Unzählige Studien sind zu dem Thema „Fernsehen und Gewalt“ durchgeführt worden, und es gibt (vielleicht als Folge) ebenfalls unzählige Theorien und Modelle zur Wirkung von Gewaltdarstellungen. Eine allgemeingültige Interpretation sämtlicher Untersuchungsergebnisse gibt es auch deshalb nicht, weil fast jeder Wissenschaftler seine Studien dergestalt auslegen kann, daß seine eigene Meinung untermauert wird. Zusätzlich sind sehr viele Studien schon von vornherein so angelegt, daß sie zwangsläufig eine bestimmte These unterstützen. Ich möchte in dieser Arbeit auf die wichtigsten Thesen zur Wirkung von Gewaltdarstellungen eingehen, aber auch den Gewaltbegriff an sich noch einmal genauer beschreiben. Weiterhin werde ich die gängigsten Forschungsmethoden vorstellen und einen kurzen Auszug aus den -in Hinsicht auf die "Wirkung-von-Gewaltdarstellungen-Diskussion" durchaus kontroversen- Meinungen der Experten aus den letzten 20 Jahren darstellen.
2 Differenzierung des Gewaltbegriffs
Im Zusammenhang mit der Diskussion um eventuelle Wirkungen oder Effekte multimedialer Gewaltdarstellungen werden die Begriffe "Aggression" und "Gewalt" meist unterschiedlich definiert oder sogar ohne jegliche Definition verwandt. Aus diesem Grunde sollen an dieser Stelle notwendige Differenzierungen erörtert werden.
Gerade der Begriff "Aggression" wird -mehr oder minder unbewußt- mit Gewalt und vor allem zerstörerischer Gewalt gleichgesetzt. Nach Jan-Uwe Rogge wird auf diese Weise "die produktive und konstruktive Kraft von Aggression abgewertet" (Rogge, 1999: S.142). Denn Aggression bedeute im ursprünglichen Sinn so etwas wie einen Beginn oder einen Zugang zu etwas oder jeman-
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2 dem (von lateinisch: a-gredi) ; deshalb sei ein Leben ohne Aggression unmöglich, wenn Werte wie Eigenständigkeit und Selbstbewußtsein umgesetzt werden sollen (vgl. Rogge, 1999: S.143).
Auch der Begriff "Gewalt" muß in seine Bedeutungsnuancen untergliedert werden.
Michael Kunczik unterscheidet zwischen direkter, personaler Gewalt und struktureller, indirekter Gewalt. Demnach handelt es sich bei struktureller Gewalt um die in ein soziales System "eingeflochtene" Gewalt, um eine Art "Ungerechtigkeit". Sie tritt, ohne daß sichtbar eine ausführende Person vorhanden ist und "ohne daß sich das Opfer der strukturellen Gewalt dieser 'Vergewaltigung' bewußt sein muß, in ungleichen Machtverhältnissen" (Kunczik, 1998: S.16) auf. Die Problematik struktureller Gewalt ist jedoch aufgrund der großen Probleme, die mit ihrer Operationalisierung verbunden sind, in der Debatte zur Wirkung von medialen Gewaltdarstellungen weitgehend unbeachtet g eblieben. (vgl. Kunczik, 1998: S.16 f.)
Unter personaler Gewalt wird demgegenüber die beabsichtigte körperliche und/oder psychische Schädigung eines Individuums, eines Lebwesens oder eines Gegenstandes durch eine andere Person verstanden. (vgl. Kunczik, 1998: S.15)
In speziellem Bezug auf die Mediengewalt führt Kunczik Hans Mathias Kepplinger und Stefan Dahlem an, welche zwischen "natürlicher" und "künstlicher" sowie zwischen "realer" und "fiktiver" Gewalt differenzieren.
Die Darstellung realer Gewalt beinhaltet dabei das Zeigen von Verhaltensweisen, die physische und psychische Schädigungen tatsächlich beabsichtigen oder bewirken (z.B. im Reality-TV). Bei
2 vgl. Rogge, 1999: S.143
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der Präsentation fiktiver Gewalt werden dagegen Verhaltensweisen gezeigt, welche eine physische oder psychische Schädigung nur vorgeben.
