I
Inhaltverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis IV
1 Einleitender Teil 1
1.1 Begriffsabgrenzungen 1
1.1.1 Prüfung 1
1.1.2 Wirtschaftsprüfer 1
1.1.3 Wirtschaftsprüfung / Wirtschaftsprüfender Berufsstand 3
1.1.4 Konzentration 3
1.2 Einleitung 4
1.2.1 Problemstellung 5
2 Rahmenbedingungen des Wirtschaftsprüfungsmarktes in Deutschland 6
2.1 Die Geschichte des Wirtschaftsprüfungsmarktes in Deutschland 6
2.1.1 Von den Anfängen bis zum zweiten Weltkrieg 6
2.1.2 Von der Nachkriegszeit bis heute 7
2.1.3 Absehbare Entwicklungen der nächsten Jahre 10
2.2 Zahlen und Daten zum Wirtschaftsprüfungsmarkt in der BRD 10
2.3 Veränderte Rahmenbedingungen für die Wirtschaftsprüfung 11
2.3.1 Veränderung des Prüfungsmarktes, Konzentration vs.
Diversifizierung 11
2.3.2 Low-Balling 11
2.3.3 Erweiterung der Prüfungskompetenz 12
II
2.3.4 Risikoorientierter Prüfungsansatz 12
2.3.5 Internationalisierung / Globalisierung 13
2.3.6 Technologisierung / Einfluss neuer Informationstechnologien 14
2.3.7 Verstärkte Kapitalmarktorientierung 15
2.3.8 Reaktion des Gesetzgebers / Gesetzliche Maßnahmen 15
3 Konzentration auf dem deutschen Wirtschaftsprüfungsmarkt 16
3.1 Das Konzentrationsphänomen 16
3.2 Interesse an der Konzentrationsmessung 18
3.3 Messung der Unternehmenskonzentration 18
3.3.1 Beurteilung der Konzentration anhand der Prüfungshonorare 19
3.3.2 Maßgrößen der Konzentration 21
3.3.2.1 Konzentrationsrate 21
3.3.2.2 Herfindahl-Index 21
3.3.2.3 Gini-Koeffizient 21
3.4 Untersuchte Unternehmen 22
3.5 Marktsituation 23
3.5.1 Allgemeine Beobachtungen 23
3.5.2 Differenzierung nach Marktsegmenten 24
3.5.3 Marktsegmente Banken und Versicherungen 25
3.5.4 Differenzierung nach Größe 26
3.6 Tendenzen und Beobachtungen im europäischen und globalen
Pr üfungsmarkt 27
III
3.7 Von den Big 8 zu den Big 4 28 3.8 Kritische Würdigung 29 3.9 Schluss und Ausblick 31 Anhang Literaturverzeichnis
IV
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Marktanteile der Wirtschaftsprüfungsgesellschaften bei 585 börsennotierten allgemeinen AG 23
Abbildung 2: Marktanteile der Wirtschaftsprüfungsgesellschaften bei DAX-100 und DAX-100 allgemeinen AG 24
Abbildung 3: Verteilung der Wirtschaftsprüfungsmandate auf den deutschen Versicherungs- bzw. Bankenmarkt (1995) 26
Abbildung 4: Marktanteile der Wirtschaftsprüfungsgesellschaften bei Gruppen unterschiedlich großer AGs 27
Abbildung 5: Prüfungsmandate der Wirtschaftsprüfungsgesellschaften an den 500 größten Unternehmen weltweit (2001) 29
A.A. Arthur Andersen Abs. Absatz AG Aktiengesellschaft AktG Aktiengesetz BDO Binder Dijker Otte BP Buchprüfer BPG Buchprüfungsgesellschaften bzw. Beziehungsweise ca. circa CL Coopers & Lybrand CR Konzentrationsrate d.h. das heißt Dax Deutscher Aktienindex E&Y Ernst & Young etc. et cetera G Gini-Koeffizient GmbH Gesellschaft mit beschränkter
Haftung H Herfindahl-Index HGB Handelsgesetzbuch IAS International Accounting
Standard IASC International Accounting
Standard Committee IdW Institut der Wirtschaftsprüfer IFAC International Federation of
VI
KapCoRiLiG Kapitalgesellschaften und Co.
Richtliniengesetz KonTraG Gesetz z. Kontrolle u.
Transparenz i.Unternehmensbereich KPMG Abkürzung für die
Repräsentanten der Gründungsfirmen (Piet Klynfeld, William Barclay
Peat, James Marwick und Roger Mitchell, sowie Dr. Dr. h.c. Reinhard
Goerdeler) lt. laut PwC PriceWaterhouseCoopers u.a. unter anderem US-GAAP US-Generally Accepted
Accounting Principles v.a. vor allem Vgl. vergleiche
WEDIT Wollert-Elmendorf Deutsche Industrie Treuhand WP Wirtschaftsprüfer WPG
WPK WPO Wirtschaftsprüfungsordnung z.B. zum Beispiel
1
1 Einleitender Teil 1.1 Begriffsabgrenzungen
In derm ersten Teil sollen die für das Verständnis dieser Hausarbeit relevanten Begrifflichkeiten erläutert werden.
