Typen Englischer Wortbildung


Seminararbeit, 2000

12 Seiten


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Inhalt

Thema und Zielsetzung der Arbeit

Über die Wortbildungslehre im Allgemeinen

Die Konstituenten der Wortbildung

Prozesse und Regeln der Wortbildung

Beispiele englischer Wortbildung aus ,,The Ultimate Hitchhikers Guide ..."

I. Affigierung
I.1. Präfigierung
I.2. Suffigierung

II. Konversion

III. Back-Formation/Rückableitung

IV. Komposition

V. Blending

VI. Clipping/Umformungen

VII. Word Manufacturing

VIII. Akronyme

Literaturangaben

Thema und Zielsetzung der Arbeit

Thema dieser Arbeit sind die Typen englischer Wortbildung, also die Muster, nach denen bereits bestehende, lexikalisierte Worte aufgebaut sind oder nach denen im Zuge der Wortbildung neue geschaffen werden können. Im folgenden sollen zunächst die allgemeinen Prozesse dargestellt werden und anschließend die zugrunde liegenden Muster anhand von Beispielen aus ,,The Ultimate Hitchhiker's Guide To The Galaxy" eingehender vorgestellt und untersucht werden.

Über die Wortbildungslehre im Allgemeinen

Gegenstand der Wortbildungslehre sind Modelle und Typen, die in der Wortstammbildung zur Anwendung kommen oder kamen. Dabei liegt die Aufmerksamkeit jedoch nicht lediglich auf der aktuellen Wortbildung, sondern auch auf der Wortgebildetheit (Hansen 1977: 37). Das heißt, es werden sowohl Wortbildungsprozesse als auch deren Resultate untersucht.

Die Konstituenten der Wortbildung

Betrachtet man Worte wie zum Beispiel blackbird oder monkey-like, so wird deutlich, daß bestimmte Bestandteile in anderen Worten in gleicher Bedeutung vorkommen, so in blackboard oder ladylike. Diese Worte werden, im Gegensatz zu solchen, die keine erkennbaren Bestandteile haben (wie cat oder beard) als KOMPLEXE Wörter bezeichnet. Ein komplexes Wort wie depolarization könnte als eine einfache lineare Kette von Bestandteilen betrachtet werden:

de + pol(e) + ar + iz(e) + ation

Also zusammengesetzt aus dem WORT pole und AFFIXEN, die entweder als PRÄFIXE voranstehen oder als SUFFIXE nachfolgen. Diese Terminologie wäre jedoch unzureichend, da sich nicht alle komplexen Worte in diese einfache Wort + Affix-Muster zerlegen lassen:

jealous = jeal - + - ous

fabulous = fabul - + - ous

In diesen Fällen ist der Begriff Wort nicht zutreffend, anstelle dessen wird hier vom STAMM gesprochen. Man kann also sagen, die Stämme jeal - und fabul - lassen sich mit dem Suffix - lous kombinieren, um die entsprechenden Adjektive zu bilden. Betrachten wir depolarization noch einmal, so wird jedoch deutlich, daß die Terminologie noch immer nicht eindeutig ist.

Es ließe sich nun vermuten, daß, wenn die Affixe de -, - ar -, - ize, sowie - ation sich mit dem Stamm verbinden, de - sich mit polar oder pole zu * depolar oder * depole verbinden könnte. Vielmehr sind es jedoch die Verben polarize und das deverbale Substantiv polarization, mit denen es sich verbindet. Folglich ist es notwendig, eine Einheit zu bestimmen, die weder Wort noch Stamm ist und über die sich die Aussage treffen läßt, daß sich mit ihr ein bestimmtes Affix kombinieren läßt, die BASIS.

Es lassen sich also nun folgende Aussagen treffen:

jealous = Basis jeal - + Affix - ous

[In diesem Fall sind Basis und Stamm identisch, stellen jedoch kein englisches Wort dar]

polarize = Basis polar- + Affix - ize

depolarize = Affix de - + Basis polarize

[In keinem der beiden Fälle sind Stamm (pole) und Basis (polar bzw. Polarize) identisch, jedoch stellen sie alle Worte dar]

Der STAMM ist also, im Kontrast zur BASIS, die Form eines Wortes, die keinerlei erkennbare Affixe mehr beinhaltet: hat, green, fish, go (Quirk 1985: 1518f).