Unter natürlicher Gewalt versteht man die lebensechte Darstellung eines Gewaltaktes, wie z.B. im TV-Krimi. Von künstlicher Gewalt spricht man letztendlich im Zusammenhang mit "unechten" Gewaltdarstellungen, wie sie z.B. in Zeichentrickfilmen zu sehen sind.
Um die Auswirkungen medialer Gewaltdarstellungen auf Personen zu erforschen, wurde in den bisher durchgeführten Untersuchungen (diesen Gewaltdefinitionen nach) zumeist der Typus natürlicher, fiktiver Gewalt benutzt. (vgl. Kunczik, 1998: S.14)
3 Thesen zur Wirkung von Gewaltdarstellungen Die Frage, ob bzw. wie im Fernsehen dargestellte Aggression oder Gewalt wirkt oder nicht wirkt, hat eine Vielzahl von Thesen geboren. Die wichtigsten möchte ich an dieser Stelle kurz vorstellen:
• Die Katharsis-These (nach Aristoteles, Sigmund Freud und Seymour Feshbach): Ähnlich einem Blitzableiter fangen Gewaltdarstellungen die Aggressionen des Rezipienten auf und neutralisieren sie. Reale Gewalt wird dadurch reduziert. (vgl. Fischer/Niemann/Stodiek, 1996: S.254)
• Die Frustrations-Aggressions- bzw. Stimulationsthese (nach Leonhard Berkowitz): Gewaltdarstellungen im Fernsehen können nur dann Aggressionen beim Zuschauer auslösen, wenn dieser schon im Vorfeld durch irgendeine Frustration Ärger empfindet. Dieser Ärger wird dann vom Fernsehen in Aggression umgeleitet. (vgl. Groebel/Gleich, 1993: S.21 f.)
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• Die Inhibitionsthese (nach Seymour Feshbach): Aggressive Bilder im Fernsehen rufen ebenfalls aggressive Impulse beim Zuschauer hervor. Aufgrund der während der Erziehung erlernten Angst vor Bestrafung werden diese Impulse jedoch unterdrückt è die Folge ist eine geringere Gewaltbereitschaft. (vgl. Fischer/Niemann/Stodiek, 1996: S.254 f.)
• Die Habitualisierungsthese (nach Rowell Huesman und Leonhard Eron): Durch Gewöhnung und „Abstumpfung“ führen Gewaltdarstellungen, welche gehäuft und über einen längeren Zeitraum aufgenommen werden, zu einer tendenziell erhöhten Gewaltbereitschaft. (vgl. F ischer/Niemann/Stodiek, 1996: S.255)
• Der Imitationsansatz bzw. Soziales Lernen (nach Albert Bandura): Dadurch, daß im TV aggresssive Problemlösungsstrategien gegenüber nicht-aggressiven gehäuft dargestellt werden, entwickeln besonders „Vielseher“ entsprechende Wahrnehmungsmuster, da parallel dazu entsprechende Erlebnisse im realen Alltag oftmals fehlen. Diese Wahrnehmungsmuster werden dann in ähnlichen Alltagssituationen in (aggressives) Verhalten umgesetzt. (vgl. Groebel/Gleich, 1993: S.21)
• Die These der „Allgemeinen Erregung“ (nach Percy H. Tannenbaum und Dolf Zillmann): Durch Frustration bedingter Ärger geht einher mit physiologischer Erregung, welche in der Folgezeit gleichmäßig abgebaut wird. Durch aggressive Medieninhalte wird diese Erregung jedoch kontinuierlich aufrechterhalten è sie wird dann eventuell als Aggression interpretiert und in konkretes Verhalten umgesetzt. (vgl. Groebel/Gleich, 1993:S. 22)
• Die These der „Ängstlichen Weltbilder“ (nach George Gerbner und Jo Groebel): Das Übermaß an Gewaltdarstellungen im
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Fernsehen führt zur Stärkung eines Ängstlichen Weltbildes bei den Zuschauern. In der Folge überschätzen viele Menschen die wirklichen Gefahren des Alltags. (vgl. F ischer/Niemann/Stodiek, 1996: S.255)
• Die These der Wirkungslosigkeit (nach William McGuire): Mediengewalt zieht -wenige Ausnahmen ausgenommen- auf der individuellen Wirkungsebene keine wirkliche Gewalt nach sich. (vgl. Fischer/ Niemann/Stodiek, 1996: S.255)
Helga Theunert faßt das Dilemma der Gewaltwirkungsforschung mit der Aussage zusammen, daß gewalttätige Darstellungen in den Medien anscheinend in drei Richtungen wirken: „Einmal sollen (...) [sie] wirken, indem sie dem Zuschauer die Abreaktion seines aggressiven Triebpotentials ermöglichen (...); dann wieder sollen sie gegenteilig wirken, indem sie dem Zuschauer Lernmodelle für aggressives Verhalten anbieten und somit zu einer Steigerung realer Gewalttätigkeiten beitragen; und schließlich sollen sie gar nicht wirken, sondern b edeutungslos für Ausmaß und Ausprägung realer Gewalttätigkeit sein. Eins ist jeweils mit dem anderen unvereinbar“ (Theunert, 1996: S.33).
