Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

Der Rheinische Städtebund von 1254. Bewahrer des Reichsgedankens während des Interregnums?

Title: Der Rheinische Städtebund von 1254. Bewahrer des Reichsgedankens während des Interregnums?

Academic Paper , 2012 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Rosanna Meier (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit dem Rheinischen Städtebund von 1254-1256, also einem Einzelphänomen dieser Jahre, auseinander. Wie der Rheinische Städtebund gegründet wurde, vor allem welche Ziele er zu erfüllen beabsichtigte und welche wesentlichen Beschlüsse getroffen wurden beziehungsweise die Bündnispolitik allgemein sind zentrale Gegenstände dieser Arbeit. Das Ziel ist es zu analysieren, ob der Städtebund den Reichsgedanken während des Interregnums, der kaiserlosen Zeit, bewahrte.

Aus dem Ziel der Arbeit leitet sich auch deren Aufbau ab. Zuerst wird dargestellt, wie sich die Forschung mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Darauf folgt der „praktische Teil“. Es ist zunächst nötig die Voraussetzungen für die Entstehung des Rheinischen Städtebundes darzulegen. Hierzu wird die grundlegende Situation und politische Lage im Reich beschrieben. Im Anschluss daran soll verdeutlicht werden wie aus einer steigenden Städteentwicklung im 13. Jahrhundert, besonders aus den Initiativen der Städte Worms, Mainz und Oppenheim, der Rheinische Städtebund gegründet wurde. Daran angeknüpft soll die außergewöhnliche Bedeutung des Städtebundes mittels ihrer Weiterentwicklung prägnant dargestellt werden. Weiterhin werden die hauptsächlichen Absichten und Ziele des Bundes beleuchtet, ebenso bedeutende Beschlüsse. Im letzten Kapitel wird die Bündnispolitik explizit während der Thronvakanz erläutert, um verstärkt auf das Verhältnis König – Städtebund aufmerksam zu machen.

In einem abschließenden Fazit sollen die bereits aufgezeigten Ergebnisse in Bezug auf die einleitende Fragestellung, ob der Rheinische Städtebund ein Bewahrer des Reichsgedankens war, zusammengefasst werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Aufbau, Inhalt und Ziel dieser Arbeit

1.2 Forschungstand und Quellenlage

2. Die politische Lage im Reich während des Interregnums

3. Gründung des Rheinischen Städtebundes 1254

3.1 Der bilaterale Vertrag zwischen Worms und Mainz

3.2 Der Dreistädtebund als Vorläufer

3.3 Die Tagung zu Mainz am 13. Juli 1254

3.4 Die Weiterentwicklung des Städtebundes

4. Ziele des Rheinischen Städtebundes

5. Beschlüsse des Rheinischen Städtebundes

6. Bündnispolitik während der Thronvakanz

7. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht den Rheinischen Städtebund von 1254 bis 1256 als ein spezifisches Phänomen während des deutschen Interregnums. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob der Städtebund trotz der kaiserlosen Zeit den Reichsgedanken bewahren konnte, wobei die Ziele, Beschlüsse und die Bündnispolitik im Verhältnis zum Königtum analysiert werden.

  • Analyse der Entstehung und Entwicklung des Rheinischen Städtebundes.
  • Untersuchung der Zielsetzungen im Kontext der Friedenssicherung.
  • Bewertung der Beschlüsse zur Kriegsführung und Bündnisorganisation.
  • Analyse des Verhältnisses zwischen Städtebund und Königtum während der Thronvakanz.
  • Erörterung der Rolle des Städtebundes als Bewahrer des Reichsgedankens.

Auszug aus dem Buch

3.3 Die Tagung zu Mainz am 13. Juli 1254

Laut der Gründungsurkunde schlossen an der Tagung zu Mainz am 13. Juli 1254 die Städte Mainz, Köln, Worms, Speyer, Straßburg, Basel und andere Städte ein Bündnis, bei dem die Erzbischöfe Gerhard von Mainz, Konrad von Köln, Arnold von Trier und die Bischöfe von Worms, von Straßburg, von Metz, von Basel sowie zahlreiche Herren und Adlige aus der Umgebung beitraten. Die Bündnismitglieder haben sich durch Eidesleistung verpflichtet einen „allgemeinen Frieden“ zu bewahren. Dieses Ziel beruhte auf dem Mainzer Reichslandfrieden von 1235.

