Droste, Wiglaf - Handschrift und Leben eines deutschen Satirikers


Seminararbeit, 1999
27 Seiten, Note: gut

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das „enfant terrible“ - die Person Wiglaf Droste
2.1 Mit 38 Jahren schon eine bewegte Biographie
2.1.1 Jugend mit ersten Schreibversuchen
2.1.2 Die taz-Episode
2.1.3 Die Gegenwart: freier Autor
2.2 Reaktionen auf Droste-Texte

3 Satire in Deutschland - Droste in seiner Zeit
3.1 Zur Situation der deutschen Satire heute
3.1.1 Der Hang zur Comedy
3.1.2 Politisches Kabarett
3.1.3 Satire in Zeitungen und Zeitschriften
3.2 Wiglaf Drostes Standort in der deutschen Satirelandschaft
3.2.1 Der Anspruch seines Humors
3.2.2 Drostes Sprache
3.2.3 Themen und Genres bei Wiglaf Droste

4 Satire - ein rechtliches Problem
4.1 Was darf Satire in Deutschland?
4.2 Was darf Wiglaf Droste?

Anhang

Literatur- und Quellenverzeichnis

Antrag an meine lieben Mitmenschen1

Würden Sie bitte alle, ja, unbedingt und ausnahmslos alle, 24 Stunden am Tag, rund um die Uhr, ohne Pause und lebenslang, ein Schild mit dieser Aufschrift um Ihren Hals tragen:

Das Elend hat viele Gesichter

- wie gefällt Ihnen meins?

Das stünde Ihnen allen nämlich gut zu Gesicht.

Wiglaf Droste

Frühling2

Es wird Frühling - alles schimmert Nur die Kiefer quietscht und wimmert Jammert über Winterschäden Muß zum Kieferorthopäden

W. D.

1 Einleitung

Satiriker zu sein ist keine leichte Aufgabe. Einerseits kümmert sich zwar niemand ernsthaft um politisches Kabarett und sonstige Einrichtungen, die scharfen Zungen ohne verändernde Relevanz auf der Entscheidungsebene eine Bühne bieten, andererseits ruft schneidende Kritik und Boshaftigkeit gleich Heerscharen von Verächtern und Feinden auf den Plan.

Wiglaf Droste ist so ein enfant terrible, das einem gut gemeinte, aber harmlose Satire gewöhnten Rezipienten die Haare zu Berge stehen lassen kann. Wiglaf Droste macht vor nichts halt und bezeichnet seine Stigmata selbst als „frech“3. Andere stigmatisieren diese wiederum als geradezu verletzend und gesetzwidrig. Neben den außergerichtli- chen Reaktionen in der vorangestellten Biographie des zur Zeit vielleicht besten, weil treffsichersten Satirikers in Deutschland werden im letzten Kapitel auch die Gerichts- verfahren und Klagen behandelt, denen Wiglaf Droste beinahe kontinuierlich ausgesetzt ist.

Der Autor dieser Arbeit betrachtet es als Vorzug, den Zynismus und die Prägnanz Wiglaf Drostes als eines seiner eigenen Vorbilder sehen zu können. Demzufolge soll an dieser Stelle auch ein Wort des Dankes an Droste gehen, der im Gespräch mit dem Au- tor dieser Arbeit einen äußerst hilfreichen Dienst erwiesen hat. Der Großteil der Re- cherchen für diese Arbeit wäre ohne die Unterstützung Drostes nicht zu einem befriedi- genden Ende gekommen. Darüberhinaus ist anzumerken, daß zum Untersuchungsobjekt auch nach umfangreicher Suche keine Literatur vorzuliegen scheint. Hinsichtlich einer allgemeinen Betrachtung des Themas Satire kommt es dem Autor zum einen auf die definitorischen, genrebezogenen Aussagen an, zum anderen soll Wiglaf Droste in einen gewissen Kontext der Satiretradition in Deutschland gestellt werden. Zuvor gehört ein Teil der Arbeit der - freilich ansatzhaften - Analyse seiner Methoden, für die ausge- wählte Glossen und Feuilletons aus Drostes (inzwischen schon ganze Regale füllenden) Büchern herangezogen wurden.

Einen weiteren Großteil dieser Arbeit nimmt die Frage ein, warum gerade Drostische Satire die bereits erwähnte Kritik auf sich zieht: Ist dies Juristerei oder Beleidigttun, Häme, Ärger oder blanke Feindschaft? Ein Exkurs über die rechtlichen Aspekte von Satire.

2 Das „enfant terrible“ - die Person Wiglaf Droste

2.1 Mit 38 Jahren schon eine bewegte Biographie

2.1.1 Jugend mit ersten Schreibversuchen

Wiglaf Droste hat nie besonderen Wert darauf gelegt sagen zu müssen, er sei aus dem Westen Deutschlands. Aufgewachsen ist er doch dort4. 1961 wurde er im westfälischen Herford geboren und wuchs in einem kleinen Vorort von Bielefeld auf, in dessen Mau- ern er „als Arbeitersamariter“ seinen Zivildienst ableistete. Zu Hause hatte er bereits für die Schülerzeitung seines Gymnasiums Texte verfaßt und sich mit seinen „Frechheiten“ unbeliebt gemacht. Schon zu Schulzeiten gründete er auch seine erste Band, „deren Mu- sik ich heute aber nicht mehr hören möchte“. „Quasi als Pflicht“ zog Droste 1983 nach Berlin um, weil diese Stadt „einfach anziehend“5 war. Zu dieser Zeit hatte er sich schon eine ganze Weile mit seinen Vorbildern der Neuen Frankfurter Schule, Gernhardt, Bernstein, Wächter und Pfarr auseinandergesetzt und die Feuilletons der Zwanziger Jahre, gefüllt mit Texten von Kurt Tucholsky und Karl Kraus, aufmerksam studiert.

In Berlin begann Wiglaf Droste, Publizistik und Kommunikationswissenschaften zu studieren. Dies brach er aber „nach fünf Wochen ab“6, weil er erwartet hatte, das Schreiben zu lernen, wie er es können wollte. Außerdem störten ihn die schulähnlichen Zustände und die Überfüllung. Bis 1985 hielt er sich mit Aushilfsjobs über Wasser und begann dann zunächst für das Spandauer Volksblatt, das Berliner Stadtmagazin tip und für die tageszeitung zu schreiben.

1987 folgte ein zehnwöchiges Intermezzo bei einer Düsseldorfer Werbeagentur, die Drostes freche Sprüche7 jedoch nicht goutieren konnte, obwohl sie diese als „gelungen“ bezeichnete. Die Trennung fiel Droste jedoch nicht schwer, weil er sich in dem schnell- lebigen Klima dieser „sog. Agentur für Kommunikation“8 nicht zurechtfand und merk- te, daß er Ruhe für seine Arbeit am Computer brauche. Die Arbeit als „Werbestratege“9 gefiel ihm nicht.

2.1.2 Die taz-Episode

Als Wiglaf Droste 1987 nach seinem Ausflug in die Werbewelt nach Berlin zurückkam, setzte er die ehemals freie Mitarbeit für die tageszeitung nunmehr als fester Redakteur für die Medienseite fort. Zunächst Hilfsredakteur auf einer halben Stelle, sodann als Vollzeitredakteur, quälte sich Droste „durch die Platitüden des Medienalltags in alternativem Protestantismus“. Auch dieser Arbeitsstil sagte ihm nicht länger als ein Jahr zu, weil er sein „Geld süß verdienen und Spaß an der Arbeit haben“ wolle.

Zudem geriet er durch seinen Stil in Konflikt mit der Redaktion der „vorderen Büros“10 (also der sogenannten „Kernressorts“). Das ging so weit, daß wegen einer von ihm ge- meinsam mit Helmut Höge gestalteten, satirischen Pornographieseite11 in der taz- Redaktion von den dort ansässigen Damen zum Streik geblasen wurde12, weil diese Schöpfung just zum Internationalen Frauentag am 8. März 1988 erschien. Droste und Höge wurden in den Zwangsurlaub geschickt, durften hernach aber wieder an ihren al- ten Arbeitsplatz zurückkehren, nachdem innerhalb der Redaktion eine Sexismus- Arbeitsgruppe einberufen worden war, die den Begriff „Sexismus“ präzisieren sollte. „Die Gräben blieben“ jedoch bestehen, stellte die Streikanführerin fest, und Droste ü- berwarf sich mit dem ihn störenden Arbeitsklima, das sich auch aus der Zersplitterung der Redaktion in Droste-GegnerInnen und Befürworter gerierte.

In die taz-Zeit fiel auch der erste Konflikt mit der staatlichen Gewalt. Bei den Berliner Krawallen in der Nacht des Maifeiertages 1988 wurde Droste neben 134 anderen Personen „wegen angeblichen Steinwurfs auf ein Polizeifahrzeug“13 festgenommen. Wegen Landfriedensbruchs wurde unter anderem gegen ihn Haftbefehl erlassen; erst nach elf Tagen kam Droste frei, weil der Tatverdacht gegen ihn fallengelassen werden mußte, zumal sich die Polizisten, die bei den Krawallen Dienst getan hatten, bei ihren Zeugenaussagen in Widersprüche verstrickten.

Ende Oktober 1987 verließ Wiglaf Droste die taz-Redaktion als weiterhin freier Autor.