Prozesse und Regeln der Wortbildung

Die Prozesse der Wortbildung werden, da fortwährend neue Bedeutungen entstehen, ständig angewendet, um das Lexikon, also den Wortschatz einer Sprache, zu erweitern. Sie liefern ein Regelwerk, nach denen Worte, gleich ob für den einmaligen Gebrauch oder aber als ein etabliertes Wort, gebildet werden. Diese Regeln ändern sich jedoch, sie werden produktiv oder verlieren diese Eigenschaft, sterben aus (vgl. Das Affix - th, das nicht mehr in der aktuellen Wortbildung verwendet wird, jedoch noch in etablierten Worten wie warmth vorkommt) (Quirk 1985: 1522).

Allgemein lassen sich Wortbildungsprozesse in folgende Typen einteilen, wobei (1) bis (5) Prozesse darstellen, bei den vollwertige sprachliche Zeichen beteiligt sind, wohingegen (6)- (9) ohne eben diese auskommen (Malmkjær 1991, 318ff):

(1) Präfigierung: einer Basis wird ein Präfix hinzugefügt (pre + determine)
(2) Suffigierung: einer Basis wird ein Suffix hinzugefügt (home + less)
(3) Konversion: eine Basis wird in einer andere Wortklasse überführt, ohne daß die Form geändert wird ((we shall) carpet (the floor))
(4) Backformation/Rückableitung: das Entfernen eines Suffixes von einem komplexen Wort (lecher - to lech)
(5) Komposition: einer Basis wird eine weiter hinzugefügt, wobei gewöhnlich die vorangehende die nachfolgende subkategorisiert (armchair, firearms)
(6) Blending/Wortmischungen: das Verschmelzen zweier Wortteile, um daraus ein neues zu erschaffen, das Bedeutungsinhalte beider Ursprungsworte enthält (smog (smoke + fog))
(7) Clipping/Umformungen: Wortteile werden gelöscht, so daß eine Kurzform des Ursprungswortes entsteht ((tele)phone, pro(fessional))
(8) Word Manufacturing: die Erschaffung vollkommen neuer Morphe ohne jeglichen etymologischen Hintergrund (gazump)
(9) Akronyme: Wortbildungen aus den Anfangsbuchstaben von Namen, Titeln oder Phrasen (NATO (North Atlantic Treaty Organization))

Die beiden wichtigsten und produktivsten Wortbildungsprozesse im Englischen sind die Komposition und die Derivation, also die Ableitung. In die letzte Gruppe fallen Affigierung, Konversion und Back-Formation. Grundsätzlich unterscheiden sie sich im Status ihrer Bestandteile: während Komposita sich aus zwei Wörtern zusammensetzen (housewife = house + wife) bestehen Derivationen aus einer Basis und einem Derivationsaffix (readable = Basis read + Suffix - able).

Im Gegensatz zu Syntaxregeln sind Wortbildungsregeln nur begrenzt produktiv. Das heißt, nicht alle Worte, die durch ihre Anwendung gebildet werden, sind somit auch gleichzeitig akzeptabel. Man kann unterscheiden zwischen Worten, die Bestandteil der englischen Sprache sind (sandstone, unwise), potentiellen englischen Worten, also solchen, die bisher nicht realisiert wurden, da entweder kein Bedarf für sie herrscht, oder aber ihr Inhalt ausreichend in anderer Form zum Ausdruck gebracht werden kann ((*) lemonstone, (*) unexcellent) und schließlich nicht-englischen Worten, die nicht den Regeln zur Wortbildung folgen (* selfishless (das Affix - less wird mit Substaniven kombiniert)(Quirk 1985: 1522). Weitere Einschränkungen bei der Wortbildung sind möglich durch phonologische (* mrogool als Produkt eines word manufacturing, da mr - als Initiallautkombination im englischen nicht vorkommt), syntaktische (* fulgrace-dis da dis - nur als Präfix agiert) oder aber pragmatische Gründe (* doorleg, da Türen keine Beine haben) (Quirk 1985: 1531f).

