Die Revolutionstheorien von Marx und Lenin im Vergleich

Inwieweit sind die ökonomischen Standpunkte beider Theoretiker in Anbetracht ihrer Revolutionstheorien von Relevanz?


Hausarbeit, 2020

20 Seiten, Note: 12 Punkte (1,7)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Forschungsstand

3. Der Revolutionsbegriff

4. Die Marxistische Revolutionstheorie
4.1. Ökonomische Voraussetzungen für eine Revolution
4.1.1. Klassen und Klassenkämpfe
4.2. Gesellschaftlicher Wandel
4.2.1. Basis und Überbau
4.3. Proletarier und Bourgeoise im kapitalistischen Zeitalter
4.4. Die kommunistische Revolution im Sinne von Karl Marx
4.5. Einordnung der marxistisch-ökonomischen Thesen in der Revolutionstheorie von Karl Marx

5. Lenins Revolutionstheorie und ein Vergleich zu Marx
5.1. Die Imperialismustheorie
5.2. Lenins Klassenbewusstsein
5.2.1. Wann ist ein Land ökonomisch bereit für eine Revolution?
5.3. Vom Kapitalismus zum Kommunismus
5.3.1. Die Diktatur des Proletariats
5.4. Einordnung der ökonomischen Standpunkte in Lenins Revolutionsbewusstsein

6. Schlussbetrachtungen

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Es sind mittlerweile mehr als 150 Jahre vergangen, seit Karl Marx verstorben ist. Dennoch haben seine Werke bis heute einen großen Einfluss auf die europäische Geschichte. Nach Marx sei der Mensch als Wesen auch nach Ende der Feudalgesellschaft der Ausbeutung durch die Reichen und Gierigen, also die Kapitalisten, nicht entronnen. Deswegen sei eine sogenannte Weltrevolution notwendig, um Gerechtigkeit und Gleichheit im Sinne der Arbeiterschaft zu schaffen. Ähnlicher Meinung war auch ein Russe namens Wladimir Iljitsch Lenin, der knapp fünfzig Jahre später, im Jahre 1917, die russische Revolution anführte und dabei die Zarenfamilie samt Nikolaus II. und dessen Kindern ermordete.

Obwohl Lenin, der nur wenige Jahre später verstarb und bis heute in Russland als Heiliger wahrgenommen wird, sich eindeutig an der marxistischen Revolutionstheorie orientierte, entwickelte der Begründer der Sowjetunion und Anführer der Bolschewisten eine modifizierte Form des Marxismus, nämlich den Leninismus, der sich Marx´ politischer Ökonomie stellenweise entgegenstellt. Die ökonomischen Anschauungen beider Denker gelten als elementare Bestandteile ihrer persönlichen Revolutionstheorie, unterscheiden sich jedoch ebenfalls an einigen Stellen. Aus diesem Grund warfen viele von Marx‘ Anhängern Lenin nach dem ersten Weltkrieg vor, die Prinzipien der marxistischen Ökonomie vernachlässigt zu haben.

In dieser Seminararbeit verfolge ich das Ziel, beide sozialistisch-revolutionären Thesen in Anbetracht ihrer wirtschaftlichen Komponenten näher zu beleuchten, sie anschließend miteinander zu vergleichen und ihre Relevanz für die jeweilige Revolutionstheorie einzuordnen. Um hierbei nicht den Rahmen zu sprengen, beziehe ich mich in dieser Hausarbeit nur auf die Werke des jungen Karl Marx aus der Periode von 1845 bis 1858 und verzichte dementsprechend auf „Das Kapital“ und die weiteren späteren Werke.

2. Der Forschungsstand

Der Forschungsstand zum Thema ist vielfältig; es liegen zahlreiche Quellen vor. Hinsichtlich der marxistischen Wirtschaftstheorie stehen in Gestalt des „Kommunistischen Manifests“ und der “Marx-Engels-Werke“ unterschiedliche Werke der Primärliteratur bereit. Darüber hinaus werden in dieser Seminararbeit die an Marx orientierten Werke von Bernd Ziesemer, Johannes Busch-Weslau sowie Josef Schleifstein verwendet. Konkret dienen diese Werke zur Untersuchung der marxistischen Ökonomie in Anbetracht der allgemeinen Revolutionstheorie Karl Marx´.

