Der Künstler nimmt 1897 an der Ausstellung „Salon des Indepéndants“ teil. 1902 stellt er die 22 Gemälde des „Lebensfries“ er in der „Berliner Sezession“ aus. In seinen Bildern behandelt er „Weltangst“, die er in symbolischen Darstellungen anhand der menschlichen Erfahrung Eifersucht, Einsamkeit, Liebe und Tod wiedergibt. Munch entwirft 1906/07 die Dekoration für Max Reinhardts Kammerspielhaus in Berlin.
1907 vollendet er sein Werk „Lebensfries“.
1908 wird Munch eine große Ehre zu teil: Er wird vom Sankt - Olav - Orden zum Ritter ernannt.
Das Jahr darauf stellt er seine „Alpha und Omega “-Serie(eine im Tierstudium des zoologischen Gartens entstandene Lithografiefolge, deren Thema der ersten Menschen ist) fertig und kehrt nach Norwegen zurück.
Außerdem hat er in diesem Jahr einen Nervenzusammenbruch in Kopenhagen ,worauf ein sechsmonatiger Klinikaufenthalt folgt.
1912 erhält er eine seine wohl bedeutendste Auszeichnung, er erhält als einzig lebender Künstler neben Pablo Picasso einen Ehrensaal in der Sonderbund-Ausstellung in Köln.
1916 fertigt er für die Aula der norwegischen Universität Oslo Wandbilder an und zieht sich anschließend auf seinen Hof Ekely bei Oslo zurück. 1930 erkrankt Munch schwer an einer Augenkrankheit, die ihn für mehrere Jahre arbeitsunfähig macht. Aber schon sechs Jahre später hat er eine Einzelausstellung in London.
1937 beschlagnahmen die Nationalsozialisten 82 seiner Werke aus deutschen Sammlungen und bezeichnen seine Kunst als „entartet“.
1942 werden vier seiner Arbeiten auf der Ausstellung „Kunst und Unkunst“ gezeigt, die von norwegischen Anhängern des Nationalsozialismus in der Nationalgalerie veranstaltet wird.
Gleichzeitig findet Munchs erste Ausstellung in der USA statt. Er hatte in seinem ganzen Leben nie den Wunsch nach Heirat oder Familie geäußert, denn er lebte in seiner eigenen Welt. Am 23.Januar 1944 stirbt Edvard Munch auf Ekely. 1963 wird das „Munchmuseum“ in Oslo eingeweiht.
Die Bedeutung Munch’ s
Bei Munch ist eine enge Verbindung zwischen seinem Leben und seinem Schaffen sichtbar, wie sie bei keinem anderen Künstler zu finden ist. Man könnte vermuten das seine Bilder Illustrationen seines eigenen Lebens sein. In den Werken legt er Gefühle bloß und die Notlagen die zum Leben dazu gehören. Sie beschäftigt das wesentlich des Bestehens. Was an Munchs Kunst bewegte, war die Kühnheit, mit der er intime Lebensbereiche und seelische Erfahrungen in einer Weise bildhaft gemacht waren, die rücksichtslos schien, deren Ernst jedoch nicht zu bezweifeln war. Er gab seiner Kunst einen eindeutigen Anklang, der die Zeit und kulturelle Grenzen überschreitet. Er wurde auf vielerlei Hinsicht von unterschiedlichsten Dingen beeinflusst. Japanische Holzschnitte und Monet’ s Bilder beeinflussten sein künstlerisches Schaffen in visueller Hinsicht stark, aber ebenso sein Interesse für alte Meister, welches sich in dem lebensgroßen Bildnis von Karl Jensen darstellt, oder dem Tod seiner Mutter und der älteren Schwester Sophie. Aber auch der Tod seines Vaters 1898,ging nicht spurlos an ihm vorbei, obwohl die Beziehung zwischen den beiden äußerst schwierig war. Diese tragischen Episoden in seinem Leben und die schmerzlichen Erfahrungen mit der Liebe wollte er darstellen, dies gelang ihm mittels seiner Kunst.Ihn beschäftigen dabei Themen wie Eifersucht, Einsamkeit, Liebe, Angst, den Konflikt zwischen den Geschlechtern und Melancholie.Er schuf zwei Kategorien in die man seine Bilder einteilen konnte: Bilder...
1.mit Krankheit und tragischem Tod der Familie und enger Freunde 2. mit Liebe zwischen Mann und Frau, und der assoziierten emotionalen Verantwortung.
