Voraussetzungen dafür durch Immanuel Kant - Zeitepoche:Ende 18. bis Mitte 19. Jahrhundert - GeschichtlicherHintergrund: Vorbereitung, Verlauf und Folgen der Französischen Revolution; Napo- - leonsHerrschaft mit Koalitionskriegen, der französischen Besetzung und den Befreiungskriegen; der Wiener Kongress und seine Folgen
Weiterhin: Zeit der Aufklärung à Gedanken von Vernunft und Freiheit - Dialektikim 19. Jahrhundert: löste metaphysische Weltauffassung ab (lässt die Wirklichkeit simpel er- - scheinenund leugnet den Charakter des wechselseitigen Zusammenhangs und der Entwicklung der Erscheinungen; im 17./18. Jahrhundert historisch gerechtfertigt, aber im 19. Jahrhundert musste angesammeltes Faktenmaterial systematisiert und verallgemeinert werden à Metaphysische Betrachtungsweise erwies sich als unzureichend à Dialektische Verallgemeinerung wurde gefordert)
3. KURZBIOGRAPHIE
geboren am 27.8.1770 in Stuttgart - stammteaus alten Theologen- und Beamtenfamilie - wechseltenach Besuch der Deutschen und Lateinischen Schule in Stuttgart an das Gymnasium illustre - verließdieses 1788 nach der Matura - aufgrundhervorragender Leistungen lebte er anschließend als herzoglicher Stipendiat im Tübinger Stift - undstudierte dort Theologie und Philosophie
schloss Freundschaft mit Hölderlin (bedeutender Dichter) und Schelling (Philosoph) à alle drei Be- - geisterungfür Ideen der Französischen Revolution arbeitete ab 1793 in Bern und ab 1797 in Frankfurt am Main als Hauslehrer - durchVermittlung Schellings: Dozententätigkeit in Jena ab 1801, anschließend (1805) zum Professor - fürPhilosophie ernannt
aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten: 1807 Beendigung der Lehrtätigkeit; vorübergehend Redak- - teurder „Bamberger Zeitung“
1808: Rektor des Nürnberger Aegydiengymnasiums; 1816 Berufung als Professor nach Heidelberg, ab - 1818nach Berlin (Professor für Philosophie an Berliner Universität) in Berlin: Hegel wurde zum einflussreichsten Philosophen seiner Zeit - Werkewurden zum maßgeblichen Ausgangspunkt der nachfolgenden Philosophen von Marx bis Nietz- - sche
starb am 14.11.1831 in Berlin an den Folgen einer Choleraepidemie - bedeutendeWerke: - „Phänomenologie des Geistes“ (1807); „Wissenschaft der Logik“ (1812-16); - „Enzyklopädieder Wissenschaften“ (1817, 1827, 1830); „Grundlinien der Philosophie des Rechts“ (1821)
4. DIALEKTIK
Begriff trotz häufiger Verwendung insofern schwierig, als dass er auf Traditionen zurückgeht, die bis in - dieModerne verschiedene Abänderungen erfuhren
kurze Definition zum Verständnis: „Dialektik - ursprünglich die Kunst der Gesprächsführung; dann ei- -
ne philosophische Methode; in ihrer heutigen Form von Hegel geprägt: Ein Begriff (These) erzeugt sei-
nen eigenen Gegenbegriff (Antithese); in der Synthese ist der Widerspruch >>aufgehoben<< (d.h. ü-berwunden und zugleich aufbewahrt) à Doppelsinn: Ein so Aufgehobenes ist ein Vermitteltes, das die Bestimmtheit seiner Herkunft noch in sich hat
Dialektik zeigt die Widersprüche (z.B. Endliches - Unendliches) als Momente des Übergangs oder des - Werdensin einem Ganzen, dessen jeweils letzte Stufe die beiden vorherigen hinter sich gelassen hat, ohne deren eigene Bedeutung preiszugeben
auch Positionen und Phänomene in der Geschichte sind für Hegel nicht zufällige Erscheinungen, son- - dernnotwendige Phasen der Entfaltung eines reicheren Organischen (einer höheren Ebene) Hegel wandte Dialektik hauptsächlich an, um die Gegenwart aus der Vergangenheit abzuleiten, um den - Ursprungdes zur gegeben Zeit Existierenden zu erforschen
er stellte durch seine Auffassung der Dialektik „zum ersten Mal die ganze natürliche, geschichtliche - undgeistige Welt als einen Prozess, d.h. als in steter Bewegung, Veränderung, Umbildung und Entwicklung dar.“ (Engels) (siehe Metaphysik) à somit machte Hegel als erster den Versuch, ein System der dialektischen Weltbetrachtung (der dialektischen Methode, Logik) zu schaffen, auch wenn es auf falscher, idealistischer Grundlage stattfand (siehe oben - Einleitung) Annahme Hegels: Grundlagen der menschlichen Erkenntnis ändern sich von Generation zu Generation - à daherkeine ewigen Wahrheiten, einzig fester Punkt: die Geschichte selber - keineKriterien außerhalb des historischen Prozesses, die entscheiden können, was am wahrsten oder - vernünftigstenist à von geschichtlicher Position abhängig; durch Wachsen der menschlichen Erkenntnis wächst auch die menschliche Vernunft Bsp: Sklavenarbeit - Argumentation 1990 und vor 2500 Jahren - daher:Geschichte zeigt uns, was vernünftig ist, denn nur das ist laut Hegel lebensfähig - ObjektiverIdealismus Hegels: Behauptung à Bestehen eines übermenschlichen, übernatürlichen Be- - wusstseins,das der Ursprung, die letzte Ursache und das innere Wesen aller Dinge sei folglich: Natur etwas Niederes, eine Folge, ein Produkt von etwas Höherem, Geistigen à „Weltgeist“, - „Weltwillen“oder „absolute Idee“ (Hegel)
„absolute Idee“: nach der Meinung des Philosophen reines Denken à nach Hegels Lehre: aktive, - schöpferischeTätigkeit, Schaffen und Zerstören, Veränderung, Umgestaltung, Entwicklung Ausgangspunkt des Hegelschen Systems: idealistische Identifizierung des Seins mit dem Denken, die - Reduktionaller Prozesse auf den Denkprozess, durch den sie nicht bloß erkannt werden, sondern auch existieren, entstehen, verschwinden, sich verändern usw.