Für die Betrachtung der leninistischen Wirtschaftstheorie stehen biografische als auch bewertende Werke von Dietmar Dath, Herr Choronshitzky und Stefan Boilinger zur Verfügung, die ebenfalls einen Bezug zu Lenins praktischen Ansätzen in Russland nach der Oktoberrevolution 1917 schaffen. Als Primärliteratur werden Lenins selbstverfasste Werke „Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“ sowie „Staat und Revolution“ herangezogen, die einen tiefen Einblick in seine ökonomische und gesamtrevolutionäre Ideologie bieten.

Gunnar Hindrichs „Philosophie der Revolution“, Dieter Oberndörfers „Marx – Lenin – Mao – Revolution und neue Gesellschaften“ wie auch Wolfgang Sternsteins „Darstellung und Kritik der Marxistischen Gesellschaftsanalyse“ bieten überdies tiefgehende Einblicke ins grundsätzliche Revolutionsverständnis.

3. Der Revolutionsbegriff

Zur Betrachtung der marxistischen sowie der leninistischen Revolutionstheorie ist ein grundlegendes Verständnis des abstrakten Begriffes der Revolution notwendig. Revolutionen markieren einen soziokulturellen sowie politischen Umbruch in allen Gesellschaftsstrukturen und in der Politik. Wenn Bürger einer bestehenden Ordnung ihre Regierung oder ihre Herrscher als Repressionsgewalt wahrnehmen, schließen sich die Unterdrückten einer Gesellschaft zusammen, um eine Neubildung der Ordnung durchzusetzen, die ihrer persönlichen Interessenlage entspricht und zudem mit einem Führungs- und Machtwechsel verknüpft ist. „Ziel der bewusst herbeigeführten, tief greifenden Veränderungen ist es, mit einem politischen Neuanfang die bisherigen Probleme und Machtstrukturen zu beseitigen und radikal Neues an ihre Stelle zu setzen (z. B. neue Machtstrukturen, neue Eliten, neue Eigentumsverhältnisse, eine neue [Verfassungs-]Ordnung etc.).“1

Dementsprechend wird auch von einer „Umwälzung“ der bestehenden Ordnung gesprochen, wobei nicht jede Revolution anhand gewaltvoller Instrumente vollzogen werden muss, was im Beispiel der Wiedervereinigung und dem Ende der DDR ersichtlich ist (vgl. Bundeszentrale für politische Bildung 2020).

4. Die Marxistische Revolutionstheorie

„Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus. Alle Mächte haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dieses Gespenst verbündet, der Papst und der Zar, Metternich und Guizot, französische Radikale und deutsche Polizisten.“2

Diese prägenden Worte wurden in der Mitte des 19. Jahrhunderts, am 21. Februar 1948, um genau zu sein, von Karl Marx und Friedrich Engels im monumentalen Werk „Das kommunistische Manifest“ festgehalten. Tatsächlich wurde das Jahr 1848 für das Revolutionsverständnis inner- und außerhalb Deutschlands zu einem der ereignisreichsten Jahre überhaupt. „Ob es die Februarrevolution in Frankreich war, die anschließende Märzrevolution in Deutschland, die nationalen Erhebungen in Italien und Ungarn: Überall sahen die Vertreter der bedrängten Monarchien nun die verdeckte Hand der Kommunisten am Werk.3

Karl Marx und Friedrich Engels erkannten in den Revolutionsbewegungen des Jahres 1848 eine notwendig gewordene Veränderung der auf der Ökonomie basierenden gesellschaftlichen und politischen Machtstrukturen. „Danach wird die Gesellschaft nicht durch die politischen, rechtlichen oder moralischen Vorstellungen bestimmt, sondern durch den Fortschritt der materiellen Produktionstechnik.“4 Als grundlegende Ursache für die Disharmonie zwischen Herrscherklasse und der Bevölkerung, insbesondere den Arbeitern, machten beide sozialistischen Denker die Frustration und Unzufriedenheit der unteren Klassen aus (vgl. Das kommunistische Manifest 2016, S. 32 ff).