Beispiele englischer Wortbildung aus ,,The Ultimate Hitchhiker's Guide To The Galaxy"

I. Affigierung

Der Prozeß der AFFIGIERUNG läßt sich unterteilen in PRÄFIGIERUNG, bei der einer Basis ein PRÄFIX hinzugefügt wird und in SUFFIGIERUNG, wobei einer Basis ein SUFFIX angehängt wird:

I.1. Präfigierung

Die in der englischen Sprache verwandten Präfixe sind überwiegend dem Lateinischen entliehen (de - , ex - , inter -). Präfixe können mehr als eine Bedeutung haben, je nach dem, mit welcher Basis sie eine Verbindung eingehen. Präfixe lassen sich in verschiedene Bedeutungsgruppen einteilen, wobei ihre Bedeutung jedoch mit der Basis variieren kann. Diese Gruppen lassen sich wie folgt bezeichnen:

Negativierende, reversative (umkehrende), komparative, der Orientierung oder Attitüde, lokative, temporale, numerale, neo-klassische und konversative Präfixe (Quirk 1985: 1539ff). Präfixe ändern ihre auf der semantischen Ebene, das heißt, sie verleihen dem Produkt eine neue Bedeutung.

- indefinitely (Adams 1986: 9)

Das Präfix IN- (es tritt als IL vor /l/ und als IR- vor /r/ auf) negiert hier das Adverb definetly und trägt die Bedeutung ,not`, ,the converse of`.

- uncomfortable (Adams 1986: 9)

UN- ist ein sehr produktives Affix mit der Bedeutung ,not`, ,the converse of`, es verbindet sich mit Adjektiven und Verben.

- disused (Adams 1986: 10)

DIS- trägt in diesem Fall ebenfalls die obige Bedeutung und verbindet sich vorwiegend mit Verben. Es kann jedoch auch eine reversative Bedeutung tragen, wie in disengage.

- semiparalytic (Adams 1986: 11)

SEMI- und andere, zumeist aus dem griechischen oder lateinischen entliehene Präfixe (POLY-, MULTI-) sind weit verbreitet als Konstituenten für Zahlenwerte. SEMI- trägt die Bedeutung ,half of`. Eine andere Sichtweise wäre, diese als COMBINING FORMS zu begreifen, die in dieser Form Bestandteil eines Kompositums sind.

Die englischen Äquivalente dieser Klasse sollten jedoch definitiv als Konstituenten eines Kompositums betrachtet werden, wie in half-blind (vgl. Quirk 1985: 1545).

- refilled (Adams 1986: 13)

RE- ist ein temporales Präfix mit der Bedeutung ,again` oder ,back`, in diesem Falle ,X is filled again`. Zu dieser Gruppe gehören auch PRE- (,before`), POST- (,after`) oder EX- (,former`).

- autopilot (Adams 1986: 253)

AUTO- ist ein neoklassisches, das heißt, ein aus dem lateinischen oder griechischen entliehenes Präfix mit der Bedeutung ,self`. Zu dieser Gruppe gehören EXTRA- (,exceptionally`), TELE- (,distant`) oder VICE- (,deputy`). Ebenso wie die Numerus-Präfixe (s.o.) ist es möglich, diese auch als combining forms anzusehen.

- ultra-complete (Adams 1986: 351)

ULTRA- wird hier als komparatives Präfix verwendet, mit der Bedeutung ,extreme`. Es verbindet sich mit Adjektiven um höchste Steigerungen anzuzeigen oder aber mit Substantiven in technischen Termini wie ultrasound.

- embedded (Adams 1986: 16)

Das Präfix EM- verschiebt hier das Substantiv BED in die Wortklasse Verb als EMBED (,to put X in a bed of...`

I.2. Suffigierung

Im Gegensatz zur Präfigierung ändert die Suffigierung hauptsächlich die grammatische Funktion der Basis, um zum Beispiel die Wortklasse zu ändern (Quirk 1985: 1546ff). Da bestimmte Suffixe eine bestimmte Wortklasse produzieren, ist es sinnvoll, von NOMINAL- , VERB-, ADJEKTIV- usw. SUFFIXEN zu sprechen. Darüber hinaus bietet es sich an, da zahlreiche Suffixe sich nur mit einer bestimmten Wortklasse verbinden, diese in DENOMINALE, DEADJEKTIVISCHE usw. SUFFIXE zu gliedern:

- immortality (Adams 1986: 317)

-ITY ist demnach ein deadjektivisches Nominalsuffix, das das Adjektiv immortal in ein Substantiv verwandelt. Dieses Suffix verbindet sich vorwiegend mit Adjektiven neoklassischen oder französischen Ursprunges.

