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Massenmedien im Diskurs um das vermeintliche Waldsterben in der Bundesrepublik Deutschland der 1980er Jahre

Eine Untersuchung am Beispiel der Zeitschrift "Spiegel"

Title: Massenmedien im Diskurs um das vermeintliche Waldsterben in der Bundesrepublik Deutschland der 1980er Jahre

Term Paper , 2020 , 14 Pages , Grade: 2.3

Autor:in: Tom Reichelt (Author)

History of Germany - Postwar Period, Cold War
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Die zunehmenden Schäden des deutschen Waldes wurden öffentlichkeitswirksam erstmals in den 1970er Jahren festgestellt und erwuchsen sich in dem darauffolgenden Jahrzehnt zu einem gesamtgesellschaftlichen Politikum der Bundesrepublik Deutschland. Auch in den Medien war das „Waldsterben“ allgegenwärtig, allen voran im Spiegel mit seiner dreiteiligen Reihe „Schwefelhaltige Niederschläge vergiften Wälder, Atemluft und Nahrung“ von 1981. Im Fokus der Seminararbeit soll folglich stehen, wie die Printmedien, vertreten durch die Zeitschrift „Spiegel“, mit diesem Thema umgingen. Genauer genommen, soll ergründet werden inwieweit sie den öffentlichen Diskurs formten. Dazu sollen zunächst, in kürzerem Umfang, Ursprung und Verlauf des „Waldsterbens“ in der Bundesrepublik erörtert werden. Den Hauptteil wird die Untersuchung der Artikelreihe des „Spiegel“ bilden. Hierbei soll vor allem die Darstellung der Thematik untersucht werden. Abschließend wird noch ein Ausblick darauf gegeben, ob das von dem „Spiegel“ gezeichnete Bild ein Ausreißer im Vergleich zu den anderen Quellen darstellte, oder ob eher ein Konsens in der damaligen Medienlandschaft bestand.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das „Waldsterben“ in Westdeutschland

2.1 Ursprung

2.2 Verlauf

3. Das „Waldsterben“ in den Medien

3.1 Der „Spiegel“ und die Entdeckung des „Waldsterbens“

3.2 Darstellung der Thematik in der Zeitschrift

3.3 Das Bild vom „Waldsterben“ in anderen Quellen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht, inwieweit die Zeitschrift „Der Spiegel“ den öffentlichen Diskurs über das vermeintliche Waldsterben in der Bundesrepublik Deutschland der 1980er Jahre formte und ob ihre Berichterstattung eine isolierte oder konsensuale Position in der damaligen Medienlandschaft einnahm.

  • Analyse des Ursprungs und Verlaufs der Waldsterben-Debatte.
  • Untersuchung der rhetorischen Mittel und Narrative in der „Spiegel“-Artikelreihe.
  • Bewertung des Einflusses der Printmedien auf politisches Handeln.
  • Vergleichende Betrachtung der Berichterstattung anderer Medien wie „Die Zeit“, „Stern“ und „FAZ“.

Auszug aus dem Buch

3.2 Darstellung der Thematik in der Zeitschrift

Der „Spiegel“ ist eine Zeitschrift klar adressiert an eine bildungsbürgerliche Leserschaft was besonders an der sprachlichen Gestaltung der Artikel deutlich wird. So wird sich stets bemüht ein besonders intellektuell anmutendes, sowie von fachsprachlichen Metaphern und Anspielungen durchsetztes Deutsch zu schreiben. Diese Tatsachen tragen dazu bei, dass die Zeitschrift mitunter sehr negativ aufgenommen wird. Im Folgenden soll es sich jedoch nicht um persönliche Meinungen, sondern um einen kritischen Blick auf die Aufbereitung der „Waldsterben“-Problematik durch die Zeitschrift handeln.

