Humboldt, Wilhelm von - als (Privat-)Gelehrter


Seminararbeit, 2000

19 Seiten


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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wilhelm von Humboldts ganz „normaler“ Bildungsweg
2.1. Herkunft und erste Lebensjahre
2.2. Die (vor-)schulische Ausbildung
2.3. Das Studium der Wissenschaften
2.3.1. Das Studium in Frankfurt/ Oder (Herbst 1787 bis Frühjahr 1788
2.3.2. Das Studium in Göttingen (April 1788 bis Juli 1789)

3. Wilhelm von Humboldt und sein Leben als Gelehrter
3.1. Politik als Beruf
3.2. Wie hat Wilhelm von Humboldt Wissenschaft betrieben
3.3. Die letzten Jahre in Tegel

4. Wilhelm von Humboldt und die Sprachen
4.1. Der Sprachunterricht bei Kunth
4.2. Das Studium der Sprachen bei Heyne
4.3. Sprachen als Hobby?

5. Wilhelm von Humboldt ein (Privat-)Gelehrter?

6. Quellennachweis

1. Einleitung

Wilhelm von Humboldt ist bekannt als Gutsherr, Diplomat, Kritiker, Philologe und Dichter. Berühmt geworden ist er als Sprachwissenschaftlicher und Staatsmann. Nirgends kann man jedoch sein Zentrum finden.1

„Allgemein wird die politische Tätigkeit Humboldts für bedeutender gehalten als seine wissenschaftliche Leistung“2, so Borsche. Daher möchte ich versuchen in dieser Arbeit der Frage nachzugehen, ob Wilhelm von Humboldt ein Wissenschaftler war. Im Zentrum steht hierbei sein Weg dorthin und seine Sprachforschungen. Über Wilhelm von Humboldt wurde seit seinem Tod im Jahre 1835 viel geschrieben. Daher war es für mich sehr schwierig aus den vielen Informationen das wichtigste herauszufinden. In der vorliegenden Arbeit habe ich mich daher auf zwei Bücher beschränkt. Zum einen Tilman Borsches Werk „Wilhelm von Humboldt“ und Christina M. Sauters Buch „Wilhelm von Humboldt und die deutsche Aufklärung“.

von Holwede. Humboldt lernte bei ihm lesen und schreiben. Campe war Philanthrop7 und als Pädagoge der Aufklärung und des Philanthropismus Herausgeber einer 16- bändigen Pädagogischen Enzyklopädie.

Wann Campe das humboldtsche Haus verließ, ist nicht eindeutig zu belegen. In der gängigen Literatur noch in dem von Wilhelm 1817 selbst verfaßten autobiographischen Fragment8 ist das Jahr 1772 oder 1773 angegeben. Ab August 1773 ist Campe Feldprediger in Potsdam.9

Nach dem Weggang Campes übernahm zunächst bis 1776 Johann Heinrich Sigismund Koblanck10 und von 1776 bis 1777 Johann Clüsener11 die Stelle des Hofmeisters. Diese beiden müssen mit zu den weniger berühmten Personen in der Erziehung Wilhelms gehören, da sie in der Literatur nicht explizit aufgeführt werden.

Erst mit Johann Christoph Kunth (1757 - 1829) tritt wieder eine, wenn auch erst in späteren Jahren bekannt gewordene, Persönlichkeit in das Leben Wilhelm von Humboldts. Kunth ist gerade 20 Jahre alt und bricht sein Jurastudium in Leipzig wegen fehlender Geldmittel ab. Erst in späteren Jahren verschafft er sich Ansehen als preußischer Staatsrat und enger Mitarbeiter des Freiherrn von Stein in der Verwaltung des Handels- und Gewerbewesens.12

Kunth ist ernst, zuverlässig und kenntnisreich, aber auch pedantisch und trocken.13 Vielleicht sind diese Charaktereigenschaften diejenigen, die ein Verhältnis voller Spannungen zwischen ihm und Wilhelm verursachten.14 Was Kunth mißfiel, war, daß Wilhelm keinen Mentor in ihm sah, sondern dem Vater mit einer zärtlichen Liebe nachhing.15

Mit dem Tod des Vaters am 6. Januar 1779 muß sich das Verhältnis zwischen beiden nicht entspannt haben. Denn nun übernahm Kunth nicht nur die Rolle des Erziehers, sondern auch die Vaterrolle. Sicherlich auch aufgrund des freundschaftlichen und vertraulichen Verhältnisses Kunths zur Mutter von Humboldt. Dieses komplizierte Verhältnis zwischen Kunth und Wilhelm beschreibt er als „ein[em] wahre[n]

Frauenleben. So ungetrennt von ihm, so abhängig, und doch gar nicht auf die Weise, wie es sonst in solchen Verhältnissen ist. Es war kein Befehlen, kein eigentliches Fordern von seiner Seite, nur so ein Gekränktsein, oder Sichstellen über die Dinge, die ihm mißfielen. Also ewig von mir die Sorge, ihn heiter zu erhalten, von beiden Seiten wirklich verbunden mit einer Art von Liebe, und überladen von Gefühlsäußerungen.“16 Mit dem Tod des Vaters zieht sich Wilhelm von Humboldt in die Welt der Bücher zurück. „Bis in meinem 12. [Lebens]jahr war ich natürlich, wie alle anderen Kinder sind, nur ein wenig unartiger und verzogener. In meinem 12. Jahre gewann ich durch die Lektüre der alten Geschichte auf einmal Geschmack an Literatur und Wissenschaften. Ich saß jetzt faßt immer bei meinen Büchern und war äußert arbeitsam, [...]“17

Kunth unterrichtet Wilhelm in Mathematik und Geschichte. Mit 14 Jahren begann für ihn der Sprachunterricht. Neben Deutsch erhielt Wilhelm Unterricht in Französisch, wie es zu den Geflogenheiten seines Standes gehörte. Besonderen Wert legte Kunth auf Latein. Griechisch kam hinzu. In Kapitel drei gehe ich noch näher auf die Vermittlung des Sprachunterrichts Kunths ein.

