In dieser Arbeit wird dargelegt, welches Ziel Inklusion verfolgt und was sie in der Gesellschaft erreichen will. Im weiteren Verlauf wird verdeutlicht, wie Inklusion, speziell in der Schule, sich im Laufe der Jahre entwickelt hat, welche bedenken Eltern und Lehrer sehen und was benötigt wird, damit Inklusion speziell in der Schule (besser) gelingen kann.
Das Inklusion immer mehr zum Thema unserer Gesellschaft wird, ist bekannt, doch was wird dafür getan, dass Inklusion auch erfolgreich umgesetzt werden kann? Oft wird vom Begriff der Integration gesprochen, aber Inklusion meint etwas anderes. Der Unterschied liegt hauptsächlich darin, dass Integration das Hineinnehmen eines Menschen (z. B. Schüler mit einer Behinderung) in ein bereits existierendes System (z. B. Schule) beschreibt, die Schule ändert sich dabei nicht substantiell, sondern der integrierte Schüler muss sich anpassen. Die Inklusion hingegen will von Anfang an ein gemeinsames System für alle Menschen, ohne dass jemand ausgegrenzt oder stigmatisiert wird. Somit ist Integration als ein Prozess der Eingliederung zu verstehen und Inklusion will eher die Vielfalt der Menschen als Normalität akzeptieren. Sonderschulen würden nicht den Ansatz der Inklusion entsprechen, denn sie selektieren die Menschen und teilen sie in Gruppen ein.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Zahlen und Fakten
3 Die UN- Behindertenrechtskonvention
4 Entwicklung der schulischen Inklusion in Deutschland
5 Inklusive Bildung nach den Hamburger Bildungsempfehlungen
6 Fazit
7 Quellenverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Gelingen schulischer Inklusion in Deutschland. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit inklusive Bildung in der Praxis erfolgreich umgesetzt werden kann und welche Rolle gesellschaftliche Einstellungen sowie institutionelle Rahmenbedingungen dabei spielen.
- Differenzierung zwischen Integration und Inklusion
- Statistische Einordnung der Inklusions- und Förderquoten
- Bedeutung der UN-Behindertenrechtskonvention für das deutsche Schulsystem
- Phasen der Entwicklung schulischer Inklusion
- Einfluss der Hamburger Bildungsempfehlungen auf die inklusive Praxis
- Herausforderungen für Lehrkräfte und Schulentwicklung
Auszug aus dem Buch
Entwicklung der schulischen Inklusion in Deutschland
Die Schule ist nicht nur ein wichtiger Bildungsort für junge Menschen, sondern auch für ihre soziale Entwicklung ist dieser Ort sehr prägend. Daher ist es wichtig, dass Menschen mit und ohne Behinderungen nicht erst in unterschiedlichen Bildungssystemen separiert werden, sondern dass sie von Anfang an zusammen eine Gesellschaft bilden. Das Miteinander stärkt nicht nur die Toleranz untereinander, sondern hilft auch für ein besseres Miteinander und wirkt sich positiv auf die soziale Entwicklung der Kinder aus.
„Durch die UN-BRK wurde die Inklusion in deutschen Klassenzimmern beschleunigt. Deutschland liegt mit einer Förderquote von 7,1% in Mittelfeld Europas.“
„Während gut sieben von zehn Kitas einen inklusiven Ansatz verfolgen, tun dies nur fünf von zehn Grundschulen. Bei den Schulen der Sekundarstufe sind es dann nur noch drei von zehn.“
„Die Entwicklung der schulischen Inklusion in Deutschland lässt sich in drei Phasen einteilen. Die erste Phase war von 1950 bis ca. 1980. In dieser Zeit fand eine starke Ausbreitung der Sonderschulen statt und das Sonderschulwesen wurde ausgebaut. Während der zweiten Phase von 1980 bis ca. 2007 gab es bereits integrative Schulversuche. In der dritten Phase, in der wir uns immer noch befinden, wurde 2007 die UN-BRK in Deutschland unterzeichnet und trat 2009 in Kraft, welches die Inklusion im Schulsystem beschleunigte.“
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung definiert den zentralen Unterschied zwischen Integration und Inklusion und führt in die gesellschaftliche sowie schulische Relevanz des Themas ein.