4.1. Ökonomische Voraussetzungen für eine Revolution

Laut der marxistischen Revolutionstheorie müssen mindestens drei historisch-ökonomische Voraussetzungen gegeben sein, um eine sogenannte kommunistische und sozialistische Revolution zu ermöglichen. Diese drei Voraussetzungen erweisen sich hierbei als elementare Bausteine im marxistischen Denken, da die ökonomisch-politischen Herrschaftsstrukturen stets von Klassenkämpfen geprägt waren. Hinsichtlich der marxistischen Grundüberlegungen liegt eine enge Verknüpfung des Spätkapitalismus mit der industriellen Revolution vor. Erst anhand der kapitalistischen Machtinstrumentarien wird eine Umwälzung der ökonomischen und gesellschaftlichen Verhältnisse überhaupt möglich (vgl. Schleifstein 2018, S. 2 f)

„Erstens die industrielle Revolution, die den Übergang vom Manufaktur- zum Industriekapitalismus bewirkte und zu einem vorher unbekannten Wachstum des Kapitalismus führte; zweitens das für die Zeitgenossen sichtbare Hervortreten der Arbeiter nicht nur als leidende, sondern auch schon als kämpfende gesellschaftliche Klasse […] und drittens die spezifische politische Situation in den deutschen Staaten selbst: die feudale Unterdrückung und Zersplitterung, die zahlreichen Fesseln, die jeder freieren bürgerlichen Entwicklung im Wege standen.“5 Marx sieht demzufolge Revolutionen als notwendige Folge der Klassenerscheinungen, welche sich durch das Zurückbleiben der Produktivkräfte hinter den Produktionsverhältnissen ergeben. Jene Dissonanz beeinträchtigt den Klassenkampf zwischen den Produktivkräften (Arbeitern/Proletarier) und denjenigen, die die Produktionsverhältnisse besitzen (Herrscherklasse/Bourgeoise), enorm.

Folglich ist für Marx die wichtigste Voraussetzung einer sozialistischen Revolution in Anbetracht des historischen Materialismus, dass das jeweilige Land einen hohen wirtschaftlichen und technischen Entwicklungsgrad erreicht hat. Hierbei präferiert Marx Deutschland und England als hoch industrialisierte und technisch fortgeschrittene Nationen (vgl. Marx 2016, S. 65 ff). Beide Länder profitierten stark von der kapitalistischen Wirtschaftsform. Diese ist nach Marx allerdings aufgrund der Gier nach Profit und Kapitalakkumulation sehr krisenbehaftet und kann dementsprechend nur kurzfristig existieren. Jedoch zeigten sich ausgerechnet in dem Land, in dem die Klassengegensätze am dominantesten waren, keine revolutionären Ausbrüche oder ähnliche Bestrebungen, wie sie sich Karl Marx und Friedrich Engels erhofft hatten.

4.1.1. Klassen und Klassenkämpfe

„Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen.“6

Ein zentraler Begriff in Marx´ Werken ist die Klasse bzw. der Klassenkampf. Seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte sei die Welt durch unterschiedliche Klassenkämpfe, also durch Unterdrücker und Unterdrückte, geprägt worden. Auf jeden Konflikt folgen entweder revolutionäre Bestrebungen und Reformen oder der „gemeinsame Untergang der Klassen“.7

Marx versteht unter dem Begriff der Klassen bzw. Klassengesellschaften gesellschaftliche Gruppen, die sich durch ihr Eigentumsverhältnis zu den Produktionsmitteln voneinander unterscheiden. Es ist für Marx ersichtlich, „dass die Entstehung der Klassen, die Klassenspaltung der Gesellschaft auf ökonomische Ursachen zurückzuführen ist“.8

Bereits in den antiken und mittelalterlichen Gesellschaftsstrukturen bestanden diverse Klassen bzw. Klassengegensätze, deren wirtschaftliche und politische Interessen oftmals diametral entgegengesetzt waren. Der Konflikt um den Produktionsprozess erwies sich über die Jahrtausende hinweg als gravierender Grund für Klassenkämpfe.

Darüber hinaus materialisiere sich der ökonomische Machtkampf in den Ideen der herrschenden Klasse, also derjenigen Klasse, die im Besitz der Produktionsverhältnisse ist. Nach Marx sei die materielle Macht mit der politisch-herrschenden Macht eng verbunden, sodass die Klassen mit weniger materiellen Verhältnissen und Machtstrukturen den anderen Klassen mit mehr Ressourcen politisch, geistig und ökonomisch unterlegen sei (vgl. Schleifstein 2018, S. 77 f). „Die herrschenden Gedanken seien weiter nichts als der ideelle Ausdruck der herrschenden materiellen Verhältnisse.“9 Da die Geschichte der Menschheit jedoch von unterschiedlichen materiellen Verhältnissen in der Bevölkerung geprägt ist, sind Klassenstrukturen unvermeidbar.