Exkurs:

Eine rechtliche Voraussetzung, auf dem der Rheinische Städtebund basiert, ist die staufische Reichsordnung im 13. Jahrhundert. Diese wird bestimmt durch den Mainzer Reichslandfrieden von 1235, der vom Stauferkaiser Friedrich II. als Gesetzeswerk für das Reich errichtet wurde. Er wird als Verfassungsgesetz angesehen, der die innere Ordnung des Reiches geregelt hat und wird deshalb höher bewertet als andere Landfriedensgesetze. Ziel des Mainzer Reichslandfriedens, somit auch der gesamten kaiserlichen Politik und Regierung, sowie der einzelnen Konstitutionen, in denen der Mainzer Landfrieden gegliedert wurde, war die Herstellung eines allgemeinen Friedens im Reich und die Errichtung von Recht und Gesetz. In den Konstitutionen wurden Regelungen getroffen, zum Schutz von Übergriffen, zur Gerichtsbarkeit, zur Begrenzung des Fehderechts, zu Regalien des Reichs, zum Verbot von Pfahlbürgern, zur Errichtung eines Reichshofgerichts, und vieles mehr. Mit dem Zusammenbruch der Stauferherrschaft, fing diese Ordnung an zu verfallen. Wichtige Beschlüsse des Rheinischen Städtebundes knüpfen an die Konstitutionen des Mainzer Landfriedens. Somit bezweckte der Rheinische Städtebund durch Friedensmaßnahmen die damalige herrschende Ordnung, die der Mainzer Landfrieden geschaffen hat, wiederherzustellen und weiterauszubilden.

– Exkurs Ende –

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, erläutert den Aufbau, das Ziel der Arbeit und den aktuellen Forschungsstand sowie die Quellenlage.

2. Die politische Lage im Reich während des Interregnums: Dieses Kapitel beschreibt die chaotischen Zustände im Heiligen Römischen Reich nach dem Ende der Stauferherrschaft und die daraus resultierende Notwendigkeit zur Selbsthilfe durch Bündnisse.

3. Gründung des Rheinischen Städtebundes 1254: Hier werden die vertraglichen Anfänge, die Rolle des Dreistädtebundes und die entscheidende Tagung in Mainz thematisiert, die zum Zusammenschluss zahlreicher Städte führte.

4. Ziele des Rheinischen Städtebundes: Das Kapitel analysiert die primären Bestrebungen des Bundes, insbesondere die Sicherung eines allgemeinen Friedens und den Schutz aller Stände als Ausdruck des Reichsgedankens.

5. Beschlüsse des Rheinischen Städtebundes: Es werden die konkreten Maßnahmen und Organisationsformen des Bundes beleuchtet, einschließlich der militärischen Rüstung und der Anerkennung des Königtums.

6. Bündnispolitik während der Thronvakanz: Das Kapitel befasst sich mit der Reaktion des Bundes auf den Tod König Wilhelms von Holland und den Bemühungen, die Reichseinheit während der Vakanz zu wahren.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Rolle des Rheinischen Städtebundes als Bewahrer des Reichsgedankens im Kontext der mittelalterlichen Politik.

Schlüsselwörter

Rheinischer Städtebund, Interregnum, Reichsgedanke, Mainzer Landfrieden, Friedenssicherung, Bündnispolitik, Staufer, Königtum, Stadtgeschichte, Reichseinheit, Worms, Mainz, Friedensschluss, Rechtsordnung, Mittelalter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Rheinischen Städtebund von 1254–1256 und seine Rolle im Heiligen Römischen Reich während der kaiserlosen Zeit des Interregnums.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Entstehungsgeschichte des Städtebundes, seine Friedensziele, die Bündnispolitik gegenüber Fürsten und Königtum sowie die verfassungsrechtlichen Bezüge zum Mainzer Landfrieden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es zu analysieren, ob der Rheinische Städtebund während des Interregnums als Bewahrer des Reichsgedankens fungierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-analytische Arbeit, die auf der Auswertung relevanter Urkunden, Akten und der Sekundärliteratur zur Stadtgeschichtsforschung basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der politischen Ausgangslage, der Gründung und Entwicklung des Bundes, den Zielen, den Beschlüssen sowie der Bündnispolitik in der Zeit der Thronvakanz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Rheinischer Städtebund, Interregnum, Friedenssicherung, Reichsgedanke und Bündnispolitik charakterisiert.

Welche Rolle spielten die Juden im Friedenskonzept des Städtebundes?

Der Städtebund schloss jüdische Gemeinden ausdrücklich in den Rechtsschutz ein, was als Zeichen für das Bemühen gewertet wird, den königlichen Schutz und damit den Reichsgedanken zu unterstützen.

Warum scheiterte die Politik des Städtebundes letztlich?

Das Scheitern war primär auf die Uneinigkeit der Wahlfürsten zurückzuführen, die trotz Bemühungen des Bundes zur Doppelwahl im Jahr 1257 führte, wodurch die alten anarchischen Zustände zurückkehrten.

Excerpt out of 17 pages  - scroll top

Details

Title
Der Rheinische Städtebund von 1254. Bewahrer des Reichsgedankens während des Interregnums?
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Course
Die Macht der Städte. Städtebünde im Mittelalter
Grade
1,3
Author
Rosanna Meier (Author)
Publication Year
2012
Pages
17
Catalog Number
V992505
ISBN (eBook)
9783346356017
ISBN (Book)
9783346356024
Language
German
Tags
rheinische städtebund bewahrer reichsgedankens interregnums
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rosanna Meier (Author), 2012, Der Rheinische Städtebund von 1254. Bewahrer des Reichsgedankens während des Interregnums?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/992505
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  17  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint