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Das Weltmachtstreben unter Wilhelm II.

Inwiefern war die vom Deutschen Reich betriebene Weltpolitik maßgeblicher Faktor für seine zunehmende politische Isolation?

Titel: Das Weltmachtstreben unter Wilhelm II.

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2019 , 23 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Philip Sell (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - 1848, Kaiserreich, Imperialismus
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Abhandlung analysiert die einzelnen Phasen der deutschen Außenpolitik unter Kaiser Wilhelm II. Zeitlich setzt sie dabei mit der Thronbesteigung des jungen Monarchen im Jahr 1888 ein. Zunächst wird das Verhältnis des Kaisers zum Reichskanzler Otto von Bismarck thematisiert und die ersten Jahre der Amtszeit des neuen Monarchen durchleuchtet. Der Schwerpunkt der Untersuchungen liegt hierbei immer auf der Außenpolitik des Kaiserreichs. Anschließend werden zwei Aspekte behandelt, die exemplarisch für das Weltmachtstreben des Kaisers waren: die Kolonial- und Flottenpolitik. Im darauffolgenden Kapitel soll an zwei Beispielen verdeutlicht werden, wie unglücklich die deutsche Diplomatie und der Kaiser selbst auf dem Gebiet der Außenpolitik auftraten. Dabei werden sowohl bei der ersten Marokkokrise, als auch beim Hale-Interview, vor allem die Konsequenzen der deutschen Aktionen für die zwischenstaatlichen Beziehungen in den Mittelpunkt der Untersuchungen gerückt. Im letzten Kapitel des Hauptteils wird der Frage nachgegangen, ob die vorangeschrittene Isolation des Kaiserreichs noch durchbrochen werden konnte. Abschließend geht es darum, die in der Einleitung aufgeworfenen Fragen zu beantworten. Diese Fragen werden für die Hausarbeit wie folgt formuliert:

Inwiefern war die vom Deutschen Reich betriebene Weltpolitik maßgeblicher Faktor für seine zunehmende politische Isolation? Wie ist die Rolle des Kaisers Wilhelm II. in diesem Zusammenhang zu bewerten?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Kaiser gegen Kanzler – Bismarcks Entlassung und Wilhelms „Neuer Kurs“

3 Der Drang nach „Weltgeltung“

3.1. Außenpolitik im Zeichen des Imperialismus – Wilhelm II. und die Kolonien

3.2. Des Kaisers liebstes Spielzeug – Wilhelm II. und die Flotte

4 Außenpolitische Konflikte

4.1. Die erste Marokko-Krise

4.2. Die Macht des Wortes – Das Hale-Interview

5 Die Krise spitzt sich zu – Politische Isolierung des Kaiserreichs

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die deutsche Außenpolitik unter Kaiser Wilhelm II. und analysiert den Zusammenhang zwischen dem deutschen Weltmachtstreben sowie der daraus resultierenden zunehmenden politischen Isolation des Kaiserreichs am Vorabend des Ersten Weltkriegs.

  • Die Thronbesteigung von Wilhelm II. und der politische Kurswechsel von Bismarck hin zum „Neuen Kurs“.
  • Die Auswirkungen des kolonialen Expansionsstrebens und der massiven Flottenrüstung.
  • Die diplomatische Rolle des Deutschen Reichs in den Marokkokrisen.
  • Die Bedeutung öffentlicher Äußerungen des Kaisers, insbesondere das Hale-Interview, für das internationale Ansehen.
  • Die Bewertung der persönlichen Verantwortung des Kaisers für die diplomatische Isolation.

Auszug aus dem Buch

3.2. Des Kaisers liebstes Spielzeug – Wilhelm II. und die Flotte

„Die Frage, ob eine Flotte nothwendig sei, oder nicht, ist wohl von vornherein von einem Jeden schon beantwortet worden. Wenn ich annehme, daß unser Heer im Falle kriegerischer Verwikkelungen, nach zwei Seiten vorausgesetzt, überall in bedeutender Minderzahl und Unterlegenheit dem Feinde gegenübertreten muß, so kann es uns selbstverständlich nur willkommen sein, wenn der Theil der Wehrmacht zu unseren Gunsten miteinzutreten vermag, der auf dem Wasser für des Reiches Wohlfahrt und Ehre einzustehen hat.“ Mit diesen hochtrabenden Worten eröffnete Kaiser Wilhelm II. im Februar 1895 seinen Vortrag über den Ausbau der deutschen Flotte in der Kriegsakademie. Während Reichskanzler Bismarck keinesfalls von der Notwendigkeit einer starken Flotte überzeugt gewesen ist – er war der festen Überzeugung, dass kriegerische Auseinandersetzungen auf dem Land und nicht zur See entschieden werden – so war Wilhelms Auffassung eine gänzlich andere. Das brennende Interesse des Kaisers an der See kann bis in seine Kindheit zurückverfolgt werden. Jugenderinnerungen an Kiel und Plymouth, Studien der Seekriegsgeschichte und ein Buch des amerikanischen Admirals Alfred T. Mahan über den Einfluss der Geltung zur See auf die Weltgeschichte, welches er 1894 gelesen hatte, sind nur einige der Faktoren, die diese Faszination bedingten. Vor allem aber war seine Haltung in der Flottenfrage Ausdruck seiner Hassliebe zum Land seine Mutter. Wilhelm II. wollte eine Flotte haben, weil England eine hatte und weil sie Merkmal einer Weltmacht war.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Rahmenbedingungen der Arbeit dar, erläutert die Fragestellung zur Rolle Wilhelms II. bei der Isolation des Kaiserreichs und skizziert den Forschungsstand.

