Der Soldat der Bundeswehr im 21. Jahrhundert. Diskussion über Berufsbild, Leitbild und berufliches Selbstverständnis


Diplomarbeit, 2002
211 Seiten, Note: 1,4

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Anhangsverzeichnis

1 Einleitung
1.1Untersuchungsgegenstand
1.2Aufbau der Arbeit
1.3Methodik
1.4Derzeitiger Forschungsstand und Literatur- und Quellenlage

2 Begriffsbestimmungen und theoretische Grundlagen
2.1Berufsbild
2.2Leitbild
2.3Berufliches Selbstverständnis
2.4Beruf
2.5Innere Führung
2.6Corporate Identity

3 Das Bild des Soldaten unter veränderten Rahmenbedingungen
3.1Die sicherheitspolitische Diskussion nach 1989
3.2Die Aspekte des postmodernen Krieges
3.3Die neuen Formen der Bedrohung der internationalen Sicherheit
3.4Die Multinationalisierung der Streitkräfte
3.5Die Einflüsse des gesellschaftlichen Wandels und des Wertewandels

4 Die Diskussion um das Bild des Soldaten der Zukunft
4.1Die theoretischen Grundlagen und die Zukunft des Konzepts der Inneren Führung
4.2Corporate Identity – Eine Konzeption für die Bundeswehr?
4.2.1 Corporate Identity als Führungsinstrument
4.2.2 Hartmanns Konzept zur Bildung von Corporate Identity auf Verbandsebene
4.3Das Leitbild vom „Staatsbürger in Uniform“
4.3.1 Der „Weltbürger in Uniform“ – Kämpfer im Auftrag der Weltgesellschaft?
4.3.2 Der „europäische Staatsbürger in Uniform“ – Konsequenz von europäischer Integration und Multinationalität?
4.4Das Berufsbild des Soldaten im Wandel
4.4.1 Das Theorem der Inkompatibilität von Militär und Gesellschaft
4.4.2 Die idealtypischen Berufsleitbilder des Offiziers
4.4.3 Dänikers Thesen zum Wesen und Gebrauch künftiger Streitkräfte
4.4.4 Das erweiterte Aufgaben- und Einsatzspektrum der Bundeswehr
4.4.5 Die Kompetenzen und Qualifikationen des Soldaten aus der Sicht des Zentrums Innere Führung
4.4.6 Die Gedanken des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Bundeswehr zum gewandelten Berufsbild und zum Profil des Soldaten der Zukunft
4.4.7 Die Konzepte der Teilstreitkräfte für ein neues Berufsbild und Qualifikationsprofil des Offiziers
4.4.8 Weitere Beiträge zur aktuellen Berufsbild-Diskussion
4.4.9 Der Diskussionsentwurf der Führungsakademie der Bundeswehr über ein streitkräftegemeinsames Anforderungsprofil
4.5Das berufliche Selbstverständnis des Soldaten
4.5.1 Das Selbstbild im Umbruch
4.5.2 Das integrierte Selbstbild des Soldaten

5 Schlussbetrachtung und Ausblick

Anhang

Persönliches Interview mit einem Stabsoffizier

Persönliches Interview mit Oberst Dr. Karl-Heinz Rambke

Persönliches Interview mit Bernhard Fleckenstein

Persönliches Interview mit Oberst Dr. Rolf P. Zimmermann

Persönliches Interview mit Dr. Paul Klein.

Persönliches Interview mit General a.D. Klaus Naumann.

Schriftliches Interview mit Prof. Dr. Wilfried von Bredow

Bibliographie

Quellen.

Monographien und Sammelbände

Zeitschriftenaufsätze

Eidesstattliche Erklärung

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1:Der Wertewandel in der Gesellschaft

Abbildung 2:Das Leitbild des Sanitätsdienstes der Bundeswehr

Abbildung 3:Die Typologie militärischer Berufsbilder nach Kutz

Abbildung 4:Die Denkwege der sinnstiftungsorientierten Berufsbilder im Militär nach Kutz

Abbildung 5:Das Anforderungsprofil des Soldaten nach Vorstellungen des Zentrums Innere Führung

Abbildung 6:Der Luftwaffenoffizier von morgen: Kernbefähigung sowie bedarfs- und fähigkeitsorientierte Spezialisierungen

Abbildung 7:Der Luftwaffenoffizier von morgen: Kernbefähigung – Spezialisierungen – Schlüsselqualifikationen (von außen nach innen)

Abbildung 8:Das Qualifikationssystem des Offiziers des Truppendienstes der Marine

Abbildung 9:Die Qualifikationsbereiche und Schlüsselqualifikationen des Offiziers des Truppendienstes der Marine

Abbildung 10:Das erweiterte Konzept der militärischen Führungskompetenz nach Reichstein

Abbildung 11:Die Schlüsselmerkmale des streitkräftegemeinsamen Anforderungsprofils für den Offizier der Bundeswehr

Anhangsverzeichnis

Persönliches Interview mit einem Stabsoffizier.

Persönliches Interview mit Oberst Dr. Karl-Heinz Rambke

Persönliches Interview mit Bernhard Fleckenstein

Persönliches Interview mit Oberst Dr. Rolf P. Zimmermann.

Persönliches Interview mit Dr. Paul Klein

Persönliches Interview mit General a.D. Klaus Naumann.

Schriftliches Interview mit Prof. Dr. Wilfried von Bredow

1 Einleitung

1.1 Untersuchungsgegenstand

Das gewandelte Aufgaben- und Einsatzspektrum der deutschen Streitkräfte seit Anfang der 90er Jahre hat die Diskussion über das Bild des Soldaten erneut belebt, wobei sich diese Debatte in der Bundeswehr seit ihrem Bestehen nachvollziehen lässt. Das Bild des Soldaten ist einer ständigen Anpassung an sicherheitspolitische und gesellschaftliche Veränderungen unterworfen. Berufsbilder erfüllt wichtige Funktionen. So ermöglichen sie u.a. die Einordnung und die Sinnbestimmung jedes Berufes in der heutigen arbeitsteiligen Gesellschaft. Berufe wie der Militärberuf, die zudem dem öffentlichen Interesse unterliegen, benötigen zusätzlich eine politische Legitimation[1]: „Wird der Beruf mit Hilfe von Berufsbildern gut begründet, trägt dies zu seiner Anerkennung in der Gesellschaft bei.“[2]Das Bild des Soldaten ist weiterhin wichtig für die Nachwuchsgewinnung der Streitkräfte. Es hilft junge Menschen auf den Militärberuf aufmerksam zu machen und dafür zu begeistern. Heute ist jedoch festzustellen, dass die Attraktivität der Bundeswehr als Arbeitgeber sinkt. Die jungen Menschen in der Bundesrepublik Deutschland findet zwar gut was die Streitkräfte z.B. im Kosovo oder in Afghanistan leisten, sie sind jedoch nicht mehr bereit sich persönlich mit einzubringen. Weiterhin wird sich in Zukunft die Konkurrenz um geeigneten Nachwuchs zwischen Wirtschaft, Verwaltung und Militär vermutlich noch weiter verschärfen. Auch lassen sich heute innerhalb der Bundeswehr zunehmend Tendenzen der Desintegration und Demotivation aufzeigen. Aufgrund dieser angeführten Tatsachen ist gerade heute eine Diskussion über das Bild des Soldaten innerhalb und außerhalb der Streitkräfte dringend notwendig. In der vorliegenden Arbeit soll untersucht werden, wie sich das Bild des Soldaten der Bundeswehr nach 1989 aufgrund der veränderten sicherheitspolitischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen gewandelt hat. Dabei werden im Schwerpunkt das Berufsbild des Soldaten mit seinem Anforderungs- und Qualifikationsprofil, aber auch sein Leitbild und sein berufliches Selbstverständnis untersucht.

Im Zentrum der vorliegenden militärsoziologischen Betrachtung steht das Bild des Offiziers des Truppendienstes. Die Soldatenbilder des Unteroffiziers und des wehrpflichtigen Soldaten sind nicht Gegenstand der Untersuchung. Die Arbeit stellt einen Diskussionsbeitrag zur aktuellen Debatte über das Bild des Soldaten der Bundeswehr dar. Die Untersuchung versteht sich als ein Schritt in die Richtung eines umfassenden und teilstreitkraftgemeinsamen Berufsbildes vom Soldaten der deutschen Streitkräfte. Dieses bundeswehrgemeinsame Berufsbild vom Soldaten soll sowohl nach innen als auch nach außen wirken. Innerhalb der Streitkräfte stellt das Berufsleitbild des Soldaten die Grundlage für sein berufliches Selbstverständnis dar. Weiterhin soll das Soldatenbild Orientierung geben und zur Motivation in der Truppe beitragen. Außerhalb der Bundeswehr hilft das teilstreitkraftgemeinsame Berufsbild Nachwuchs für die Militärorganisation zu gewinnen sowie die Integration und Legitimation der deutschen Streitkräfte in der breiten Öffentlichkeit weiter zu fördern.

