Diese Arbeit soll eine Einführung in das Themengebiet der Smart Contracts geben, deren mögliche Nutzung im Wertschöpfungsnetzwerk sowie deren Bausteine vorstellen.
Zu Beginn dieser Arbeit werden kurz die Grundlagen der Blockchain Technologie erläutert. Für eine tiefergreifende Einführung in das Thema Blockchain kann die Einführungsarbeit von Niclas Voigt genutzt werden. Weiterhin wird in diesem Kapitel der Grundbaustein für die weitere Abhandlung über den Anwendungsfall von Smart Contracts in der Blockchain Infrastruktur gelegt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Blockchain und Smart Contracts
2.1 Grundlagen der Blockchain
2.2 Smart Contracts als Anwendung der Blockchain Technologie
3 Nutzung von Smart Contracts im Wertschöpfungsnetzwerk
4 Bausteine von Smart Contracts
5 Zusammenfassung und Ausblick
6 Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Blockchain-Technologien und Smart Contracts zur Optimierung der Vertragsabwicklung und des Datenaustauschs in globalen Wertschöpfungsketten (Supply Chain). Ziel ist es, eine Einführung in die Thematik zu geben, die Architektur von Smart Contracts zu beleuchten und deren praktische Implementierung in einem kollaborativen, KI-gestützten Unternehmensnetzwerk zu explorieren.
- Grundlagen der Blockchain-Technologie und deren Konsensmechanismen
- Automatisierung von Verträgen mittels Smart Contracts
- Optimierung von Supply-Chain-Prozessen durch dezentrale Systeme
- Struktureller Aufbau und technische Komponenten von Smart Contracts
- Kombination von Blockchain mit Multi-Agenten-Systemen (MAS)
Auszug aus dem Buch
2.2 Smart Contracts als Anwendung der Blockchain Technologie
Die Blockchain bietet erstmalig eine mögliche technologische Realisierung von sogenannten Smart Contracts. Dies sind intelligente Verträge, welche vereinbarte Konditionen in einer Transaktion bei definierten Voraussetzungen bzw. Ereignissen umsetzen. Die Abwicklung läuft dabei vollautomatisch ab (Bahrenberg 2018). Das Konzept einer Implementierung von vertraglichen Konditionen in einem computerbasierten Transaktionsprotokoll wurde bereits 1997 von Nick Szabo formuliert (Wright und Filippi 2015).
Durch die Blockchain Technologie werden nun wichtige Voraussetzungen für einen funktionsfähigen Smart Contract erfüllt. Erstens bietet die Blockchain mit ihrem Verifikations- und Transaktionsprozess eine inkonsistent freie Speicherung von Daten. Außerdem stellt die grundlegende Struktur sicher das Daten und Transaktionen revisionssicher gespeichert werden (Schulte und Prinz 2017: 19).
In Abbildung 2 lassen sich signifikante Unterschiede im Vergleich zu herkömmlichen Verträgen erkennen. Auffallend ist das jegliche intermediäre Partei wie beispielsweise Rechtsanwälte zwischen den zwei Vertragsparteien wegfallen. Dadurch ist auch kein Eingriff in die Vertragsausführung durch Dritte möglich. Weiterhin wird der Vertrag in Echtzeit, also beim Eintritt des Ereignisses ausgeführt. Bei herkömmlichen Verträgen nur verzögert (Schlatt et al. 2016: 29).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der digitalen Transformation für Unternehmen im Zeitalter der Industrie 4.0 und definiert das Ziel der Seminararbeit, den Nutzen von Smart Contracts in Wertschöpfungsketten zu untersuchen.
2 Blockchain und Smart Contracts: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Blockchain-Technologie sowie das Konzept und die Funktionsweise von Smart Contracts als intelligente Vertragsform eingeführt.
3 Nutzung von Smart Contracts im Wertschöpfungsnetzwerk: Dieses Kapitel analysiert die Potenziale von Smart Contracts für die Supply Chain und stellt die Integration in Multi-Agenten-Systeme zur Prozessoptimierung dar.
4 Bausteine von Smart Contracts: Der Fokus liegt auf dem technischen Aufbau von Smart Contracts, insbesondere im Ethereum-Ökosystem, sowie den notwendigen Anforderungen an den Datenaustausch zwischen ERP-Systemen.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Diese Sektion fasst die Ergebnisse zusammen und adressiert offene Herausforderungen wie Skalierbarkeit, Vertraulichkeit und die Notwendigkeit weiterer Forschung.
6 Literaturverzeichnis: Hier werden sämtliche in der Arbeit verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Referenzen aufgelistet.
Schlüsselwörter
Blockchain, Smart Contracts, Supply Chain, Wertschöpfungsnetzwerk, Industrie 4.0, Ethereum, Solidity, Multi-Agenten-System, Digitale Transformation, Transaktionsprotokoll, Prozessautomatisierung, ERP-Systeme, Skalierbarkeit, Konsensmechanismus, Oracle.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit?
Die Arbeit behandelt den Einsatz von Smart Contracts innerhalb von unternehmensübergreifenden Wertschöpfungsketten und beleuchtet deren Rolle bei der Automatisierung von Geschäftsprozessen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die Blockchain-Grundlagen, die technische Struktur von Smart Contracts sowie deren Anwendung im Kontext von Supply-Chain-Management und ERP-Systemen.
Welches Ziel verfolgt die Arbeit?
Das primäre Ziel besteht darin, eine fundierte Einführung in das Thema Smart Contracts zu geben und deren Potenzial sowie deren technische Voraussetzungen für eine Anwendung in Wertschöpfungsnetzwerken aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die konzeptionelle Untersuchung von Anwendungsarchitekturen (Blockchain und MAS) im Bereich der Wirtschaftsinformatik.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Funktionsweise von Smart Contracts, ihre Vorteile in der Supply Chain gegenüber traditionellen Verträgen und erläutert die technischen Komponenten, wie Accounts und Code-Strukturen, innerhalb der Ethereum-Plattform.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die wichtigsten Begriffe sind Blockchain, Smart Contracts, Supply Chain, Automatisierung und Wertschöpfungsnetzwerk.
Welche Rolle spielen Blockchain Oracles für das System?
Blockchain Oracles fungieren als essenzielle Schnittstelle, da Smart Contracts selbst keine Daten von außerhalb der Blockchain validieren können; sie übersetzen externe Ereignisse in für die Blockchain nutzbare Informationen.
Wie lässt sich das Skalierungsproblem bei Smart Contracts bewältigen?
Ein Lösungsansatz ist die architektonische Trennung von Logik, statischen Daten und dem Ledger sowie die Auslagerung von Prozessen ("off-chain"), um die Performance in komplexen Unternehmensnetzwerken zu verbessern.
- Quote paper
- Timothy Todd (Author), 2018, Smart Contracts im Wertschöpfungsnetzwerk. Chancen und Risiken sowie Vor- und Nachteile, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/974125