Medien als mit Miterzieher - im Besonderen TV


Seminararbeit, 2000

8 Seiten


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Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Definitionen
2.1 Massenmedien
2.2 Massenkommunikation
2.3 Erziehung

3 Organisationsformen des Fernsehens
3.1 Öffentlich rechtliche Organisation
3.2 Privatrechtliche Organisation

4 Grundfaktoren der Fernsehinformation

5 Wirkung des Fernsehens
5.1 Mögliche positive Wirkungen
5.2 Mögliche negative Wirkungen
5.2.1 Auswirkungen auf die Gesundheit
5.2.2 Zerstörung der kulturellen Identität:
5.2.3 Vermittlung einer falschen Realität
5.2.4 Reduktion des Familienlebens

6 Richtig Fernsehen will gelernt sein

7 Schlußfolgerungen

8 Literaturverzeichnis

1 Einführung

Die Wirkung des Fernsehens im allgemeinen Sinne, wird von der Gesellschaft sehr unterschiedlich beurteilt.

Die Einen sehen das Fernsehen als Ausgleich zur harten Realität am Arbeitsplatz und des Alltages. Fernsehen ist für diese Menschen eine wohltuende willkommene Entspannung am Feierabend.

Die Anderen hingegen sehen in diesem Medium einen Störer innerfamiliärer Kommunikation und Interaktion, also im weiteren Sinne einen „Familienzerstörer“. Weiters sagt man dem Fernsehen in diesen Gesellschaftskreisen schlechte Auswirkungen auf die Entfaltung der Kinder nach. Im besonderen werden hier der Verlust der Konzentrationsfähigkeit und der Realitätsbezogenheit, allgemeine Passivität, Privatisierung, Entfremdung von der Umwelt und von sich selbst erwähnt.

Ganz besonders mißtrauen Lehrer und Erzieher dem Fernsehen. Diese sehen im Fernsehen einen mächtigen indirekten Konkurrenten, dem es gelingt, mehr Faszination auf Jugendliche auszuüben als alle Kunst der Pädagogik. Sie sind der Meinung, dass durch das Fernsehen viele Kinder spät ins Bett kommen. Müdigkeit in der Schule ist die Folge, sodass diese Kinder schwer zur Mitarbeit motivierbar sind. Die fesselnde wilde Flut der Bildeindrücke verstärkt außerdem die Nervenschwäche, Unausgeglichenheit und Zerstreutheit der Kinder und Jugendlichen. Die Pädagogen sehen in den genannten Auswirkungen eine wesentliche Erschwernis ihrer Arbeit.

Es stellt sich nun die Frage, ob das Fernsehen an sich ein weitgehend autonomer, schwer beeinflussbarer Erziehungsfaktor ist, oder ob der Einfluß des Fernsehens auf den Reifungsprozess des Menschen im wesentlichen doch von den Erziehern abhän- gig ist.

2 Definitionen

2.1 Massenmedien

Der Begriff Massenmedien hat seinen Ursprung im 19. Jahrhundert, denn aus dieser Zeit stammt die Einführung des Begriffes “Masse“ in die Psychologie. Mit der Be- zeichnung „Masse“ soll das Phänomen großer Menschenansammlungen (Demonstra- tionen, Volksfeste, Streiks) beschrieben werden, die sich aus vielen, gleichartigen und extrem vom Willen einer Führerpersönlichkeit abhängenden einzelnen zusammenset- zen. (vgl. Lit. 1, Seite 30)

Der Begriff Medium kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „das in der Mitte befindliche“, das vermittelnde Element im Allgemeinen. Im Speziellen ist das Medium ein Mittel zur Weitergabe von Informationen durch Sprache, Gestik, Schrift, Bild und Musik. Massenmedien sind technische Verbreitungsmittel, die den Prozess der sogenannten „Massenkommunikation“ herstellen. Typische Massenmedien sind die Zeitungen und das Fernsehen, weil sie regelmäßig fast die gesamte Bevölkerung erreichen. (vgl. Lit. 6)

2.2 Massenkommunikation

Von interpersonaler Kommunikation kann man dann sprechen, wenn zwei oder meh- rere Personen zur gleichen Zeit sprachliche oder nonverbale Informationen austau- schen.

Die Information ist ein Teilprozess in dem größeren Komplex der geistig seelischen Kommunikation.