1.2 Aufbau der Arbeit

Die vorliegende Untersuchung gliedert sich in fünf Kapitel. Im zweiten Kapitel nach der Einleitung werden die theoretischen Grundlagen gelegt, indem die zum Thema gehörenden Schlüsselbegriffe „Beruf“, „Berufsbild“, Leitbild“, „berufliches Selbstverständnis“ sowie „Innere Führung“ und „Corporate Identity“ definiert werden. Im dritten Kapitel werden die veränderten sicherheitspolitischen und gesellschaftlichen Faktoren analysiert, die den Wandel des Soldatenbildes nach 1989 beeinflusst haben. Dabei werden die veränderten weltpolitischen Rahmenbedingungen, die Aspekte des postmodernen Krieges, die Multinationalisierung der Streitkräfte sowie die Einflüsse des gesellschaftlichen Wandels und des Wertewandels auf den Soldaten und auf die Militärorganisation untersucht. Im vierten Kapitel wird daraus schlussfolgernd dargestellt und analysiert, wie sich das Bild des Soldaten verändert hat. Zu Beginn wird dazu das Konzept der Inneren Führung untersucht und die Diskussion um deren Zukunft dargestellt. Dann wird untersucht, in wie weit die betriebswirtschaftliche Konzeption einer Corporate Identity auf Teilorganisationen der deutschen Streitkräfte übertragen werden kann. Anschließend werden die Einflüsse auf das Leitbild vom „Staatsbürger in Uniform“ analysiert. Braucht die Bundeswehr einen „europäischen Staatsbürger in Uniform“ oder gar einen „Weltbürger in Uniform“? Danach wird auf das Theorem der Inkompatibilität von Militär und Gesellschaft und auf die verschiedenen idealtypischen Berufsleitbilder des Soldaten eingegangen. Im Anschluss werden aus den veränderten sicherheitspolitischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen neue Anforderungs- und Qualifikationsprofile für den Soldaten, insbesondere für den Offizier der deutschen Streitkräfte, abgeleitet und diskutiert. Dabei werden u.a. die Vorstellungen des Zentrums Innere Führung, des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Bundeswehr, der einzelnen Teilstreitkräfte sowie der Führungsakademie der Bundeswehr vorgestellt. Abschließend werden die Veränderungen im beruflichen Selbstverständnis des Soldaten der deutschen Streitkräfte nach 1989 herausgearbeitet. In der Schlussbetrachtung der vorliegenden Arbeit werden die gesammelten Erkenntnisse noch einmal thesenartig zusammengefasst. Weiterhin wird ein kurzer Ausblick über mögliche weiterführende Untersuchungen zum Bild des Soldaten gegeben.

1.3 Methodik

Ein Schwerpunkt der Literatur- und Quellenanalyse war die Sichtung und Auswertung sozialwissenschaftlicher bzw. militärsoziologischer Literatur zum Thema sowie die Analyse der Zeitschriften „Europäische Sicherheit“, „Truppenpraxis und Wehrausbildung“, „Information für die Truppe“ sowie „Sicherheit und Frieden“ ab den Jahrgängen 1989 bis 2002. Weiterhin wurden unveröffentlichte Dokumente und interne Arbeitspapiere des Bundesministeriums der Verteidigung, insbesondere des Referates Fü S I 4, ausgewertet. Das Internet wurde ebenfalls zur Materialbeschaffung herangezogen. So wurden u.a. die Internetauftritte der Bundeswehr, des Zentrums Innere Führung, des Sozialwissenschaftlichen Instituts und des Arbeitskreises für Sozialwissenschaften an der Führungsakademie der Bundeswehr zur Materialbeschaffung genutzt.[3]Ein zweiter Schwerpunkt der Recherche, neben der Literatur- und Quellenanalyse, war die Durchführung von Einzelinterviews. Die Interviews wurden persönlich (face to face) durchgeführt. Ein Interview wurde aus ökonomischen Gründen schriftlich gemacht, d.h. es wurde ein Interviewbogen mit offenen Fragen an den Gesprächspartner per E-Mail verschickt. Dieser wurde dann von der Person ausgefüllt und zurückgeschickt. Bei den persönlichen Gesprächen wurde die Form des teilstandardisierten Interviews gewählt, in dem die Fragen mehr oder minder in einem Interview-Leitfaden festgelegt wurden. Mit den Interviews wurde das Ziel verfolgt, qualitative Informationen zum Thema zu gewinnen. Die Interviewpartner wurden als Experten zum Thema befragt. Thematisch besonders wichtige Fragen, sogenannte „Schlüsselfragen“[4], wurden in mehreren Interviews gestellt. Die persönlichen Interviews wurden mit einem Tonbandgerät aufgenommen und später transkribiert. Diese Interviewprotokolle und der schriftlich beantwortete Interviewbogen wurden dann einer qualitativen Inhaltsanalyse unterworfen.[5]Insgesamt wurden sechs persönliche Interviews durchgeführt. Sie wurden in der vorliegenden Untersuchung zitiert und im Anhang der Arbeit aufgenommen. Der verschickte Fragebogen wurde ebenfalls zitiert und ist auch im Anhang der Untersuchung zu finden.

1.4 Derzeitiger Forschungsstand und Literatur- und Quellenlage

Die politische Leitung und die militärische Führung der Bundeswehr haben sich immer wieder mit dem Bild des Soldaten auseinandergesetzt. Aufgrund der Tatsache, dass Berufsbilder eine vielfache Bedeutung haben, ist der Dauerstreit um die Rolle des Soldaten in der Bundesrepublik Deutschland letztlich eine Diskussion über Sinn und Zweck sowie über Struktur und Funktion des Militärischen in einer demokratischen Gesellschaft schlechthin. „Die Definition des Berufsleitbildes ist damit ein erstrangiges Politikum.“[6]Besonders das Zentrum Innere Führung in Koblenz, die Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, das Sozialwissenschaftliche Institut der Bundeswehr in Strausberg sowie die zuständigen Referate der Führungsstäbe der einzelnen Teilstreitkräfte in Bonn haben sich an der aktuellen Diskussion über das Berufsleitbild und das berufliche Selbstverständnis des Soldaten der deutschen Streitkräfte beteiligt. Aber auch militärische Vertreter wie z.B. Klaus Naumann, Hans-Christian Beck, Oskar Hoffmann und Jörg Keller haben diese Debatte intensiv mit angeregt.

Der Schweizer Gustav Däniker hat sich als einer der ersten mit dem Wesen und Gebrauch künftiger Streitkräfte auseinandergesetzt und den idealtypischen Soldatentyp des „Miles protector“ entworfen. In der Diskussion um das Berufsbild des Soldaten sind besonders die Autoren Wolfgang R. Vogt, Martin Kutz und Paul Klein hervorzuheben. Joachim Arenth, Siegfried Westphal und Boris Berger haben sich Gedanken über das Leitbild des Bundeswehrsoldaten der Zukunft gemacht und dabei die Thesen vom „europäischen Staatsbürger in Uniform“ und dem „Weltbürger in Uniform“ aufgestellt. Ruth Seifert hat sich zudem intensiv mit der Subjektperspektive und dem beruflichen Selbstverständnis des Soldaten der Bundeswehr nach 1989 auseinandergesetzt. In Bezug auf die aktuelle bundeswehrinterne Diskussion über ein teilstreitkraftgemeinsames Berufsbild vom Offizier liegt ein Diskussionsentwurf der Führungsakademie der Bundeswehr seit September 2001 vor. Die Weiterentwicklung der Führungsphilosophie der Bundeswehr und somit auch des Berufsleitbildes des Soldaten wird im Aufgabenverbund Innere Führung intensiv vorangetrieben.

2 Begriffsbestimmungen und theoretische Grundlagen

Vielen Beiträgen zur Diskussion des Soldatenbildes mangelt es an einer klaren Abgrenzung der für die Diskussion zentralen Begriffe wie z.B. „Beruf“, „Berufsbild“, „Leitbild“ oder „berufliches Selbstverständnis“. Eine solche Abgrenzung der einzelnen Begriffe ist jedoch zwingend notwendig, weil nur dadurch die Wechselwirkungen zwischen den Begriffsinhalten deutlich werden. Dies wird besonders wichtig für die Reflexion der Begriffsdefinitionen auf den Beruf des Soldaten. Im folgenden Kapitel erfolgt deshalb eine Definition der Schlüsselbegriffe der vorliegenden Untersuchung. Weiterhin werden die Begriffe „Innere Führung“ und „Corporate Identity“ definiert. Im Verlauf der vorliegenden Untersuchung werden diese beiden Konzeptionen noch weiterführend dargestellt und analysiert.