2 Zahlen und Fakten: Dieses Kapitel präsentiert aktuelle statistische Daten zur Förder- und Inklusionsquote in Deutschland und ordnet diese im europäischen Vergleich ein.
3 Die UN- Behindertenrechtskonvention: Es wird die Bedeutung der UN-BRK als rechtliche Grundlage für Inklusion in Deutschland sowie die damit verbundenen Fortschritte und bestehenden Barrieren beleuchtet.
4 Entwicklung der schulischen Inklusion in Deutschland: Der Abschnitt skizziert die historische Entwicklung des inklusiven Schulwesens in drei Phasen und analysiert die aktuelle Einstellung der Bevölkerung dazu.
5 Inklusive Bildung nach den Hamburger Bildungsempfehlungen: Hier wird der Fokus auf die konkrete praktische Umsetzung inklusiver Konzepte in Hamburger Kitas und die dort geltenden Bildungsempfehlungen gelegt.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Notwendigkeit frühzeitiger Inklusion und weist auf weiteren Forschungsbedarf hin.
7 Quellenverzeichnis: Dokumentation der verwendeten Literatur und Online-Ressourcen.
Schlüsselwörter
Inklusion, schulische Inklusion, Integration, UN-Behindertenrechtskonvention, sonderpädagogischer Förderbedarf, Hamburger Bildungsempfehlungen, Heterogenität, Bildungsgerechtigkeit, Barrierefreiheit, Lehrkräfte, Schulentwicklung, soziale Entwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie schulische Inklusion in Deutschland erfolgreich gelingen kann und welche Barrieren sowie Erfolgsfaktoren dabei eine Rolle spielen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen umfassen die rechtlichen Rahmenbedingungen durch die UN-BRK, statistische Entwicklungen, die historische Genese der Inklusion sowie pädagogische Ansätze auf Grundlage der Hamburger Bildungsempfehlungen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Inklusion in Schulen besser umgesetzt werden kann, wobei insbesondere die Rolle der Lehrkräfte und die Notwendigkeit systemischer Veränderungen hervorgehoben werden.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit genutzt?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung statistischer Daten, ergänzt durch die Untersuchung von Studien zur Einstellung der Bevölkerung sowie offizieller Bildungsempfehlungen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung, die Bedeutung der UN-Behindertenrechtskonvention, statistische Fakten zur Förderquote sowie die Umsetzung inklusiver Bildung am Beispiel Hamburgs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Inklusion, sonderpädagogischer Förderbedarf, Bildungsgerechtigkeit, UN-BRK, Heterogenität und Schulentwicklung.
Wie unterscheidet die Autorin zwischen Integration und Inklusion?
Integration wird als Hineinnehmen in ein bestehendes System ohne substantielle Änderung beschrieben, während Inklusion von Anfang an ein gemeinsames System für alle Menschen fordert, in dem Vielfalt als Normalität gilt.
Welche Rolle spielen die Hamburger Bildungsempfehlungen in dieser Untersuchung?
Sie dienen als konkretes Fallbeispiel für die praktische Umsetzung inklusiver Bildung im Elementarbereich, mit dem Ziel, Kinder früh für ein vielfältiges Zusammenleben zu sensibilisieren.
Was sind laut der Arbeit die größten Hindernisse für Inklusion?
Genannt werden unter anderem ein Mangel an ausgebildetem Personal, zu große Klassen, Bedenken von Eltern hinsichtlich der Förderung starker Schüler sowie die Notwendigkeit einer tiefergreifenden Umstellung von Unterrichtsinhalten und Lernbewertungen.
- Quote paper
- Nadja Santangelo (Author), 2020, Das Gelingen schulischer Inklusion. Verlauf und Ziele, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/998490