1.1.1 Prüfung
Bis heute findet man in betriebswirtschaftlichen Standardwerken keine einheitliche Beschreibung des Begriffes „Prüfung“. Bernd Meisel begegnet dieser Ermangelung einer einheitlichen Definition in seinem Werk ‚Geschichte der deutschen Wirtschaftsprüfer’ damit, dass er mehrere Definitionen aus verschiedenen Jahrzehnten des 20. Jh. aufführt und daraus eine Schnittmenge bildet. Dementsprechend lässt sich Prüfung wie folgt einordnen. Den Oberbegriff bildet die ,Überwachung‘, welche sowohl die Begriffe Prüfung als auch Kontrolle umschließt. Die prozessabhängige Überwachung wird daraus folgend als ,Kontrolle‘, die prozessunabhängige als ,Revision‘ oder ,Prüfung‘ bezeichnet. Betriebswirtschaftliche Prüfungen weisen bestimmte, sie kennzeichnende Merkmale auf und werden immer an einem Prüfungsgegenstand (Prüfungsobjekt) durch einen Prüfungsträger/-organ (Prüfungssubjekt) durchgeführt. Prüfungen unterliegen einem gesetzlich definierten Prüfungsmaßstab (Prüfungsnorm) und haben das Ziel, zu einem bestimmten Prüfungsurteil (Prüfungsergebnis) zu führen. 1
1.1.2 Wirtschaftsprüfer
Die Wirtschaftsprüfer sind Element der externen Prüfungsorgane. Neben den Wirtschaftsprüfern werden auch die vereidigten Buchprüfer als
2
Wirtschaftsprüfer bezeichnet, aber in dieser Definition vernachlässigt 2 , da Buchprüfer seit 1931 nicht mehr das Recht haben, Jahresabschlüsse von Aktiengesellschaften zu prüfen. 3 Zu den Aufgabengebieten des Wirtschaftsprüfers gehören die Prüfung, Beratung und Begutachtung von Unternehmen, sowie Treuhandtätigkeiten. 4 Die Stellung der Wirtschaftsprüfer begründet sich aus §316, Abs. 2 des HGB: „Der Konzernabschluß und der Konzernlagebericht von Kapitalgesellschaften sind durch einen Abschlußprüfer zu prüfen.“ Neben der Verankerung im HGB regelt das Gesetz über eine Berufsordnung der Wirtschaftsprüfer (Wirtschaftsprüferordnung) den Wirkungsbereich der Wirtschaftsprüfer. §2 WPO besagt, dass Wirtschaftsprüfer die Aufgabe haben, Abschlussprüfungen durchzuführen und Bestätigungsvermerke über das Ergebnis ihrer Prüfungen zu erteilen. Dies bedeutet, dass Wirtschaftsprüfer in den wesentlichen und unternehmerisch interessanten Bereichen des wirtschaftlichen Prüfungswesens eine Exklusivposition innehaben. 5 Die Erwartungen an und das Selbstverständnis des wirtschaftsprüfenden Berufsstandes wurden im Jahre 1932 durch den damaligen Präsidenten des Industrie- und Handelstages Grund folgendermaßen formuliert: „Offenheit, die, wenn es erforderlich (ist), vor Niemandem Halt macht, und Schonungslosigkeit, wenn offenbare Verfehlungen festgestellt
1 Vgl. Meisel, S.-B.; Geschichte der deutschen Wirtschaftsprüfer; Verlag Dr. Otto Schmidt KG; Köln 1992; S. 9-
15.
2 Vgl. Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer/vereidigte Buchprüfer - BS WP/vBP; in: http://www.wpk.de/pdf/bs-
wpvbp.pdf; (2003-01-12).
3 Vgl. Kornförfer, W.: Einführung in das Prüfungs und Revisionswesen; 3. Auflage; Gabler Verlag München; S.
63.
4 Vgl. Meisel, S.-B.; Geschichte der deutschen Wirtschaftsprüfer; Verlag Dr. Otto Schmidt KG; Köln 1992;
ebenda; S. 13-15.