2.1 Berufsbild

Zunächst sind einige grundlegende Ausführungen zu den Begriffen „Berufsbild“ und „Berufsleitbild“ notwendig. Vogt formuliert:

„Berufsleitbilder sind zentrale Medien von hoher Bedeutung für die Organisation beruflicher Tätigkeiten. Sie beinhalten nicht nur konkrete Festlegungen über deren Art, Inhalt und Ausrichtung, sondern sind zugleich auch und vor allem Ausdruck grundsätzlicher Vorstellungen über das allgemein zugrundeliegende Berufs(selbst-)verständnis.“[7]

Das Berufsbild beschreibt das Arbeitsgebiet eines Berufes sowie die Aufgaben und Tätigkeiten, die der Berufsausübende zu verrichten hat. Außerdem werden die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten dargestellt, die er mitbringen oder erwerben muss.[8]Das sind insbesondere charakterliche Eigenschaften, die vom Berufsinhaber erwartet werden. Nach Karst ergibt sich das Berufsbild des Offiziers aus seinen Aufgaben, die er gegenwärtig zu erfüllen hat, aus den dazu benötigten Charaktereigenschaften sowie den geforderten fachlichen Qualitäten.[9]Berufsbilder beinhalten natürlich nicht nur eine Beschreibung der charakteristischen Eigenschaften des Berufsinhabers und seine Tätigkeiten, sondern thematisieren auch den gesellschaftlichen Nutzen und den grundsätzlichen Sinn des Berufes:

„Eine positive oder zumindest akzeptierende Einstellung der Bevölkerung zur Armee ist für das Selbstverständnis des Soldaten, will er nicht als Söldner gelten, ein wesentliches und unverzichtbares Kriterium.“[10]

Diese gesellschaftliche Wertschätzung des Berufes und somit auch des Berufsinhabers ist vor allem für den Soldaten der Bundeswehr von herausragender Bedeutung. Hoffmann sagt zur Definition des Begriffes „Berufsbild“:

„[Das] Berufsbild kann als die Beschreibung einer Berufsausbildung bzw. eines Berufes definiert werden. Zusätzlich findet [man] unter dem Begriff Berufsbild häufig auch die Beschreibung der Anforderungen, die in einem Beruf an den Berufsausführenden gestellt werden. Bei Aussagen über das Berufsbild werden in der Regel auch Aussagen über das Verständnis vom Beruf gemacht, was bis zur Beschreibung eines bestimmen Berufsethos führen kann. Aussagen zum Berufsbild des Soldaten formulieren sowohl praktische Anforderungen und Qualifikationen für den Beruf als auch Einstellungen und Haltungen, die für diesen Beruf notwendig sind.“[11]

Berufsbilder spielen weiterhin eine wesentliche Rolle bei der Gewinnung und der Erziehung des Personals der „Organisation Bundeswehr“[12]. Aus dem festgelegten Berufsbild des Soldaten der Streitkräfte „(...) leiten sich Ziele und Vorgaben für Erziehung, Ausbildung, Führung aber auch Nachwuchsgewinnung und Personalführung ab.“[13]Hamann formuliert dazu:

„Wer Nachwuchs braucht, wirbt mit einem Berufsbild, das (...) eine Arbeitsplatzanalyse und die zur Ausübung des Berufes notwendige Motivation, Eignung und Ausbildung enthalten sollte. Nicht zuletzt für die Erziehung dieses Nachwuchses ist es wichtig zu wissen, welches Berufsbild zugrunde gelegt wird und im Zuge langjähriger Sozialisation verhaltenssteuernde Wirksamkeit besitzt.“[14]

Nach Vogt erfüllen Berufsleitbilder für den Soldaten und insbesondere für den Offizier eine Reihe wichtiger „Funktionen“[15].

So werden u.a. die verschiedenartigen und spezialisierten Anforderungen und Handlungen der militärischen Arbeit zu einem sinnhaften, übergreifenden und konsensstiftenden Gesamtbild zusammengefügt. Außerdem tragen Berufsbilder zur Identitätsbildung des Soldaten, zur Integration der Streitkräfte in die Gesellschaft sowie zur Legitimation des Militärberufes bei.[16]Ein Berufsbild ist nicht statisch, sondern dynamisch und muss somit „(...) ständig überprüft und den veränderten Verhältnissen entsprechend korrigiert werden (...)“[17]. Demzufolge ist auch das Bild des Soldaten der Bundeswehr einer ständigen Veränderung und Anpassung an neue Rahmenbedingungen unterworfen.

2.2 Leitbild

Die Bestimmung des Berufsbildes prägt maßgeblich die Formulierung des für den Berufsinhaber verbindlichen „Leitbildes“. Leitbilder werden oft als Grundgesetz oder als die „Zehn Gebote“ einer Organisation bezeichnet. Bleicher sagt über das Leitbild eines Unternehmens:

„Das Unternehmensleitbild enthält die grundsätzlichsten und damit allgemeingültigsten, gleichzeitig aber auch abstraktesten Vorstellungen über angestrebte Ziele und Verhaltensweisen der Unternehmung. Es ist ein ‚realistisches Idealbild‘, ein Leitsystem, an dem sich alle unternehmerischen Tätigkeiten orientieren.“[18]

Das Leitbild enthält also die langfristigen Ziele einer Unternehmung bzw. einer Organisation und die Richtlinien für das Verhalten der Organisation bzw. der Organisationsmitglieder. Es markiert für die Organisation selbst und ihre Mitglieder einen gemeinsamen verbindlichen Orientierungsrahmen. Das Leitbild hat allerdings keinen Gesetzescharakter und ist daher auch nicht einklagbar, allenfalls sanktionierbar. Dass diese Richtlinien dennoch eingehalten werden, basiert vielmehr auf der Freiwilligkeit und auf der Überzeugung der Organisationsmitglieder, möglicherweise auch auf sozialer Kontrolle.[19]Leitbilder nehmen weiterhin aufgrund der „gewandelten gesellschaftlichen Normen und Werte“[20]auch eine Orientierungsfunktion für Führer und Geführte wahr. Dem Leitbild kommt dabei ein kompensatorischer, stabilisierender Effekt zu. Darin besteht allerdings die Gefahr, „zu sehr im Status quo des Bestehenden verharren zu wollen und einen notwendig werdenden Wandel zu blockieren.“[21]Ein Leitbild besteht nicht nur aus Fakten und Zahlen, sondern es spricht gezielt die Werte und Normen von Mitarbeitern und externen Bezugsgruppen und -personen der Organisation an. Es nimmt eine Mittlerposition zwischen normenvermittelnden Werten und der realen Erfahrung ein. Es ist Teil des „normativen Managements“[22], das sich vor allem mit den langfristigen Zielen, den gültigen Prinzipien sowie den Normen und Spielregeln der Organisation befasst. Im Mittelpunkt steht dabei die dauerhafte Lebensfähigkeit und die Entwicklungsfähigkeit der Organisation und nicht das Erreichen kurzfristiger strategischer Ziele.[23]Leitbilder müssen aufgrund ihrer handlungssteuernden Wirkung bestimmte moralische und geistige Ansprüche erfüllen. Sie beschreiben ein anzustrebendes Ideal des Berufsinhabers. In der Konzeption der Inneren Führung der Bundeswehr ist dieses Ideal der „Staatsbürger in Uniform“, der sowohl Leitbild als auch Integrationsfigur für die Soldaten der Bundeswehr ist. Der Sinn und Zweck, die verpflichtenden Grundhaltungen sowie die geistigen Grundlagen des Berufes werden im Leitbild festgeschrieben. Es ordnet den Berufsinhaber in den gesellschaftlichen Gesamtzusammenhang ein. Leitbilder werden auch erstellt, um das berufliche Selbstverständnis der Mitglieder einer Organisation herauszuarbeiten und schriftlich festzuhalten. Dies ist das übergeordnete Ziel eines Leitbildes. Unterhalb dieses Metaziels gibt es eine Reihe weiterer Ziele, die sich gezielt auf einzelne Personengruppen sowie bestimmte Handlungs- und Verhaltensweisen beziehen.

Man kann dabei drei verschiedene Zieldimensionen unterscheiden. Die Ziele können sich auf die Organisation, auf die Organisationsmitglieder oder auf das Umfeld der Organisation beziehen.[24]Eng mit den Zielen sind die Funktionen eines Leitbildes verbunden, denn zum Teil lassen sie sich direkt aus den Zielen ableiten. Ziele sind gleichzusetzen mit Zuständen, die erreicht werden sollen, während Funktionen Wirkungen beschreiben. Eine der wichtigsten Funktionen des Berufs- und Leitbildes ist die Legitimation der beruflichen Tätigkeit, d.h. vor allem gesellschaftliche Akzeptanz herzustellen und zu erhalten.[25]Die Funktionen des Berufsbildes und des Leitbildes sind sich sehr ähnlich. Das kommt daher, da das Leitbild integraler Bestandteil des Berufsbildes ist. Man kann diese Zieldimensionen und Funktionen auch beim „Staatsbürger in Uniform“ der Bundeswehr finden. Durch die Erstellung eines Leitbildes werden nicht nureinZiel odereineFunktion erfüllt, sondern jeweils ein ganzes Bündel. Leitbilder können demzufolge ein wirksames Instrument sein, um „umfassend und ganzheitlich die Leistungsfähigkeit von Organisationen zu verbessern.“[26]

2.3 Berufliches Selbstverständnis

Sowohl das Berufsbild als auch das Leitbild haben einen maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung des „beruflichen Selbstverständnisses“ bzw. des Selbstbildes des Berufsinhabers. Hamann sagt:

„Der Beruf [stellt] die Basis jeden Selbstverständnisses für den einzelnen Menschen dar, wobei dieses Selbstverständnis sowohl der Zufriedenheit oder Unzufriedenheit für die in einer Tätigkeit erbrachten Leistung entspricht als auch der von der Umwelt herangetragenen Wertschätzung.“[27]