2.1.3 Die Gegenwart: freier Autor

Wiglaf Droste hatte während der taz-Episode seine Texte penibel gesammelt und brach- te den ersten Band „Kommunikaze“ 1989 heraus. Im gleichen Jahr erschien auch seine erste Single mit dem Musiker Bela B., den er bereits aus der Band „Die Ärzte“ kannte. Er schrieb für den Westdeutschen Rundfunk die Kolumnen „Kritisches Tagebuch“ und war ein letztes Mal fest bei dem endgültigen Satiremagazin Titanic angestellt. Auch diese Episode dauerte nur ein Jahr und hatte mit der Unlust Drostes zu tun, weiterhin „bei Titanic Humor zu machen“. Er fand es „langweilig, einer bestimmten Klientel die Tür einzurennen“14.

1991 gründete Droste mit seinem Freund und Kollegen Michael Stein das Benno- Ohnesorg-Theater15. Durch diese Namensgebung sollte klar werden, welche Intention hinter den bis heute regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen stand: eine Mischung aus politischen und humoristischen Elementen mit musikalischem Untersatz zu einer Art geistvoller Varieté zusammenzufassen, eine Gemengelage aus Lesung, Musik und den Ergüssen wechselnder, durchaus auch auf anderem Niveau etablierter Gäste. Die Aufführungen sind mittlerweile eine feste Einrichtung an der Volksbühne zu Berlin.

Einen weiteren Teil seines Lebensunterhalts verdient sich Wiglaf Droste mit ausgedehnten Lesereisen quer durch Deutschland und die Schweiz, die seine Anhängerschaft deutlich haben wachsen lassen, ihn aber auch zu einem bunten Hund und zu einem beliebten Streit- und Protestobjekt gemacht haben16. Seine Eindrücke von diesen Kontakten mit seinen Lesern und den gastgebenden Städten hinterließ er auch in mehreren Texten. Dann erst hat er die ihm offenbar wichtige Gelegenheit, die Reaktionen auf seine Texte selbst zu spüren. Wiglaf Droste ist nicht uneitel.

Seit dieser Zeit ist er neben den schon genannten Medien in Zeitungen und Zeitschriften wie Stern, Spiegel, Konkret, Zeitmagazin, Berliner Zeitung, junge Welt und vielen anderen zu lesen gewesen, wenn auch in einigen wenigen nur einmalig. Er edierte weitere Textsammlungen und CDs, schrieb Romane17 und Anthologien, textete für Kalender, verfaßte Vor- und Nachworte zu CDs und sonstigen Medien und ist heute wieder regelmäßiger Autor für die tageszeitung und die junge Welt.

2.2 Reaktionen auf Droste-Texte

„Ein Satiriker, der von allen gefeiert wird, steht im Verdacht, nicht allzu viel wert zu sein“, sagte Wiglaf Droste im Gespräch mit dem Autor dieser Arbeit18. Trotzdem hat der die gemeinhin als Masse bezeichnete Volksmehrheit verachtende Satiriker seine treue Anhängerschaft, die stetig wächst. Zu seinen Lesungen kommen sowohl eingefleischte Fans wie auch Neugierige, die durch den Medienrummel um die provokante Person Wiglaf Droste interessiert worden sind.

Bei aller nennenswerten Sympathie für den Autor ist jedoch die ablehnende Fraktion ungleich interessanter, weil Droste durch sie zuweilen sogar nicht ganz ungefährlich gelebt hat. Auf die einschneidendsten Reaktionen zu seinen Texten soll in Kapitel 4 noch einmal näher eingegangen werden, wenn es um die rechtlichen Probleme satiri- scher Äußerungen im allgemeinen und um für Droste vorgesehene und von ihm verbüß- te Strafen geht. Hier werden „nur“ die nichtjustiziablen Querelen behandelt.

Wenn sich Wiglaf Droste auch heute noch manchmal Schwierigkeiten bei seinen Le- sungen gegenübergestellt sieht, waren doch vor allem die Auseinandersetzungen um seinen „Schokoladenonkel“19 und den „Barbier von Bebra“20 in seinem Gedächtnis ver- haftete Erlebnisse. Sie brachten ihm äußerst unangenehme Erfahrungen ein. Im Fall des „Schokoladenonkels“ handelt es sich um Droste, wie er im Görlitzer Park zu Berlin einem um Geld bittenden kleinen Mädchen stattdessen ein Stück Schokolade anbietet und dann an „innerer Halluzination und Suada“21 leidet, weil ihm beifällt, daß er jetzt in die Falle derer geraten sei, die da Opfer von Gewaltverbrechern suchen und Lockvögel ausstellen22. Die zwei Jahre später durch einen Text über „ein lesenswertes Buch über den feministischen Umgang mit dem Thema sexueller Mißbrauch“23 sich verletzt fühlenden „Frauen-Lesben-Gruppen“ gruben den „Schokoladenonkel“-Text wieder aus, „weigerten sich, mit ihm [Droste] zu diskutieren, und versuchten auf vor Droste-Lesungen verteilten Flugblättern über drei Ecken sich und anderen zu beweisen, Droste sei 1. Sexist, 2. Rassist, 3. Faschist“24. Droste habe den „Mißbrauchkampf lächerlich gemacht“ und sei „Täterschützer“25. Die Veranstalter der Leseabende wurden aufgerufen, diese abzusagen und kamen den Forderungen zum Teil sogar nach. An anderen Orten wurden Droste und seine Zuhörer bedrängt, bedroht und mit Trillerpfeifen gestört, einmal gab es auch eine handfeste Prügelei zwischen „organisierten Schlägern“26 und Publikum. In Kassel wurde ein Lesecafé durch einen ausgekippten Eimer Kot für Drostes Veranstaltung unbrauchbar gemacht.

Die größte öffentliche Aufregung verursachte Wiglaf Droste indes mit seinem „Barbier von Bebra“, dessen Mordopfer bärtige DDR-Bürgerrechtler sind, denen vor ihrer Exe- kution die Gesichtshaare entfernt werden. Als die tageszeitung den Roman vorabdruck- te, erregten sich vor allem die Gemüter der damals noch bündnisgrünen Bundestagsab- geordneten Vera Lengsfeld und ihres Parteifreundes im Parlament, Konrad Weiß. Erste- re rief zum Boykott der taz auf, letzterer machte in dem Buch gegenüber der Welt „fa- schistoide Züge“ aus, was er später in einer Rezension für die Welt am Sonntag mit dem Begriff „unfaßbares Machwerk faschistoiden Charakters“27 fundamentierte. Der Eklat, der dem wirtschaftlichen Erfolg des literarisch tatsächlich nicht so - wie gewohnt - wertvollen Romans enorm zuträglich war, setzte sich auf den Feuilletonseiten Deutsch- lands fort. Meistens attestierte man mit warmem Verständnis für die Aufregung „eine Überreaktion der beiden“28 Parlamentarier. Die ansonsten sehr ruhigen Reaktionen mö- gen tatsächlich damit zu tun gehabt haben, daß sich - wie die Süddeutsche Zeitung schrieb - „die CDU und die Pressestelle des FC Bayern München […] einen Boykott- aufruf nicht leisten [können]. Das wäre sonst die endgültige Rettung der taz vor dem Ruin, der immer noch droht.“29 Die Vorwürfe der „Anstiftung zum Mord“ oder „Diffa- mierung“ waren letzten Endes zu kindisch, um ernstgenommen zu werden: „Viele Leser bekundeten in Briefen ihre Solidarität zur taz und zu den Autoren. […]“30

Die literarische Kritik tritt da teilweise eindeutig in den Hintergrund. Drostes Verehrer finden ebenso kaum Worte, seine Leistungen außerhalb von geschmacklichen Floskeln zu bewundern, wie sich seine Lästerer über den angeblich plumpen Stil echauffieren. Paradebeispiele mögen die beiden folgenden Urteile sein, die zu einem neueren Text Drostes über das Verhalten des deutschen Außenministers im Kosovo-Konflikt geäußert wurden: „Wiglaf Droste findet alle Menschen - außer sich selbst vielleicht - zum Kotzen, obwohl ich mir da auch nicht sicher bin. […] Droste bietet nur plumpe, gehässige Anpflaumerei, gepaart mit Phantasien über das fette, geile Leben der ‚Regionalcannaille‘ Fischer. Was sagt uns das?“ - „Ich finde ihn super-kritisch, witzig-treffend mit der Fähigkeit, alle und alles zu entblößen - übrigens auch sich selber und zwar mit einem Witz, der es oftmals grandios auf den Punkt bringt.“31

Droste selbst geht mit den Kritiken sehr nonchalant um. Er betrachtet seinen Stil als „Notwehr gegen die Zumutungen dieser Welt“32. Nach außen hin sind sie ihm egal; wenn man ihn näher kennt, weiß man: Es schmerzt ihn jene, die er für nicht gerechtfer- tigt hält. Im Gespräch mit dem Autor dieser Arbeit fühlte er sich verletzt, als die Phrase „der möhrenfütternde Phallokrat ‚Das Diepgen‘, der erigierende Bürgermeister“33 als „besonders scharf unter der Gürtellinie“ empfunden wurde. Oft aber ist gerade diese Bosheit Drostes eigentliches Ziel. Allergisch reagiert er auf jede Art von Heuchelei, die er neben den sogenannten „Gutmenschen“34 geradezu tödlich verachtet. Diese Art von Ablehnung bezeichnet Droste mit Vorliebe als „Florettlüge“35. Man verlange von ihm den feineren Humor, der „nicht doch mit dem Hammer geformt!“ sei. In einer Homma- ge über den Krimi-Skandalautor der späten Vierziger Jahre, Mickey Spillane, zitierte er die in gleicher Weise ihn kränkende Kritik „Spillane ist nichts als eine Mischung aus Gewalt und offener Pornographie“ und kommentierte sie mit den Worten „Das ‚offen‘ ist deutlich - der Hauptvorwurf gegen Spillane ist der mangelnder Tünche und Ver- druckstheit; etwas verklemmter und ornamentaler hätte man den Sex & Crime ja durch- aus goutiert, aber doch nicht so… - so unverbrämt, direkt und roh ans Publikum ge- bracht von einem Burschen aus der Gosse…“36. Eines wird Droste jedoch immer zuge- standen: eine präzise und gewandte Sprache - Teilthema des nächsten Kapitels.