4 Methoden der Wirkungsforschung
Die in Kapitel 3 aufgezählten Thesen gründen auf unterschiedlichen Untersuchungen, welche sich verschiedenster Untersuchungsmethoden bedient haben. Einige dieser Methoden, die im Zusammenhang mit der "Gewalt-durch-die-Medien-Diskussion" zum Zuge kamen, möchte ich an dieser Stelle kurz vorstellen, auch wenn ich im weiteren Verlauf dieser Arbeit nicht mehr auf alle Varianten zu sprechen komme.
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4.1 Felduntersuchungen
Das Feldexperiment gehört aufgrund der folgenden Merkmale zu den erfolgversprechendsten Methoden: Da sie auf einen längeren Zeitraum ausgelegt sind, lassen sich bei Felduntersuchungen auch feine, langfristige Effekte feststellen und untersuchen. Außerdem werden die nach einem systematischen Zufallsprinzip ausgewählten Versuchspersonen in ihrer "natürlichen" Umgebung untersucht, wodurch das eventuelle Ergebnis weniger verfälscht wird. Ebenso kommt bei Feldstudien das ausgewählte Medienmaterial aus dem "normalen" Kontingent der Fernsehsender, d.h. es werden keine spezifischen im Voraus ausgesuchten Materialien angeboten. Wichtig ist vor allem, das gleiche Individuen oder Gruppen zu unterschiedlichen Zeitpunkten auf die gleichen Fragen und Parameter hin untersucht werden. (vgl. Kunczik, 1998: S.66) Nachteil dieser Methode ist, daß ungewollte Beeinflussungen nicht ausgeschlossen werden können.
4.2 Laborstudien
Laborstudien scheinen vor allem dafür geeignet zu sein, auffällige Kurzzeit-Wirkungen festzustellen. Dies wird unter anderem dadurch erreicht, daß z.B. das Medienangebot gezielt für die Studie angefertigt und die Kommunikation zwischen den Versuchspersonen weitgehend unterbunden wird. Außerdem werden so geartete Untersuchungen zumeist an untypischen Probanden (z.B. männliche Studenten oder Kindergartenkinder) durchgeführt. So ist es kein Wunder, daß Studien, die in der Abgeschlossenheit eines Laboratoriums durchgeführt werden, oftmals der Kritik unterliegen, zu "unnatürlich" zu sein. Deshalb ist es bei Laborstudien nicht möglich, Aufschlüsse über Effekte in einer normalen Umwelt zu erhalten. (vgl. Kunczik, 1998: S.66)
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4.3 Die Vielseherforschung
In der Vielseherforschung wird z.B. geprüft, ob ein übermäßiger Fernsehkonsum (mehr als 4 Stunden täglich) zu einem verzerrten bzw. vom Fernsehen geprägten Realitäts- oder Weltbild bei den Rezipienten führt. Es wird der Frage nachgegangen, ob man durch häufiges Ansehen von Krimis eine größere Angst vor dem nächtlichen Ausgehen entwickelt, weil man die reale Kriminali- 3 tätsrate viel zu hoch einschätzt . Aber auch diese Forschungsart
läßt keine allgemeingültigen Schlüsse zu, da die jeweilige Interpretation, ob die Furcht vom Fernsehen, vom sozialen Umfeld oder auch der Persönlichkeit des Rezipienten herrührt, gegensätzliche Ergebnisse zuläßt. (vgl. Kunczik, 1998: S.133 ff.)