Ab 1785 wird Wilhelm von Humboldt in das gesellschaftliche Leben im aufgeklärten Berlin eingeführt. Die Ausbildung nimmt nun auch die Vermittlung von Lerninhalten, die für die Universität benötigt werden, auf. Für die weitere Ausbildung, die überwiegend nicht mehr von Kunth durchgeführt wird, werden von ihm und der Mutter weitere Persönlichkeiten in Berlin ausgesucht.

In kleinen Gruppen und Privatunterricht erhielt Wilhelm Unterricht in Nationalökonomie und Statistik bei dem Historiker und Diplomaten im Ministerium für auswärtige Angelegenheiten Christian Wilhelm von Dohm (1751 -1820). Ernst Ferdinand Klein (1743 - 1810), Jurist, Kammergerichtsrat und wichtigster Mitarbeiter am strafrechtlichen Teil des Allgemeinen Landrechts, unterrichtet Wilhelm in Naturrecht. Wilhelm besucht Unterricht zur Philosophie und deren Geschichte vom Standpunkt der Aufklärung beim berühmten Verfasser des Werkes „Philosophen der Welt“ von Johann Jakob Engel (1741 - 1802).18

Wilhelm von Humboldt genießt einen sehr guten Unterricht, der weit über das in Adelskreisen als standesgemäß betrachtete Maß hinausgegangen ist. Daß der Ausbildung soviel Bedeutung beigemessen wurde, ist sicherlich dem Einfluß des Philanthropismus zuzuschreiben.19 Denn nach dessen Theroien ist der Nutzen des Einzelnen für die Gesellschaft und damit seine Stellung im Staate abhängig vom Grad der Ausbildung.20

Wilhelm erhält ein breites Spektrum an Wissen vermittelt. Nicht zuletzt aufgrund des Wunsches der Mutter Wilhelm den Zugang zur Universität zu ermöglichen und damit verbunden eine Laufbahn am preußischen Königshof.

Er hat auch nie eine öffentliche Schule besucht. Somit konnte der Unterricht sowohl in Tegel als auch in Berlin individuell und auf die Bedürfnisse Wilhelm, der Mutter und nach den Zielen des Philanthropismus gestaltet werden.

2.1. Das Studium der Wissenschaften

2.3.1 Das Studium in Frankfurt/ Oder (Herbst 1787 bis Frühjahr 1788)

Zum Wintersemester 1787/ 1788 schreibt sich Wilhelm von Humboldt an der Universität in Frankfurt/ Oder für Nationalökonomie und Jura ein. Er studierte hier ein Semester mit seinem Bruder Alexander, begleitet von Kunth. Frankfurt wurde von der Mutter aufgrund der Nähe zu Berlin ausgesucht.21 Er fühlt sich hier nicht wohl und führt ein zurückgezogenes Leben.22 Er tadelte an den Professoren herum und beschwerte sich über die Studentenschaft. So schreibt er an seinen Jugendfreund Beer: „Wenn sie jemand wissen, der gern Doktor werden will und nichts gelernt hat, schicken Sie ihn nur her. Hier braucht er nichts als eine Stunde lang zu stehen und zu tun, als wollte er disputieren. Denn der Professor macht nicht bloß die Disputation für ihn, er hält sie auch hernach.“23 Vielleicht lag es auch daran, daß die Universität keine namenhaften Professoren zu dieser Zeit vorweisen konnte.24 Bekannt war zu dieser Zeit Humboldts ehemaliger Griechischlehrer Josias Friedrich Löffler in dessen Haus er wohnte.

Wilhelm arbeitete sehr fleißig und widmete sich vor allem den juristischen Studien. Insbesondere besucht er Vorlesungen bei Johann Friedrich Reitemeier. Dieser studierte bereits bei Christian Gottlob Heyne in Göttingen.25

An seinen Jugendfreund Beer berichtet er, er arbeite täglich von sechs Uhr morgens bis elf Uhr abends.26

Reitemeier und die schlechte Universität waren auch der Grund warum er im kommenden Semester nach Göttingen geht.

2.3.2 Das Studium in Göttingen (April 1788 bis Juli 1789)

Ab 23. April 1788 ist Wilhelm von Humboldt als studiosus juris in der Matrikel der „Georgia - Augusta“ -Universität aufgenommen.

Hier in Göttingen trifft Humboldt auf genügende Persönlichkeiten, denn diese Universität steht gerade im Zenit ihres Daseins.27 Sie hatte die berühmten Professoren die Frankfurt/ Oder nicht bieten konnte. Bekannte Professoren waren damals Johann Stephan Pütter (Jurist), Albrecht von Haller (Naturforscher), Georg Christoph Lichtenberg (Physiker), Christian Gottlob Heyne (Philologe), August Ludwig Schlözer (Historiker), Johann Beckmann (Ökonom).