3 Satire in Deutschland - Droste in seiner Zeit

Eine Situationsbeschreibung der Satirelandschaft in Deutschland kann nicht den An- spruch auf Vollständigkeit erheben. Sie kann nur zu umreißen versuchen, welche Rich- tungen zur Zeit Aufwind haben und welcher Mittel sie sich bedienen. Im zweiten Teil dieses Kapitels soll dann darauf eingegangen werden, inwiefern sich Wiglaf Droste in irgendeines dieser „Genres“ einordnen läßt. Dabei soll auch sein Sprachstil analytisch angerissen werden.

3.1 Zur Situation der deutschen Satire heute

3.1.1 Der Hang zur Comedy

Im Zeitalter des Komödiantismus ist es nicht von ungefähr leicht, Satiren zu finden, die dem Sinn „mit spitzem Stift die Eitelkeiten der Menschen und die Übel der Welt aufzu- spießen“37 folgen würden. Gerade der Stift ist es, der zunehmend nicht mehr spitz, son- dern flach ist; die Themen werden sinnentleerter, plumper; Witz funktioniert vor allem durch Gagsucht, die sich aus Äußerlichkeiten geriert, und wird nicht durch kurzes Nachdenken und Begreifen der Pointe gekrönt. Ist bei Komik - zum Beispiel im Fern- sehen - noch die Rede von „Interaktionsmustern“ bei „Witzproduzent und -rezipient“38 ? Die aus den USA herübergeschwappte Darstellungsform der Situationskomik, die für den Autor den Inbegriff von Trivialisierung des komischen Genres darstellt, hat durch die Televisualisierung besonderen Auftrieb erfahren. Diese Komik begreift sich nur als „Wissen um die Ähnlichkeit verschiedener Dinge und die Verschiedenheit ähnlicher Dinge“39, siedelt die Konfrontation aber auf einer Ebene an, die am verständlichsten und somit am rezipientenwirksamsten zu sein verspricht. Es wird mit Wortspielen und Sym- bolik gearbeitet40 ; Indirektheit und sprachliche Gegenüberstellung kommt kaum vor. Wenn Elemente und Methoden von Satire41 zum Tragen kommen, sind sie so leicht zu- gänglich, daß man sich fragt, wie tiefgründig Satire zu sein hat, um als solche zu gelten.

3.1.2 Politisches Kabarett

Wie schon in der Einleitung erwähnt: Von beispielsweise politischer Entscheidungsre- levanz ist Satire in Deutschland heutzutage nicht mehr. Vielleicht hat sie zu Tucholskys Zeiten in dieser Hinsicht sogar noch einen größeren Stellenwert besessen, was sich bei Robert Gernhardt sehr gut nachlesen läßt: „Tucholskys trotziges ,Was darf die Satire? Alles‘ war schon immer zu klar, um wahr zu sein. Auch Tucholskys Satire durfte nie alles, und schon gar nicht überall. […] Und auch Tucholsky überlegte sich genau, wem er was gab - was gleichbedeutend mit der Überlegung war, wer was nehmen würde. Ein solches Denken als kommerziell, gar opportunistisch zu tadeln, ist kurzsichtig. Wer sei- ne Ware loswerden will, muß auch Käuferwünsche berücksichtigen, […]. Eine satiri- sche Zeitschrift nämlich ist der denkbar ungeeignetste Ort, um Satiren zu veröffentli- chen. Statt des erhofften Widerspruchs der Betroffenen, erntet der Satiriker dort ledig- lich den Zuspruch der ebenfalls um das Wohl unseres Gemeinwesens Besorgten: ,Sehr wahr, gib‘s ihnen!‘ Wie anders, wenn der Satiriker das satirische Reservat verläßt, um etwas in freier Medienlandschaft zu wildern.“42 Kurt Tucholsky konnte freier seine Textkunden auswählen, weil oder obwohl er schon damals das oben erwähnte „recht so“-Problem erkannt hatte.

An diesem kranken nicht nur Satirezeitschriften, sondern vor allem politisches Kabarett, das in seinen engen Grenzen dafür da ist, sein Publikum anzulocken, das kommt, um sich zu amüsieren, statt sich - als Betroffener - angesprochen zu fühlen und die Gele- genheit zu erhalten, über die schon zitierten „Eitelkeiten“ und „Weltübel“43 nachzuden- ken. Die wahren Objekte - ob als Realsatire in „Reden von Politikern, kirchlichen Wür- denträgern und Verbandspräsidenten, Talkshow-Beiträgen und juristischen Gutachten, Kontaktanzeigen in Stadtmagazinen und Postwurfsendungen“44 oder genannte Perso- nen, ihre Verhaltensweisen und Ereignisse beziehungsweise deren Ablauf selbst - sie alle fühlen sich nur sehr selten direkt getroffen, weil die Chance, ein Kabarettprogramm mitzuerleben, verschwindend gering ist. Was also erzielt politisches Kabarett außer „mildes Schmunzeln, schallendes Gelächter, eine helle, scharfe Distanzierung oder eine blitzartige Erkenntnis“45 - wenn überhaupt (dann muß es gut gemacht sein)?

Dazu kommt, daß gerade letzteres ein ebenfalls zunehmend ernstes Problem politischen Kabaretts darstellt. Auch hier ist der Hang zur Comedy festzustellen, gerinnen Pro- gramme auf ein Albumblatt Zeitgeschehen illustrierender Gags, hier als Dialektpersifla- ge, dort als Parodie äußerlicher Mängel oder wohl- und altbekannter Marotten von Per- sonen, denen es sowieso nicht mehr weh täte, weil sie die Späßchen über sich kennen. Es ist dies eine Art Dienstleistung gegenüber dem Publikum: Komik als Hilfe, angestau- ten Ärger über die harmvollen Zustände dieser Welt durch das geöffnete Ventil vom Überdruck zur Entspannung zu transformieren. Mag sein, daß dasjenige Publikum, das noch zu den höheren sozialen Schichten gehört und demzufolge einen teuren Kabarett- abend zu bestreiten in der Lage ist, vor lauter Beanspruchung im Berufsleben nach Va- rieté-Theater verlangt. Oder die Veranstalter denken, daß es danach verlangt. Den alten Streit, ob Ansprüche vom Programm gezeugt werden oder das Programm sich nach ih- nen zu richten habe, karikiert bereits Kurt Tucholsky in einem Feuilleton über das kul- turelle Leben hinter den Kulissen dieser Zwanziger-Jahre-Vereine und läßt darin den Theaterdirektor Doktor Milbe sagen: „Naja, ich versteh‘ das ja, aber wir haben Smo- king-Publikum…“46

Stilistisch verbindet politisches Kabarett Elemente des Theaters wie szenische Darbie- tung, zum Teil mit Musikbegleitung oder als musikalisches Pièce (das allzu oft zur blo- ßen Pause mit Unterhaltungswert geronnen wird), mit glossierenden und satirischen Texten. Darin findet man alle Stilmittel und Verfahrensweisen der Satire, die Senn auf- listet47, in unterschiedlicher Qualität: Verformung, Verschiebung, Gegenüberstellung, Vertauschung, Ersetzung, Symbolik, Indirektheit, Irreführung und die Verwendung rhe- torischer Figuren. Trotz alledem ist politisches Kabarett nur sehr selten noch eine Sin- nierstube, eher ein Entertainment-Tempel, der der televisionären Übersättigung entge- genhalten muß. Selbst wenn geistvolle Textprogramme fabriziert werden - man denke an Dieter Hildebrandts „Scheibenwischer“-Abende -, ist doch das noch von Tucholsky anvisierte Ziel48 unerreicht, weil im Zuge der Meinungsfreiheit seichte, (sich auch selbst) lächerlich machende Kritik allemal erlaubt ist, solange sie niemanden beleidigt, was im vom Medienecho beeinflußten, wenn nicht gar manchmal beherrschten Alltag öffentlicher Personen schnell provoziert werden kann, wie das vierte Kapitel zeigen wird.

3.1.3 Satire in Zeitungen und Zeitschriften

Interessant werden satirische Texte in Zeitungen, wenn sie nicht als solche gekenn- zeichnet werden. Dann werden die Redaktionen mit Reaktionen überschüttet. Ist dem nicht so, haben spezielle Satirezeitschriften wie Titanic und Eulenspiegel prinzipiell dasselbe Problem wie politisches Kabarett. Sie unterscheiden sich von jenem nur da- durch, daß sie einer größeren Öffentlichkeit zugänglich sind und demnach auch öfter (und heftiger) mit Reaktionen zu rechnen haben. Relevant (etwa für politische Entschei- dungsprozesse) sind sie trotzdem nicht, es sei für die selbstverständliche Unterhaltung und „Herzerquickung“49.