Hauptbestandteile des Hegelschen Systems: Logik, Naturphilosophie und die Philosophie des Geistes - Logik: Hegeldehnte Gesetze des Denkens auf die ganze Wirklichkeit aus und suchte weiterhin die all- - gemeinstenGesetzmäßigkeiten der objektiven Welt logisch zu interpretieren à alles ist nach Hegel letzten Endes vernünftig, logisch LOGIK = WISSENSCHAFT DER REINEN IDEE AN UND FÜR SICH - Naturphilosophie: Abstreitungder Entwicklung: Mensch hat sich nicht aus dem Tier entwickelt, dieses - sichnicht aus der Pflanze à jedes Wesen sogleich und ganz und gar das, was es ist steht der Dialektik sehr fern - widersprüchlich - NATURPHILOSOPHIE= WISSENSCHAFT VON DER IDEE IN IHREM ANDERSSEIN - Philosophiedes Geistes: = IDEE, DIE AUS IHREM ANDERSSEIN AUS SICH ZURÜCKKEHRT -
Idealistische Interpretation der Entwicklung des individuellen und gesellschaftlichen Bewusstseins, der - geistigenEntwicklung der Menschheit überhaupt
rationaler Kern der Hegelschen Dialektik: geniale Ahnungen Hegels vom wechselseitigen Zusammen- - hang,von der Bewegung und Entwicklung der Erscheinungen, vom Widerspruch als Quelle der Bewegung und Entwicklung, vom Umschlagen quantitativer in qualitative Veränderungen, vom Charakter des theoretischen Denkens, der logischen Formen und Kategorien, durch die es realisiert wird
§ QUELLEN
§ GESCHICHTE DER PHILOSOPHIE VON DER ANTIKE BIS HEUTE
• Könemann Verlag; Herausgeber: Peter Delius; 2000
§ DTV-ATLAS ZUR PHILOSOPHIE
• dtv Verlag; 1991
§ DIE PHILOSOPHIE HEGELS
• Dietz Verlag Berlin; Herausgeber: T. I. Oiserman; 1959
§ MITREDEN BEIM THEMA PHILOSOPHIE
• Humboldt Taschenbuch Verlag; Jim Hankinson; 1994
§ SCHÜLERDUDEN - DIE PHILOSOPHIE
• Meyers Lexikon Verlag; 1985
§ DER IDEALISMUS VON KANT BIS HEGEL
• Akademie-Verlag Berlin; Gottfried Stiehler; 1970
§ SOFIES WELT - ROMAN ÜBER DIE GESCHICHTE DER PHILOSOPHIE
• Carl Hanser Verlag; Jostein Gaarder; 1996
§ INTERNET
• www.hausarbeiten.de
Arbeit zitieren:
Katharina Pankoke, 2000, Hegels Philosophie - die Dialektik, München, GRIN Verlag GmbH
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Kai Froeb
marxistischer quatsch.
Selten soviel Unsinn auf einmal ueber Hegels Philosophie gelesen. Der Inhalt scheint darueberhinaus mehr oder weniger aus alten DDR-Schinken entnommen zu sein. Es findet sich kein einziges bekannteres Werk der Sekundaerliteratur zu Hegel in der Literaturliste, von Hegel auch nichts (das die Autorin Hegel nicht gelesne hat ist klar).
Die Darstellung entbehrt jeder philosophischen Argumentation, es wird einfach das (SED) parteiuebliche Zerrbild von Hegel mit der "materuialistischen" "Wahrheit" der SED verglichen und daran Hegel fuer zu leicht befunden.
Mit dem Quatsch kommt man hoffentlich heutzutage wohl auch nicht mehr in der ehemaligen DDR an einer Note Ungenuegend vorbei.
am Friday, January 10, 2003-