Nichtsdestotrotz seien Klassen und Klassenspaltungen notwendige Entwicklungsstadien in der Menschheitsgeschichte, da sie in der marxistischen Revolutionstheorie des Kommunismus als grundlegende Voraussetzungen gelten. Darauf wird im Laufe der Hausarbeit erneut Bezug genommen.

4.2. Gesellschaftlicher Wandel

Der Grund für die stetigen Untergänge und Aufstiege unterschiedlicher Gesellschaftsformationen liegt nach Marx, wie bereits angemerkt, in der ungleichmäßigen Verteilung der Entwicklungsformen der Produktivkräfte (Arbeiter) und der Produktionsverhältnisse, die lediglich einigen Wenigen vorbehalten sind. Demzufolge sind politische und revolutionäre Umbrüche vom wirtschaftlichen Stand der Gesellschaft abhängig. In der Menschheitsgeschichte blieb bis zur kapitalistischen Gesellschaft keine Gesellschaftsform von einem Umsturz verschont. „Der Marxismus unterscheidet in der Geschichte fünf aufeinanderfolgende Gesellschaftsformationen: die Urgemeinschaft, die Sklavenhaltergesellschaft, die feudalistische Gesellschaft, die kapitalistische Gesellschaft und die sozialistisch-kommunistische Gesellschaft.“10

Das Verhältnis zwischen den Produktionsverhältnissen und den Produktivkräften ist ein elementarer Bestandteil des historischen Materialismus, welcher davon ausgeht, dass sich gesellschaftliche Verhältnisse mit der Veränderung der Produktivkräfte wandeln (vgl. Schleifstein 2018, S. 71 f). „Die Dialektik von Produktivkräften findet im konkreten historischen Entwicklungsprozess stets ihren Ausdruck im Kampf der gesellschaftlichen Klassen und in ihren realen ökonomischen Interessen, die auf einer gegebenen Stufe das konservative oder revolutionäre Element der gesellschaftlichen Verhältnisse, der Produktionsverhältnisse, verkörpern“.11

4.2.1. Basis und Überbau

Im Rahmen seiner ersten Arbeiten zum „Kapital“ im Jahr 1859 erweiterte Karl Marx seine Revolutionstheorie mit dem Prinzip der Basis und des Überbaus. Marx und Engels unterteilten die Gesellschaft in die Basis, also ökonomische und wirtschaftliche Beziehungen, und den Überbau, der Moral, Politik, Religion und Kultur beinhaltet. Die Basis und der Überbau gelten im Kontext des ökonomischen Determinismus als Fundament der marxistischen Revolutions- und Geschichtstheorie (Oberndörfer 1974, S. 23)

Nach Marx sei der Mensch zunächst an der Erfüllung seiner Grundbedürfnisse interessiert, um sich anschließend politischen, religiösen, kulturellen und moralischen Angelegenheiten zu widmen. Marx und Engels schließen daraus, „dass also die Produktion der unmittelbaren materiellen Lebensmittel und damit die jedesmalige ökonomische Entwicklungsstufe eines Volkes oder eines Zeitabschnitts die Grundlage bildet, aus der sich die Staatseinrichtungen, die Rechtsanschauungen, die Kunst und selbst die religiösen Vorstellungen der betreffenden Menschen entwickelt haben“12.

Konkreter verbalisiert bedeutet dies, dass der Überbau, also das gesellschaftliche und politische Bewusstsein der Menschen, durch die Basis der ökonomischen Verhältnisse ursächlich bedingt werde. „Mit der Veränderung der ökonomischen Basis wälzt sich auch der ganze Überbau langsamer oder rascher um.“13