Als berufliches Selbstverständnis bezeichnet man die Reflexion von Berufsbild und Leitbild durch den Berufsinhaber. Er sucht sich die Fähigkeiten, Eigenschaften und Einstellungen aus dem Berufsbild und dem idealisierten Leitbild heraus, die er für wichtig hält und konstruiert sich daraus sein individuelles berufliches Selbstverständnis. Dieses „Selbstbild“ ist wiederum beeinflusst vom „Fremdbild“, das die Berufseinschätzungen seitens der Gesellschaft oder einzelner Personen bzw. Personengruppen wiedergibt. Als Fremdbild bezeichnet man also die subjektive Reflexion des Berufsbildes und des Leitbildes durch die Gesellschaft, gesellschaftlicher Gruppen oder Einzelpersonen.[28]Das berufliche Selbstverständnis ist sehr stark individuell geprägt und damit grundsätzlich von Berufsinhaber zu Berufsinhaber verschieden. Zusammenfassend kann man sagen, das objektive Berufsbild und Leitbild wird durch den Berufsinhaber subjektiv beurteilt, interpretiert und gewichtet, und schließlich zum individuellen, beruflichen Selbstverständnis neu zusammengesetzt. Das Selbstbild lässt sich demnach auch nicht auf alle Angehörigen eines Berufes verallgemeinern. Es können nur einige grundlegende Inhalte und Grundüberlegungen als allgemein gefordert bzw. anerkannt unterstellt werden. Deren Bewertung und Gewichtung bleibt jedoch wiederum dem einzelnen Individuum überlassen.[29]Hoffmann sagt zur Definition des beruflichen Selbstverständnisses des Soldaten der Bundeswehr:

„Das berufliche Selbstverständnis der Soldaten ist die subjektiv empfundene, innerlich akzeptierte und tatsächlich geäußerte Auffassung über den eigenen Beruf im gesellschaftlichen und militärischen Kontext. Es äußert sich in der Art, in der sich der Soldat mit seinem Beruf identifiziert und wie er in seinem dienstlichen und außerdienstlichen Handeln, seinen Verpflichtungen und Aufgaben gegenüber Staat und Bundeswehr nachkommt.“[30]

Im Verlauf seines Berufslebens entwickelt der Soldat sowohl ein individuelles als auch ein kollektives, berufliches Selbstverständnis. Das berufliche Selbstverständnis ist somit auch Grundlage für den Erwerb und den Aufbau individueller und kollektiver Identität. Diese kollektive Identität wird auch als „Corporate Identity“[31]bezeichnet.[32]Das berufliche Selbstverständnis hat weiterhin erheblichen Einfluss auf die Motivation des Soldaten in der Ausbildung und im Einsatz und ist somit ein entscheidender Faktor zur Sicherstellung der personellen Einsatzbereitschaft der deutschen Streitkräfte.[33]Das Selbst- und Fremdbild wird stets beeinflusst von den vielfältigen Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Militär und Technik.[34]Die wesentlichen Einflussfaktoren auf das berufliche Selbstverständnis des Soldaten sind somit die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen sowie der individuelle, biographische Hintergrund jedes Einzelnen. Auch die Dauer der Zugehörigkeit zu den Streitkräften und der Grad der übertragenen Verantwortung sind Faktoren, die in das berufliche Selbstverständnis mit einfließen. Weiterhin bestimmen die „Bedingungen und Erfahrungen des jeweiligen Arbeitsplatzes sowie die vorgelebte[n] Traditionen und Werte (...) nachhaltig das individuelle und kollektive Selbstverständnis“[35]des Soldaten der deutschen Streitkräfte.

2.4 Beruf

Die Beantwortung der Frage, ob der „Beruf“ vom Individuum als „Berufung“, „Job“ oder „Profession“ verstanden wird, ist maßgeblich für die Bestimmung des beruflichen Selbstverständnisses des Individuums. Deshalb wird im folgenden Abschnitt versucht, diese vier Begriffe zu definieren. Für den Inhalt des Begriffes „Beruf“ kann man drei allgemein anerkannte wesentliche Merkmale herausstellen:

„Zum Beruf gehört, dass eine gesellschaftlich brauchbare Kombination von spezifischen Leistungen (bzw. von Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Erstellung dieser Leistung) vorliegt, dass diese Leistungskombination die Grundlage für eine kontinuierliche Versorgungs- und Erwerbschance bildet und dass sie als Unterlage und Rechtfertigung einer gesellschaftlichen Position verstanden wird.“[36]

Den Begriff des Berufes kann man sowohl im Rahmen gesellschaftlicher Zusammenhänge als auch aus der Blickrichtung des einzelnen Individuums betrachten. Man spricht dann entweder vom objektiven gesellschaftlichen Beruf oder vom subjektiven individuellen Beruf.[37]In der Literatur werden auch die Begriffe objektiver und subjektiver Sinn des Berufes gebraucht.[38]Daraus schlussfolgernd lässt sich demnach der Begriff des Berufsbildes grundsätzlich auch in die Sichtweisen Selbstbild und Fremdbild trennen. Diese Unterscheidung wird in der Diskussion über das Berufsbild des Soldaten häufig nicht getroffen.[39]Weiterführend sind die „berufssoziologischen Klassifizierungen“[40]des Berufsbegriffes zu betrachten. Man kann drei unterschiedliche Typen unterscheiden, den Beruf als „Berufung“, als „Job“ oder als „Profession“. Im Folgenden werden diese drei Ausprägungen des Berufes kurz dargestellt. Die Einheit von Beruf und Persönlichkeit kennzeichnet den Beruf als „Berufung“. Das einzelne Individuum findet in freier Entscheidung nach seinen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Interessen, in der Ausübung des sittlich-ethischen beruflichen Auftrages seine persönliche Erfüllung.[41]Maier sieht den Beruf als eine im Bewusstsein der Berufung bzw. nach Neigung und Eignung frei erwählte, auf lebenslängliche Dauer angelegte und langjährig erlernte ganzheitliche Arbeit, die - eventuell bei gleichzeitiger Sicherung des Lebensunterhaltes - dem menschlichen Leben Ordnung, Entfaltung und Inhalt verleiht.[42]Beim Verständnis des Berufes als „Job“ wird von einer völligen Trennung von Arbeit und Person ausgegangen. Der Begriff drückt ein rein instrumentelles Verhältnis des Individuums zu seiner Arbeit aus. Die Bedeutung der Arbeit wird auf ihre Funktion als Erwerbsquelle reduziert. Inhalt und Sinn der Arbeit sind für das arbeitende Individuum ohne Bedeutung. Die Arbeit ist somit keine Grundlage mehr für die persönliche Identitätsbildung des Individuums.[43]Der Berufsbegriff „Profession“ liegt zwischen diesen beiden extremen Verständnissen vom Beruf:

„[Die] Profession ist ein besonderer Berufstypus, der sich durch gesellschaftlichen Einfluss und soziales Prestige sowie durch einen gewissen Grad von Institutionalisierung auszeichnet.“[44]

Hierzu zählen Berufe wie Arzt, Rechtsanwalt und Richter, aber auch zunehmend hochentwickelte naturwissenschaftlich technische Berufe. Schössler definiert den Beruf als Profession:

„Eine Profession besitzt eine hochentwickelte spezielle Fähigkeit, die an gesellschaftlich hoch bewerteten Einrichtungen wie z.B. Universitäten erworben wurde; ein starkes gruppenhaftes Zusammengehörigkeitsgefühl, das sich u.a. in starken Berufsorganisationen ausdrückt; ein eigenständiges Wertsystem das den Mitgliedern der Profession eine selbst verantwortliche Berufsausübung im Rahmen staatlicher Regulationen ermöglicht.“[45]

Es wird die grundlegende These vertreten, dass die zunehmende Technisierung und Spezialisierung der Arbeit die Tätigkeits- und Qualifikationsanforderungen des Berufes umfassend modifiziert. Gleichzeitig entstehen neue Berufe, die hochspezialisierte Fachqualifikationen erfordern. Der Beruf als Profession ist nicht statisch, sondern dynamisch zu verstehen. Er berücksichtigt, dass Berufsarbeit gleichzeitig auch Erwerbsarbeit ist.[46]Schössler beschreibt und analysiert die militärische Tätigkeit als Profession und kommt zu dem Schluss, dass der Beruf des Soldaten die charakteristischen Merkmale einer Profession aufweist.[47]Zusätzlich besitzt der Militärberuf jedoch einige Eigenheiten, die über den Begriff der Profession hinausgehen.

2.5 Innere Führung

Die Begriffe Berufsbild, Leitbild und berufliches Selbstverständnis werden nicht freischwebend verwendet, sondern sie sind in eine Konzeption eingebunden. Diese Konzeption ist für die Bundeswehr das Konzept der Inneren Führung. Ausgangspunkt für die Entstehung der Konzeption der Inneren Führung ist die Diskussion um die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Deutschland in den 50er Jahren. Johann Adolf Graf von Kielmannsegg, Ulrich de Maizière und Wolf Graf von Baudissin bewirkten unter intensiver Beteiligung politischer und gesellschaftlicher Gruppierungen den notwendigen Konsens zur Aufstellung neuer deutscher Streitkräfte als Parlaments-, Staatsbürger-, Bündnis- und Verteidigungsarmee. Baudissin äußert sich zum Begriff und zum Ziel der Innere Führung:

„Innere Führung ist wie jede Führung als eindynamischer Prozesszu verstehen, in dem Menschen als Individuen oder als Mitglieder von Gruppen auf ein bestimmtes Ziel gerichtet und gesteuert werden. Das Ziel heißt funktional wie politisch Effizienz im Dienste der Friedenssicherung.“[48]

Die Zentrale Dienstvorschrift 10/1 der Bundeswehr sagt zur Definition des Begriffes „Innere Führung“:

„Die Konzeption der Inneren Führung bindet die Streitkräfte bei der Auftragserfüllung an die Werte des Grundgesetzes. Sie hat die Aufgabe, die Spannungen auszugleichen und ertragen zu helfen, die sich aus den individuellen Rechten des freien Bürgers einerseits und den militärischen Pflichten andererseits ergeben.“[49]

Das Zentrum Innere Führung in Koblenz sagt über die Konzeption: Die Innere Führung ist „(...) eine dynamische Führungsphilosophie mit einer Berufsethik, die an demokratisch-rechtsstaatliche Werte gebunden ist.“[50]In Schriften der Führungsakademie der Bundeswehr wird die Innere Führung auch als „Organisationsphilosophie“[51]der deutschen Streitkräfte bezeichnet. Kutz sagt über die Konzeption der Innere Führung:

„Wir haben es (...) mit einem systematischen, theoretisch in sich schlüssigen, politisch-strategisch fundierten, am modernen Kriegsbild orientierten militärpolitischen Gesamtkonzept zu tun, das von seinem Selbstverständnis und der tatsächlichen Struktur her zukunftsoffen war und immer noch ist.“[52]

Zu Beginn des vierten Kapitels wird auf die theoretischen Grundlagen der Inneren Führung und auf die Zukunft der Konzeption weiterführend eingegangen.

