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Autoritär, Demokratisch, Laissez-Fair. Überblick über verschiedene Erziehungsstile

Titel: Autoritär, Demokratisch, Laissez-Fair. Überblick über verschiedene Erziehungsstile

Hausarbeit , 2018 , 13 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Cassandra Götz (Autor:in)

Pädagogik - Kindergarten, Vorschule, frühkindl. Erziehung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit soll zunächst der Grundbegriff Erziehung definiert werden. Im Anschluss werden unterschiedliche, grundlegende Erziehungsstile aufgezeigt. Abschließend wird noch kurz der Frage nachgegangen, ob es einen "richtigen" Erziehungsstil gibt oder nicht.

Erziehung ist ein Grundbegriff der Pädagogik. Die Erziehung eines Kindes stellt ganz besondere Anforderungen an Eltern, Erzieher oder beispielsweise auch Lehrer. Als erste Sozialisationsinstanz Familie sind besonders die Eltern gefordert. Ab der Geburt des Kindes sind die Eltern für die Erziehung verantwortlich. Dabei treffen die Eltern wichtige Entscheidungen, die Auswirkungen auf die weitere Entwicklung des Kindes haben. Dabei steht die Frage nach der richtigen Erziehung im Vordergrund. Das diese Frage nicht ohne weiteres zu beantworten ist, kann man auch daran erkennen, dass es auf dem Markt eine Vielzahl unterschiedlichster Erziehungsratgeber zu finden gibt, die Tipps für eine gute Erziehung beinhalten.

Bei der Erziehung kann auf unterschiedliche Methoden zurückgegriffen werden. Dabei liegt die Wahl des „passenden“ Erziehungsstils in der Hand der Eltern. Dieser kann durch eine Vielzahl unterschiedlichster Faktoren beeinflusst werden. Dazu gehören beispielsweise, die durch die Gesellschaft vermittelten Normen und Werte. Auch die Kommunikation mit anderen Familienmitgliedern, Freunden oder Bekannten, kann die Entscheidung der Eltern hinsichtlich des Erziehungsstils beeinflussen. Mit jedem Gespräch werden so-wohl bewusst, als auch unbewusst, Informationen aufgenommen. Diese können das Verhalten beziehungsweise Entscheidungen, die man trifft, prägen. Man kann also sagen, dass es eine große Menge an Quellen gibt, an denen sich Eltern einen Rat beziehungsweise Hilfe und Informationen holen können. Dieses Ausmaß kann für manche durchaus überfordernd sein und dabei stellt sich nun die Frage, ob es überhaupt den einen "richtigen" Erziehungsstil gibt?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Erziehung

3 Erziehungsziele

3.1 Emanzipation

3.2 Mündigkeit

4 Erziehungsstile

4.1 Elterliche Erziehungsstile-, Erziehungskompetenzen

4.3 Autoritärer Erziehungsstil

4.4 Demokratischer Erziehungsstil

4.5 Laissez-faire-Erziehungsstil/vernachlässigender Erziehungsstil

5 Welcher ist nun der richtige Erziehungsstil?

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die pädagogische Relevanz verschiedener Erziehungsstile und deren Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung. Das primäre Ziel ist es, die Komplexität der Erziehungsbegriffe zu beleuchten und kritisch zu hinterfragen, ob es ein universell gültiges „richtiges“ Erziehungskonzept gibt.

  • Grundlagen und Definitionen des pädagogischen Erziehungsbegriffs.
  • Analyse zentraler Erziehungsziele wie Emanzipation und Mündigkeit.
  • Darstellung und Vergleich verschiedener Erziehungsstile (autoritär, demokratisch, Laissez-faire).
  • Untersuchung von Erziehungskompetenzen als Basis elterlichen Handelns.
  • Kritische Reflexion zur Frage nach dem perfekten Erziehungsstil in der modernen Pädagogik.

Auszug aus dem Buch

4.3 Demokratischer Erziehungsstil

Der demokratische Erziehungsstil definiert sich vor allem dadurch, dass die Kinder, beziehungsweise die zu Erziehenden, die Möglichkeit haben viele Dinge selbst zu entscheiden oder mitzubestimmen. Wichtige Entscheidungen werden vom Erzieher mit dem zu Erziehenden abgesprochen. Dadurch soll die Eigenständigkeit und Eigeninitiative gefördert werden. Der Erzieher gibt also nicht wie beim autoritären Erziehungsstil die Regeln im Detail vor, sondern gibt einen Überblick über die Projekte (vgl. ebd. S.237). Der Erzieher ist dazu da die zu Erziehenden zum Nachdenken anzuregen und ihnen Impulse für ihre Entscheidungen zu geben. Der Erzieher verhält sich gegenüber den zu Erziehenden partnerschaftlich also auf persönlicher Ebene.

Wichtig bei diesem Erziehungsstil ist, dass man daran denken muss, dass ein Gleichgewicht zwischen Freiheit und Autorität vorhanden sein muss. Der zu Erziehende bekommt auch Regeln vorgegeben, allerdings nicht für jeden Schritt und jeden Gedankengang. Es handelt sich vielmehr um ein Ineinandergreifen beider Parteien mit den jeweiligen Vorstellungen und Wünschen. Durch die häufige Kommunikation zwischen Erzieher und zu Erziehendem ist der Sprachstil und der Wortschatz der Kinder oft viel besser (vgl. ebd. S.237). Weber nennt die Folgen des demokratischen Erziehungsstils wie folgt: „Als allgemeines Charakteristikum zeigen die Kinder hier mehr spontanes Verhalten und eigene Initiative. Ihre Verhaltensweisen waren vielfältiger, individueller, produktiver und konstruktiver. Die Atmosphäre war ausgeglichener und zufriedener.“ (ebd. S.238). Ein Nachteil des demokratischen Erziehungsstils gegenüber des autoritären, ist es, eine Leistungssteigerung der zu Erziehenden in kürzerem Zeitraum zu erreichen. Allerdings ist dafür die Qualität der Leistung um einiges besser (vgl. ebd. S.238). Auch brauchen die Erzieher mehr Geduld, weil es öfter zu Diskussionen kommen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das pädagogische Feld der Erziehung ein, verdeutlicht die Komplexität der Ratgeberflut und formuliert die zentrale Fragestellung nach der Existenz eines „richtigen“ Erziehungsstils.