5 So auch Schmidt, P.J.: Der Beruf des Wirtschaftsprüfers - quo vadis?; in: Die Wirtschaftsprüfung; Heft 7/1998;
S. 319.
3
werden. Sie erwartet die völlige Unabhänigkeit des Denkens und Urteilens, die Niemandem zuliebe und Niemandem zuleide wie eine Magentnadel sich stets selbsttätig auf den Pol der Lauterkeit und Ehrbarkeit einstellt.“ 1
1.1.3 Wirtschaftsprüfung / Wirtschaftsprüfender Berufsstand
Im Gegensatz zu dem schon länger bekannten Begriff des ,Revisions- und Treuhandwesens‘ hat sich der Begriff der ,Wirtschaftsprüfung erst seit Beginn der dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts mit der Konstituierung des Wirtschaftsprüfers als eigenständiges Berufsbild etabliert. 2
Auch der Begriff der Wirtschaftsprüfung wird in der Literatur unterschiedlich definiert. Dennoch lässt sich der gesamte Tätigkeitsbereich des Wirtschaftsprüfers unter institutionellen Gesichtspunkten als Wirtschaftsprüfung bezeichnen. Unter funktionellen Gesichtspunkten bezeichnet Wirtschaftsprüfung alle Prüfungen des wirtschaftlichen Bereichs und lässt sich dann weiter, auf die Tätigkeiten von Prüfern reduzieren, die nicht durch Arbeitsvertrag mit dem Unternehmen verbunden sind und damit die Stellung eines externen Prüfungsorgans einnehmen. 1
1.1.4 Konzentration
Wirtschaftspolitisch bezeichnet man als Konzentration die Ballung ökonomischer Größen, einschließlich der Verfügungsmacht darüber. Konzentrationen finden in vielen Bereichen statt. Ein Teilbereich ist die
1 Grund (Präsident des deutschen Industrie und Handelstages): ,Was erwartet die Wirtschaft vom
Wirtschaftsprüfer?’; Der Wirtschaftsprüfer, Düsseldorf 1932; S. 5.
2 Vgl. Meisel, S.-B.; Geschichte der deutschen Wirtschaftsprüfer; Verlag Dr. Otto Schmidt KG; Köln 1992; S.
11.
4
Unternehmenskonzentration; die sowohl horizontal 2 , vertikal 3 als auch international 4 erfolgen kann. 5 In der vorliegenden Hausarbeit sind hauptsächlich die vertikale als auch die internationale Unternehmenskonzentration von Relevanz. 1.2 Einleitung
Weltweit rücken die Wirtschaftsprüfungsgesellschaften Jahr für Jahr enger zusammen. Nachdem 1998 Price Waterhouse und Coopers & Lybrand den weltweit tätigen ,Club’ der Wirtschaftsprüfungsgesellschaften durch ihre Fusion auf fünf reduziert haben, ist dieser Prozess scheinbar dennoch nicht beendet. 6 2002 wurden aus den fünf, weitaus größten Gesellschaften, ,Big 5’, die ,Big 4’, nachdem Mitte 2002 die Fusion der, durch das Enron-Debakel stark angeschlagenen Andersen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Ernst&Young genehmigt wurde 7 . Wie lange sich dieses „Konzentrationskarussell“ noch weiter drehen wird, ist momentan nicht abzusehen, es scheint sich aber langsamer zu drehen. Ist der aufkommende Widerstand gegen diese Fusionen berechtigt, oder sollte man dem Markt die Regulierung selbst überlassen, da ja alles doch gar nicht so dramatisch ist. 8 Überall liest man von der Wirtschaftsprüfung im Wandel. 9 Was wird sich alles noch ändern und was für Auswirkungen wird dies auf uns und unsere Wirtschaft haben? Auf diese Fragen versucht die vorliegende
1 Vgl. Sellhorn, T.; Definition ,Wirtschaftsprüfung’ in: Gabler PC Wirtschaft-Lexikon; Wiesbaden 2000.
2 Vereinigung von Unternehmen, die auf der gleichen Produktionsstufe und dem gleichen relevanten Markt tätig
sind.
3 Vereinigung von Unternehmen, die in aufeinander folgenden Produktionsstufen tätig sind.
4 Ausdehnung von Unternehmensverflechtungen über mehrere Volkswirtschaften.
5 Vgl. Sellhorn, T.; Definition, Unternehmenskonzentration’ in: Gabler PC Wirtschaft-Lexikon; Wiesbaden
2000.
6 Vgl. Hüsgen, J.: In einem Boot; in: Wirtschaftswoche; Nr. 46; 1997; S.102.
7 Vgl. Dunkel, M.; Leenertse, J.: Nicht überlebensfähig; in: Wirtschaftswoche; Nr. 13; 2002; S. 62f.
8 Dörner, D.; Vorstandssprecher von Schitag Ernst &Young in einem Interview; in: Wirtschaftswoche,; Nr. 46;
1997; S. 104.
9 Vgl. Helbig, Karl.: Wirtschaftsprüfung im Wandel; in: Der Treuhänder; Nr. 3; 2001; S.163f.
Arbeit zitieren:
Michael Rockel, 2002, Zur Marktsituation im wirtschaftsprüfenden Berufsstand unter besonderer Berücksichtigung von Konzentrationstendenzen, München, GRIN Verlag GmbH
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