4.4 Metaanalysen
Die Metaanalyse ist eine Methode, bei der die Ergebnisse verschiedener Untersuchungen, die unterschiedliche Aspekte des gleichen Forschungsgegenstandes betrachten, quantitativ z usammengetragen werden. In das entstehende Gesamtbild können vorhandene Erkenntnisse e ingearbeitet und so neue Theorien erstellt werden. Also ist die Metaanalyse eine Methode, um aus mehreren, bereits vorliegenden Informationen Schätzungen über Gemeinsamkeiten in Bezug auf mediale Effekte vorzunehmen. Der Schwachpunkt dieser Methode liegt in ihrer Abhängigkeit von der Qualität der vorangegangenen Untersuchungen. (vgl. Kunczik, 1998: S.146)
4.5 Inhaltsanalysen
Bei der Erfassung der Mediengewalt durch Inhaltsanalysen schwankt das Ausmaß der ermittelten Violenz erheblich, da es eine sehr große Anzahl verschiedener Begriffsbestimmungen von
3 siehe auch S.5 "These der ängstlichen Weltbilder"
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4 Gewalt gibt . Da ein direkter Schluß vom Inhalt einer Fernsehsendung auf deren Wirkung unzulässig ist, wird zur Erfassung von Medieninhalten meistens die funktionelle Inhaltsanalyse angewandt. Diese Form geht davon aus, daß die Wirkung und Auffassung von Fernsehsendungen von spezifischen Persönlichkeitsmerkmalen und von der Lebenserfahrung des Rezipienten abhängt. Ebenfalls wird beachtet, wie stark der Rezipient selbst die dargestellten Filmausschnitte als Gewalt empfindet.
4.6 Problemgruppenanalyse / Befragungen Diese Methode der Wirkungsforschung sucht aus der Allgemeinheit spezifische Personenkreise heraus, bei denen eine erhöhte Wirkung medialer Gewaltdarstellungen vermutet werden kann. Dies sind z.B. Kinder und Jugendliche, welche sich in diesbezüglicher psychiatrischer Behandlung befinden, oder auch Individuen, welche aufgrund gesteigerter Gewaltbereitschaft aktenkundig wurden. Aus diesem Grund werden einerseits bei Psychologen und Psychiatern, andererseits bei Richtern und Staatsanwälten gezielte Befragungen zu ihren Erfahrungen im Hinblick auf violente TV-Darstellungen und auftretende Aggressionen bei ihren Patienten/Klienten durchgeführt.(vgl. Kunczik, 1998: S.172 ff.) Diese Methode suggeriert allerdings von vornherein einen Zusammenhang von Gewaltszenen und Gewalthandlungen und kann deshalb ebenfalls nicht zu allgemeingültigen Ergebnissen führen.
4.7 Beispiele
Im folgenden habe ich einige Beispiele für die in den vorangegangenen Abschnitten angeführten Untersuchungsmethoden angeführt. Ich muß dazu anmerken, daß ich diese Auszüge aus den Ergebnissen aller drei Studien sehr stark zusammengefaßt und
4 siehe auch Kapitel 2 "Differenzierung des Gewaltbegriffes"
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5 auch nicht alle untersuchten Aspekte mitaufgelistet habe . Wei-
Arbeiten ausdrücklich darauf hinweisen, daß die Arbeiten zwar Material für die Gewalt-in-den-Medien-Debatte liefern, daß j edoch „die theoretische Auseinandersetzung mit der Gewalt- und Aggressionsproblematik nicht in diese Arbeit(en) miteinbezogen ist“ (Henningsen/Strohmeier, 1985: S.2).