Während die Kommunikation ein, wie bereits erwähnt, wechselseitiger Vorgang ist, bedeutet Information die Verbindung vom Wissenden zum Nichtwissenden, wobei der Nichtwissende die passive Position inne hat.

Die Massenmedien Presse, Fernsehen, Radio kommunizieren also im eigentlichen Sinne nicht mit ihren Lesern, Sehern und Hörern, sondern es handelt sich vielmehr um Informationstransfer.

Der Begriff Massenkommunikation hat sich aber trotz seiner Unzutrefflichkeit auch in der Wissenschaft eingebürgert und wird für diese Art des Informationstransfers verwendet. (vgl. Lit. 1, Seite 30)

2.3 Erziehung

Um den Begriff „Erziehung“ zu erklären möchte ich auf die Definitionen von

E. Weber und Th. Dietrich eingehen, die dieses Thema sehr treffend beschreiben.

E. Weber:

„Als Erziehung bezeichnet man jenes soziale Handeln, das Hilfen beim Erlernen der kulturellen Lebensweise bieten will. Das Lernen muss der einzelne allerdings selbst vollbringen.“ (vgl. Lit. 2, Seite 48)

Th. Dietrich:

„Unter Erziehung verstehen wir einen Vorgang, der sich nicht nur auf Unmündige be- zieht, der vielmehr auch unter Erwachsenen wirksam sein kann und der das Zusam- menleben der Menschen durchwirkt, und zwar auf der Basis und in der Atmosphäre des Vertrauens, der Liebe und der gegenseitigen Förderung.“ (vgl. Lit. 5, Seite 46)

3 Organisationsformen des Fernsehens

3.1 Öffentlich rechtliche Organisation

Der Einfluß des Staates und der Regierung sind relativ hoch. Der Einfluß anderer Interessensgruppen erfolgt je nach interner Organisation, durch Aufsichtsgremien und den Geldgebern.

Die Finanzierung setzt sich aus Werbeeinnahmen und Pflichtbeiträgen der Programmkonsumenten zusammen.

Der ORF, der dieser Organisationsform zugeordnet werden kann, ist bis herauf in die 90er Jahre sehr stark vom Staat gefördert und auch kontrolliert worden. Mit Beginn der Ära Zeiler wurde die Wirtschaft mehr und mehr in die Finanzierung eingebunden, was zu einer drastischen Erhöhung der Werbezeit und zu einem stärkeren Rückzug des Staates führte.

3.2 Privatrechtliche Organisation

Die relativ unkontrollierte Finanzierung ermöglicht viele Einflussnahmen. Der Staat schreibt jedoch den Betreibern die Einhaltung bestimmter gesellschaftlicher Normen vor.

Die Finanzierung erfolgt hier nur über Werbeeinnahmen und den Verkauf von eigenen Produkten und Produktionen.

Im Unterschied zum öffentlich rechtlichen Fernsehen sind hier die Werbezeiten wesentlich länger und die Programmgestaltung zielt rein auf die Einschaltquote ab, ist also hauptsächlich auf Trivialität gerichtet.

Es gilt hier der Grundsatz: „Je mehr Zuschauer desto wirksamer die Werbung und desto mehr Werbeeinnahmen“.

4 Grundfaktoren der Fernsehinformation

Die Fernsehinformation als Medieninformation enthält zwei Grundfaktoren: den Faktor „Zeugnis geben“ und den Faktor „Dienst am Gemeinwohl“ Unter Zeugnis geben versteht man normalerweise einen geradlinigen Informations- weg, vom Ereignis über das Medium zum Publikum. In der Realität der Informations- vermittlung ist dieser Weg nicht so geradlinig, es gibt viele Abweichungen. Der Dienst am Gemeinwohl unterliegt bestimmten Wertsetzungen, die bei jedem Fernsehinformanten (Sender, Journalisten) verschieden sein können. (vgl. Lit. 3, Seite 156)

5 Wirkung des Fernsehens

5.1 Mögliche positive Wirkungen

Positiv auf die Entwicklung kann sich Fernsehen besonders dann auswirken, wenn die Eltern sich mit der Auswahl der Programme für das Kind auseinandersetzen, also den Fernsehkonsum aktiv steuern.

Untersuchungen zeigten, dass Kinder die für sie gut geeignete Sendungen sehen, auch positiv beeinflusst werden. Es verbessert sich nicht nur die Kommunikationsfähigkeit, sie lernen früher als andere Kinder sich in Konflikten in die Position anderer hineinzuversetzen, oder sich der Situation anzupassen.