Deutsche Tageszeitungen pflegen satirische Texte nicht gerade. Die Glosse als Spezial- form des „Kommentars“50 taucht mit einigen wenigen Ausnahmen nur noch sehr spora- disch auf und erfüllt nur allzu oft genau die oben erwähnte Erfordernis, lauwarm und vorsichtig zu sein und trotzdem zu unterhalten, was ihr Schreiben nicht einfacher macht. Doch gerade das, glaubt Arntzen, „vermöchte sie gerade in ihre Rechte als Kunstleis- tung einzusetzen“. Er gibt zwar zu, daß sie „mit dem Hinfall verbürgter Autorität […] nicht mehr imstande [ist], das Übel als Abweichung vom feststehenden Guten und Wah- ren zu behaupten“51, fordert aber zur Vermeidung jeglicher Klage über Sentimentalität und ausgehend von der Abnabelung von festen Normen und Werten auf jeden Fall ein Fortbestehen des Genres, weil der „Mangel verbindlicher Normen […] so wenig das Ende des Moralischen [bezeichnet] wie der Einzug ,der Differenz zwischen Ideologie und Wirklichkeit‘, die Medium der Ironie nicht so sehr als der Satire ist, deren Ende, wenn nämlich die moralische Intention von Satire künstlerischer Darstellung integriert wird“52. Hier schlösse sich nun der Kreis zu Tucholsky, der weiter oben schon mit der Feststellung zitiert worden ist, ein Satiriker wolle gegen die schlechte Welt anrennen, weil er sie gut haben will.

Wird aber dieser Anspruch jeder Glosse, jedem Beitrag in den genannten Satirezeit- schriften gerecht? Es scheint nämlich, als habe man Mühe, den gesteigerten Bedarf an Komik zu erfüllen und der „Komikererwartung des Helge-Schneider-Effekts“53, die von anderen Medien vorgegeben wird, nahezukommen. Eben jener Helge Schneider arbeitet vor allem mit Effekten der Spreche, auch wenn die Inhalte seiner Texte dann denkbar spröde und selten durchdacht erscheinen. Gestik und Mimik nehmen daneben einen ebenso großen Platz ein, und so wird auch für die geschriebene Satire suggeriert, daß etwa ein schöner Satzbau, witzige Wortneuschöpfungen und eine originelle Sprache nahezu alleiniges konstitutives Element satirischer Texte seien. Damit korrespondiert auch die Feststellung des Spiegel, der im Zusammenhang mit der „Barbier-von-Bebra“- Affäre den (west)deutschen Satirikern einen „Haudrauf-Humor“ attestiert, der auch mal zu „zweckfreier Mordskomik […], absurd bis dadaesk und nach britischen Maßstäben noch zahm“54 führen kann. Unabhängig davon, daß diese Diagnose (des Autors Erach- tens ungerechtfertigt) einen Droste-Text betrifft, überzeugt sie doch: Selbst auf den A- renen heutiger Satirespezialisten findet sich eine burschikose Boxermentalität, die schnellstmöglich schlagen lassen muß und kaum Zeit für kunstvolle Schlenker und Be- denkpausen lassen darf. So sind mit den Periodika auch die in ihnen enthaltenen satiri- schen Texte Element eines auf Tempo getrimmten Marktes, der mit der Aktualität und vor allem mit der Konkurrenz Schritt zu halten genötigt ist.

3.2 Wiglaf Drostes Standort in der deutschen Satirelandschaft

3.2.1 Der Anspruch seines Humors

Oberflächlich betrachtet, reiht sich Droste ein in den Reigen des oberflächlichen und plumpen Humorismus. Bei genauerer Kenntnis seiner Texte, seiner Sprache und seiner Intentionen jedoch offenbart sich seine eigentliche Philosophie des Schreibens: „Ich will die Wirklichkeit zuspitzen, um wahrhaftig zu sein. Der Vorwurf des HaudraufHumors ist schmerzhaft; besser wäre: präzise und hart zugeschlagen, dann sitzt der Eindruck.“ Sicher, er hat (seltenen) Respekt vor der „Schönheit kluger Gedanken, schönen Formulierungen und davor, einen Teil der Welt gültig in einen Satz zu bekommen“55, aber das scheint dann legitim zu sein, wenn diese Reihenfolge auch eingehalten wird, was bei Droste zweifellos fast immer der Fall ist.

Wenn er „Jahre später“ im Zuge der Selbstreflexion vor allem seine frühen Arbeiten durchsieht, fällt ihm zwar auf, daß auch er diese humoristischen Anwandlungen „zuwei- len zum Abschuß“56 gebracht habe, aber die vermeintliche Plumpheit, die ihm seine Kritiker zum Teil als literarisch diskussionsunwürdig auslegen, ist ja gerade das konstitutive Element seiner Direktheit.

Droste hat nichts für die oben beschriebene lauwarme Kritik übrig, die auf vorgegebe- nes Publikum hin zugeschnitten ist. Er bezeichnet sich selbst als kühn und verwegen. Die Leipziger Volkszeitung schreibt dann: „Mit gnadenloser Beobachtungsgabe stößt er seinen Opfern die Widerhaken des Alphabets in die Seele.“57 Anders gesagt: Seine „Sa- tire muß übertreiben und ist ihrem tiefsten Wesen nach ungerecht. Sie bläst die Wahr- heit auf, damit sie deutlicher wird, und sie kann gar nicht anders arbeiten als nach dem Bibelwort: Es leiden die Gerechten mit den Ungerechten.“58 Droste „will etwas errei- chen“, obschon er sich durchaus der „Erkenntnis“ bewußt ist, „doch nichts bessern zu können“ und diese - nach Arntzen - „mißverstandene Aufgabe des Satirikers der künst- lerischen“59 wenigstens gleichstellt. Trotzdem wird er wie alle modernen Satiriker von der lichten (literatur)wissenschaftlichen Literatur über das Thema fast gänzlich gemie- den, und Robert Gernhardt stellte schon 1984 fest: „Offensichtlich gibt es überhaupt keine deutsche Satire, es hat sie immer nur gegeben.“60

3.2.2 Drostes Sprache

„Sprache ist immer Denken, jedes Wort ein Gedanke. […] Satire und Sprachglaube hängen also auf das engste zusammen: Jene gründet auf diesem, dieser kann nur in der Satire, in der Kritik, im Zweifel sich darstellen.“61 Droste selbst sieht seinen Schreibstil so: „Die Hauptklippe beim engagierten Schreiben, die Unmöglichkeit, mit der bloßen Faust in die Tasten zu schlagen, konnte ich nicht umschiffen; dennoch habe ich mich stets dem Namen meiner Schreibmaschine Torpedo verpflichtet gefühlt“62.

Dieser Satz korrespondiert mit dem „hart zuschlagen“ von oben insofern, als er die zu- weilen geradezu brutale Sprache genau zu beschreiben versteht; die zitierte Eindrück- lichkeit aber ist hier im positiven Sinne dessen zu verstehen, was man „die Augen öff- nen“ nennt. Man könnte ihm hinsichtlich dessen den (manchmal nicht ganz ungerecht- fertigten) Vorwurf der Heische von Aufmerksamkeit machen; meistens jedoch ist seine sprachliche Härte eben jene Notwehr - gewissermaßen gegen die tucholsky‘sche „schlechte Welt, die er gut haben will“ - , die er so gern als Beschreibung seines Hu- mors heranzieht.

Und so scheut Wiglaf Droste also keinen Kraftausdruck, erfindet sogar neue, beleidigt mit Vorliebe und kränkt bis in Mark und Bein, weiß aber auch „sanftere“ Töne zu gebrauchen - mit Vorbedacht. Da ist von dem schon zitierten „erigierenden Bürgermeister“ die Rede, weiß Droste von den „Doofen“ zu berichten, daß „unter ihren bunten Jacketts […] der Landserhautgout aus Bierpups und Bruhaha [wabert]“63, und freut sich diebisch über ein Ikea-Bausatzbett, das „Lekvik“ heißt und von ihm sodann mit den folgenden Versen bephantasiert wird:

„Allen, die sich gerne legen / Scheint dies Bett ein großer Segen / Stündlich wird von hundert Kunden / - Um sich seelisch abzurunden / Und auch physisch zu gesunden - Lekvik für sehr gut befunden. / Was an Lekvik so begeistert / Sind die Klippen, die es meistert: / Ob Erotik, ob Aerobic / Filigran oder mehr klobig / Fuß- und Faustzeug, Mißgeschick / Gymnastik oder schlichtes Glück, / Plastik- oder Pillenknick: / Alles ist mit Lekvik möglik.“64.

Hier zeigt sich am letzten Detail schon die Sprachgewandtheit, die zum Lachen drängen muß: Im Gewand des Bettnamens wird auch die deutsche Sprache verschwedisiert - eine (per se betrachtet) dichterische Farce, die aus der Nähe gesehen die Idiotie in der Namensgebung mit nur einer kleinen Silbe bloßstellt.

Das Walsers Herbstrede zum Holocaust65 zugedachte Bonmot kann exemplarisch für die zahlreichen Ursachen des oft wiederkehrenden Zustandes beim Leser angeführt werden, der zuerst sehr skeptisch ist, dann aber durch die Realisation des Textsinns „er- leuchtet“ wird: „Identität, Identität. / Wenn euch keiner mehr steht, / steht euch Identi- tät.“66

Wiglaf Droste arbeitet aber ebenso treffend auch mit Gegenüberstellungen und Vertau- schungen67 sowohl sprachlicher wie inhaltlicher Art. Zum Teil erscheinen sie übertrie- ben, meistens jedoch treffen sie genau den kritisierten Kern. Droste parodiert68, zitiert69,

hat einen unglaublichen Fundus an Namen und Gestalten aus Politik, Kultur und Sport und setzt diese dann auch ein, verkürzt, übertreibt - kurz: beherrscht alle Methoden und Erscheinungsformen der Satire. Seine Pointen erschließen sich zumeist über Wortspiele, oft aber sind sie völlig unnötig, weil allein schon die Beschreibung eines bestimmten Zustandes oder einer bestimmten Person Vergnügen bereitet und keiner perfekten Glos- senform in dem Sinne folgt.