In den 80er Jahren des 18.Jahrhunderts fing Munch mit dem Naturalismus teilweise auch Impressionismus an. Der Impressionismus war jedoch nicht dafür geeignet seine Kunst auszudrücken, M. war nicht daran interessiert einen zufälligen Teilausschnitt der Wirklichkeit zu porträtieren, sondern hatte Interesse an Situationen randvoll mit emotionalen Aussagen und Ausdruckskraft. Deshalb gestaltet er jedes seiner Werke vorsichtig um diese bestimmte Atmosphäre zu kreieren. Um 1890 standen dann die Figuren im Vordergrund. Sie spielten nun Rollen wie bei einem Theaterstück auf der Bühne und er gab seinen Charakteren eine psychologische Dimension. Die Darstellung der männlichen und weiblichen Figuren waren unrealistisch und ihre Emotionen gab Munch nur pantomimisch wieder. Um 1892 begann er mit seiner synästhetischen Ausdrucksweise, wobei M. die Farbe symbolträchtig einsetzte(z.B. der Schrei).
Nach der Jahrhundertwende griff er bewegte Motive z.b. galoppierende Pferde auf. Seine Farben jedoch werden nicht authentischer, statt dessen verlieren sie an symbolischer Bedeutung und dienen nur noch zu dekorativen Zwecken. Munch hatte sich nunmehr der optimistischen Ausdrucksweisen zugewandt.
In Munch haben wir den Modellfall eines experimentierenden Grafikers schlechthin. Er arbeitete eigentlich in allen Techniken, und überall suchte er nach Aktualisierung der Mittel. Dazu kam er zu einer Vielzahl von Erfindungen und Neuprägungen. Munch ist der erste Künstler, der die graphischen Techniken als völlig frei verfügbares Instrumentarium einsetzte. Erst beschäftigte er sich mit der Radierung, dann mit der Lithografie und ging anschließend zum Holzschnitt über.
Er fertigte oft mehrere Versionen vo n einem Gemälde o.ä. an und er beschrieb einmal warum er dies tat: er würde ein „Subjekt“ immer und immer wieder zeichnen, bis es die Aussagekraft besitzt, wie er sie sich gedanklich vorstellt. Außerdem übertrug er sie auf die unterschiedlichsten grafischen Darstellungsmöglichkeiten z.B. Lithografie oder Holzschnitt.
Die Grafik Munchs trat als Neuheit vor die Öffentlichkeit. Es zeigten sich Inhalte, die bisher in Gemälden und Grafiken nur ansatzweise und verschlüsselt Ausdruck gefunden hatten. Ihr Subjekt - der Künstler- wie das zu gestaltende Objekt im umfassenden Sinne war der Großstadtbewohner der spätkapitalistischen Zivilisation und deren Krise. In Munchs Bildern verwirklichten sich die Erfahrungen einerbeschleunigt auf die Katastrophe zusteuernden Sensibilität. Sein Schaffen erscheint dabei wie ein transitorischer Punkt; eine sich in den Künstlern schon seit längerem abzeichnende Tendenz findet Raffung und jetzt Direktheit des Bildes. Zur weiteren Bedeutung Munchs lässt sich sagen, dass er einer der erfolgreichsten Künstler seiner Zeit war und einer der profitabelsten dazu.
Er hatte mehrere Tausend Bilder in Verbindung mit Drucken gestaltet und noch eine große Anzahl an anderen Zeichnungen angefertigt. Von ihm sind nur wenige Skulpturen erschaffen worden und man fand literarische Fragmente und Manuskripte. Der Großteil seiner Werke ist im Nationalmuseum in Oslo zu finden.
Zu den bedeutendsten Werke Munchs gehören:
Der Schrei (1893,The Scream) Am Totenbett (1895,By the Deathbed) Tod im Krankenzimmer (1893,Death in the Sickroom) Abend auf der Karl Johan Straße (1892,Evening on the Karl Johan Street) Golgotha (1900) Pubertät (1895,Puberty) Selbstporträt mit Zigarette (1895,Self-Portrait with Cigarette) Vampir ( ) Ausschluss (1894,Separation) Fries des Lebens (1893-1907,Frieze of life) Selbstbildnis (1896) Frühling (1889) Musik auf den Straßen ( ) Winternacht ( ) Angst (1894,Anxiety)....und viele andere mehr
Bildanalyse und Bildinterpretation am Bild „Der Schrei“
Eines der bekanntesten Werke Edvard Munchs ist „ Der Schrei“, das er um 1893 veröffentlichte. Ich möchte mich mit diesem Bild auseinandersetzen, weil es so verworren scheint und mir deshalb gut gefällt. Er hat dieses Bild durch die unterschiedlichsten grafischen Techniken dargestellt und eine davon war die Lithografie (ein Flachdruckverfahren).