2. Definition Erziehung: Dieses Kapitel nähert sich dem schwierigen Begriff der Erziehung durch verschiedene Definitionsansätze an, wobei besonders die historische Sichtweise von Imanuel Kant hervorgehoben wird.

3 Erziehungsziele: Hier werden zentrale Zielsetzungen der Erziehung wie Emanzipation und Mündigkeit als erstrebenswerte Persönlichkeitsmerkmale in der modernen Gesellschaft definiert.

3.1 Emanzipation: Das Kapitel erläutert Emanzipation als Prozess der Selbstverwirklichung und unterscheidet dabei zwischen pädagogisch-statischen und pädagogisch-dynamischen Ansätzen.

3.2 Mündigkeit: Mündigkeit wird als Ergebnis des Emanzipationsprozesses beschrieben, wobei die Fähigkeit zum eigenständigen Denken und Handeln gegen Autoritäten im Fokus steht.

4 Erziehungsstile: Dieses Kapitel legt die theoretischen Grundlagen dar, wie beobachtbare Praktiken der Eltern den Erziehungsstil formen und durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden.

4.1 Elterliche Erziehungsstile-, Erziehungskompetenzen: Das Kapitel behandelt die im Grundgesetz verankerten Pflichten der Eltern und gliedert diese in vier spezifische Erziehungskompetenzen.

4.3 Autoritärer Erziehungsstil: Der autoritäre Stil wird als strenges, regelgeleitetes Vorgehen beschrieben, das den zu Erziehenden kaum Freiraum für eigene Entscheidungen lässt.

4.4 Demokratischer Erziehungsstil: Dieser Stil betont die Partnerschaftlichkeit und Mitbestimmung, was zu mehr Eigeninitiative führt, aber auch eine höhere Geduld von Erziehenden erfordert.

4.5 Laissez-faire-Erziehungsstil/vernachlässigender Erziehungsstil: Dieser Stil wird als passiv und regelarm charakterisiert, wobei die Gefahren von Vernachlässigung und fehlender Orientierung aufgezeigt werden.

5 Welcher ist nun der richtige Erziehungsstil?: Das Kapitel führt zu dem Schluss, dass es kein allgemeingültiges „Rezept“ gibt, da Erziehung stets individuell auf das Kind und die Situation angepasst werden muss.

6 Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass jeder Erziehungsstil spezifische Stärken und Schwächen aufweist und eine Kombination unterschiedlicher Ansätze das erfolgreichste Ergebnis erzielt.

Schlüsselwörter

Erziehung, Erziehungsstile, Pädagogik, Mündigkeit, Emanzipation, Elternkompetenz, autoritär, demokratisch, Laissez-faire, Kindesentwicklung, Sozialisation, Erziehungspraxis, Wertevermittlung, Eigeninitiative, Selbstverwirklichung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den verschiedenen Erziehungsstilen, definiert den Begriff Erziehung sowie deren Ziele und beleuchtet die Rolle der Eltern bei der Gestaltung kindlicher Entwicklung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind pädagogische Grundbegriffe, Erziehungsziele wie Mündigkeit und Emanzipation, verschiedene Erziehungsstile sowie die Kompetenzen, die Eltern für eine erfolgreiche Erziehung benötigen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die verschiedenen Erziehungsstile kritisch darzustellen und die Frage zu beantworten, ob es einen universellen, „richtigen“ Erziehungsstil gibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, bei der pädagogische Fachliteratur und theoretische Modelle zur Erziehung ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definition von Erziehung, die Erziehungsziele, die Anforderungen an elterliche Kompetenzen sowie die konkreten Stile: autoritär, demokratisch und Laissez-faire.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Erziehungsstile, Mündigkeit, Emanzipation, elterliche Kompetenzen und die individuelle Anpassung von Erziehungsmethoden.

Was bedeutet "Mündigkeit" im Kontext der Kantschen Erziehungsphilosophie?

Für Kant ist Mündigkeit das eigenständige Denken und das Handeln nach eigenen geistigen Kräften, wobei das Ziel der Erziehung darin besteht, den Menschen aus der Unmündigkeit zu führen.

Warum wird im Text betont, dass es keinen perfekten Erziehungsstil gibt?

Da jedes Kind und jede Erziehungssituation individuell ist und Menschen verschieden auf äußere Einflüsse reagieren, kann theoretisches Wissen nur als Leitfaden, aber nicht als festes Rezept dienen.

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Details

Titel
Autoritär, Demokratisch, Laissez-Fair. Überblick über verschiedene Erziehungsstile
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Note
1,3
Autor
Cassandra Götz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
13
Katalognummer
V989083
ISBN (eBook)
9783346348852
ISBN (Buch)
9783346348869
Sprache
Deutsch
Schlagworte
autoritär demokratisch laissez-fair überblick erziehungsstile
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Cassandra Götz (Autor:in), 2018, Autoritär, Demokratisch, Laissez-Fair. Überblick über verschiedene Erziehungsstile, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/989083
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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