2 Kaiser gegen Kanzler – Bismarcks Entlassung und Wilhelms „Neuer Kurs“: Dieses Kapitel behandelt den Machtwechsel von Bismarck zu Wilhelm II. und die daraus resultierenden innen- und außenpolitischen Umbrüche.

3 Der Drang nach „Weltgeltung“: Es wird analysiert, wie Deutschland durch koloniale Expansion und den Aufbau einer starken Flotte nach dem Status einer Weltmacht strebte.

4 Außenpolitische Konflikte: Dieses Kapitel untersucht exemplarisch anhand der Marokkokrisen und des Hale-Interviews das unglückliche und isolierende Auftreten der deutschen Diplomatie.

5 Die Krise spitzt sich zu – Politische Isolierung des Kaiserreichs: Die Bemühungen des Kanzlers Bethmann Hollweg zur Entspannung scheitern an der starren Haltung des Kaisers und seiner Militärführung.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die These, dass das unvorhersehbare Verhalten des Kaisers maßgeblich zur Isolation beitrug.

Schlüsselwörter

Wilhelm II., Deutsches Kaiserreich, Außenpolitik, Weltmachtstreben, Isolation, Kolonialpolitik, Flottenrüstung, Bismarck, Bethmann Hollweg, Marokkokrise, Hale-Interview, Bündnissystem, Diplomatie, Imperialismus, Erster Weltkrieg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entwicklung der deutschen Außenpolitik nach dem Sturz Bismarcks und untersucht, wie das Streben nach Weltgeltung unter Wilhelm II. das Deutsche Reich in die politische Isolation führte.

Was sind die zentralen Themenfelder dieser wissenschaftlichen Abhandlung?

Die zentralen Themen sind der Übergang vom Bündnissystem Bismarcks zum „Neuen Kurs“, die Auswirkungen der imperialen Kolonial- und Flottenpolitik sowie die diplomatischen Krisen im frühen 20. Jahrhundert.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, inwiefern die betriebene Weltpolitik ein maßgeblicher Faktor für die politische Isolation Deutschlands war und welche Rolle Kaiser Wilhelm II. dabei einnahm.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Abhandlung stützt sich auf eine historische Analyse unter Auswertung von Memoiren, Tagebüchern, politischer Korrespondenz und aktueller Forschungsliteratur, um die diplomatischen Zusammenhänge zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Zäsur durch Bismarcks Entlassung, die Analyse des Imperialismus und der Flottenrüstung sowie eine detaillierte Untersuchung der Marokkokrisen und der Auswirkungen des Hale-Interviews.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit wird maßgeblich geprägt durch Begriffe wie Weltpolitik, Isolation, persönliche Herrschaft, Flottenwettrüsten, Bündniskrise und die wechselseitige Beeinflussung von Monarchen und Diplomaten.

Warum wird das Hale-Interview von 1908 als „fatal“ bezeichnet?

Das Interview enthielt anti-englische Tiraden und aggressive Äußerungen des Kaisers, die das Misstrauen gegenüber dem Kaiserreich international massiv verstärkten und dessen Ruf als friedensstörender Faktor zementierten.

Welche Bedeutung hatte die Flottenpolitik für das Verhältnis zu Großbritannien?

Die massive Aufrüstung zur See wurde von Großbritannien als direkte Bedrohung wahrgenommen, was zu einem Wettrüsten führte und eine Annäherung der beiden Mächte trotz verschiedener Versuche unmöglich machte.

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Details

Titel
Das Weltmachtstreben unter Wilhelm II.
Untertitel
Inwiefern war die vom Deutschen Reich betriebene Weltpolitik maßgeblicher Faktor für seine zunehmende politische Isolation?
Hochschule
Universität Rostock
Note
1,3
Autor
Philip Sell (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
23
Katalognummer
V994793
ISBN (eBook)
9783346364296
ISBN (Buch)
9783346364302
Sprache
Deutsch
Schlagworte
weltmachtstreben wilhelm inwiefern deutschen reich weltpolitik faktor isolation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Philip Sell (Autor:in), 2019, Das Weltmachtstreben unter Wilhelm II., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/994793
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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