Bei einigen eben genannten Professoren besuchte Wilhelm von Humboldt Vorlesungen. Angesichts der Tatsache, daß Humboldt als Jurastudent eingetragen war, kann man davon ausgehen, daß sein Hauptstudiengebiet weiterhin, die juristischen Studien waren. Durch seine intensiven juristischen Studien in Frankfurt/ Oder hatte er hier Zeit sich anderen, für ihn interessanteren Studienfächer, zu widmen.28

In der Literatur ist immer wieder zu finden, daß Wilhelm von Humboldt auch hier in Göttingen Seminare und Vorlesungen zur Jurisprudenz besuchte. So auch Sauter und Borsche. Wilhelm von Humboldt schreibt in einer autobiographischen Skizze aus den zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts folgendes: „W. von Humboldt hatte schon in Berlin einen juristischen Cursus vollendet,29 als er im Herbst 1787 nach Frankfurt an der Oder gieng, und daselbst vorzüglich Reitemeiers Unterricht genoss. Vom Frühjahr 1788 bis gegen den Sommer 1789 studirte er in Göttingen, wo er jedoch keine juristischen Collegia mehr hörte, und überhaupt nur einige Vorlesungen Heyne´s, Schlözer´s und Lichtenberg´s besuchte.“30

Die Literatur belegt eindeutig, daß er auch hier an juristischen Vorlesungen, insbesondere bei Johann Stephan Pütter und August Ludwig Schlözer (1735 - 1809), besucht hat. Dies ist zunächst mit der Einschreibung als juris studiosus, zweitens mit seinen entliehenen Bücher aus der Göttinger uni-bibo zu belegen. Hier lieh er sich unter anderem den „Entwurf eines allgemeinen Gesetzbuches für die Preußischen Staaten. Erster Theil/ Zweiter Theil“ (Berlin/ Leipzig, 1785) und von Christian Wolf „Jus naturae scientifica pertractatum ... Auctore Christiano Wolfio31. Ein weiterer Beleg könnte seine „quasi juristische Dissertation, über die Praescription in Criminalfällen bei den Alten, wie Friedrich Heinrich Jacobi am 15. Februar 1789 Goethe zu berichten weiß.32

Neben den juristischen Pflichtveranstaltungen bei Schlözer und Pütter besuchte er weitere Vorlesungen bei Georg Christoph Lichtenberg (1742 - 1799) und Christian Gottlob Heyne (1729 - 1812).

Lichtenberg als Physiker hielt privat eine Vorlesung zum Thema „Licht, Feuer, Elektrizität und Magnetismus“.33 Nun ist auch sein Bruder an der Universität Göttingen. Viel interessanter sind jedoch die Vorlesungen und Seminare, die von Humboldt bei Heyne besuchte. Philologie und insbesondere Altphilologie wurden hier vermittelt. Die Sprachwissenschaft scheint Humboldt zu faszinieren. Auch durch seine Kindheit in Tegel, wo er nach dem Tod seines Vaters (vgl. oben), viel Zeit mit der alten Literatur und Geschichte verbrachte. Nun konnte er seine damals erworbenen Kenntnisse vertiefen.

In Kapital drei werde ich nochmal auf die Vorlesungen bei Heyne näher eingehen.

Nachdem Wilhelm von Humboldt ein Fachsemester in Frankfurt/ Oder und drei allgemeinbildende Semester in Göttingen hinter sich hatte, ging er ohne Abschluß von der Universität ab. Schon während seines Studiums machte er eine Reise quer durch das Deutsche Reich (von September bis November 1788). Diese sogenannten Kavaliersreise führte ihn von Göttingen bis nach Mainz. Zu den Höhepunkten dieser Reise zählen die Besuche bei Friedrich Heinrich Jacobi in Pempelfort und Georg Forster in Mainz.34 Im

Anschluß seines Studiums führte ihn die Reise mit seinem ehemaligen Hauslehrer Campe nach Paris. Ausgesucht wurde der Ort aufgrund der gerade stattfindenen Revolution. Hier weilt er nicht lange, da er unter anderem auch nicht die Revolutionseuphoprie Campes teilen kann.35

Zu seinem letzten Ausbildungsabschnitt ist seine Stelle als Referendar beim Kammergericht in Berlin zu sehen. Hier schlug er eine juristische Laufbahn ein. Diese muß doch recht glänzend gewesen sein. So erfolgte die Anstellung im Februar, die dazugehörige Prüfung im März und die Referendarprüfung im Juli 1790. Nach dem Urlaub nimmt er noch weitere Referendariate an. So beim Hof- und Kammergericht, daraufhin am Oberappellationsgericht und danach am kurmärkischen Pupillenkollegium. Gleichzeitig arbeitete er bei Graf Hertzberg im auswärtigen Department und bekommt im Juni 1790 den Titel eines Legationsrathes verliehen.

Nach dieser Ausbildung verlässt er den Staatsdienst und lässt sich vom auswärtigen Dienst beurlauben.36

Geprägt durch seine Erziehung und Ausbildung nach dem Philanthropismus durch Kunth läßt sich, meines Erachtens, auch während der Studienzeit wieder erkennen, wie von Humboldt ein weites Spektrum an Wissen vermittelt wird. Nur hat er nun teilweise, wenn auch nur in Göttingen, wo er erstmals allein verweilte, die Möglichkeit seinen Interessen nachzugehen und die für ihn wichtigen Gebiete der Wissenschaften zu erforschen.

Auch wenn Wilhelm von Humboldt ohne jeglichen Abschluß, Magister oder Doktor von der Universität, hat er doch einiges gelernt. Danken kann er dies zum einen den Professoren in Göttingen und sich selbst. Denn durch Selbststudium hat er sich mit einigen Dingen, beispielsweise den Theorien Kants, vertraut gemacht. Und meines Erachtens zählt folgendes Charakteristikum von Humboldts „dem jeder Zweig des Wissens Vergnügen macht“37 mehr als ein universitärer Abschluß.

3. Wilhelm von Humboldt und sein Leben als Gelehrter

Wilhelm von Humboldt hat sich neben seiner Zeit als Politiker, Staatsmann und Gutsherr mit vielen interessanten wissenschaftlichen Gebieten befaßt. Er beschäftigte sich vor allem mit Sprachen (siehe Kapitel 4). Dazu kommen Geschichte, Philosophie Kunst, Literatur, Physik und Natur.38 Viele Autoren, die sich mit dem Leben Wilhelm von Humboldts beschäftigt haben, meinen „Humboldts Werk ist in erster Linie sein Leben“39. Ebenso ist sein Leben auch sein Werk.

3.1. Politik als Beruf

Wie ich bereits in Kapitel 2 beschrieb, richtete sich die Ausbildung Wilhelm von Humboldts danach, ihn auf eine juristische Laufbahn am preußischen Königshof vorzubereiten.

Nach seiner Ausbildung, die 1790 endete, wendete er sich nun vom Staat ab. Während dieser Zeit reiste er viel. Insbesondere nach Paris und Spanien. In diesem Lebensabschnitt muß er noch Zeit gehabt haben, um sich wissenschaftlichen Gebieten zu widmen. Gerade der Aufenthalt in Paris (1797 - 1799) und Spanien brachten ihm Erkenntnisse zum Studium der Sprachen und Nationalcharaktere.

Mit der Ernennung zum Preußischen Residenten am päpstlichen Stuhl in Rom schlug er die Laufbahn als Politiker und Diplomat ein.

Aber auch hier hatte er Zeit, sich seinen wissenschaftlichen Gebieten zu widmen. So betrieb er auch in Rom Studien zur Philologie. Immer hin und her gerissen zwischen Beruf und Privatleben betrieb er unaufhörlich seine Sprachforschungen und schrieb Artikel zu seiner Auffassung vom Staat und für eine neue Verfassung. Vielleicht ist auch das der Grund, warum viele Erkenntnisse nur fragmentarisch hinterlassen wurden. Ihm muß es an Zeit gefehlt haben. Denn zum einen diente der Beruf als Broterwerb, um die Familie zu ernähren und andererseits wurde von ihm dies erwartet, nicht zuletzt von seiner Mutter.

3.2.Wie hat Wilhelm von Humboldt Wissenschaft betrieben?

In einer Zeit wo es noch keine modernen Kommunikationsmittel, wie eMail, Internet und Telephon, betrieb man Wissenschaften nicht nur an den Universitäten und Akademien, sondern auch in Briefen, Vereinen und Gesprächen zwischen Freunden. Selbst wenn ein Brief zur damaligen Zeit noch mehrere Tage und Wochen unterwegs war, so war es die einzige Form sich auf einer weiten Entfernung zu unterhalten. Wilhelm von Humboldt wird als Klassiker des Briefes bezeichnet.40 „Philip Mattson, der Archivar der Humboldtforschung, ist mit der Zählung seines Briefwechsels bei Nr 12467 angelangt [...]“41 Ich denke diese Zahl belegt eindeutig wie viele Briefe Humboldt in seinem Leben geschrieben hatte.

Nicht nur Briefe waren ein Kommunikationsmittel. Weiterhin betrieb Wilhelm von Humboldt Wissenschaft im Verein. Der Tugendbund, der von Henriette Hertz und ihrer Freundin Brendel Veit42 gegründet wurde. Er wird als Geheimbund bezeichnet. Dieser Bund dient zur gegenseitigen moralischen Bildung mit eigener Satzung, Verschwiegenheitspflicht, Pflicht zur Offenheit untereinander und Du - Zwang.43 Durch seine vielen Reisen traf sich Wilhelm von Humboldt mit vielen gelehrten Persönlichkeiten, wie Schiller und Goethe. Bei diesen Treffen wurde viel über Wissenschaften philosophiert.

Neben Büchereditionen erschien auch viel in der „Berlinischen Monatsschrift“. Diese Zeitschrift war ein hochangesehenes Organ der Aufklärer in Berlin.

3.3. Die letzten Jahre in Tegel

Wilhelm von Humboldt verlässt am Ende des Jahres 1819 den Staatsdienst und lebt bis zu seinem Tode am 8. April 1835 als Privatgelehrter in Tegel. Durch einen regen Briefwechsel bleibt die Verbindung mit der gelehrten Welt bestehen. Hier findet er endlich die Ruhe und Abgeschiedenheit sich seinem Sprachstudium zu widmen und dieses in mehreren Werken, wenn auch nur fragmentarisch, nieder zu schreiben.44 Und mit dieser Arbeit tritt Wilhelm von Humboldt in den spezialwissenschaftlichen Bereich ein.45

Den größten Teil seiner Zeit widmete er dem Sprachstudium und hält an der Berliner Akademie mehrere Vorlesungen zu seinen Forschungen.

4. Wilhelm von Humboldt und die Sprachen

Wilhelm von Humboldt hat sich in seinem Leben mit insgesamt 32 Sprachen beschäftigt. Er hat sie nicht alle gesprochen. Neben seiner Muttersprache beherrschte er Französisch, Englisch, Italienisch, Latein, Griechisch und in geringem Maße Spanisch in Wort und Schrift.46

Es ist ihm nicht wichtig, alle Sprachen zu sprechen und zu verstehen, sondern ihm ist es wichtig Erkenntnisse zu „Sprache, Völkerentwicklung und Menschenbildung“47 zu erhalten. Hierbei sind ihm der „Nationalcharakter der Sprachen, der „Einfluß der verschiedenen Charaktere der Sprache auf Literatur und Geistesbildung und die Übersetzbarkeit der Sprache wichtig.

Das sich Wilhelm von Humboldt sich mit Sprachen beschäftigt hat, kann er Kunth, der ihn frühzeitig an die Sprachen herangeführt hat und dem bekannten Altphilologen Heyne verdanken.

4.1. Der Sprachunterricht bei Kunth

Kunth legte einen großen Wert auf den Unterricht der Sprachen. Mit neuen reformpädagogischen Methoden wurde dieser vermittelt. Er versucht an den Nachahmungstrieb ansetzen. Es ist nicht wichtig nur die sture Grammatik zu pauken, sondern die Sprache lesen und sprechen und somit verstehen zu lernen.48 Im Deutschunterricht wird große Aufmerksamkeit auf einen grammatikalischen und stilistischen richtigen Gebrauch der Sprache gelegt. Viele Personen, zu denen auch Kunth zählt, haben das Selbstverständnis der intellektuellen Führungsschicht, die sich zunehmend der deutschen Sprache als neu entdeckte Gelehrtensprachen annimmt. Hierbei geht die Ausbildung mit dem richtigen Umgang der deutschen Sprache weit über das in Adelskreisen hinaus.49

Gerade im Französischunterricht Kunth wert darauf nicht nur die stupide Grammatik zu pauken, sondern eben durch „Lesen und vieles Sprechen“50 die Sprache zu erlernen.51 Ein weiteres wichtiges Unterrichtsfach ist Latein. Kunth verleiht dem Unterricht einen lebenspraktischen Bezug und will nicht nur irgendwelchen Phrasen hinterher jagen. Diese Form des Unterrichts richtet sich ebenfalls nach reformpädagogischen Maßnahmen. Die Sprache soll durch die Vermittlung von Sachkenntnissen erlernt werden. Lateinische Texte sind Übungsstoff zur Verbesserung des Ausdrucks im Deutschen. So arbeitet Kunth anhand von Oden des Horaz Geschichte und Mythologie des Altertums auf, geographische Begebenheiten. Andere Texte dienten der moralischen ethischen Unterweisung und dabei wird die Rhetorik und Grammatik eingeübt.52

Bei Friedrich Christian Löffler erhält Wilhelm von Humboldt Unterricht in Griechisch. Diese kurze Zeit des Unterrichts muß soviel Spaß gemacht haben, daß er oft für sein ausgeprägtes Griechischstudium zu Hause getadelt worden ist.53

4.2. Das Sprachstudium bei Heyne

In Göttingen hat Wilhelm von Humboldt endlich wieder Zeit sich mit dem in Kindertagen begonnenen Studium der Sprachen zu widmen. An der Georgia - Augusta Universität bietet ihm dazu die Möglichkeiten. Durch seine bereits 25- jährige Lehrtätigkeit an der Göttinger Universität ist der Altphilologe Christian Gottlob Heyne im gesamten Reich bekannt.

Heyne zeigte Humboldt das Altertum in einer lebendigen Fülle und den Reichtum der Sprachen. Um das Altertum zu verstehen, verfährt Heyne in drei Schritten: critica - interpretatio - commentatio.54

Die critica hat die Aufgabe die Sicherstellung des richtigen Wortlautes und urteilt, bereinigt und verbessert Textstellen. Hier wird eine Stellung zu grammatischen Konstruktionen und metrischen Besonderheiten gezogen.

Die interpretatio soll den Sinn erfassen. Es erforderte ein Sicheinlassen auf den Text. Es ist ein Einfühlen gemeint, daß man die Umstände der Entstehungszeit und des Entstehungsortes betrachtet und aus diesen heraus den Text versucht zu interpretieren, verstehen und erklären.

Die Interpretation wird unterstrichen durch die commentatio. Sie fügt den in der Interpretation gewonnen Aussagen, die Hintergründe zu. Die Ausrichtung eines Werkes auf moralische Unterweisung gilt es in diesem Schritt zu ermitteln. Ziel ist es auch die Intention des Autors sowie die Ansichten und Meinungen des jeweiligen Zeitalters zu verstehen.

4.3. Sprachen als Hobby?

Während seiner Zeit als Privatgelehrter 1972 - 1794 pflegt er einen freundschaftlichen Kontakt zu dem damals bekannten Philologen und Dozent an der Universität von Halle, Friedrich August Wolf, der zugleich Humboldts Mentor und Gesprächspartner in philogicis (Philologien) war. Später berief Wilhelm ihn auf den philologischen Lehrstuhl an die Berliner Universität. Zu dieser Zeit übersetzte er einige Oden des

Pindar und begann mit der Übersetzung des Agamemnon von Aischylos. Diese Übersetzung dauerte ca. 20 Jahre und fand 1816 ihren Abschluß, und wurde veröffentlicht. Sie gilt noch heute als Klassiker der Übersetzungstheorie.55 Humboldt kam in der Welt herum. Die Studien der Nationalcharaktere in Paris und Spanien gaben ihn neue Möglichkeiten sein Sprachstudium fortzusetzen. Insbesondere das Baskische, die einzige nicht indogermanische Sprache in Westeuropa, hatte ihm angetan.