Wenn dann die gesehene Sendung mit jemandem nachbesprochen werden kann, so verstärkt sich diese Wirkung, denn die Nachbesprechung ist zugleich auch eine Evaluierung der gesammelten Eindrücke.

Bei guten Kinderprogrammen scheint der größte Effekt darin zu liegen, dass den Kin- dern soziale Regeln früher bewusst werden als es durch die normale Entwicklung der Fall wäre. Weiters lassen sich durch gezieltes Fernsehen Erweiterungen des Wissens, des Wortschatzes, der Abbau von Vorurteilen und die Initiierung außerhäuslicher Akti- vitäten erreichen.

Ein Abfall der schulischen Leistungen, der Lesefähigkeit oder die Förderung aggressi- ven Verhaltens, sind in der Regel dann nicht zu befürchten, wenn die Eltern den Fern- sehkonsum des Kindes gezielt in die erwähnte positive Richtung steuern. (vgl. Lit. 1, Seite 60)

5.2 Mögliche negative Wirkungen

In den meisten Familien dürfte der Fernsehkonsum der Kinder von den Eltern nicht aktiv gesteuert werden, denn es ist Tatsache, dass das Durchschnittseinkommen des einzelnen in Österreich nicht ausreicht, eine Familie adäquat dem gesellschaftlichen Standart zu erhalten. Deshalb sind besonders junge Familien dazu gezwungen, dass beide Eltern ihren Berufen nachgehen.

Außer der existentiellen Notwendigkeit gibt es aber auch noch andere Gründe, die man auch unter der Bezeichnung „Flucht“ vor der Erziehung anführen könnte. Es ist ein Merkmal unserer Zeit, dass die Erziehung in der Wertehierachie der Erwachsenen oft nicht sehr weit vorne liegt. Gelderwerb, materielle Absicherung und die Befriedigung von Konsumbedürfnissen sind meist wichtiger. Außerdem ist Erziehung oft mentale Schwerstarbeit und viele Mütter und Väter ziehen es vor für ihren materiellen Wohlstand zu arbeiten. Die Kinder werden dabei so früh als möglich einer institutionellen Erziehung anvertraut, dann sich selbst überlassen.

Die Folgen des nicht aktiv gesteuerten Fernsehkonsums sind die, dass die Kinder und Jugendlichen in solchen Familien einen erheblich größeren Teil ihrer Freizeit vor dem Fernsehapparat sitzen, als Kinder in traditionellen Familien und auch Sendungen sehen, die für sie absolut ungeeignet sind.

Wie hoch sind eigentlich die durchschnittlichen Fernsehzeiten?

Ein Vorschulkind in den Vereinigten Staaten sitzt im Vorschulalter bereits 7000 bis 8000 Stunden vor dem Fernseher. Das ist mehr als es in der gesamten Pflichtschul- zeit die Schulband drücken wird. Kinder in Deutschland haben nach zehn Schuljahren etwa 15.000 Schulstunden, aber im Schnitt etwa 18.000 Fernsehstunden hinter sich. 20% der deutschen Schulkinder sitzen etwa 40 Stunden pro Woche vor dem TV-Gerät. Aber auch in Österreich beträgt die durchschnittliche Fernsehzeit bei Kin- dern und Jugendlichen bereits mehr als 20 Stunden pro Woche. Schätzungen zufolge sitzen 20.000 bis 30.000 Kinder um zwei Uhr nachts noch vor dem Fernseher. Bis zum 18. Lebensjahr hat das Medium dem jungen Menschen etwa 200.000 Gewaltakte vorgeführt und ihn etwa 40.000 Mal in das Gesicht eines sterbenden Menschen schauen lassen.

Was sind nun die möglichen Folgen des hohen Fernsehkonsums?

5.2.1 Auswirkungen auf die Gesundheit.

Das Aufmerksamkeitsdefizit - hyperaktivitätssyndrom

Kinder die darunter leiden, sind extrem sprunghaft, fahrig, kommen nie zur Ruhe und schwanken immer wieder hin und her zwischen extremer Aufgedrehtheit und tödlicher Langeweile.

Teilleistungsschwächen

Rechen-, Lese-, Sprech- und Schreibschwierigkeiten, Störungen das räumlichen Den- kens. Kinder, die extrem viel fernsehen, sind viele Stunden am Tag ausschließlich auf Sehen und Hören geschaltet. Alle anderen Sinne kommen dabei zu kurz und werden nicht trainiert.

