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Chinas politischer Einfluss auf Afrika. Diplomatische Partnerschaft oder Ausübung eigener Interessen?

Titel: Chinas politischer Einfluss auf Afrika. Diplomatische Partnerschaft oder Ausübung eigener Interessen?

Hausarbeit , 2020 , 15 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Gaye Vatansever (Autor:in)

Politik - Region: Afrika
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Seminararbeit untersucht, inwiefern die Zusammenarbeit zwischen Afrika und China als gutes Beispiel bezeichnet werden kann, wie die Vorgeschichte der zwei Akteure das Fundament der aktuellen Geschehnisse beeinflusst und was wirklich hinter der Fassade der Kooperation steckt.

Die afrikanisch-chinesische Zusammenarbeit intensiviert sich in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr und hinterlässt bereits ihre ersten politischen, ökonomischen sowie soziologischen Spuren auf dem afrikanischen Kontinent. Jedoch ist der Grat zwischen diplomatischer Partnerschaft und Ausnutzung für eigene Interessen in der Weltpolitik sehr schmal.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

2 EINLEITUNG

3 GESCHICHTLICHER HINTERGRUND AFRIKANISCH-CHINESISCHER BEZIEHUNGEN

3.1 Entwicklung der Beziehungen bis in das Jahr 1955

3.2 Meilenstein in der weltweiten Außenpolitik: Das Abschluss-Communiqué der Asiatisch-Afrikanischen Konferenz in Bandung im Jahr 1955

3.3 Die Entwicklung von 1955 bis zum heutigen Stand

4 CHINAS EINFLUSS IN DER GEGENWÄRTIGEN ZEIT – ANALYSE DER ÖKONOMISCHEN UND POLITISCHEN BEDEUTUNG CHINAS IN AFRIKA

4.1 Ökonomische Beziehungen

4.1.1 Afrikanischer Export im Gegenzug zu chinesischen Investitionen

4.1.2 Chinesischer Import in Afrika und dessen Auswirkungen

4.2 Politische Absichten und Strategie Chinas in Afrika

5 PERSÖNLICHE BEURTEILUNG DER FRAGESTELLUNG

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die Ambivalenz der sino-afrikanischen Beziehungen, insbesondere die Frage, ob es sich um eine gleichberechtigte Süd-Süd-Kooperation oder eine machtpolitisch motivierte, einseitige Ausnutzung afrikanischer Ressourcen durch China handelt.

  • Historische Entwicklung der diplomatischen Beziehungen seit 1955
  • Analyse ökonomischer Verflechtungen (Rohstoffimport vs. Infrastrukturinvestitionen)
  • Implikationen chinesischer Importe für die lokale afrikanische Wirtschaft
  • Politische Strategien, Nischenpolitik und das Konzept der Nichteinmischung
  • Bewertung der Risiken und Chancen für den afrikanischen Kontinent

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Afrikanischer Export im Gegenzug zu chinesischen Investitionen

Afrika mit seiner großen Rohstoffdichte und diversen Erdölreserven, zugleich aber mit fehlenden inländischen Investitionen macht sich besonders attraktiv für chinesische Investmentprojekte. Große Bedeutung haben hier vor allem Länder mit hohen Erdölreserven wie Nigeria, Angola und Ghana wie auch Länder mit einem signifikanten Buntmetallvorkommen am Beispiel von Südafrika, Guinea und Sambia.16

Allein Angola übernimmt mit einem Anteil von 41% des afrikanischen Gesamtexports nach China eine wichtige Position des Handels ein.17Trotz des bedeutenden Anteils des Rohstoffimports ist die vorhergesagte wirtschaftliche Wachstumsrate für afrikanische Rohstoff- sowie Ölregionen mit 2,25% in Folge der weltweit angespannten Preislage für Rohstoffe nur bescheiden. Als weiteres Hindernis einer florierenden Wirtschaftsentwicklung stellt sich neben der ungenügenden Infrastruktur auch die schlechte Energieversorgung großer Teile Afrikas dar. 18 Dem wirkt die chinesische Regierung mit dem Angola-Modell zu mindestens im Bereich Infrastruktur entgegen. Hierbei handelt es sich um ein „Ressource-for-Infracstructure“-Projekt mit dem Prinzip, dass Rohstoffe Afrikas wie Rohöl, Erz, Wolle, Diamanten mittels des Ausbaus der Infrastruktur seitens der Chinesen entgegengekommen wird. Dies stoßt vor allem bei finanzschwachen Staaten, deren Verkehrs- und Transportwege auf Grund verschiedener gewalttätiger Aufstände der Vergangenheit beschädigt worden sind, auf immense Nachfrage. Vorteilhaft ist dieses Modell auch für einen einfacheren Transport und somit Export von Gütern nach China und erschafft chinesischen Bauunternehmen die lokal tätig werden ebenso einen Profit.19 Auch wird der Bergbau Afrikas seit 2011 enorm durch chinesische Finanzhilfen in Höhe von 53 Milliarden USD unterstützt und ermöglichte eine Hundertzwanzigfachung der Finanzwerte in großen afrikanischen Bergbauaufbereitungen. Hintergrund dieser Vorgehensweise ist, dass die inländischen Reserven des Bergbaus in China die hohe Menge an benötigen Mineralien auf lange Zeit nicht kompensieren können und somit Ersatz aus dem Ausland gesichert werden muss.20