Drostes Texte werden mit einem großen Wortschatz geformt und beweisen Erfindungs- reichtum. So fallen Begriffe wie „jabbeln“, „schrebbeln“, „begneisen“, „schlüren“, „strunkeln“70 oder „klumsig“, „Cordhütchensozialismus“ und „gratismoralisch“. Letzte- res kann exemplarisch für die desöfteren auftretenden Kombinationen von teilweise auch zusammengehörigen, aber nie so gebrauchten Vokabeln gelten. Bei all seinen Neuschöpfungen fällt auf, daß die lautmalerische Komponente sehr stark ausgeprägt ist und zum Teil von der Sprache in Comic-Heften beeinflußt wird. Geräuschwörter wie „tut tut tut“71 untermalen zuweilen die geradezu makabre Irrelevanz der von Droste ge- scholtenen öffentlichen Äußerungen oder Entscheidungsprozesse, andererseits setzt Droste sie auch gezielt für bewußte Brüche ein (mögen sie Handlungsstrang oder / und Stil betreffen), die sich am besten in der zitierten Satire zeigen72.

Zudem legt Wiglaf Droste - auch nach eigenem Bekennen73 - viel Wert auf eine ausgewogene Melodie, die beim Vorlesen den Ausdruck verstärkt, und einen bequemen Rhythmus, der es ermöglicht, seine Texte in Syntagmen einzuteilen und so die Aussage im Sinne des Autors erkenntlich zu machen.

3.2.3 Themen und Genres bei Wiglaf Droste

Hier gibt es nur eine lapidare Antwort: Wiglaf Droste läßt sich weder auf eine bestimm- te Themenauswahl hin noch auf ein bestimmtes Genre beschränken. Sein Duktus ist die Vielfältigkeit und die „Uneindeutigkeit“74. Arntzen zitiert Karl Kraus, der schon vor annähernd 70 Jahren sagte: „Die Satire wählt, nimmt und kennt keine Objekte. […] Name oder Andeutung eines Kleinen, oder was irgend von ihm in einer Satire steht, ist Kunstelement. […] Kann ich dafür, daß die Halluzinationen und Visionen leben und Namen haben und zuständig sind?“75 Auch bei Droste scheint es, als ob er als Aus- gangspunkt oft die „Realsatire“76 des offenen Lebens zum Anlaß nimmt, seine Gedan- ken drumherumzuspinnen und das Faktum (auch mal ohne zu übertreiben) einfach zu deskribieren. Fehler zitieren, Absurdes rezitieren, Handlungen plakativieren - da stellt sich zum einen die „Gefahr der Betriebsblindheit“ bei den bearbeitenden Redaktionen ein, die „aus Zeitmangel inhaltistisch redigieren“77, ohne formale Gesichtspunkte zu berücksichtigen; zum anderen Resignation: „Wozu da noch Pointen suchen, wo bereits alles auf den Punkt gebracht worden ist?“78

Bleibt Droste dann - wie in solchen Fällen - nur, den schönen Text darüber auszuma- len, phantasiert er in anderen Texten dafür umso mehr und jongliert doch ganz nah an Realitätsbezügen entlang. Das „groteske“ und „literarisch-fiktiv-satirische“79 Element ist in seinen Texten stark ausgeprägt; ebenso benutzt er aber auch Ironie, Zitat und blo- ße Sprache. Neben Glossen verfaßt er eben auch Gedichte, Kurzgeschichten, Aphoris- men und Epitaphe und mag sich nicht in Genres einordnen lassen, wie das bei oben be- schriebenen Satiremedien zu beobachten ist. Droste beherrscht alle und setzt alle ein. Gerade diese Vielfältigkeit, die sich auch darin ausdrückt, daß er vor keinem Thema, vor nichts und niemandem halt macht80, findet auch hier und da Imitationen, die Droste dann respektiert, wenn „ein kluger, inspirierter Mensch was eigenes daraus macht“. Ei- ne Parodie sei wegen der Uneindeutigkeiten jedoch unmöglich. Fragt sich nur, wie lan- ge sich der „unangestrengte und federleichte Rhythmus“ wirklich „nicht verbraucht“81.

4 Satire - ein rechtliches Problem

4.1 Was darf Satire in Deutschland?

Schon die Reichsverfassungsrichter hielten anläßlich einer gerichtlichen Auseinander- setzung um den Inhalt einer Satire folgende Indikatoren fest: „Wesenseigen ist der Sati- re, daß sie mehr oder weniger stark übertreibt. Sie gibt dem Gedanken, den sie ausdrü- cken will, einen scheinbaren Inhalt, der über den wirklich gemeinten hinausgeht, dies jedoch in einer Weise, daß der des Wesens der Satire kundige Leser den geäußerten Inhalt auf den tatsächlich gemeinten zurückzuführen vermag.“82 Die bundesdeutschen Verfassungsrichter legten in einem Urteil über den Spagat der Satire zwischen Kunst- freiheit und Verleumdung, zwischen Meinungsfreiheit und Beleidigung die Satireindi- katoren „Übertreibung, Verzerrung, Verfremdung, ironisierende Übertreibung, groteske oder verzerrende Pointierung“ fest, sprachen einerseits von der „Absicht, zum Lachen zu reizen“ als „typischem Satireziel“, gaben andererseits aber „keine Antwort auf die Frage, ob der Satire eine gesellschaftliche, politische oder moralisch-ethische Stoßrich- tung eigen“83 sei.

Was also darf Satire in Deutschland, „alles!“84 ? Keinesfalls. In der Behandlung der Aufmüpfigkeit des politischen Kabaretts ist es schon angeklungen: „Schaut man genau hin, zeige sich, daß sie [die Satire] nur dort alles darf, wo es nicht darauf ankommt, wo es aber darauf ankommt, nur sehr wenig darf. […] Gibt es für die Satire Grenzen, eventuell sogar sehr enge, und wo liegen sie?“85

Ein besonders heikles Thema sind Satiren über Personen. Gerade Menschen im öffentli- chen Leben sind oft auf eine positive Aufmerksamkeit angewiesen. So kommt es, daß Satirezeitschriften, die sich noch am ehesten professionell mit beißend-kritischer Satire auseinandersetzen, unregelmäßig, aber stetig Beleidigungs- oder Verleumdungsklagen ins Haus bekommen, die kaum noch etwas mit Unterlassung oder Abschreckung zu tun haben, sondern eingedenk der oftmals prekären wirtschaftlichen Situation dieser Ni- schenblätter aufgrund der horrenden Schmerzensgeldforderungen existenzgefährdend sein können und somit den Feind der Verspotteten für alle Zeit mundtot zu machen im- stande sind. Diese Option zur Erpressung hat schon manche heikle juristische Lage be- einflußt, wenn den Beklagten das Prozeßrisiko zu groß war und sie lieber zahlten.

Trotzdem können in solchen Fällen Gerichtsurteile den beklagten Medien helfen; wenn es sein muß, gehen diese Streitereien sogar bis vors Bundesverfassungsgericht. Wichtig ist hierbei die Regel, die schon in der Weimarer Republik aufgestellt worden ist: „[…] daß eine satirische Darstellung nicht nach ihrem Wortsinn genommen werden, sondern erst des in Wort und Bild gewählten satirischen Gewandes entkleidet werden muß, be- vor beurteilt werden kann, ob das, was in dieser Form ausgesprochen und dargestellt ist, den Tatbestand einer strafbaren Handlung, im besonderen einer Beleidigung erhält.“86 Welches Argument allerdings „den Ausschlag gibt, den Aussagekern so oder so zu be- stimmen, die Grenze zwischen freier satirischer Form und strafrechtlich relevantem Aussagekern da oder dort zu ziehen, beruht auf einer subjektiven Entscheidung, man kann auch sagen: hängt von der politischen Einstellung der urteilenden Richter ab“87.

Im wesentlichen haben die Ansprüche der Kläger abgewiesen werden können, wenn sie bis vor das Bundesverfassungsgericht gebracht wurden, ohne daß die beklagten Medien irgendetwas zu bezahlen hatten. Es gab aber auch Gegenbeispiele. So erkannte das Ge- richt zwar in den meisten Fällen darauf, daß die „Mehrzahl der Gerichte die Satire nicht ihrem Wesen nach ausgelegt“88 habe, sprach aber einigen Satiren die Kunsteigenschaft ab, die es folgendermaßen definierte: „[Satire als Kunst ist] ein geformtes Ergebnis ei- ner schöpferischen Gestaltung, in welcher der Beschwerdeführer seine Eindrücke, Er- fahrungen und Erlebnisse zu unmittelbarer Anschauung gebracht hat.“89 So ist „nicht jede Satire Kunst“90, obschon „Anstößigkeit, schockierende Wirkung und künstlerisches Niveau […] ohne Einfluß auf deren Kunsteigenschaft bleiben [müssen]“91. Eine In- haltskontrolle durch die Gerichte sei demzufolge unstatthaft.

Ein weiterer Kritikpunkt der Verfassungsrichter ist stets, daß die Instanzgerichte „bei der Ermittlung und Würdigung einer einzigen, rechtsverletzenden Kernaussage stehenbleiben“ und Einzelverbalien aus ihrem Gesamtzusammenhang reißen. Zunächst habe man „alle denkbaren Botschaften zu eruieren“92.

Zusammenfassend kann man jedoch sagen, daß trotz aller durch das Grundgesetz garantierten Freiheiten einzelne Urteile gegen die Satiren gesprochen worden sind. Welche das bei Wiglaf Droste waren, soll der letzte Abschnitt.zeigen.