Angstzustände

Gewalt im Fernsehen kann Angst auslösen. Was Erwachsene als Nervenkitzel empfinden, kann bei Kindern zu permanenten Zuständen der Angst führen.

Schlafstörungen

Sowohl Einschlafstörungen als auch immer wiederkehrende Alpträume bei Kindern können durchaus von zuviel TV-Konsum herrühren.

Bewegungsmangel und Übergewicht

Fernsehen birgt für Kinder die Gefahr eines Teufelskreises von Bewegungsmangel und Übergewicht. Übergewichtige verlieren die Lust, sich zu bewegen und sitzen dann noch lieber vor dem Fernsehen und essen. Die Zeit vor dem Fernseher reduziert die Zeit für Sport, kreative Tätigkeit und begünstigt unkontrolliertes Essen. (vgl. Lit. 4)

5.2.2 Zerstörung der kulturellen Identität:

Vordergründig anzuführen wäre hier die US-Filmindustrie, der wir am meisten auf unseren Bildschirmen begegnen (Reich und Schön, Bay-Watch, usw.) und die in ihrer Trivialität unübertroffen ist, verursacht bei unseren Kindern und Jugendlichen eine Nivellierung der Weltsicht und der inneren Wertehierachie.

Ein weiterer Faktor, der die Jugendkultur sehr stark beeinflusst, ist die Fernsehwerbung. Laut der oberösterreichischen Jugendstudie sind die Techno-Freaks, Skater und Rapper jene Musik und Sportarten, die zu Jugendkulturen geworden sind und unter den Jugendlichen die größten Sympathiewerte haben. Keine dieser Kulturen stammt aus dem deutschen Sprachraum, sie wurden importiert. Diese von der Wirtschaft kreierten Kulturen wurden über die Werbung an den „Mann/Frau“ gebracht. Die effektivste Werbung ist die Fernsehwerbung.

5.2.3 Vermittlung einer falschen Realität

Fernsehzuschauer sind oft manipuliert dargestellten Sachverhalten ausgesetzt.

Nachrichten haben oft Showcharakter und enthalten Halbwahrheiten.

Viele Talkshows zeichnen durch ihre Themenwahl und Gestaltung ein unrealistisches Gesellschaftsbild.

Besonders die Sender des privatrechtlichen Fernsehens versuchen aus finanziellen Gründen durch hohen Werbeeinsatz das Konsumbedürfnis des Individuums zu steigern, das dadurch in die sinnentleerende Ökonomieschraube „mehr konsumieren, mehr leisten“, hineingerät.

5.2.4 Reduktion des Familienlebens

Die ohnehin begrenzte Zeit für ein Familienleben wird durch das Einschalten des Fernsehers weiter reduziert. Man läßt sich lieber durch Sendungen wie „Full House“, „Alle unter einem Dach“ oder „Eine starke Familie“ die heile Welt der Familie vorspielen und vergißt dabei ganz auf das eigene Familienleben.

Durch das Fernsehen können auch Konflikte in der Familie entstehen.

Oft gibt es Ansichtsunterschiede bei der Programmauswahl. Außerdem ist es für ver- antwortungsbewusste Eltern relativ aufwendig, das Fernsehen der Kinder aktiv zu steuern. Konflikte mit den Kindern oder Jugendlichen bei der Programmauswahl und Begrenzung der Fernsehzeit, sind oft unvermeidlich. Für die Eltern kann es oft sehr anstrengend werden, dem hartnäckigen Drängen der Kinder zu widerstehen. Man kann, so glaube ich, durchaus behaupten, dass das Fernsehen in einer Familie oft zusätzliche Konflikte hervorruft.