2.6 Corporate Identity

Der Begriff „Corporate Identity“ wird oft als „Identität eines Unternehmens“ übersetzt. Diese Übersetzung des aus dem Amerikanischen übernommenen Begriffs wird von einigen Autoren mitgetragen. Sie wird aber in der Literatur wenig verwendet. Meist wird die amerikanische Vokabel CI benutzt. Dies wäre nicht so entscheidend, wenn stets das Gleiche gemeint wäre, dies ist jedoch nicht der Fall, denn es gibt keine allgemein gültige Definition für Corporate Identity, ganz im Gegenteil. Im Zusammenhang mit Corporate Identity werden eine Vielzahl von Begriffen verwendet, so u.a. Unternehmensidentität, Unternehmenskultur, Unternehmensphilosophie, Unternehmenspersönlichkeit und Unternehmenskompetenz. Bei den Autoren spiegelt sich in der CI die „Leitidee und Geisteshaltung des Unternehmens“[53]wider. Corporate Identity dient hier als „Führungsinstrument“[54]und als „Instrument der Unternehmenspolitik“[55]. Die Konzeption wird als „Leitlinie für das Zielsystem des Unternehmens“[56]angesehen. Birkigt, Stadler und Funk sagen über die Corporate Identity:

„In der wirtschaftlichen Praxis ist (...) Corporate Identity die strategisch geplante und operativ eingesetzte Selbstdarstellung und Verhaltensweise eines Unternehmens nach innen und außen auf der Basis einer festgelegten Unternehmensphilosophie, einer langfristigen Unternehmenszielsetzung und eines definierten (Soll-) Images – mit dem Willen, alle Handlungsinstrumente des Unternehmens in einheitlichem Rahmen nach innen und außen zur Darstellung zu bringen.“[57]

Im vierten Kapitel wird weiterführend die Struktur einer Corporate Identity aufgezeigt und die CI als Führungsinstrument bei Birkigt und Stadler analysiert. Darauf aufbauend wird dann versucht die Konzeption auf Teilorganisationen der Bundeswehr zu übertragen.

3 Das Bild des Soldaten unter veränderten Rahmenbedingungen

In diesem Kapitel werden die veränderten Rahmenbedingungen dargestellt, die das Bild des Soldaten beeinflusst haben. Zu Beginn wird die sicherheitspolitische Diskussion nach 1989 dargestellt und analysiert. Danach werden die Aspekte des postmodernen Krieges und der Begriff „Low Intensity Conflict“ erläutert. Anschließend werden die neue Risiken und Formen der Bedrohung der internationalen Sicherheit definiert und vier davon exemplarisch dargestellt. Dies sind der internationale Terrorismus, die Proliferation von Massenvernichtungswaffen und ihrer Trägersysteme, die organisierte Kriminalität sowie das Problem der Migration. Dann wird auf die internationale Kooperation und auf die Multinationalisierung der Streitkräfte eingegangen. Am Ende des Kapitels werden ausführlich die Auswirkungen des gesellschaftlichen Wandels und des Wertewandels auf den Soldaten und auf die Organisation Bundeswehr untersucht, um dann daraus die Veränderungen im Berufsbild, Leitbild und im beruflichen Selbstverständnis der Soldaten ableiten zu können.

3.1 Die sicherheitspolitische Diskussion nach 1989

Ausgangspunkt für die Veränderungen in den Streitkräften und somit für den Wandel des Bildes vom Soldaten ist das Ende der bipolaren Weltordnung und die damit eingeleitete geostrategische Wende zu Beginn der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts. Die Konfrontation der beiden politischen Blöcke hat mit der Auflösung des Warschauer Paktes und der UdSSR im Jahr 1991 ihr Ende gefunden. Diese Entwicklungen führten zur Vollendung der deutschen Einheit und zur Erlangung der vollen Souveränität der Bundesrepublik Deutschland. Die sicherheitspolitische und strategische Lage Deutschlands in Europa hat sich damit grundlegend verbessert. Eine unmittelbare Bedrohung der Bundesrepublik Deutschland und seiner Verbündeten der NATO mit massiven konventionellen Kräften besteht heute eher nicht mehr, auch wenn sie nicht vollständig ausgeschlossen werden kann. Die Vorwarnzeit für Politik und Militär hat sich deutlich erhöht. Diese Entwicklungen führen zu Beginn der 90er Jahre zunächst zu Legitimationsproblemen für die Streitkräfte in der Öffentlichkeit[58]sowie zu der Forderung eines massiven Abbaus des Umfangs der Streitkräfte und der Verteidigungsausgaben. Gleichzeitig wird jedoch außenpolitisch die Forderung erhoben, dass die Bundesrepublik Deutschland größere internationale Verantwortung übernehmen müsse. Diese Forderungen der deutschen Verbündeten zur Übernahme neuer Aufgaben orientieren sich zunächst an friedenserhaltenden Maßnahmen im Rahmen der Vereinten Nationen. Die daraus resultierenden neuen Anforderungen an die Bundeswehr und ihre Soldaten unterscheiden sich aufgrund der andersartigen Rahmenbedingungen gravierend von den bisherigen Aufgaben vor dem Jahr 1990.[59]Die Gefahr eines Weltkrieges ist zwar gebannt, aber die Wahrscheinlichkeit für begrenzte Konflikte ist jedoch gestiegen, „(...) da der Verlust der disziplinierenden Wirkung des Kalten Krieges und das damit verbundene Machtvakuum zum Teil alte Spannungen aufleben und neue entstehen lässt.“[60]Bereits im Jahr 1991 im Rahmen des Golfkrieges wird klar, dass die Bündnispartner der NATO eine aktive Teilnahme der Bundesrepublik Deutschland auch an Kampfeinsätzen erwarten. Spätestens der Konflikt im Kosovo hat den Typus des „postnationalen Krieges“[61]auch für Europa Wirklichkeit werden lassen:

„Kosovo hat den neuen Typus des ‚postnationalen‘ Krieges eingeleitet, der nicht mehr im reinen nationalen Interesse ausgefochten wird und in dem die Grenzen zwischen Krieg und Frieden, Angriff und Verteidigung, Recht und Unrecht etc. verschwinden. Derartige Kriege entstehen nicht mehr aus der Konfrontation expansionslüsterner Staaten, sondern aus der Erosion oder dem Zerfall staatlicher Strukturen.“[62]

Die Politik hat erkannt, dass es oft vorteilhaft sein kann, krisenhafte Entwicklungen bereits am Entstehungsort einzudämmen als sie eskalieren zu lassen. Die Sicherheitsüberlegungen der Bundesrepublik Deutschland enden somit nicht an den territorialen oder an den Bündnisgrenzen:

„Wir brauchen einen weiteren Horizont. Die Welt ist kleiner geworden, sie entwickelt sich zu der ‚Einen Welt‘ oder zum ‚Global Village‘.“[63]

Es liegt auf der Hand, dass diese diffusen und vielschichtigen Gefahren und Konflikte nicht ausschließlich militärisch gelöst werden können. Man braucht einen breit angelegten sicherheitspolitischen Ansatz, denn die Sicherheit von Staaten ist nicht mehr durch den Schutz von Grenzen allein zu gewährleisten. Die neuen Risiken enthalten Gefährdungspotentiale, die Grenzen und Kontinente überschreiten können. Entscheidend ist eine umsichtige und vorausschauende Politik und ein funktionierendes Krisen- und Konfliktmanagement. Gerade die Konflikte in den letzen zehn Jahren haben gezeigt, dass es notwendig sein kann, eine robuste Diplomatie anzuwenden, die ein glaubhaftes militärisches Rückgrat aufweist.[64]Fragen der Sicherheit sind gesamtpolitische Aufgaben. Sie erfordern eine konzeptionelle Gesamtbetrachtung der politischen, ökonomischen, ökologischen, sozialen und militärischen Aspekte. Sicherheitspolitik als Gesamtaufgabe unter den neuen strategischen Rahmenbedingungen lässt sich weder inhaltlich noch geographisch, noch institutionell eingrenzen. Man braucht ein gesamtstrategisches und flexibles Instrumentarium in der internationalen Politik.[65]Demnach kann man von einem „erweiterten“ bzw. von einem „umfassenden Sicherheitsbegriff“[66]sprechen. Hieraus leitet sich auch für die Offiziere der Bundeswehr die Anforderung ab, gesamtstrategisch zu denken, um den militärischen Beitrag definieren und einordnen zu können.[67]Das neue strategische Konzept der NATO trägt ebenfalls dem umfassenden Sicherheitsbegriff Rechnung. Dies erfolgt durch ein gewandeltes Selbstverständnis und durch das erweiterte Aufgabenspektrum des Bündnisses. Das bipolare Denken der NATO wurde aufgegeben. Das Bündnis ist heute das Fundament für ein stabiles euro-atlantisches sicherheitspolitisches Umfeld. Weitere grundlegende Sicherheitsaufgaben bzw. Kernfunktionen der neuen NATO sind die Stärkung von Sicherheit und Stabilität des euro-atlantischen Raums durch Konfliktverhütung und Krisenbewältigung sowie Partnerschaft, Kooperation und Dialog.[68]Die neue Herausforderung für die Sicherheitspolitik der Zukunft für Wellersdorf ist die „Komplexität“[69], die durch eine größere Reichweite der nationalen Interessen und durch eine wachsende Zahl an Akteuren in der internationalen Politik gekennzeichnet ist.