- roughly (Adams 1986: 5)

-LY ist ein Adverbialsuffix, das sich frei mit beinahe jedem Adjektiv zu einem Adverb verbinden kann (bei einigen Adjektiven ist die Adverbform jedoch identisch (hard)). Seine Bedeutung läßt sich umschreiben als ,in a A manner` oder ,to a A degree`.

- remarkable (Adams 1986: 5)

-ABLE ist ein deverbales Adjektivsuffix. Es produziert komparative Verben von der Art ,of the kind that is subject to being V-ed` (vgl. Quirk 1985: 1555).

- prosaic (Adams 1986: 373)

-IC ist ein denominales Adjektivsuffix. Es ist weit verbreitet in Adjektiven, die ethnische Zugehörigkeiten angeben wie germanic oder hispanic.

- helpful (Adams 1986: 364)

-FUL (,full fo N` oder ,providing N`) ist ein denominales Adjektivsuffix, das sich vorwiegend mit abstrakten Substantiven verbindet, eher selten mit Verben wie in forgetful.

- puzzlement (Adams 1986: 282)

Das deverbale Nominalsuffix -MENT läßt sich paraphrasieren als ,the result of`.

II. Konversion

KONVERSION beschreibt den Prozeß einer Adaption oder Überführung eines Wortes in eine andere Wortklasse, ohne daß ein Affix hinzugefügt wird. Eine andere Sichtweise wäre, das durchaus ein Affix hinzugefügt wird, dieses jedoch den formalen Wert Ø hat. Deshalb wird dieser Prozeß auch häufig als NULLABLEITUNG bezeichnet (Hansen 1977: 56).

Durch die fehlende Suffigierung entsteht jedoch die Schwierigkeit, zu beurteilen, was Basis und was abgeleitete Form ist. Die semantische Abhängigkeit kann ist jedoch ein ausreichendes Kriterium, um die Derivationssrichtung ableiten zu können (Quirk 1985: 1559).

- registered (Adams 1986: 7)

ist eine denominale Konversion zu einem Verb (,to put in a register`)

- Earth man (Adams 1986: 5)

In diesem Fall handelt es sich um die denominale Konversion zu einem Adjektiv (,a man from Earth`)

- ...he had made ... as an eccentric (Adams 1986: 11)

ist eine deadjektivische Konversion zu einem Substanitv, die mit einer Nominalphrase erklärt werden kann (,an eccentric person`), aus der das Objekt fallen gelassen wurde.

III. Back-Formation/Rückableitung

Eng verwandt mit der mit der oben beschriebenen Konversion oder Nullableitung ist die BACK-FORMATION/ RÜCKABLEITUNG. Anders als bei ihr tritt im Falle der Rückableitung jedoch der Stamm in einer im Vergleich zum Stamm des Ausgangswortes um das Suffix reduzierten Form auf. Von dieser Reduktion ist aber lediglich die formale Seite betroffen, der Bedeutungsinhalt des Stammwortes bleibt vollständig erhalten (Hansen 1977: 57).

- compute (Adams 1986: 236)

(,to calculate with a computer`) In diesem Fall ist das Substantiv in ein Verb abgeleitet worden

IV. Komposition

Unter einem Kompositum versteht man eine lexikalische Einheit, die aus mehr als einer Basis besteht, jedoch semantisch sowie grammatisch die Funktion eines Wortes übernimmt. Im englischen bestehen Komposita zumeist aus zwei Basen. Die Komposition ist insofern eine sehr ergiebige Wortbildungsart, als sie sich aller Wortklassen bedient und dabei jede Klasse entstehen kann., der Typus Substantiv+Substantiv (barman, beer glass (Adams 1986: 22)) ist in der englischen Sprache jedoch am weitesten verbreitet (Malmkjær 1991: 319).

- tree-lined (Adams 1986: 117)

Hierbei handelt es sich um ein adjektivisches Kompositum vom Typ Adverb + - ed -Partizip: ,X is lined with trees`

- media market (Adams 1986: 115)

Ein substantivisches Kompositum vom Typ Substantiv1+Substantiv2 mit der Paraphrase ,the market has/provides media`

- screwdriver (Adams 1986: 600)

Durch dieses sehr produktive Bildungsmuster, Substantiv1+Substantiv2 mit der Bedeutung ,S2 is for S1`, wird Zweck ausgedrückt: ,a driver for screws`

- rainbow-coloured (Adams 1986: 222)

Ein Adjektivkompositum vom Typ Substantiv+Adjektiv, wobei das Substaniv die Basis für einen Vergleich liefert: ,coloured as a rainbow`

- brain-wash (Adams 1986: 538)

Ein Verbkompositum vom Typ Objekt+Verb: ,x washes brain`

V. Blending

BLENDS oder WORTMISCHUNGEN sind ein Produkt aus Wortteilen, in der Regel Anfangssegment des einen Konstituenten und Endsegment des anderen, die in einer neuen Bedeutung verschmolzen wurden (Malmkjær 1991: 320).

