Selektion von natürlichen Daten zurückgegriffen. Es handelt sich hierbei um offizielle Textdokumente der EU-Organe, die den Emissionshandel auf der Konzeptionsebene betreffen. Sie wurden nach ihrer wissenschaftlichen Relevanz bezüglich des Forschungsgegenstandes ausgewählt und können einen gezielten Einblick in die Planungsphase des Emissionshandels vermitteln. Die Schlussbetrachtung, mit der sich das vierte Kapitel beschäftigt, fasst die Ergebnisse der empirischen Analyse zusammen und stellt sie in einen weitläufigeren Kontext. Es soll diskutiert werden, warum es sinnvoll ist, politische Maßnahmen einer "Nachhaltigkeitsprüfung" zu unterziehen und welche Schwierigkeiten dabei auftreten.

Der Begriff Nachhaltigkeit ist heute ein geflügeltes Wort: Er begegnet uns in der Werbung, im Tourismus und in der Politik und macht nun mehr keinen Halt vor diversen Joghurt- und Teeverpackungen. Trotz der inflationären Gebrauchsweise des Begriffs wirft die nüchterne Bilanz über eine konkrete Umsetzung durch globale Abkommen und nationale Parteiprogramme große Zweifel auf. Die weltweiten Veränderungen der Ökosysteme haben zwar zum allgemeinen Wohlstand und zur wirtschaftlichen Entwicklung beigetragen, doch würden diese Errungenschaften zu einem hohen Preis erkauft.

Dazu gehören Umweltschäden, aber auch diverse Probleme, die wirtschaftliche und soziale Fragen betreffen. Ebenso wie Klimaveränderungen sich über kurz oder lang auch auf die ökonomische (z. B. durch häufiger auftretende Starkwettereignisse, die zu Schäden in der Landwirtschaft führen) und auf die soziale Ebene (z. B. durch den Meeresspiegelanstieg, der Küstenstädte bedroht) auswirken, wird eine Bevölkerung, die in Armut lebt, anfälliger für ökologische und soziale Katastrophen sein.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Fragestellung und Forschungsinteresse

1.2 Forschungsstand

1.3 Konzeption der Arbeit

2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Nachhaltigkeit: ein weitläufiger Begriff

2.1.1 Ökologische Nachhaltigkeit

2.1.2 Ökonomische Nachhaltigkeit

2.1.3 Soziale Nachhaltigkeit

2.2 Kriterienkatalog

3 Empirische Analyse

3.1 Der Europäische Emissionshandel: ein Überblick

3.2 Die verschiedenen Komponenten des Emissionshandels in Bezug auf Nachhaltigkeit

3.2.1 Obergrenze der Emissionen

3.2.2 Erstvergabe der Zertifikate

3.2.3 Sektoren und Verbindlichkeit

3.2.4 Linking

3.3 Der Europäische Emissionshandel und die Nachhaltigkeitskriterien: eine vergleichende Bilanz

3.3.1 Ökologische Dimension

3.3.2 Ökonomische Dimension

3.3.3 Soziale Dimension

4 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist es, zu untersuchen, inwieweit die verschiedenen Dimensionen nachhaltiger Entwicklung (ökologisch, ökonomisch, sozial) in die Planung und Ausgestaltung des Europäischen Emissionshandels (EU ETS) eingeflossen sind.

  • Analyse des EU-Emissionshandels anhand eines entwickelten Kriterienkatalogs für Nachhaltigkeit.
  • Untersuchung der Konzeptionsphase der EU-Klimapolitik durch offizielle EU-Dokumente.
  • Gegenüberstellung von ökonomischer Effizienz und den Anforderungen einer mehrdimensionalen Nachhaltigkeit.
  • Reflektion über die Rolle von Partizipation und Gerechtigkeit innerhalb des EU ETS.

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Europäische Emissionshandel: ein Überblick

Seit der Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls im Jahr 1998 sind die Bestrebungen zur Reduktion von Treibhausgasen in einen völkerrechtlich bindenden Rahmen eingebettet. Das Abkommen, das im Zuge der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen als Kyoto-Protokoll bekannt wurde, trat erst einige Jahre später, nach etlichen Konkretisierungen, im Jahr 2005 in Kraft (vgl. Grunwald/Kopfmüller 2012: 27). Die 176 unterzeichnenden Staaten versprachen, der globalen Erwärmung durch geeignete Klimaschutzmaßnahmen entschlossen entgegenzutreten. Die Europäische Union sagte zu, eine achtprozentige Verringerung ihrer Emissionen im Zeitraum von 2008-2012 gegenüber dem Stand von 1990 anzustreben (vgl. EG 2003: (2)). In diesem Zusammenhang spielte die Ausgestaltung des Europäischen Emissionshandels die Schlüsselrolle, dessen Planung auf einen Vorschlag der Europäischen Kommission an das Europäische Parlament und den Europäischen Rat aus dem Jahr 2001 zurückgeht.