6 Richtig Fernsehen will gelernt sein

Ärzte beobachten, dass sich viele Eltern einfach nicht um die Fernsehgewohnheiten ihrer Kinder kümmern, oder der TV-Sucht ihrer Sprößlinge nicht Herr werden. Ihr dringender Appell an Väter und Mütter:

„Nehmen Sie das Programmheft in die Hand und regulieren Sie um der Kindergesundheit willen das Leben mit dem Fernseher!“

Dazu die wichtigsten Tips:

1. Das TV-Gerät ist kein Babysitter

2. Der Fernsehkonsum sollte auf das Alter des Kindes abgestimmt sein:

- 0 - 3 Jahre: Kein TV
- 3 - 6 Jahre: nur ganz ausnahmsweise oder kein TV
- 6 - 9 Jahre: maximal eine halbe Stunde täglich, aber nicht regelmäßig
- 9 - 12 Jahre: maximal 1 Stunden täglich, aber nicht regelmäßig
- 12 - 15 Jahre: maximal 1,5 Stunden täglich, aber nicht regelmäßig
- 15 - 18 Jahre: maximal 2 Stunden täglich, aber nicht regelmäßig

3. Fernsehen als Belohnung einzusetzen wertet es ungerechtfertigterweise zu etwas Schönem auf.

4. Kleinkinder sollen nie allein fernsehen! Sie bedürfen der schützenden Nähe und der Erklärungen eines Erwachsenen.

5. Keine völlig freie Programmauswahl für Kinder (einen Vorteil bieten dabei Video- kassetten)! Es gibt Fernsehgeräte mit „Kindersicherung“ (elektronische Steue- rung), die den Kindern nur zeigen, was Sie erlauben.

6. Kein TV-Lärm beim Einschlafen! Krimi-Todesschreie, quietschende Reifen, Stöh- nen und Weinen irritiert und führt zu Einschlafstörungen (Kopfhörer verwenden).

7. Kein Nebenbei-TV. Die ständige Berieselung beim Essen, Spielen, Aufgabenma- chen stört, macht unkonzentriert und umhüllt mit einer passiven Scheinwelt.

8. Vorsicht bei Freunden der Kinder mit großzügigeren Erziehungsrichtlinien. Den verbotenen Krimi, Pornofilm,... kann man sich auch beim Nachbarn heimlich anse- hen. (vgl. Lit. 4)

7 Schlußfolgerungen

Auch wenn in meinen Ausführungen viele negative Wirkungen und Gefahren aufge- zeigt wurden, die durch das Fernsehen ausgeübt werden können, bin ich doch der Meinung, dass wir unseren Kindern dieses Medium nicht vorenthalten sollten. Wie unter Punkt 5.1 bereits erwähnt, hat Fernsehen auch positive Auswirkungen. Weiters werden Kinder, denen das Fernsehen gänzlich untersagt ist, von ihren Alters- kollegen nur allzu leicht sozial ausgeschlossen - man kann nicht mitreden! Wichtig erscheint mir jedoch der kontrollierte und maßvolle Einsatz dieses Gerätes, dann kann Fernsehen zum sinnvollen Teil von Information und Unterhaltung werden.

Was kann ich als Berufsschullehrer dazu beitragen, dass der Lehrling den richtigen Umgang mit diesem Medium lernt?

1. Das Freizeitangebot im Internat für Jugendliche interessant gestalten durch: -großes Spieleangebot: zB. Tischfußball, Dart, Billard, Brettspiele usw.
2. Sportmöglichkeiten: zB. Fußball, Tischtennis, Tennis, Badminton usw. Gute Sendung ansehen lassen, anschließend über Inhalt und Einfluss diskutieren.
3. Diskussion über Inhalt und Einfluss trivialer Sendungen.
4. Diskussion über unbewusste Wahrnehmung und Beeinflussung.

Durch diese Aktionen kann vielleicht kritischeres Denken angeregt werden, und andererseits eine Reduktion der Fernsehzeit erreicht werden.

8 Literaturverzeichnis

1 Peter Winterhoff-Spurk, „Psychologische Befunde zur Medienwirkung“, Verlag Hans Huber, Bern Stuttgart Toronto 1986
2 E. Weber, „Pädagogik Bd. 1, Grundfragen und Grundbegriffe“
3 Karl M. Setzen, „Fernsehen: Objektivität oder Manipulation?“, Heidenheimer Verlagsanstalt 1971
4 Zeitschrift: Medizin-populär 9/1999
5 Th. Dietrich, „Zeit- und Grundfragen der Pädagogik“
6 Meyers Taschenlexikon, Meyers Lexikonverlag

8 von 8 Seiten

Details

Titel
Medien als mit Miterzieher - im Besonderen TV
Hochschule
Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz
Autor
Jahr
2000
Seiten
8
Katalognummer
V96088
Dateigröße
349 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Medien, Miterzieher, Besonderen
Arbeit zitieren
Wolfgang Reitinger (Autor), 2000, Medien als mit Miterzieher - im Besonderen TV, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/96088

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