In den römischen Jahren verbrachte Humboldt viel Zeit mit den antiken Sprachen, denn die diplomatischen Geschäfte erledigt er nebenbei. Hier traf er auf den Abt Panduro Hervas. Humboldt sammelte hier Hilfsmittel zum Studium der amerikanischen Sprachen, indem Hervas ihm Abschriften von ehemaligen Jesuiten, die als Missionare in den spanischen Teilen Amerikas unterwegs waren, besorgte. Diese Sammlung baute er in den Tegeler Jahren von 1820 -1835 aus und besitze eine der größten linguistischen Bibliotheken. Ebenso bekam Humboldt hier einen von Hervas 1784 herausgebrachten „Katalog aller bekannten Schriften“ (ca. 300). Dennoch beschränkte er sich nicht nur auf den amerikanischen Sprachraum sondern, studierte auch das unzählige Material, von Missionaren gesammelt, aus Afrika, Ostasien und der Südsee.56 Lediglich die Zeit nach Rom, wieder zu Hause in Tegel, ließen Humboldt, durch den Tod seiner Mutter, wenig Zeit sich mit der Sprachforschung auseinander zusetzen.

Erst in Wien, wo auch die Übersetzung des Agamemnon ihren Abschluß fand, hatte Wilhelm von Humboldt, trotz der intensiven diplomatischen Tätigkeiten, Zeit sich wieder mit der Sprachforschung auseinander zusetzen. Auch durch die großen Forschungsreisen seines Bruders Alexander erhielt Wilhelm von Humboldt eine große Ausbeute an sprachlichen Forschungsmaterial. Durch die britische Eroberung Indiens erhielt er Zugang zum Sanskrit. Diese Studien vertiefte er 1818, als er in London weilte, mit einem Freund Schlegels, Franz Bopp, der die Schrift „Über das Conjugationssystem der Sanskritsprache in Vergleichung mit jenen der griechischen, lateinischen, persischen und germanischen Sprache“ 1816 veröffentlicht hatte. Auch Bopp wurde 1821 an die Berliner Universität berufen. Ebenfalls kam er mit der ägyptischen Sprache in Berührung. Die Gelehrten Napoleons, die ihn auf seinem Feldzug nach Ägypten begleiteten brachten genügend linguistisches Material mit.

Die fragmentarischen und nicht vollständig abgeschlossenen Arbeiten, die Wilhelm von Humboldt hinterließ lassen sich nach Schaffstein57 in vier Gruppen einteilen. Erstens: Die Untersuchungen über die amerikanischen Eingeborenensprachen, die am wenigsten abgeschlossen sind. Obwohl er sich lange und intensiv damit auseinandergesetzt hat wurde davon nicht viel veröffentlicht. Es gibt circa 30 von ihm verfaßte und unveröffentlichte Grammatiken und Wörterbücher amerikanischer Sprachen. Nach seinem Tod wurden das Fragment „Analyse der mexikanischen Sprache“58 und die Akademievorlesung „Inwiefern lässt sich der ehemalige Kulturzustand der eingeborenen Völker Amerikas aus den Überresten ihrer Sprache“59 veröffentlicht.

Die zweite Gruppe bilden die Studien über das indische Sanskrit und seine Literatur. Nach anderthalbjähriger Beschäftigung mit dieser Sprache veröffentlichte er einen Aufsatz über bestimmte Verbalformen des Sanskrit. 1825 und 1826 hielt er in Berlin die Akademievorlesung „Über die unter dem Namen Bhagavad - Gita bekannte Episode Mahabharata“.60 1828 hält er am Pariser Institut eine Vorlesung, wobei er die griechische Tempusbildung mit der im Sanskrit verglich.

Die dritte Gruppe seiner Arbeiten, sind die Aufsätze über die Schrift und ihr Verhältnis zur Sprache. Von 1824 bis 1825 hält er an der Berliner Akademie drei Vorlesungen zu dieser Thematik. Diese entstanden im Zusammenhang mit der Entzifferung der Hieroglyphen von Champollion, die Humboldt natürlich verfolgte. Diese drei Vorlesungen trugen die Namen „Über den Zusammenhang der Schrift mit der Sprache“, „Über die Buchstabenschrift“ und „Über vier ägyptische löwenköpfige Bildsäulen“.