Nur einige Monate später, im Juni 2001, verabschiedete der Europäische Rat in Göteborg die EU-Leitlinie für Nachhaltige Entwicklung. Darin wird insbesondere eine Anerkennung der ökologischen Dimension von Nachhaltigkeit ersichtlich, welche die bereits bestehende „Lissabon-Strategie“ ergänzte. Das Papier von Göteborg legte fest, „dass das Wirtschaftswachstum, der soziale Zusammenhalt und der Umweltschutz auf lange Sicht Hand in Hand gehen müssen“ (Europäische Kommission 2001a: 2). Um eine nachhaltige Entwicklung zu garantieren, wurde daher ausdrücklich gefordert, politische Entscheidungen und Maßnahmen auf alle Auswirkungen mit ihren Konsequenzen im umweltpolitischen, wirtschaftlichen und sozialen Bereich zu überprüfen (vgl. ebd.: 6). Der Europäische Emissionshandel fand in dem Papier als EU-Maßnahme zur „Begrenzung des Klimawandels“ eine kurze Erwähnung (vgl. ebd.: 12).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Problematik der Nachhaltigkeit und Erläuterung der Forschungsfrage hinsichtlich der Berücksichtigung dieser Standards im Europäischen Emissionshandel.

2 Theoretischer Hintergrund: Theoretische Herleitung des Nachhaltigkeitsbegriffs anhand des Brundtland-Berichts und der Agenda 21 sowie Entwicklung eines spezifischen Kriterienkatalogs.

3 Empirische Analyse: Untersuchung der Designmerkmale des EU ETS, wie Obergrenzen, Zuteilungsmethoden und Linking, auf ihre Konformität mit den drei Dimensionen der Nachhaltigkeit.

4 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse und Diskussion des Potenzials sowie der Limitationen des Emissionshandels bei der Umsetzung einer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie.

Schlüsselwörter

Nachhaltige Entwicklung, Europäischer Emissionshandel, EU ETS, Klimaschutz, Nachhaltigkeitsstandards, Brundtland-Bericht, Agenda 21, Ökologische Dimension, Ökonomische Dimension, Soziale Dimension, Klimapolitik, Partizipation, Verteilungsgerechtigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und wie Aspekte nachhaltiger Entwicklung in die Planung und Ausgestaltung des Europäischen Emissionshandels (EU ETS) integriert wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die drei Säulen der Nachhaltigkeit: Ökologie, Ökonomie und Soziales im Kontext europäischer Klimaschutzinstrumente.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu klären, ob sich die verschiedenen Dimensionen des Leitbildes von nachhaltiger Entwicklung in der Planung des EU ETS widerspiegeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine qualitative Inhaltsanalyse offizieller EU-Dokumente, die den Emissionshandel auf der Konzeptionsebene betreffen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Designmerkmale des EU ETS wie Emissions-Obergrenzen (Caps), die Erstvergabe von Zertifikaten, die Sektorenabdeckung und das Linking mit anderen Märkten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Nachhaltige Entwicklung, Emissionshandel, Klimaschutz, EU ETS, Nachhaltigkeitskriterien und politische Steuerung.

Warum wurde der Brundtland-Bericht als Grundlage gewählt?

Der Brundtland-Bericht dient als normatives Leitbild und Ausgangspunkt für das globale Verständnis von Nachhaltigkeit und definiert die Interdependenz von ökologischen, ökonomischen und sozialen Faktoren.

Welche Rolle spielt die soziale Dimension im EU ETS?

Die Analyse zeigt, dass die soziale Dimension – insbesondere Partizipation und Verteilungsgerechtigkeit – in den untersuchten EU-Dokumenten im Vergleich zu ökologischen und ökonomischen Aspekten eher marginal behandelt wird.

Was ist unter "Linking" im Emissionshandel zu verstehen?

Linking bezeichnet den Zusammenschluss verschiedener Kohlenstoffmärkte zu einem gemeinsamen System, was als Beitrag zur ökonomischen Nachhaltigkeit und globalen Partnerschaft bewertet wird.

Final del extracto de 42 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Europäische Emissionshandel im Kontext globaler Nachhaltigkeitsstandards. Faktoren der Effektivität, Effizienz und Fairness
Universidad
University of Regensburg
Calificación
1,0
Autor
Seraphina Roos (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
42
No. de catálogo
V948981
ISBN (Ebook)
9783346329653
ISBN (Libro)
9783346329660
Idioma
Alemán
Etiqueta
Europäischer Emissionshandel Nachhaltige Entwicklung CO2-Bepreisung Nachhaltigkeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Seraphina Roos (Autor), 2020, Der Europäische Emissionshandel im Kontext globaler Nachhaltigkeitsstandards. Faktoren der Effektivität, Effizienz und Fairness, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/948981
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