Inga ruft dann Josef an und erzählt ihm von Karls Verhaftung. Als Berta dies erfährt
bricht sie in Tränen aus, sie gibt sich die Schuld, weil sie als es noch möglich war
nicht ausreisen sind.
Nazis schreiben an die Hauswand der Praxis Weiss “Jude“. Josef macht sich nun
langsam auch ernsthafte Gedanken und geht zu Herrn Dorf(ein alter Bekannte), dort
fragt er was er für Karl tun kann damit dieser wieder nach Hause kommt. Er erzählt
Herrn Dorf das die Wohnung seiner Eltern geplündert wurde. Doch wegen Dorfs
Karriere als Nazi kann und will Herr Dorf ihm nicht helfen, er schmeisst ihn aus der
Wohnung.
Josef wird nach Polen abgeschoben.
Karl ist damals gar nicht auf ein Revier gekommen, sondern er ist in das
Konzentrationslager Buchenwald eingeliefert worden. Dort wird er verhört, er muss
dabei auch noch den Namen seiner Eltern nennen, als er darauf die Aussage
verweigert, wird er geschlagen. Er muss im KZ in der Schneiderei arbeiten, dort näht
er die Häftlingsanzüge. Diese Anzüge sind gestreift und haben je nach „Rasse“ einen
unterschiedlich farbigen Stern auf der linken Seite (z.B. Jude=gelb).
In Berlin werden Berta und den Kindern die Wohnung von den Nazis weggenommen.
Sie ziehen zu Familie Helms (ebenfalls Bekannte). Die Großeltern beschließen darauf
sich umzubringen, sie begehen Selbstmord und liegen tot im Bett. Josef kommt in
Polen (Warschau) an, dort zieht er erstmal zu seinem Bruder, der eine Apotheke
führt. Herr und Frau Levi ziehen auch bei seinem Bruder ein, weil sie nicht wissen wo
sie hin sollen.
Inga will das ein SS Soldat Karl im KZ ausfindig macht, sie vermisst ihn so sehr.
Karl ißt Brot im Bettenlager, dass ist verboten und deshalb beginnt eine Schlägerei.
Eine Wache wird gerufen und Karl wird mit dem anderen KZ Insassen (dieser hat
auch Brot gegessen) beim Vorplatz an einen Pfahl gehängt.
Teil 2
Inga kommt freiwillig zu Karl ins Konzentrationslager, dort redet sie mit einem
Offizier, der Karl ausfindig machen soll und ihm einen Brief von Inga geben soll. Karl
arbeitet derweil im Steinbruch, er wurde dorthin verlegt, weil er sich mit einem
anderen Insassen um das Brot gestritten hat. Der Offizier wiederrum will aber eine
Bedingung von Inga, sie muss mit ihm schlafen. Dafür verlegt er dann Karl in die
Künstlerwerkstätte. Dort ist die Arbeit nicht so hart, Karl ist vom Steinbruch nicht nur
physisch sondern auch körperlich am Ende. Karl bekommt, als Inga die Bedingung
eingeht, wirklich einen Brief von ihr und er wird verlegt. Jedoch macht der Offizier
Karl gegenüber Anmerkungen, dass er mit seiner Frau geschlafen hat. Karl ist
enttäuscht und möchte Inga nicht wiedersehen. Wenige Tage später arbeitet Karl in
der Künstlerwerkstatt, als der Offizier zu ihm kommt und ihm einen Brief von Inga
geben will. Karl will den Brief aber nicht haben, der Offizier wird sauer und droht mit
Verlegung zu „dem schönsten Ort für Juden„. Karl liest Ingas Brief dann doch
nachdem der Offizier die Werkstatt verlassen hat. In dem Brief schreibt Inga, dass
seine Eltern sich gemeldet haben und dass Inga ihn liebt trotz der Sache zwischen ihr
und dem Offizier.
Teil 3
Karl arbeitet immer noch in der Künstlerwerkstatt, dort zeichnet er nicht nur Bilder
für die Nazis, sondern zeichnet auch illegale Bilder, in denen er das wahre Leben im
KZ darstellt. Ein weiterer Häftling der in der Künstlerwerkstatt arbeitet, verkauft dann
vier illegale Bilder für Zigaretten und Marmelade.
Inga kommt zu Karl ins KZ. Karl war zuvor überzeugt sie nie wieder zu sehen, sie
gesteht ihm dass sie ein weiteres Mal mit dem Offizier schlafen musste um zu Karl zu
gelangen. Karl gibt zu das er ohne ein Zeichen (Briefe) auch nicht lange überlebt
hätte. Und Inga ist auch nur zu ihm gekommen, weil sie seine Frau ist und egal was
passiert sie bei ihm sein soll.
Die Künstlerwerkstätte wird durchsucht, Nazis finden die illegalen Zeichnungen, Karl
gibt zu welches sein Bild ist. Weil Karl nicht sagen will, wer die Bilder nach draussen
geschmuggelt und sie verkauft hat, werden er und zwei weitere Künstler der
Einzelhaft unterzogen. Die drei können sich trotzdem noch durch die Wände der Zelle
verständigen. Sie werden nacheinander aus den Zellen geholt und mit einem Stock
auf die nackte Haut geschlagen, weil sie nicht reden wollen. Weil der KZ-Insasse, der
die Bilder geschmuggelt hatte, Probleme mit der Niere hatte, stirbt er nach diesen
Schlägen.
Karl werden die Hände zerquetscht, damit er nicht mehr malen kann.
Teil 4
Karl wird aus der „Folterkammer“ entlassen, die beiden anderen Häftlinge sind schon
unter den Qualen gestorben. Karl soll ins Konzentrationslager Ausschwitz kommen,
zuvor darf er noch eine halbe Stunde zu Inga. Sie sagt ihm, dass sie schwanger ist.
Doch Karl will nicht das sie ein Kind im KZ bekommt. Er sagt dann noch, dass er das
Kind nie sehen wird und das er sie liebt, dann muss er weg.
Im KZ Ausschwitz ist Karl für die Wäsche verantwortlich, während er vor der
Gaskammer Kleider wegräumt, werden seine Mutter und Frau Levy in den
Duschräumen nebenan vergast.
Dann trifft Reinberg Karl im Lager, Karl kennt Reinberg aus dem anderen KZ.
Reinberg ist über Karls Hände entsetzt. Doch als Reinberg ihm Block und Stift gibt,
zeichnet Karl wieder. Trotzdem ist er nicht glücklich weil er nun erfahren hat, dass
seine Eltern auch in dem Lager waren und das beide tot sind.
Noch an dem Tag erobern die Amerikaner das KZ Ausschwitz, es soll evakuiert
werden. Als Reinberg Karl holen will, sieht er das Karl tot in seinem Bett liegt mit der
Zeichnung unter dem Arm. Reinberg nimmt die Zeichnung und geht.
Verena Drews
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Verena Drews, 2001, Karl Weiss, München, GRIN Verlag GmbH
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