4.2 Was darf Wiglaf Droste?

Wiglaf Droste ist nie einer der von ihm verachteten Kabarettisten gewesen, deren Prob- lem schon Arntzen mit der Paraphrase der „Unverbindlichkeit des nie verletztenden Humoristen“93 erklärt und das Droste selbst mit dem Begriff „bratkartoffelähnliche Tö- ne“94 belegt hat. Neben den im Abschnitt 2.2 bereits genannten Reaktionen stießen aber einige Äußerungen auf breiteres Interesse, als er es hätte hoffen können. Die erste auf- sehenerregende Auseinandersetzung um einen seiner Texte verursachte Drostes Bildun- terschrift unter einem Foto eines sterbenden Soldaten auf der Fernsehseite der tageszei- tung vom 19. Oktober 1987. Dort hieß es: „Sie nennen es den Frieden sichern, aber ihr Geschäft ist das Totmachen von Menschen. Heute machen sie sich im Nachmittagspro- gramm breit: Kameraden der ‚Wehrsportgruppe Wörner‘, auch bekannt als Bundes- wehr, zeigen, wie sie sind: dumm, stark und wasserdicht. ‚Welche Probleme können bei der Berufswahl durch die Einberufung zur Bundeswehr auftreten?‘ fragt der Werbe- Pressetext für die kriminielle Vereinigung. Vielleicht das Problem, wie man vom Men- schen zum Schwein wird. Wenn das für Leute mit einem IQ unter 10 ein Problem ist.“95 Zwei Monate später druckte das Deutschland-Magazin diesen Text nach und legte dem damaligen Bundeverteidigungsminister nahe, Strafanzeige zu stellen, was auch geschah. Droste wurde wegen Beleidigung der Bundeswehr und wegen Volksverhetzung zu- nächst zu 100 Tagessätzen → 30 DM verurteilt; nach der ersten Revision mit einem Ur- teil über 30 Tagessätze → 50 DM legten Staatsanwaltschaft und Verteidigung nochmals Revision ein. 1991 wurde Droste dann erneut wegen beider Vorwürfe zu 90 Tagessät- zen → 30 DM und zur Übernahme der Verfahrenskosten verurteilt.

1995 wurde Droste das zweite Mal wegen eines Artikels - genauer: wegen eines Wortes - verurteilt. Kollege Gerhard Henschel hatte im Spiegel eine Kritik über die Porno- Romane des Schriftstellers und PDS-Abgeordneten Gerhard Zwerenz veröffentlicht. Peter Berger reagierte wenige Tage später mit einer Gegenkritik im Neuen Deutschland. „Sein Artikel gipfelte in der Formulierung, daß Henschel ‚an keinem Spiegel vorbei- kommen [könne], ohne spontan zu ejakulieren, besonders, wenn er in Hamburg steht‘.“96 Wiglaf Droste verteidigte daraufhin seinen Freund Henschel in der jungen Welt, in deren Beitrag „er den Ausdruck ‚Klemmschwuchtel‘ aktenkundig und literatur- fähig machte“97. Berger sah in diesem Wort eine grobe Ehrverletzung und verklagte Droste. Der hatte nicht damit gerechnet, daß Berger „in Beleidigter-Leberwurst-Manier zu Papi Staat rennt“98. Droste wurde zu einem Schmerzensgeld von insgesamt 23 000 DM verurteilt. Spontan bildete sich in Berlin eine „Wiglaf Droste Klemmi All Star Band“ aus Mitgliedern der „Ärzte“, „Element of Crime“ und anderen Droste naheste- henden Interpreten, die auf einem Konzert 6000 Mark für den Verurteilten einspielte.

Den vorerst letzten Prozeß, den Droste führen mußte, gewann er. 1997 erschien in der jungen Welt eine mit Trauerschwarz unterlegte Zitatensammlung unter dem Titel „Stimmen zum Tod von Prinzessin Diana“. Darin hieß es unter anderem: „Es ist der Meutenjournalismus von Blättern wie ‚Bunte‘, ‚Praline‘ und ‚Neues Deutschland‘, der Lady Di auf dem Gewissen hat. Nein, das war nicht die feine englische. Wir alle sind schuldig. Reiner Oschmann, Chefredakteur N.D.“99 Oschmann verlangte daraufhin von Droste eine Gegendarstellung, die auch gedruckt wurde. Er forderte ferner eine Unter- lassungserklärung, die er aber nicht bekam. Also wurde eine einstweilige Verfügung beantragt, die unter Androhung eines Ordnungsgeldes bis zu einer halben Million Mark die Äußerung künftighin untersagen sollte. Danach holte Oschmann mit einer Unterlas- sungsklage zum letzten Schlag aus, obwohl überhaut kein Anlaß bestand, den Satz nochmals zu drucken. Das Landgericht Berlin-Tegel kam unabhängig davon zu dem Schluß, daß Drostes Veröffentlichung „keine ehrkränkende Tatsachenbehauptung in Form eines untergeschobenen Zitates“, sondern angesichts der „Abwägung zwischen allgemeinem Persönlichkeitsrecht, verbotener Schmähkritik, Schutz vor Beleidigung, Verleumdung und übler Nachrede auf der einen Seite und der grundgesetzlich festgehal- tenen Presse-, Meinungs- und Kunstfreiheit auf der anderen […] eine zulässige Mei- nungsäußerung“100 sei.

Drostes „juristische Karriere“ mag zeigen, daß es bei derartigen, kleineren Delikten kaum einmal zu einem Rechtsstreit in den höchsten Instanzen kommt; zum einen wegen der relativ geringen Relevanz, zum anderen aber auch aus Gründen des Risikoschutzes. Es kam nur einmal dezidiert die Scheidung der Kernaussage in Betracht, und es steht außer Frage, daß Fehlentscheidungen der Gerichte in diesem Bereich unvermeidbar bleiben. Sicher ist nur: Satiriker vom Droste-Schlag machen sich stets viele Feinde.

Anhang

Gespräch mit Wiglaf Droste am 14. Januar 1999 in Leipzig

Die Fragen werden aus Platz- und Relevanzgründen weggelassen. Der Wortlaut der Antworten steht nur in Stichworten zur Verfügung. Das Gespräch führte der Autor dieser Arbeit, Christian Schmidt.

- will Autor sein, nichts sonst
- in Schülerzeitung geschrieben → schon damals Ärger bekommen
- Vorbilder: Neue Frankfurter Schule. Gernhardt, Bernstein, Wächter, Pfarr; Feuille- ton der Zwanziger Jahre: Tucholsky, Kraus; US-Kriminalautoren Hammit, Chandler
- KMW-Studium in Berlin abgebrochen. Ich habe gedacht, man lernt da schreiben. schulisch, überfüllt
- zur taz: „Willst du nicht mal weiter vorn schreiben?“; dann Hinaus-Ekelung
- Werbeagentur
- zurück zur Medienseite: halbe Stelle (1987) → Ulrike Kowalski: „alternativer Protestantismus“
- Titanic, Kowalski (Hamburg) → Semmelverlag („Werner“)
- schon zu Schulzeiten Band, mittlerweile ist Gesang passabel, will alte Aufnahmen lieber nicht hören
- Knast: schwere Prügel der Staatsgewalt
- jetzt vierstimmiger Gesang: Busch, Juke, Struwe, Droste (drei hochkarätige Musi- ker)
- Benno-Ohnesorg-Theater: satirische Veralberung Ohnsorg; einmal im Monat immer neue Programme; unter anderem Willemsen, Küppersbusch, Rönneburg, Fink, O- sang dagewesen
- Trend, sich abzufeiern (junges Publikum) → Helge-Schneider-Effekt, Komikerer- wartung
- will nicht bei Titanic Humor machen, weil deren Klientel die offenen Türen nicht eingerannt werden müssen
- Tagesspiegelherausgeber Karasek sollte verrissen werden (Auftrag des Chefredak- teurs)
- Redigierer ermüden → Honorar ist Schmerzensgeld
- kein protestantischer Arbeitsbegriff: will Geld süß verdienen → Spaß
- Berlin: Mischung aus Protestantismus und Preußentum
- will Wirklichkeit zuspitzen, um wahrhaftig zu sein
- Schokoloadenonkel: „Täterschützer“, „Sexist“, „Mißbrauchkampf lächerlich ge- macht“ → organisierte Leute als Schläger, „sexuelle Inquisition“
- Stil diversifiziert: verschiedene Formen dem Inhalt angepaßt; Nonsens-Vers bis sub- tile Ironie bis Breitseite
- Haudrauf eher schmerzhaft; präzise und hart zugeschlagen, dann sitzt Eindruck
- Florettlüge: „nicht doch mit dem Hammer!“
- Kishon nicht gemocht: ranziges, übertreibendes Gegenschreiben
- thematisch: avantgardistisch → wird viel übler genommen; bestimmter Klientel die Türen einzurennen, finde ich - wie gesagt - langweilig
- Respekt: Musikalität, Schönheit kluger Gedanken, schöne Formuliereungen, einen Teil der Welt gültig in einen Satz zu bekommen
- kein Respekt: Heucheln (im Mantel des erklärten Nichtheuchelns → Beschäftigung mit dem eigenen (linken) Lager); in die Knie gehen vor „respektablen“ Dingen, ohne sie zu kennen
- Neuschöpfungen sind bekannte Wörter aus meiner Heimat: begneisen = jmdn. an- gucken; schlüren = unkonzentriertes Gehen; strunkeln = taumeliges Wanken
- lautmalerische Komponente ist stark → Gewinn für Deutlichkeit und Vergnügen
- Comic-Sprache: Geräuschwörter; regressiver, kindlicher Spaß → bestreite ich nicht
- Verrätselung ist nicht mein Auftrag
- Wert gelegt auf Rhythmus, Melodie etc.
- Zeitdruck: Redaktionen lesen inhaltistisch → Gefahr der Betriebsblindheit
- damals halblaut gelesen, Rhythmus getreten
- Rhythmus verbraucht sich nicht: unangestrengt, federleicht
- Jahre später: Reflexion und zuweilen Abschuß (erigierender Bürgermeister)
- Satiriker, der von allen gefeiert wird, steht im Verdacht, nicht allzu viel wert zu sein
- guter Verriß besser als schlechtes Lob - was bin ich?
- Imitat dann angenehm, wenn kluger, inspirierter Mensch etwas Eigenes daraus macht
- uneindeutig → Parodie unmöglich
- Zitat: Autor ist, wer es sich gefallen läßt → Leben von der Dummheit

Literatur- und Quellenverzeichnis

Bittermann, Klaus (Hg.): Warum sachlich, wenn’s auch persönlich geht. Das Who’s who peinlicher Personen. Jahrbuch 1998. Edition Tiamat: Berlin 1998.