Die letzte und wichtigste Gruppe, sind die Studien zu den grundsätzlichen und allgemeinen Problemen der Sprachwissenschaft. Hierbei ist das Vergleichen der Sprachen für ihn am wichtigsten. 1827 veröffentlicht er den Aufsatz „Über den Dualis“. Hierbei geht es um eine einzelne grammatikalische Form und ihr Vorkommen in zahlreichen toten und lebendigen Sprachen. Zu seinem Hauptwerk zählen die Bände zu den Untersuchungen der malyischen Sprachen. In seinen Forschungen beschränkt sich Wilhelm von Humboldt zuletzt auf die Kawi - Sprache. Diese ist eine heilige Dichter- und Gelehrtensprache auf Java. Er versucht die Vermischung der sanskritischen und malyischen Sprachelemente als Ausdruck der indischen Einwirkung auf die einheimische Bildung darzustellen. Als Humboldt 1835 stirbt liegt der erste Band „Über die Verbindungen zwischen Indien und Java“ druckfertig vor. Die Bände „Über die

5. Wilhelm von Humboldt ein (Privat-)Gelehrter?

Wilhelm von Humboldt hat sich in seinem Leben mit vielen Dingen beschäftigt. Ich denke er gehört zu den gelehrten Personen unserer Geschichte. Sein Leben und sein Wirken sind seine Werke, die er, wenn auch nur fragmentarisch, hinterlassen hat. Er hat nie einen offiziellen Status als Wissenschaftler erreicht, denn er hat auch keinen Abschluß wissenschaftlichen Standards errungen.

Vielmehr beschäftigte er sich in seinem privaten Leben mit der Wissenschaft. Er ist ein Privatgelehrter, der nie einen Zugang zur Universität bekam. Seine Forschungen stellte er vornehmlich an Akademien vor. In Gesprächen mit Freunden und anderen Gelehrten, sowie durch die Veröffentlichungen, teilweise auch unter Pseudonym, in Zeitschriften und Bücher, nutzte er die Möglichkeit seine Erkenntnisse in der Gelehrtenwelt und Öffentlichkeit zu verbreiten.

Wenn ich Wilhelm von Humboldt zu den Gelehrten zähle, ist er auch ein Wissenschaftler. Unter einem, Wissenschaftler verstehen wir eine gelehrte Person. Wilhelm von Humboldt ist ein Wissenschaftler.

Über die Frage inwiefern Humboldt ein Fachwissenschaftler war läßt sich streiten. Meines Erachtens hat sich sein ganz Leben mit den Sprachen beschäftigt. In seinen letzten 15 Lebensjahren in Tegel beschäftigte er sich ausschließlich mit den Sprachen und schrieb seine Erkenntnisse aus seinen Forschungen über die Sprache nieder. Er hinterläßt zwar nur Fragmente, aber bis heute wurden sie aufgearbeitet und stehen der heutigen Wissenschaft zur Verfügung, die diese auch nutzt.

Abschließend möchte ich meine eingangs erwähnte Frage mit ja beantworten und Wilhelm von Humboldt zu den Privatgelehrten unserer Geschichte zählen. Er ist ein Sprachwissenschaftler gewesen.

Kawi - Sprache“ und „Über den maliischen Sprachstamm“ (erste Grammatik zu den malyischen Sprachen) wurden von seinem Mitarbeiter Buschmann überarbeitet und herausgegeben.

Wilhelm von Humboldt hat sich sein ganz Leben mit Sprachen beschäftigt. Wenn er auch nur wenig Zeit hatte, so hatte er die Möglichkeiten quer durch Europa zu reisen. Sei es nun aus privaten oder beruflichen Gründen gewesen. Dennoch hatte er immer die jeweiligen Möglichkeiten wahrgenommen sein Sprachstudium fortzusetzen.

2. Wilhelm von Humboldts ganz „normaler“ Bildungsweg

Wilhelm von Humboldt wächst zur Zeit der Aufklärung auf. Die Aufklärung ist eine neue Bewegung in der Geistesgeschichte in Europa im 18. Jahrhundert. Ziel dieser Bewegung war es nach dem „finsteren Mittelalter“ die menschlichen Beziehungen auf individueller, sozialer und staatlicher Ebene auf Grundlage des kritischen Verstandes - dem Rationalismus - neu zu gestalten und zu ordnen.3

Es ist eine mit dem Aufstieg des Bürgertums einhergehende Emanzipationsbewegung. Ihre Erkenntnisse stammen aus dem Humanismus, der Reformation und mit der rationalistischen Philosophie machte sie die Vernunft zum Maßstab menschlichen Handelns. Konkretes Ziel war es den Menschen aus der selbstverschuldeten Lage zu befreien. So forderte es Kant. Die Aufklärung übte Kritik am Gottesgnadentum und an der Alleinherrschaft des Monarchen. Sie forderte daraus die Beachtung der Menschenrechte, die Durchsetzung einer vernunftsbezogenen Moral, die Gewaltenteilung, eine umfassende Bildung und die freie Entfaltung der Wirtschaft insbesondere der Landwirtschaft. All diese Zielsetzungen münden ein in die Forderung auf Beachtung des „Gesellschaftsvertrages“ und nach neuen Verfassungen.4

2.1. Herkunft und erste Lebensjahre

Wilhelm von Humboldt wird am 22. Juni 1767 in Potsdam geboren. Die Familie des Vaters, Alexander Georg von Humboldt (1720-1779), stammt aus Pommern.5 Die Mutter, Maria Elisabeth von Humboldt, geborene Colomb, verwitwete Freifrau von Holwede (1741-1796) heiratet 1766 Alexander G. v. Humboldt. Ihre Ahnen, eine Hugenottenfamilie, stammten aus dem Süden Frankreichs.6 Am 14. September 1769 wird sein Bruder, Alexander von Humboldt, in Berlin geboren.

2.2. Die (vor-)schulische Ausbildung

Schon zu Beginn seiner Ausbildung und Erziehung suchten die Eltern Personen aus, die sich bereits ein hohes Ansehen erworben hatten oder dies zumindest noch in ihren späteren Leben taten.