Zusammenfassung der Kapitel

2 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die rhetorische Aufwertung der chinesisch-afrikanischen Zusammenarbeit als „Süd-Süd-Kooperation“ und stellt die Forschungsfrage nach den tatsächlichen machtpolitischen Interessen hinter dieser Fassade.

3 GESCHICHTLICHER HINTERGRUND AFRIKANISCH-CHINESISCHER BEZIEHUNGEN: Dieses Kapitel zeichnet den Weg von der chinesischen „Politik der geschlossenen Tür“ über die Bandung-Konferenz 1955 bis hin zur Intensivierung diplomatischer Kontakte nach der Ära Mao Zedong nach.

4 CHINAS EINFLUSS IN DER GEGENWÄRTIGEN ZEIT – ANALYSE DER ÖKONOMISCHEN UND POLITISCHEN BEDEUTUNG CHINAS IN AFRIKA: Hier werden die ökonomischen Abhängigkeiten durch Rohstoffexporte und Investitionen sowie die politische Strategie Pekings analysiert, die sich durch Risikobereitschaft und Nichteinmischung auszeichnet.

5 PERSÖNLICHE BEURTEILUNG DER FRAGESTELLUNG: Die Autorin fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Ambivalenz zwischen wirtschaftlichem Aufschwung durch chinesische Investitionen und den Risiken durch Ausbeutung, Korruptionsförderung und machtpolitische Abhängigkeit.

Schlüsselwörter

China, Afrika, Süd-Süd-Kooperation, Rohstoffexport, Infrastruktur, Angola-Modell, Nichteinmischungspolitik, Wirtschaftswachstum, Geopolitik, Investition, Abhängigkeit, Machtpolitik, Ressourcensicherung, FOCAC, Entwicklungshilfe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die moderne politische und wirtschaftliche Beziehung zwischen der Volksrepublik China und den afrikanischen Staaten unter dem Aspekt, ob es sich um eine faire Partnerschaft oder um eine strategische Machtausbreitung handelt.

Welche zentralen Themenfelder werden beleuchtet?

Die Arbeit behandelt die historischen Ursprünge der Beziehungen, die ökonomischen Austauschprozesse bei Rohstoffen, die Auswirkungen chinesischer Warenimporte auf lokale Märkte sowie die außenpolitischen Strategien Pekings.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Fassade der bilateralen Zusammenarbeit zu durchleuchten und zu untersuchen, inwieweit Eigeninteressen Chinas – insbesondere der Rohstoffhunger – das Handeln auf dem afrikanischen Kontinent dominieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die den historischen Kontext mit aktuellen ökonomischen und politischen Daten verknüpft, um eine kritische Beurteilung zu ermöglichen.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der „Going Global Strategy“ Chinas, der Bedeutung von Infrastrukturprojekten durch das sogenannte Angola-Modell sowie den sozialen und politischen Folgen der chinesischen Präsenz, inklusive Waffenlieferungen.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?

Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Süd-Süd-Kooperation, Angola-Modell, Nichteinmischungspolitik und Werteimperialismus.

Inwiefern beeinflusst das „Angola-Modell“ die Infrastruktur in Afrika?

Das Modell ermöglicht es finanzschwachen afrikanischen Staaten, durch die Bereitstellung von Rohstoffen den Ausbau von Verkehrswegen und Energieversorgung zu finanzieren, was gleichzeitig chinesischen Baufirmen Profit und Marktzugang sichert.

Welche Rolle spielt die „Nichteinmischungspolitik“ in der chinesischen Strategie?

Sie dient China als diplomatische Rechtfertigung, um auch in Staaten mit politischer Instabilität oder Menschenrechtsverletzungen zu investieren, da China im Gegensatz zum Westen keine politischen Reformforderungen stellt.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Chinas politischer Einfluss auf Afrika. Diplomatische Partnerschaft oder Ausübung eigener Interessen?
Hochschule
Hochschule München
Note
1,7
Autor
Gaye Vatansever (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
15
Katalognummer
V995971
ISBN (eBook)
9783346367600
ISBN (Buch)
9783346367617
Sprache
Deutsch
Schlagworte
China Afrika Politik Imperialismus Ökonomie Export Import Beziehungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Gaye Vatansever (Autor:in), 2020, Chinas politischer Einfluss auf Afrika. Diplomatische Partnerschaft oder Ausübung eigener Interessen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/995971
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Leseprobe aus  15  Seiten
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