3.2 Die Aspekte des postmodernen Krieges

Das Militär in der Postmoderne weist nach Moskos, Williams und Segal fünf Elemente des Wandels auf.[70]Im Folgenden werden diese thesenartig dargestellt:

(1) Die wechselseitige Durchlässigkeit zwischen ziviler und militärischer Ebene, sowohl strukturell als auch kulturell, steigt immer weiter an.
(2) Die Unterschiede innerhalb der Streitkräfte werden weiter vermindert. So wird u.a. die starre Abgrenzung zwischen den Teilstreitkräften, Truppengattungen und Dienstgradgruppen weiter aufgeweicht. Auch der Gegensatz zwischen bewaffneten Kampfeinsätzen und Unterstützungsaufgaben wird zunehmend entschärft.
(3) Das Aufgaben- und Einsatzspektrum der Streitkräfte wandelt sich. Weg vom „Kämpfen auf dem Schlachtfeld“ hin zu Missionen, welche kaum noch der traditionellen Rolle des Militärs entsprechen.
(4) Militärische Kräfte werden zunehmend von überstaatlichen Organisationen auf der Grundlage international autorisierter und legitimierter Abkommen jenseits des eigenen Staatsgebietes befohlen.
(5) Die internationale Kooperation und Multinationalisierung der Streitkräfte schreitet immer weiter fort. Bi- und multinationale Verbände innerhalb der NATO sowie gemeinsame Übungen und Programme wie z.B. „Partnerschaft für den Frieden“ gehören zum Alltag der Streitkräfte.

Nach Stockfisch unterliegt der postmoderne Krieg „(...) vor allem den Gesetzen der Telekommunikation und der Medien.“[71]So führten im Kosovo-Krieg wenige tausend Soldaten die Luftangriffe durch, „(...) und weltweit verfolgten Millionen Menschen das Kriegsgeschehen einschließlich seines Umfeldes in ‚real time‘ auf allen Kommunikationskanälen.“[72]Der Krieg wird zum transparenten Fernsehschauspiel. „[Die] virtuelle elektronische Hochtechnologie mit ihrem Versprechen von totaler ‚Informationsdominanz‘ (...)“[73]hat die Regeln des konventionellen Krieges verdrängt und den soldatischen Kampf scheinbar überflüssig gemacht. Stockfisch führt dazu weiter aus:

„Anstelle des traditionellen soldatischen Kampfes unter unmittelbarer Lebensgefahr ist die Vernichtung bzw. Neutralisierung eines weit entfernten und damit unsichtbaren Gegners mit seiner Infrastruktur getreten.“[74]

Er stellt fest, dass Hochtechnologie zur Bedingung des postmodernen Krieges geworden ist. Ohne funktionierende Technik, gute Organisation und hervorragende Logistik sind Kriege heute und in der Zukunft nicht mehr zu führen. Entscheidend für Stockfisch ist aber, dass auch künftig der Krieg von Menschen geführt wird. Demnach bleibt derFaktor Menschunverändert die bestimmende Größe im kriegerischen Geschehen[75]:

„Wenn (...) ‚Friktionen‘[76](...) und das Unerwartete im Kriege auftreten, wenn die hochempfindliche Technik versagt und die Logistik zusammenbricht, dann bleibt der frei handelnde Mensch mit Improvisationsvermögen und Einfallsreichtum im Sinne der Auftragstaktik, der das taktisch-operative Kriegsgeschehen bestimmt und entscheidet.“[77]

Das Aufgaben- und Einsatzspektrum des Militärs wandelt sich. Mackinlay definiert dazu drei hilfreiche Unterscheidungen in der Anwendung militärischer Macht als differenzierte politische Reaktion:

- DieHigh-Intensity-Responsebeinhaltet das gesamte Spektrum der militärischen Mittel, sowohl die Verteidigung als auch Einsätze wie im Golfkrieg 1991 werden damit abgedeckt.
- DieMid-Intensity-Responseerfolgt mit einem ausgesuchten minimalen Spektrum militärischer Mittel. Diese Militäreinsätze haben zum Ziel, Konfliktparteien zu trennen, zum Teil auch zu entwaffnen und den Aufbau ziviler Strukturen zu sichern. Beispiele dafür sind z.B. SFOR und KFOR.
- DieLow-Intensity-Responseentspricht einer symbolischen Anwesenheit von militärischer Gewalt, wie z.B. bei Blauhelm- oder Beobachtermissionen.[78]

Die Streitkräfte der westlichen Welt werden es vermutlich in Zukunft vermehrt mit asymmetrischen Konflikten gegen diffuse, irreguläre Kräfte zu tun haben. Das Kriegsvölkerrecht westlich-humanitärer Prägung wird vor allem in „Low Intensity Conflicts“[79], z.B. in den Entwicklungsländern Afrikas, weder Verhaltenssicherheit noch das Überleben der Soldaten garantieren können. Es bedarf bei solchen Einsätzen neben der materiellen Vorbereitung auch einer mentalen Bewusstseinsänderung bei den Soldaten.[80]Nach Creveld treten Low Intensity Wars oder Conflicts (LIC) vor allem in weniger entwickelten Gebieten der Erde auf wie z.B. in Entwicklungsländern, in denen der Staat zusammengebrochen ist. Das Gewaltmonopol nehmen dort Organisationen bzw. Gemeinschaften ein, die die Souveränität des Staates bzw. sein Gewaltmonopol nicht anerkennen.

In der Regel bekämpfen sich irreguläre Kräfte untereinander oder sie kämpfen gegen das reguläre Militär. Die Bandbreite der irregulären Truppen, die häufig von charismatischen Führungspersönlichkeiten geführt werden, reicht dabei von zu marodierenden Banden gewordenen Militärs und Guerillas über Volksstämme bis hin zu Kriminellen und Zivilisten. Die geltenden Konventionen und das Kriegsvölkerrecht haben in den Konflikten der Zukunft keine Bedeutung mehr und werden demnach auch nicht eingehalten. Der Kampf wird mit einfachen, teilweise primitiven Waffen ausgetragen, denn modernes militärisches Großgerät oder Massenvernichtungswaffen können in diesen Konflikten keine Entscheidung herbeiführen. Geiselnahme, Bombenanschläge, Attentate und Massaker nehmen den Platz von Gefechten ein. Die wenn noch vorhandenen regulären Truppen müssen sich in ihrer Kampfweise anpassen, um im Konflikt bestehen zu können. Durch die Vermischung der irregulären Truppen mit der Zivilbevölkerung entstehen hohe Verluste unter der zivilen Bevölkerung. Da die irregulären Kräfte ihren Angehörigen weder Bezahlung noch soziale Absicherung bieten können, werden sie vor allem dadurch motiviert, dass sie ihre persönlichen Bedürfnisse am Gegner befriedigen dürfen. Dies führt u.a. zu Plünderungen, Erpressung in Verbindung mit Geiselnahme und Vergewaltigungen. Zudem besteht die Gefahr der Ausweitung der Gewalt auf benachbarte Staaten, da nationale Grenzen in Low Intensity Conflicts ihre Bedeutung verlieren.[81]Zusammenfassend stellt Creveld folgende drei Hauptmerkmale für Low Intensity Conflicts heraus:

(1) „Als erstes brechen sie tendenziell eher in ‚weniger entwickelten‘ Teilen der Welt aus (...)“[82].
(2) „Zweitens sind in den wenigsten Fällen auf beiden Seiten reguläre Streitkräfte daran beteiligt, allerdings kämpfen häufig reguläre Truppen auf der einen Seite gegen Guerillas (...) auf der andern.“[83]
(3) „Drittens werden in den LICs nicht in erster Linie die hochentwickelten Kollektivwaffen eingesetzt (...)“[84].

Das mögliche Einsatz- und Kriegsbild der Bundeswehr im Rahmen von Systemen kollektiver Sicherheit zeichnet sich demnach durch eine hochgradige Unsicherheit und Wechselhaftigkeit der Anforderungen aus. Das Anforderungsspektrum des Soldaten ist somit extrem vielfältig und unübersichtlich. Keller teilt das mögliche Kriegs- und Einsatzbild der deutschen Streitkräfte in zwei Kategorien ein,[85]in Verteidigungsoperationen und in „andere Operationen“. Die Kategorie „andere Operationen“ ist vergleichbar mit dem Konstrukt „Operations Other Than War“ (OOTW) in der sicherheitspolitischen Diskussion der USA.[86]

[...]