Die Verantwortung für den ersten Unterricht und der Erziehung oblag dem Hauslehrer Joachim Heinrich Campe (1746-1818). Campe war der Hauslehrer seines Stiefbruders

6. Quellennachweis

Borsche, Tilman: Wilhelm von Humboldt, München 1990

Geiss, Imanuel: Geschichte griffbereit. Begriffe. Bd. 4, Hamburg 1988

Flitner, Andreas/ Giel, Klaus: Wilhelm von Humboldt. Werke in fünf Bänden. Schriften zur Sprachphilosophie. Bd. 3, Darmstadt 1963

Königliche Preußische Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Wilhelm von Humboldts Gesammelte Schriften. Tagebücher. Bd. XV (Leitzmann), Berlin 1903ff.

Pleticha, Heinrich (Hrsg.): Weltgeschichte in 12 Bänden. Aufklärung und Revolution. Bd. 8, Gütersloh 1996

Sauter, Christina M.: Wilhelm von Humboldt und die deutsche Aufklärung, Berlin 1998

Schaffstein, Friedrich: Wilhelm von Humboldt. Ein Lebensbild, Frankfurt a. M. 1952

[...]


1 Borsche, 1990

2 ebd. S. 29

6 Schaffstein, 1952

7 Der Philanthropismus ist eine Antwort der Pädagogik auf die Aufklärung. Die Vertreter dieser pädagogischen Reformbewegung verstehen Erziehung nicht länger als eine Vorbereitung des Menschen auf ein zukünftiges Leben, sondern die Erziehung zum brauchbaren Menschen. (vgl. Sauter, 1998)

8 Zitat: „1772 oder 1773 muss Campe, von dem ich lesen und schreiben gelernt, weggegangen seyn.“ (GS XV)

9 GS XV

10 später Prediger in Berlin (vgl. GS XV)

11 später Kabinettssekretär der Prinzessin Ferdinand (vgl. GS XV)

12 Borsche, 1990

13 Schaffstein, 1952

14 Sauter, 1998

15 Schafftsein, 1952

16 aus einen Brief an Caroline von Dachröden, nach Sauter, 1998

17 aus einen Brief an Henriette Herz, einer jüdischen Ärztin, nach Schaffstein, 1952

18 Borsche, 1990

19 Sauter, 1998

20 ebd.

21 Schaffstein, 1952

22 Sauter, 1998

23 Schaffstein, 1952, S. 22

24 So auch zu lesen in der Geschichte der Universität. Nach dem Thesenanschlag Luthers 1517 in Wittenberg, fiel Frankfurt hinter Wittenberg zurück. Bereits 1600 war sie dann nur noch die drittgrößte Universität nach Wittenberg und Leipzig. (vgl: http://www.viadrina.de)

25 Sauter, 1998

26 Schaffstein, 1952

27 Die Universität wurde 1734 gegründet und bietet zunehmend eine starke Konkurrenz zur beliebten Universität in Halle. Erst mit der Gründung der Universität in Berlin verliert sie ihr Ansehen. (vgl. Sauter, 1998 und http://www.uni-göttingen.de/allgemeines/geschichte.htm)

28 Sauter, 1998

29 gemeint ist hier die Vorlesung in Naturrecht bei Klein

30 GS XV

31 Sauter, 1998

32 Briefwechsel zwischen Goethe und F. H. Jacobi, (nach Sauter, 1998)

33 Sauter, 1998

34 Borsche, 1990

35 ebd.

36 Borsche, 1990

37 aus einem Brief von Georg Forster an Thomas Sömmering, nach Suater, 1998

38 Borsche, 1990

39 Borsche, 1990, S. 29

40 Borsche, 1990

41 ebd., S. 12

42 Tochter von Mendelssohn

43 Borsche, 1990

44 Borsche, 1990

45 Schaffstein, 1952

46 Schaffstein, 1952

47 aus seiner am 29. Juni 1820 in Berlin gehaltenen Vorlesung „Über das vergleichende Sprachstudium“, aus: Flitner/ Giel

48 Sauter, 1998

49 Sauter, 1998

50 ebd. S. 36

51 ebd.

52 ebd.

53 In einem Brief an Caroline (?)

54 Sauter, 1998

55 Borsche, 1990

56 Schafftsein, 1952

57 Schaffstein, 1952

58 (?)

59

60 ein altindisches Heldenepos

3 Geiss, 1998

4 Pleticha, 1996

5 Borsche, 1990

19 von 19 Seiten

Details

Titel
Humboldt, Wilhelm von - als (Privat-)Gelehrter
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin
Veranstaltung
PS Ein Berliner Brüderpaar: Alexander und Wilhelm von Humboldt
Autor
Jahr
2000
Seiten
19
Katalognummer
V96954
Dateigröße
374 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Humboldt, Wilhelm, Berliner, Brüderpaar, Alexander
Arbeit zitieren
Andreas Brömme (Autor), 2000, Humboldt, Wilhelm von - als (Privat-)Gelehrter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/96954

Kommentare

  • Gast am 5.11.2000

    Wilhelm von Humboldt.

    Unredliche, unwissenschaftliche Arbeit, da passagenweise abgeschrieben aus Borsche, weitgehend nur die Seiten 19 bis 33.
    Unredlich deswegen, weil Vieles wörtlich übernommen wird, ohne es als Zitat auszuweisen.
    Eine eigenständige Fortentwicklung oder Fragestellung ist kaum erkennbar.
    Enttäuschend, eben Internetniveau.

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