Droste, Wiglaf: Begrabt mein Hirn an der Biegung des Flusses. Edition Nautilus Verlag Lutz Schulenburg: Hamburg 1997.

Droste, Wiglaf / Bittermann, Klaus (Hg.): Das Wörterbuch des Gutmenschen. Edition Tiamat: Berlin 1994 (Droste 94 a).

Droste, Wiglaf: Brot und Gürtelrosen. Und andere Einwürfe aus Leben, Literatur und Lalala. Edition Tiamat: Berlin 1995 (Droste 95 a).

Droste, Wiglaf: Die schweren Jahre ab 33, als Gast: Funny van Dannen, Lese-Live-CD und Lieder. Frühstyxradio: Bremen 1995 (Droste 95 b).

Droste, Wiglaf: In welchem Pott schläft Gott? Edition Nautilus Verlag Lutz Schulenburg: Hamburg 1998 (Droste 98 a).

Droste, Wiglaf: Kommunikaze. Mein Kampf, dein Kampf. Am Arsch die Räuber. (Sammelband) Mit Zeichnungen von F. W. Bernstein & Rattelschneck. Edition Nautilus Verlag Lutz Schulenburg: Hamburg 1998 (Droste 98 b).

Droste, Wiglaf: Sieger sehen anders aus. Edition Nautilus Verlag Lutz Schulenburg: Hamburg 1994 (Droste 94 b).

Droste, Wiglaf: W. D. - „seine schönsten Erfolge live“. Lese-Live-CD. Frühstyxradio: Bre- men 1993.

Droste, Wiglaf & Henschel, Gerhard: Der Barbier von Bebra. Fischer Taschenbuch: Frankfurt am Main 1998 (Lizenzausgabe mit freundlicher Genehmigung der Edition Nautilus Verlag Lutz Schulenburg, Droste 98 c).

Folckers, Nils / Solms, Wilhelm: Was kostet der Spaß? Wie Staat und Bürger die Satire bekämpfen. Schüren Presseverlag: Marburg 1997.

Friedemann, Hermann / Mann, Otto (Hg.): Deutsche Literatur im 20. Jahrhundert, Band 1. Wolfgang Rothe Verlag: Heidelberg 1961.

Friedrich-Ebert-Stiftung: Stipendiatenverteilerliste per E-mail, Mai 1999.

Gernhardt, Robert: Letzte Ölung. Ausgesuchte Satiren 1962 - 1984. Haffmans Verlag: Zürich 1984.

Kluge, Manfred (Hg.): Hoppla, wir leben. Deutsche Satiriker des 20. Jahrhunderts. Heyne: München 1988.

Leipziger Volkszeitung vom 26. Januar 1994.

Nowag, Werner / Schalkowski, Edmund: Kommentar und Glosse. Als: Reihe Praktischer Journalismus, Band 33. UVK Medien: Konstanz 1998.

Rönneburg, Carola (Hg.): Oben lag der Apennin / Unten legte ich mich hin. Feine Reime. Edition Nautilus Verlag Lutz Schulenburg: Hamburg 1998.

Schmidt, Christian: Interview mit Wiglaf Droste am 14. Januar 1999 in Leipzig.

Senn, Mischa Charles: Satire und Persönlichkeitsschutz: zur rechtlichen Beurteilung satirischer Äußerungen auf der Grundlage der Literatur- und Rezeptionsforschung. Als: Schriften zum Medien- und Immaterialgüterrecht, Band 45, herausgegeben von Manfred Rehbinder. Zugleich: Dissertation an der Universität Zürich. Stämpfli: Bern 1998.

Weigel, Florian: „Humor ist eine Haltung: Notwehr gegen die Zumutungen der Welt und ihrer Bewohner.“ Der Schriftsteller und Publizist Wiglaf Droste. Referatsausarbeitung für das Seminar „Große politische PublizistInnen des 19. und 20. Jahrhunderts“, geleitet von Prof. Dr. Gerhard Kraiker an der Universität Oldenburg: Oldenburg 1998.

Wenzel, Peter: Von der Struktur des Witzes zum Witz der Struktur. Untersuchungen zur Poin- tierung in Witz und Kurzgeschichte. Als: Anglistische Forschungen, Heft 198. Zugleich: Ha- bilitationsschrift an der Universität Bochum. Carl Winter Universitätsverlag: Heidelberg 1989.

Wolf, Uwe: Spötter vor Gericht. Eine vergleichende Studie zur Behandlung von Satire und

Karikatur im Recht der Bundesrepublik, Frankreichs, Englands und der USA. Als: Frankfurter öffentlich-rechtliche Studien, Band 6, herausgegeben von Erhard Denninger und Walter Schmidt. Europäischer Verlag der Wissenschaften Peter Lang: Frankfurt am Main / Berlin / Bern / New York / Paris / Wien 1996.

[...]


1 Droste 98 b, S. 283.

2 Rönneburg S. 41.

3 Im Anhang ist ein Gespräch skizziert, das der Autor im Januar 1999 mit Wiglaf Droste führte.

4 Falls sich - wie hier - jemals ein Hinweis darauf zeigen sollte, daß der Stil Drostes irgendwie kopiert werden müsse, liegt das an der langen Beschäftigung mit dem Autor. Es ist problematisch, über solch einen Autor ernsthaft schreiben zu müssen. Er hat es dennoch verdient.

5 Alle Zitate bis hierhin: Gesprächsskizze mit W. D. im Anhang.

6 Weigel S. 5.

7 Beispielhaft ein Slogan für ein Motoröl, der den braven deutschen Werbetextern trotz seiner mit gewissermaßen englischem Humor gewürzten Griffigkeit nicht über die Schreibtische hatte gehen können: „Wir schmieren nicht nur den Kanzler, sondern auch den Motor seines Wagens.“

8 Droste 98 b, S. 201.

9 Ebd.

10 Alle Zitate bis hierhin: Gesprächsskizze mit W. D. im Anhang.

11 Die Seite enthielt pornographische Zeichnungen, Sätze des Expressionisten Iwan Goll, einen „SexReport“ und eine Dokumentation des Gerichtsurteils über ein indiziertes Lied der „Ärzte“.

12 Weigel (S. 8) zitiert die damalige taz-Redakteurin Neef-Uthoff: „Diese auf den ersten Blick so harmlo- se Seite ist ein besonders gutes Beispiel für verharmlosenden Sexismus. So unangreifbar, wie sich diese Seite zu geben scheint, so angreifbar sind ihre beabsichtigten Effekte: Ein bißchen Porno, ein bißchen Sex, ein bißchen Seitenhieb aufs Feministische. Eine sicher unbeabsichtigte, aber haargenaue Mischung, um eine Stimmung auszudrücken, die feministische Positionen und Arbeit lächerlich zu machen ver- sucht.“

13 Weigel S. 5.

14 Gesprächsskizze mit W. D. im Anhang.

15 In Anspielung auf den am 2. Juni 1967 in Berlin von einem Polizisten erschossenen Studenten und gleichzeitig als Seitenhieb auf das Hamburger Ohnsorg-Theater evolviert.

16 Siehe dazu vor allem Abschnitt 2.2.

17 Partiell auch in Arbeitsteilung, den „Barbier von Bebra“ etwa mit seinem Kollegen Gerhard Henschel.

18 Skizze siehe Anhang.

19 In: Droste 94 b.

20 D. i. Droste 98 c.

21 Droste 94 b, S. 33.

22 Im Text heißt es: „Ach du Scheiße! Jetzt bist du dran. Jetzt haben sie dich. Das gefundene Fressen für die […] Kiez-Camarilla, die durch die Gegend streift, aufgepeitscht und gierig, auf der Suche nach Tä- tern, gerne auch Väter als Täter, oha, jetzt bist du reif, sie liegen im Gebüsch, die ganze Gegend rund um den Görlitzer Park ist vermint mit einschlägigen Plakaten und Graffiti, die Situation ist absolut eindeutig, ich bin der Mann (!), der einem kleinen (!!) Mädchen (!!!) im Park (!!!!) Schokolade (!!!!!) gibt, einen Schokoladenkäfer (!!!!!!) sogar […] Bloß die Schabracken, die im Leben immer nur eins sein wollen, nämlich Opfer, und das natürlich im warmen Mief der Gruppe, und die diese superkonservative Attitüde als schwer fortschrittlich juchheißen und die jedem, der […] die Benutzung des menschlichen Kopfes in die Debatte zurücktragen möchte, mit Angebervokabular wie Backlash das Leben sauer machen, ja, diese Geschosse des Grauens, die sind allerdings zum Fürchten, die stinken und die sollen alle nach Hause gehen.“ (Droste 94 b, S. 33 ff.)