- nutri-matic (Adams 1986: 363)

Zusammengesetzt aus nutrition und automatic. Das Resultat hat die Bedeutung ,an automat for nutrition`

VI. Clipping/Umformungen

Im Falle der CLIPPINGS oder UMFORMUNGEN handelt es sich um Kürzungen, bei denen einzelne Wortteile fallengelassen werden. Die Produkte dieses Prozesses unterscheiden sich lediglich in der Form von ihren Stammworten, ihre Bedeutung bleibt vollständig erhalten, ein Unterschied besteht nur im Sprachstil (Hansen 1977: 58).

- hi-fi (Adams 1986: 25)

hi(gh)-fi(delity) (,very accurate in relation to sth else`). Diese Umformung hat sich lexikalisiert für Stereoanlagen, die dieses Aufnahme- und Wiedergabesystem nutzen.

- pub (Adams 1986: 18)

Eigentlich public house.

VII. Word Manufacturing

Als WORD MANUFACTURING wird die Erfindung vollkommen neuer Worte bezeichnet, die keinerlei etymologischen Hintergrund haben. Es ist im Vergleich zu den anderen Wortbildungstypen ein seltener Prozeß und kommt am ehesten in der Literatur, in jüngerer Zeit jedoch auch häufiger in der Werbeindustrie, vor. Diese Wortschöpfungen werden zumeist nicht ins Lexikon aufgenommen, sondern bleiben einmalig verwendet.

- flolloped (Adams 1986: 350)

Hier vom Autor erfunden, um das Verhalten einer lebendigen Matratze in den ihr vertrauten Sümpfen zu beschreiben. flolloped ist, ebenso wie das folgende turlindromes, ein gutes Beispiel dafür, wie Autoren Worte erfinden, die nur ad hoc benötigt werden, jedoch in keiner Weise nach Lexikalisierung verlangen, da der Bedarf für ein solches Wort nicht existent ist.

- turlindromes (Adams 1986: 46)

Ebenfalls ad hoc vom Autor eingeführt, eine Bedeutung ist in keiner Weise erkennbar.

VIII. Akronyme

Akronyme werden aus den Anfangsbuchstaben von Worten gebildet, die einen Namen oder eine Bezeichnung bilden. Es ist zu bemerken, das einige etablierte Akronyme inzwischen einen quasi-Wortstatus erreicht haben, wie zum Beispiel NATO oder laser, so daß sie oftmals benutzt werden, ohne das ihre Bedeutung bekannt ist.

- PA (Adams 1986: 26)

Mit der Bedeutung ,public address system`

- QED (Adams 1986:42)

Mit der Bedeutung ,Quod erat demonstrandum`

Literaturangaben

Adams, Douglas

1986. The Ultimate Hitchhiker's Guide To The Galaxy. New York/London: Random House

Bauer, Laurie

1988. Introducing linguistic morphology. Edinburgh: Edinburgh University Press

Hansen, Klaus

1977. Gegenstand und Beschreibungsaspekte der Wortbildungslehre (am Beispiel des Englischen). In: Linguistische Studien. Reihe A, Arbeitsberichte 36, 37-68. Berlin: Akademie der Wissenschaften, ZIS.

Malkjær, Kirsten

1991. The linguistcs ebcyclopedia. London: Routledge.

Quirk, Randolph (et.al.)

1985. A comprehensive grammar of the English language. London/New York: Longman

12 von 12 Seiten

Details

Titel
Typen Englischer Wortbildung
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Veranstaltung
Proseminar Sprachwissenschaft
Autor
Jahr
2000
Seiten
12
Katalognummer
V97606
Dateigröße
412 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Typen Englischer Wortbildung, allgemeiner Teil + Beispiele aus "Hitchhiker`s Guide to the Galaxy"
Schlagworte
Typen, Englischer, Wortbildung, Proseminar, Sprachwissenschaft
Arbeit zitieren
Niels Meyer (Autor), 2000, Typen Englischer Wortbildung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/97606

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