Schon im ersten „Spiegel“-Artikel der Serie von 1981 werden die Schäden am Wald mit einer Gefahr für den Menschen verbunden, was später in dem Slogan „Wenn der Wald stirbt, stirbt der Mensch“ auf den Höhepunkt gebracht wurde. Als Ursache der Waldschäden werden dabei „saure Niederschläge“ benannt. Belegt werden die Äußerungen durch Zitate von Experten. Von Anfang an trägt der „Spiegel“ zur Verbreitung von Alarmismus bei, indem Weltuntergangszenarien prophezeit werden. Es wird offen von einem vermeintlichen „Zusammenbruch des gesamten Ökosystems“, gestützt durch „wissenschaftliche[n] Indizien“, gesprochen. In den Artikeln werden zahlreiche Experten und deren Äußerungen zu der Thematik, oft wortwörtlich, als Quellen angeführt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Relevanz des Waldsterbens als gesellschaftliches Politikum ein und definiert das Ziel der Untersuchung bezüglich der Rolle des „Spiegel“.

2. Das „Waldsterben“ in Westdeutschland: Dieses Kapitel erläutert die wissenschaftlichen Ursprünge der Waldschäden und den Verlauf des daraus resultierenden politischen und gesellschaftlichen Handelns.

3. Das „Waldsterben“ in den Medien: Der Hauptteil analysiert detailliert die Berichterstattung des „Spiegel“, seine sprachliche Gestaltung und den Vergleich mit anderen Medienquellen jener Zeit.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der „Spiegel“ durch seine spezifische, alarmistische Berichterstattung den Zeitgeist widerspiegelte, statt als isolierter Ausreißer zu agieren.

Schlüsselwörter

Waldsterben, Der Spiegel, Bundesrepublik Deutschland, 1980er Jahre, saurer Regen, Medienberichterstattung, Umweltdiskurs, Alarmismus, Umweltpolitik, Printmedien, Hochschornsteinpolitik, ökologisches Denken, Luftverschmutzung, Katastrophenszenarien, gesellschaftlicher Wandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die mediale Aufarbeitung und den Einfluss der Berichterstattung über das „Waldsterben“ in den 1980er Jahren in der Bundesrepublik Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen das Wechselspiel zwischen Wissenschaft und Medien, die Rolle politischer Entscheidungen bei Umweltkrisen und die sprachliche Gestaltung von Krisendiskursen in Printmedien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu ergründen, inwieweit die Zeitschrift „Der Spiegel“ den öffentlichen Diskurs zum Waldsterben maßgeblich formte und ob ihre Darstellung als Alleinstellungsmerkmal oder Teil eines medialen Konsenses betrachtet werden muss.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer diskursanalytischen Betrachtung der „Spiegel“-Artikelreihe sowie einem vergleichenden Überblick über weitere zeitgenössische Quellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die spezifische „Spiegel“-Berichterstattung, von der Etablierung apokalyptischer Narrative und Feindbilder bis hin zur direkten Kritik an der damaligen Bundesregierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Waldsterben, Medienberichterstattung, Umweltdiskurs, Alarmismus und Bundesrepublik der 1980er Jahre definiert.

Inwiefern hat der „Spiegel“ das Bild vom „Waldsterben“ beeinflusst?

Der „Spiegel“ fungierte laut der Arbeit als folgenreicher Katalysator, der durch emotionalisierte Sprache und Weltuntergangsszenarien massiven Druck auf die Politik ausübte.

Wurde das „Waldsterben“ nur vom „Spiegel“ thematisiert?

Nein, auch andere Leitmedien wie die „Zeit“, der „Stern“ und die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichteten intensiv über die Thematik, wobei der „Spiegel“ in seiner inhaltlichen Stoßrichtung keineswegs als Ausreißer galt.

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Details

Title
Massenmedien im Diskurs um das vermeintliche Waldsterben in der Bundesrepublik Deutschland der 1980er Jahre
Subtitle
Eine Untersuchung am Beispiel der Zeitschrift "Spiegel"
College
Dresden Technical University  (Geschichte)
Course
Krisen, kultureller Wandel und Konsum in der Bundesrepublik der 1970er und 1980er Jahre – Wandel im Konsumverhalten?
Grade
2.3
Author
Tom Reichelt (Author)
Publication Year
2020
Pages
14
Catalog Number
V988738
ISBN (eBook)
9783346351562
ISBN (Book)
9783346351579
Language
German
Tags
BRD Bundesrepublik Konsumgeschichte Waldsterben Printmedien Zeitschriften
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tom Reichelt (Author), 2020, Massenmedien im Diskurs um das vermeintliche Waldsterben in der Bundesrepublik Deutschland der 1980er Jahre, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/988738
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