4.3. Proletarier und Bourgeoise im kapitalistischen Zeitalter

Die Gesellschaft zu Marx´ Zeiten beruhte auf den Erfolgen des Kolonialismus. Aus der daraus resultierenden industriellen Revolution samt Arbeitsteilung haben sich die Klassengegensätze zwischen Bourgeoisie (Bürgertum) und Proletariat (Arbeiterklasse) gebildet. Der Aufstieg des Bürgertums, das seinen Ursprung in den gesellschaftlichen Strukturen des Mittelalters hatte, beruhte auf der Aufhebung des Lehenswesen der Feudalgesellschaft. Begünstigt wurde der Aufstieg der Bourgeoise auch durch den wirtschaftlichen Wandel, der durch den internationalen Handel und die Vorboten eines globalen Binnenmarktes angestoßen wurde (vgl. Marx 2016, S. 33 ff). Bedingt durch diese Umstände verschärfte sich der Streit um die Produktionsmittel drastisch. „Die Bourgeoisie hat in ihrer kaum hundertjährigen Klassenherrschaft massenhaftere und kolossalere Produktionskräfte geschaffen als alle vergangenen Generationen zusammen.“14

Der Klassenantagonismus zwischen beiden Klassen verstärkt sich durch die Entwertung des Proletariats als einfache Arbeitskraft. Im Zuge der Industrialisierung und des Aufblühens des Kapitalismus wird der Arbeiter zu einem bloßen Produktionsfaktor, zu einer Ware entwertet. Karl Marx benennt hierbei den fehlenden Mehrwert des Eigentums für die proletarische Schicht als Knackpunkt im Klassenkampf. „Die Kosten, die der Arbeiter verursacht, beschränken sich daher fast nur auf die Lebensmittel, die er zu seinem Unterhalt und zur Fortpflanzung seiner Rasse bedarf.“15

Der Reichtum und die dementsprechend herrschende, politische Macht der Bourgeoisie beruht auf den Errungenschaften der proletarischen Schicht. Doch beansprucht die Bourgeoisie die Produktionsmittel gänzlich für sich selbst und macht die Arbeiter durch den Einsatz von Maschinen langfristig obsolet. „Es entstand das Herrschafts-Knechtschaftsverhältnis als ein ökonomisch vermitteltes, dauerhaftes Gewaltverhältnis zwischen Menschen. Die Entfaltung der Produktivkräfte und die fortschreitende Arbeitsteilung befreite den Menschen zwar schrittweise aus dem Knechtschaftsverhältnis zur Natur, sie unterwarf ihn aber zugleich einer erbarmungslosen Unterdrückung und Ausbeutung durch den Mitmenschen.“16

[...]


1 Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung

2 Marx, Karl; Engels, Friedrich; Das Kommunistische Manifest; Severus Verlag (Neuauflage); 2016, S. 31

3 Ziesemar, Bernd; Karl Marx für Jedermann – Der erste Denker der Globalisierung; Frankfurter Allgemeine Buch; 2012, S. 50

4 Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.

5 Schleifstein, Josef; Einführung in das Studium von Marx, Engels und Lenin; Verlag C.H. Beck München; 1983; S. 1 f

6 Vgl. Marx; Engels; Das kommunistische Manifest; S. 32

7 Vgl. Marx, S. 33

8 Vgl. Schleifstein, S. 82

9 Vgl. Schleifstein, S. 77

10 Vgl. Schleifstein, S. 71

11 Vgl. Schleifstein, S. 71

12 Marx, Karl; Engels, Friedrich; Marx-Engels-Werke, 1957

13 Vgl. Schleifstein, S. 77

14 Vgl. Marx, S. 38

15 Vgl. Marx, S. 41

16 Sternstein, Wolfgang; Marx – Lenin – Mao – Darstellung und Kritik der Marxistischen Gesellschaftsanalyse; Verlag Haag Herchen, Frankfurt, 1978

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Die Revolutionstheorien von Marx und Lenin im Vergleich
Untertitel
Inwieweit sind die ökonomischen Standpunkte beider Theoretiker in Anbetracht ihrer Revolutionstheorien von Relevanz?
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen  (Institut für Philosophie - FB 04)
Veranstaltung
Philosophie in revolutionären Zeiten
Note
12 Punkte (1,7)
Autor
Jahr
2020
Seiten
20
Katalognummer
V980589
ISBN (eBook)
9783346331939
ISBN (Buch)
9783346331946
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kommunismus, Marx, Lenin, Revolution
Arbeit zitieren
Krishan Abbasi (Autor), 2020, Die Revolutionstheorien von Marx und Lenin im Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/980589

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