[1]Vgl. Reeb, Hans-Joachim: Weder Söldner noch Pappkamerad, in: Information für die Truppe, 4/93, S. 25.

[2]Vgl. Reeb: Weder Söldner noch Pappkamerad, S. 25.

[3]Online unter: http://www.bundeswehr.de, http://www.zentruminnerefuehrung.de, http://www.sowi-bundeswehr.de und http://www.aksow.de (Stand: 27. August 2002).

[4]Vgl. Spöring, Walter: Qualitative Sozialforschung, Stuttgart 1989, S.153.

[5]Vgl. Spöring: Sozialforschung, S. 189.

[6]Vgl. Vogt, Wolfgang R.: Berufsbilder des Offiziers im Widerstreit, in: Klein, Paul/ Kuhlmann, Jürgen/ Rohde, Horst (Hrsg.): Soldat – Ein Berufsbild im Wandel, Band 2 Offiziere, Bonn/ Dortmund 1993, S. 108/ 109.

[7]Vgl. Vogt,: Berufsbilder des Offiziers im Widerstreit, S. 107.

[8]Vgl. Bührer, Michael: „Offizier der Bundeswehr“: Selbst- und Fremdbild. Ergebnisse einer empirischen Befragung im Herbst 1978, Sozialwissenschaftliches Institut der Bundeswehr (SOWI), Berichte Band 32, München 1983, S. 1.

[9]Vgl. Karst, Heinz: Das Bild des Soldaten – Versuch eines Umrisses, Boppard am Rhein 1969, S. 65.

[10]Vgl. Seifert, Ruth: Individualisierungsprozesse, Geschlechterverhältnisse und die soziale Konstruktion des Soldaten. Eine theoretische und empirische Studie zur soldatischen Subjektivität und zu ihrer Wechselwirkung mit der Gesellschaft, Sozialwissenschaftliches Institut der Bundeswehr, Berichte Band 61, München 1993, S. 57.

[11]Vgl. Bundesministerium der Verteidigung/ Führungsstab der Streitkräfte I 4/ Hoffmann, Oskar: Rollenbild und Selbstverständnis des deutschen Soldaten (unveröffentlichter Vortragsentwurf), Bonn 21. März 2002, S. 16/ 17.

[12]Als Organisation bezeichnet man allgemein eine Gruppe bzw. einen Verband, mit einer spezifischen Struktur und bestimmten, dauerhaften Zielen. Organisationen sind konstruierte Formen geregelter, längerfristiger Kooperation, die sich vor allem auf dem Boden der Rationalität entwickeln. Sie weisen zweckrationales Denken und Handeln auf. Organisationen haben drei gemeinsame Merkmale: Sie sind erstens bewusst zur dauerhaften Erreichung eines bestimmten Ziels oder eines bestimmten Zwecks gebildet worden. Im Fall der Bundeswehr ist dieses Ziel die Abwehr von äußeren Gefahren, welche den Bestand der Bundesrepublik Deutschland gefährden könnten. Das Ziel bzw. der Zweck des Vorhandenseins der Streitkräfte wird durch ihren Auftrag bestimmt. Weiterhin besitzen Organisationen eine gedanklich geschaffene und allgemein verbindliche festgelegte Ordnung und Struktur. So beruht die Bundeswehr auf dem Prinzip von Befehl und Gehorsam und es gibt eine hierarchische Ordnung von Vorgesetzten und Untergebenen. Zudem müssen die Aktivitäten der Soldaten und die verfügbaren Mittel mit Hilfe der vorgegebenen Ordnung und Struktur der Organisation so koordiniert werden, dass die Erreichung des Ziels bzw. die Erfüllung des Auftrages auf Dauer gewährleistet werden kann. Ein wichtiges Instrumentarium ist dabei das „Regelwerk“ der Organisation Bundeswehr, welches sich aus einer Vielzahl von Dienstvorschriften und Befehlen zusammensetzt. Zusammenfassend kann man feststellen, dass die Bundeswehr als Organisation bezeichnet werden kann. Vgl. zum Bergriff „Organisation“: Gukenbiehl, Hermann L.: Institution und Organisation, in: Korte, Hermann/ Schäfers, Bernhard (Hrsg.): Einführung in die Hauptbegriffe der Soziologie, Opladen 1993, S. 95-109. Vgl. auch: Keller, Jörg: Die Streitkräfte als Organisation – Was macht sie im Vergleich so einzigartig?, online unter: http://www.aksow.de/Dateien/Mitglieder/Keller/Die%20Streitkraefte%20als%20Organisation.pdf,

(31. Juli 2002).

[13]Vgl. Hoffmann: Rollenbild und Selbstverständnis, S. 16.

[14]Vgl. Hamann, Rudolf: Armee im Abseits? Hamburg 1972, S. 77.

[15]Weitere Funktionen der Berufsleitbilder nach Vogt sind die Selektionsfunktion, die Sozialisationsfunktion, die Steuerungsfunktion und die Adaptionsfunktion. Auf diese Funktionen wird im weiteren Verlauf der Untersuchung noch näher eingegangen.

[16]Vgl. Vogt: Berufsbilder des Offiziers im Widerstreit, S. 107.

[17]Vgl. Hamann: Armee im Abseits?, S. 76.

[18]Vgl. Bleicher, Knut: Leitbilder. Orientierungsrahmen für eine integrative Management-Philosophie, Entwicklungstendenzen im Management Band 1, Institut für Betriebswirtschaftslehre, Hochschule St. Gallen für Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften, Zürich 1992, S. 21.

[19]Vgl. Belzer, Volker (Hrsg.): Sinn in Organisationen? Oder: Warum haben moderne Organisationen Leitbilder?, München/ Mering 1995, S. 16.

[20]Zum Begriff „sozialer Wandel“ vgl.: Gensicke, Thomas: Sozialer Wandel durch Modernisierung, Individualisierung und Wertewandel, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, B42/96, S. 3-17. Vgl. auch: Führungsakademie der Bundeswehr/ Fachgruppe Sozialwissenschaften: Gesellschaftlicher Wandel und seine Auswirkungen auf Sicherheitspolitik, Bundeswehr und Soldatenberuf, Beiträge zu Lehre und Forschung, 3/90, Hamburg, März 1990.

[21]Vgl. Bleicher: Leitbilder, S. 21.

[22]Vgl. Belzer: Sinn in Organisationen?, S. 16.

[23]Vgl. ebd., S. 16.

[24]Vgl. ebd., S. 22.

[25]Vgl. Berger, Boris: Der neue Soldat. Der „Staatsbürger in Uniform“ in globaler und europäischer Dimension (Diss.), München 2001, S. 114.

[26]Vgl. Belzer: Sinn in Organisationen?, S. 22.

[27]Vgl. Hamann: Armee im Abseits?, S. 76.

[28]Vgl. Berger: Der neue Soldat, S. 114/ 115.

[29]Vgl. Berger: Der neue Soldat, S. 115.

[30]Vgl. Hoffmann: Rollenbild und Selbstverständnis, S. 16.

[31]Vgl. zum Begriff „Corporate Identity“: Birkigt, Klaus/ Stadler, Marinus M./ Funck, Hans Joachim (Hrsg.): Corporate Identity. Grundlagen, Funktionen, Fallbeispiele, Landsberg am Lech 1992. Wache, Thies/ Brammer, Dirk: Corporate Identity als ganzheitliche Strategie, Wiesbaden 1993. Kroehl, Heinz: Corporate Identity als Erfolgskonzept im 21. Jahrhundert, München 2000. Olins, Wally: Corporate Identity – Strategie und Gestaltung, Frankfurt am Main/ New York 1990. Achterholt, Gertrud: Corporate Identity – In zehn Arbeitsschritten die eigene Identität finden und umsetzen, Wiesbaden 1991. Körner, Martin: Leitbildentwicklung als Basis der CI-Politik, Stuttgart 1990. Keller, Ingrid: Das CI-Dilemma – Abschied von falschen Illusionen, Wiesbaden 1990. Bungarten, Theo (Hrsg.): Konzepte zur Unternehmenskommunikation, -kultur und -identität, Tostedt 1991. Seidler, Detlev: Unternehmenskultur, Unternehmenskommunikation und Unternehmenskulturmanagement, Tostedt 1997.

[32]Vgl. Hoffmann: Rollenbild und Selbstverständnis, S. 16.

[33]Vgl. ebd., S. 16.

[34]Vgl. Berger: Der neue Soldat, S. 115.

[35]Vgl. Bundesministerium der Verteidigung/ Führungsstab der Luftwaffe (internes Arbeitspapier): Vorschlag zur Begriffsbestimmung „Selbstverständnis des Soldaten der Luftwaffe“, Bonn, 24. Oktober 2001, S. 1.

[36]Vgl. Bernsdorf, Wilhelm (Hrsg.): Wörterbuch der Soziologie, Stuttgart 1969, S. 98.

[37]Vgl. Bernsdorf: Wörterbuch der Soziologie, S. 98.

[38]Vgl. Vierkandt, Alfred (Hrsg.): Handwörterbuch der Soziologie, Stuttgart 1959, S. 25.

[39]Vgl. Reichstein, Jörg W.: Das Berufsbild des Offiziers im Blickwinkel des erweiterten Auftrages der Streitkräfte, Lehrgangsarbeit an der Führungsakademie der Bundeswehr, Nationaler Generalstabs-/ Admiralstabsdienst 1998 Heer, Hamburg 2000, S. 10/ 11.