23 Zitiert nach: Weigel S. 9.

24 Folckers / Solms S. 27 (Zeitformen vom Autor angepaßt).

25 Gesprächsskizze mit W. D. im Anhang.

26 Ebd.

27 Beides zitiert nach: Schäfler, Andreas: Wie Deutschland sich ganz naß machte. Etwas Wirkungsgeschichte zum „Barbier von Bebra“. In: Droste 98 c, S. 127 ff.

28 Weigel S. 12.

29 Zitiert nach: Schäfler (s. o.) S. 133.

30 Weigel S. 13. Weigel merkt ferner an, daß Berliner Grüne Vera Lengsfeld sogar ein taz-Freiabo gespendet haben sollen, wie der Spiegel berichtete.

31 Schmidt, Wolfgang - Freytag, Antonia: Antworten: „Wiglaf Droste. Ich. Krieg oder Frieden. Ich.“ In: E-mail-Verteilerliste für Stipendiaten der Friedrich-Ebert-Stiftung. Beiträge vom 5. Mai 1999.

32 Gesprächsskizze mit W. D. im Anhang.

33 Droste 94 b, S. 84.

34 Ihnen widmete er mehrere Texte und sogar ein Sprachlexikon (d. i. Droste 94 a).

35 Gesprächsskizze mit W. D. im Anhang.

36 Droste 95 a, S. 106 f.

37 Nowag / Schalkowski S. 181, Hervorhebung vom Autor.

38 Wenzel S. 81.

39 Zitiert nach Madame de Staël in: Wenzel S. 33.

40 Exemplarisch sei hier die „Wochenshow“ des Fernsehsenders RTL mit ihren rhetorischen Vertauschungen wie „gefickt eingeschädelt“ u.ä. genannt.

41 Nach: Senn S. 18 ff.

42 Gernhardt S. 404 f., Hervorhebungen vom Autor.

43 Nowag / Schalkowski S. 181.

44 Ebd.

45 Ebd. S. 182.

46 Tucholsky, Kurt: Die Zeit schreit nach Satire. In: Kluge S. 190 ff.

47 Senn S. 18 ff.

48 Er schreibt. „Der Satiriker ist ein gekränkter Idealist: Er will die Welt gut haben, sie ist schlecht, und nun rennt er gegen das Schlechte an.“ Als: Tucholsky, Kurt: Was darf die Satire? In: Kluge S. 11.

49 Nowag / Schalkowski S. 183.

50 Ebd. S. 184.

51 Beide Zitate in: Arntzen, Helmut: Deutsche Satire im 20. Jahrhundert. In: Friedemann / Mann S. 224.

52 Ebd.

53 Gesprächsskizze mit W. D. im Anhang.

54 Zitiert nach: Schäfler, Andreas: Wie Deutschland sich einmal ganz naß machte. Eine Wirkungsgeschichte zum „Barbier von Bebra“. In: Droste 98 c, S. 133.

55 Beide Zitate nach: Gesprächsskizze mit W. D. im Anhang.

56 Gesprächsskizze mit W. D. im Anhang.

57 LVZ vom 26. Januar 1994.

58 Tucholsky, Kurt: Was darf die Satire? In: Kluge S. 12.

59 Arntzen, Helmut: Deutsche Satire im 20. Jahrhundert. In: Friedemann / Mann S. 226.

60 Gernhardt S. 343.

61 Arntzen (s.o.) S. 245.

62 Zitiert nach: Weigel S. 3.

63 Droste 95 a, S. 97.

64 Droste, Wiglaf: L e k v i k oder Nach dem Einkauf bei Ikea. In: Rönneburg S. 64 f.

65 Dieser hatte angemahnt, die Deutschen müßten zu ihrer Identität zurückfinden und dürften sich nicht von ihrer Geschichte einzwängen lassen.

66 Quelle unbekannt; Zugabe auf einer Lesung in der Leipziger „Moritzbastei“ am 14. Januar 1999.

67 Eine Satire über einen Abend mit deutscher Volksmusik ist zum Beispiel mit „Lustige Denunzianten“ (statt Musikanten) überschrieben (Droste 98 b, S. 150).

68 „Werkkreis Literatur der Arbeitswelt: Ich stand / am Band.“ (Droste 98 b, S. 22) Mit der Verkürzung auf die banalste Aussage eines Arbeiters, der - als gleichzeitige Parodie auf den „Bitterfelder Weg“ - seine Tätigkeit bedichtet, versetzt Droste sämtlichen Literatur- und sonstigen Kulturzirkel im kleinen Kreis einen kräftigen Hieb und macht sich über ihre Produktionen lustig.

69 So schreibt er von dem ihm per se lästigen Christen, der „eben nicht nur so dumm ist wie das Brot, daß er permanent mit jedermann brechen will…“.

70 Zu den letzten drei Verben hat Droste im Gespräch mit dem Autor dieser Arbeit Umschreibungen parat gehabt. Diese Worte habe er aus seiner Heimat gekannt.

71 Droste 98 b, S. 209.

72 Im Text „Eiapopeia mit Negern“ heißt es: „Heißa: Wir begehen die Woche des ausländischen Mitbür- gers. Heißa und Hosianna: Wir bilden Menschenketten aus Ketten-, nein Quatsch!, aus Nervensägen. Wir haben nichts zu verlieren als unsere Menschenketten. Wir zünden Kerzen an, Lichtlein oder Wärme und Liebe in einer kalten, kalten Welt. Wir nehmen uns bei den Händen und tanzen Ringelreihen: Seht her - wir fassen Ausländer an. Sogar dunkle, sogar kohlenschwatte. Jaha. Sind wir nicht gut? Doch: Wir sind gut, Gutsein ist gut, alles wird gut, tut tut tut.“ (Ebd.) - Aus dem ironisierten anheimelnden Ton der sich selbst als besonders tolerant und vorbildlich betitulierenden Menschen, die mit Lichterketten gegen Aus- länderhaß angehen, wird schnell infantiles Blabla, und Droste überzeichnet somit die - seiner Meinung nach - Lächerlichkeit dieser Veranstaltungen und die anschließende Selbstbeweihräucherung.

73 Siehe Gesprächsskizze im Anhang.

74 Gesprächsskizze mit W. D. im Anhang.

75 Zitiert nach: Arntzen, Helmut: Die Deutsche Satire im 20. Jahrhundert. In: Friedemann / Mann S. 248 f.

76 Nicht wörtlich, aber umschrieben: Gernhardt S. 441 f.

77 Gesprächsskizze mit W. D. im Anhang.

78 Gernhardt S. 444.

79 Nowag / Schalkowski S. 184.

80 In der Gesprächsskizze findet sich der Satz: „Ich habe keinen Respekt davor, in die Knie zu gehen vor ,respektablen‘ Dingen, ohne sie zu kennen.“

81 Beide Zitate in: Gesprächsskizze mit W. D. im Anhang.

82 Zitiert nach: Gernhardt S. 414.

83 Alle Zitate bis hierhin: Wolf S. 32.

84 Tucholsky, Kurt: Was darf die Satire? In: Kluge S. 13.

85 Nowag / Schalkowski S. 188 f.

86 Zitiert nach: Nowag / Schalkowski S. 189.

87 Ebd. S. 191.

88 Wolf S. 43.

89 Zitiert nach: Wolf S. 34.

90 Ebd. S. 37.

91 Ebd. S. 36.

92 Beide Zitate in: Wolf S. 213 f.

93 Arntzen, Helmut: Deutsche Satire im 20. Jahrhundert. In: Friedemann / Mann S. 253.

94 Droste 1993, Track 12.

95 Zitiert nach: Folckers / Solms S. 37.

96 Weigel S. 10.

97 Folckers / Solms S. 21.

98 Stern-Interview in Nummer 40/96, zitiert nach: Weigel S. 11.

99 Zitiert nach: Weigel S. 13.

100 Beide Zitate nach: Weigel S. 14.

27 von 27 Seiten

Details

Titel
Droste, Wiglaf - Handschrift und Leben eines deutschen Satirikers
Hochschule
Universität Leipzig
Veranstaltung
Seminar Kommentieren und Glossieren
Note
gut
Autor
Jahr
1999
Seiten
27
Katalognummer
V96841
ISBN (Buch)
9783640121267
Dateigröße
452 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Droste, Wiglaf, Handschrift, Leben, Satirikers, Seminar, Kommentieren, Glossieren
Arbeit zitieren
Christian Schmidt (Autor), 1999, Droste, Wiglaf - Handschrift und Leben eines deutschen Satirikers, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/96841

Kommentare

  • Gast am 26.12.2001

    Watt ,n Tach.

    Da knack ich gerade nocch die letzten Nüsse vom Nikolaus, die Schale zerbröselte in die Tastatur,denn.....
    ich glaubte es kaum........
    Hausaufgabenkontrolle !!!
    Eigentlich werde ich nur für solche
    Tätigkeiten gerufen.
    Wünsche :Alles Meins (...Lieber Weihnachtsmann,ich
    Wünsche mir........,mach mir immer nur
    keins usw.)
    Alle Christbaumkugeln haben ab jetzt alle Chancen
    zu glänzen,wenn Sie Ihre Hausaufgaben
    ins Internet stellen, hinhängen,pflanzen
    usw.
    Jedenfalls kam ich gerade aus dem Priel
    zur Weihnachtsfeier am Wattcomputer und
    da...........siehe oben................

  • Gast am 27.12.2001

    Kleiner Hinweis.

    Nur ein kleiner Hinweis zum Anhang von einem fernsehverseuchten Kommunikationswissenschaftler:

    Die Sendung "Wochenschow" läuft auf SAT1, nicht auf RTL.
    Bei der angesprochenen Sendung handelte es sich viel mehr um "RTL Samstag Nacht".

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