Im Vordergrund des Bildes steht eine schreiende, weiblich wirkende Gestalt in einem schwarzem Gewand. Der untere Teil des Bildes (ab dem Meer)wirkt durch die Dunkelheit sehr beängstigend, der Himmel dagegen hell und freundlich. Die beiden stellen Gegenpole zueinander dar und bilden somit einen Kontrast. Des weiteren befinden sich noch zwei andere Menschen im Bild. Die drei Gestalten stehen auf einer Brücke, die diagonal durch das Bild verläuft. Am hinteren ende dieser Holzbrücke stehen - die von der Frau abgewandten Personen und blicken in Richtung des Horizonts wo sich das Meer mit zwei oder drei Schiffen befindet. Der Blick der schreienden Gestalt ist hingegen nach vorne gerichtet ,als schaute sie einen direkt ins
Gesicht. Diese „Frau“ ist völlig entstellt, die Arme zu kurz, der Kopf zu groß und die Haltung ist unnatürlich. Ihre Augen wirken vor Schreck erstarrt und ihr Kopf erinnert mich ehr an den Kopf eines Skelettes als den eines „Lebenden“. Der Kopf stellt bei näherer Betrachtung die Bildmitte dieses Gemäldes dar und bei der gesamten Person liegt die größte Dunkelheit. Das Bild lebt von der Einfachheit -allein schon wegen der Farbe-, dadurch gewinnt es an Ausdruckskraft.
Meiner Meinung nach hat die Frau etwas gehört, was sie im ersten Moment vielleicht gar nicht wahr haben will und hält sich deswegen die Ohren zu. Es muss etwas für sie schreckliches sein, und fürchtet sich vielleicht vor dem was danach kommt. Es sieht aus als ob sie laut um Hilfe ruft ,ihr aber keiner zuhört und sie ignoriert, genauso wie die zwei Menschen die vermutlich einfach weitergelaufen sind. Das Leben geht weiter, nur scheint es für diese Frau nicht zu stimmen.
Arbeit zitieren:
Christina Füllgrabe, 2000, Edvard Munch - ein bedeutender Maler und Grafiker seiner Zeit, München, GRIN Verlag GmbH
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bdsio
nsdjiöy.
cool gemacht!!
am Saturday, September 01, 2001-
Anne
Bildanalyse absolut nicht empfehlenswert.
Die Gestalt im Vordergrund stellt keinsesfalls eine Frau dar !!!! Dies ist zum einen daran zu erkennen, dass die figur keine Iris hat und ebenfalls keine Augenbrauen dargestellt sind , zum anderen lässt der überproportionierte Kopf nicht auf eine menschliche Gestalt schließen !Eher ist anzunehmen, dass diese Gestalt nur die Seele einens Menschen darstellen soll, quasi einen inneren Schrei, ein inneres Aufbegehren zeigt. Diese Bildanalyse ist meiner Meinung nach einfach nicht gründlich genug durchdacht und baut deshalb auf fehlerhaften Denkansätzen auf !Mich würde es allerdings brennend interessieren , wie dieses Referat benotet wurde !
am Wednesday, December 18, 2002-
Lisa
Analyse.
Die Person vorne im Bild ist keine Frau, sondern Edvard Munch selbst. Er hat dieses Bild nach einem Moment, denn er selbst erlebt hat gemalt. So hat er den "unendlichen Schrei der Natur" dargestellt.
am Tuesday, March 20, 2007-
Catharina
Analyse.
Ich habe heute morgen eine Klausur über dieses Bild geschriebn und sehe da einiges anders. Für mich sieht die Gestalt im Vordergrund mehr wie ein Geist , oder wie oben schon genannt nur eine Seele aus. Du hättest teilweise mehr aus dinge eingehen können und versuchen können diese zu deuten, wieso zum Beispiel ist die Haltung unnatürlich? ( dies weist wieder auf eine evtl nicht menschliche Gestalt hin) oder auch wieso sind die Menschen nur im Hintergrund zu sehen? ( dies könnte vielleicht darauf hinweisen , dass die personen die Gestalt nicht unterstützen und sich von ihr abwenden.
am Monday, April 28, 2008-