[40]Vgl. Wachtler, Günter: Abschreckung als Beruf. Ansätze einer berufssoziologischen Analyse des Offizierberufs, in: Vogt, Wolfgang R. (Hrsg.): Militär als Gegenkultur? Streitkräfte im Wandel der Gesellschaft Band 1, Opladen 1986, S. 209-222.

[41]Vgl. Berger: Der neue Soldat, S. 116.

[42]Vgl. Maier, Gerhard: Der Beruf - Ein wirtschaftspädagogischer Beitrag zur modernen Berufsproblematik, Darmstadt 1967, S. 37 ff.

[43]Vgl. Berger: Der neue Soldat, S. 116/ 117. Vgl. auch zur Diskussion um den Beruf als „Job“: König, Renè: Soziologische Orientierungen. Vorträge und Aufsätze, Köln 1973, S. 179-189.

[44]Vgl. Schössler, Dietmar: Militärsoziologie, Königstein/ Ts. 1980, S. 163.

[45]Vgl. Schössler: Militärsoziologie, S. 163.

[46]Vgl. Berger: Der neue Soldat, S. 117.

[47]Vgl. Schössler: Militärsoziologie, S. 160 ff.

[48]Vgl. Baudissin, Wolf Graf von: Nie wieder Sieg! Programmatische Schriften 1951-1981, herausgegeben von Cornelia Bührle und Claus von Rosen, München 1982, S. 159.

[49]Vgl. Bundesministerium der Verteidigung/ Führungsstab der Streitkräfte I 4 (Hrsg.): Zentrale Dienstvorschrift 10/1 - Innere Führung, Bonn 1993, Nr. 201. Vgl. auch: Kommandeur Zentrum Innere Führung: Ausbildungshilfe zum Ausbildungsgebiet Innere Führung und Recht, Koblenz 1993.

[50]Vgl. Zentrum Innere Führung: Innere Führung in der Bewährung – gestern und heute, S. 4. Online unter: Innere Führung in der Bewährung – Teil 1, www.zentruminnerefuehrung.de/framesetle.html (25. Juli 2002).

[51]Vgl. Führungsakademie der Bundeswehr/ Fachbereich Sozialwissenschaften: Führungsseminar Bundeswehr und Gesellschaft – Textbeiträge zum Gesamtthema: „Multinationalität und tiefe Integration – Chance und Probe der Inneren Führung“, Beiträge zu Lehre und Forschung, 8/98, Hamburg, November 1998, S. 19/ 20.

[52]Vgl. Kutz, Martin: Historische Wurzeln und historische Funktion des Konzeptes Innere Führung (1951-1961), in: Kister, Kurt/ Klein, Paul (Hrsg.): Staatsbürger in Uniform – Wunschbild oder gelebte Realität? Baden-Baden 1989, S. 17.

[53]Vgl. Rudolph, Christoph: Corporate Identity als Integrationselement der Marketing-Kommunikation, in: Birkigt, Klaus/ Stadler, Marinus M./ Funk, Hans Joachim (Hrsg.): Corporate Identity. Grundlagen, Funktionen, Fallbeispiele, Landsberg am Lech 1992, S. 215.

[54]Vgl. Birkigt, Klaus/ Stadler, Marinus M.: Corporate Identity - Grundlagen, in: dies. (Hrsg.): Corporate Identity. Grundlagen, Funktionen, Fallbeispiele, Landsberg am Lech 1992, S. 37.

[55]Vgl. Birkigt/ Stadler: Corporate Identity - Grundlagen, S. 45.

[56]Vgl. ebd., S. 40.

[57]Vgl. ebd., S. 18.

[58]Zum Wandel des öffentlichen Meinungsbildes in den 90er Jahren siehe Millotat, Christian: Wo steht die Bundeswehr? - Plädoyer für ihre gerechte Behandlung und die Würdigung ihrer Leistungen, in: Europäische Sicherheit, 4/98, S. 10-15.

[59]Vgl. Linnenkamp, Hilmar: Neue Aufgaben der Bundeswehr – alte Ausbildung?, in: Sicherheit und Frieden, 3/97, S. 168.

[60]Vgl. Reichstein: Das Berufsbild des Offiziers, S. 4.

[61]Vgl. Kamp, Karl-Heinz: Die NATO nach Kosovo – Die künftige Rolle deutscher Streitkräfte im Bündnis, in: Information für die Truppe, 9-10/99, S. 10.

[62]Vgl. Kamp: Die NATO nach Kosovo, S. 10.

[63]Vgl. Wellersdorf, Dieter: Die Herausforderung Komplexität - Aufgabe für die Politische Klasse, in: Europäische Sicherheit, 12/99, S. 6.

[64]Vgl. Reichstein: Das Berufsbild des Offiziers, S. 6.

[65]Vgl. Rühe: Die Bundeswehr im 21. Jahrhundert, S. 8.

[66]Vgl. Buchbender, Ortwin: Wörterbuch zur Sicherheitspolitik mit Stichworten zur Bundeswehr, Hamburg/ Berlin/ Bonn 2000, S. 345.

[67]Vgl. Reichstein: Das Berufsbild des Offiziers, S. 6.

[68]Vgl. Bundesministerium der Verteidigung (Hrsg.): Bestandsaufnahme – Die Bundeswehr an der Schwelle zum 21. Jahrhundert, Bonn 1999, S. 160.

[69]Vgl. Wellersdorf: Die Herausforderung Komplexität, S. 6.

[70]Vgl. Moskos, Charles C./ Williams, John Allen/ Segal, David R.: Armed Forces after the Cold War, in: dies.: The Postmodern Military, New York/ Oxford 2000, S. 1-13.

[71]Vgl. Stockfisch, Dieter: Aspekte des postmodernen Krieges, in: Soldat und Technik, 10/00, S. 621.

[72]Vgl. Stockfisch: Aspekte des postmodernen Krieges, S. 621.

[73]Vgl. ebd., S. 621.

[74]Vgl. ebd., S. 621.

[75]Vgl. ebd., S. 621.

[76]Definition des Begriffes „Friktion“ nach Clausewitz:„Friktion ist der einzige Begriff, welcher dem ziemlich allgemein entspricht, was den wirklichen Krieg von dem auf dem Papier unterscheidet.“ Vgl. dazu: Clausewitz, Carl von: Vom Kriege, herausgegeben von Wolfgang Pickert und Wilhelm Ritter von Schramm, Reinbek bei Hamburg 1996, S. 50.

[77]Vgl. Stockfisch: Aspekte des postmodernen Krieges, S. 621.

[78]Vgl. Keller: Von der Modernisierung des Militärs, S. 372/ 373. Er fasst zusammen: Mackinlay, John: Military Responses to Complex Emergencies, in: Weiss, Thomas G. (Hrsg.): The United Nations and Civil Wars, Boulder 1995.

[79]Vgl. Creveld, Martin von: Low Intensity War, in: ders.: Die Zukunft des Krieges, München 1998, S. 45. Vgl. auch: Münkler, Herfried: Die Zukunft des Konflikts. Der grenzenlose Krieg, in: Der Tagesspiegel vom 3. März 2001, online unter: http://www2.tagesspiegel.de/archiv/2001/03/02/ak-ku-es-667971.html (Stand: 31. Juli 2002).

[80]Vgl. Herden, Reinhard: Die neue Herausforderung (1) - Das Wesen künftiger Konflikte, in: Truppenpraxis/ Wehrausbildung, 2/96, S. 68. Vgl. auch ders.: Die neue Herausforderung (2) - Die Wandlung des Gegners vom Soldaten zum Krieger, in: Truppenpraxis/ Wehrausbildung, 3/96, S. 140-144.

[81]Vgl. Creveld: Low Intensity War, S. 42-61.

[82]Vgl. ebd., S. 45.

[83]Vgl. ebd., S. 45.

[84]Vgl. ebd., S. 45.

[85]Vgl. Keller, Jörg: Von der Modernisierung des Militärs - Analyse des Einsatz-/ Kriegsbildes und Ableitung von Qualifikationsanforderungen an den militärischen Führer - Plädoyer für einen Wandel im Berufsbild des Soldaten, in: Truppenpraxis/ Wehrausbildung, 6/98, S. 375.

[86]Vgl. dazu: Snider, Don: Civil-Military Relations and Operations Other Than War, in: Davis, Vincent (Hrsg.): Civil-Military Relations and the Not-Quite Wars of the Present and the Future, Washington 1996.

Ende der Leseprobe aus 211 Seiten

Details

Titel
Der Soldat der Bundeswehr im 21. Jahrhundert. Diskussion über Berufsbild, Leitbild und berufliches Selbstverständnis
Hochschule
Universität der Bundeswehr München, Neubiberg  (Fakultät für Sozialwissenschaften)
Note
1,4
Autor
Jahr
2002
Seiten
211
Katalognummer
V9827
ISBN (eBook)
9783638164375
ISBN (Buch)
9783638717076
Dateigröße
1078 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soldat, Bundeswehr, Jahrhundert, Diskussion, Berufsbild, Leitbild, Selbstverständnis
Arbeit zitieren
Martin Wolf (Autor), 2002, Der Soldat der Bundeswehr im 21. Jahrhundert. Diskussion über Berufsbild, Leitbild und berufliches Selbstverständnis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9827

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