4.7.1 Inhaltsanayse zum Gewaltprofil des deutschen Fernsehprogramms
Für die Landesanstalt für Rundfunk Nordrhein-Westfalen haben der Psychologieprofessor Jo Groebel und sein wissenschaftlicher Mitarbeiter Uli Gleich eine inhaltsanalytische Studie durchgeführt, die einen Überblick über die Quantität und die inhaltliche Struktur der im deutschen Fernsehen gezeigten Gewaltszenen vermitteln sollte. Zu diesem Zweck wurden 1991 während eines Zeitraums von acht Wochen "nach einer Zufallsstichprobe Programme jedes einzelnen Senders (RTL, SAT 1, Tele 5, PRO 7, ARD, ZDF) so ausgewählt, daß insgesamt eine vollständige Woche nach dem jeweiligen Programmschema repräsentiert war" (Groebel/Gleich, 1993: S.9). Anschließend wurde das gesammelte Material nach Qualität und Quantität der vorkommenden Gewalthandlungen analysiert. Dabei kam es zu folgenden Untersuchungsergebnissen:
• In 47,7% aller erfaßten Sendungen kamen gewalttätige oder bedrohliche Szenen vor. Dabei findet sich die überwie-
5 Da habe ich mich auf die Beschreibung derjenigen Erhebungen und Ergebnisse be- die meiner Meinung nach am besten auf die im Kapitel 6 aufgeführten Dis- hinführen.
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gende Zahl von Gewaltdarstellungen in fiktionalen Sendungen wie Spielfilmen oder Serien wieder, während Nachrichten und Dokumentationen einen Anteil von etwa 15% der gezeigten Gewaltszenen ausmachen (vgl. Abb.1 und Groebel/Gleich, 1993: S.123).
• Die Art der Konfliktsituation bei den gezeigten Gewaltakten verteilt sich auf 71% eindeutige Aggressor-Opfer-Situationen und 29% gleichberechtigte Konflikte. (vgl. Groebel/Gleich, 1993: S.126)
• Bei der Art der ausgeübten Gewalt nehmen Szenen, welche körperlichen Zwang und leichte Körperverletzung zeigen, mit 39% den größten Teil ein. Es folgen Szenen mit physischer Bedrohung (32%), Sachbeschädigung (23%), Mord (15%), Schlägerei (14%), schwerer Körperverletzung (11%) und massiver Beschimpfung (10%). (vgl. Groebel/Gleich, 1993: S.126)
• Die gewaltausübenden Personen sind in 92% der Fälle Erwachsene mittleren Alters, Szenen mit jugendlichen Aggressoren nehmen 4%, mit Kindern und älteren Leuten je 2% aller Gewaltszenen ein. (vgl. Groebel/Gleich, 1993: S.126)
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4.7.2 Befragung zu den Ausmaßen jugendlichen Gewaltvideokonsums
Dagmar Henningsen und Astrid Strohmeier kamen bei einer Befragung von 310 Jugendlichen (im Alter von 15-20 Jahren in Schulen und auch außerschulischen Einrichtungen) zum Thema Gewaltvideokonsum u.a. zu den folgenden Ergebnissen:
• 83,2% aller Befragten konsumieren öfters Videofilme; 74,4% geben dabei an, schon einmal einen „grausamen Horrorfilm“ gesehen zu haben. (vgl. Henningsen/Strohmeier, 1985: S.78)
• Extrem harte Gewaltvideos werden von der Mehrheit der Befragten abgelehnt; nur bei der Gruppe der „Vielseher“ (11% der Jugendlichen) bevorzugen über zwei Drittel diese Extremfilme. (vgl. Henningsen/Strohmeier, 1985: S.78)
• 60,8% der befragten Jugendlichen stimmen der Aussage zu, daß jemand, der ständig grausame Filme sieht, selbst grausam wird. (siehe Abb.2 und vgl. Henningsen/Strohmeier, 1985: S.77)
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• In der Gruppe der Vielseher gehören 15,1% den Selbständigen, 15,1% der oberen Mittelschicht, 27,3% der mittleren Mittelschicht, 6.1% der unteren Mittelschicht, 33,3% der oberen Unterschicht und 3% der unteren Unterschicht an. (vgl. Henningsen/Strohmeier, 1985: S.71)
4.7.3 Laborexperiment zur Wirkung von Gewaltdarstellungen auf das Verhalten von Kleinkindern
Albert Bandura führte mit 96 Kindern (Alter im Schnitt: 4,5 Jahre) ein Laborexperiment durch, mit dem er seine Konzeption des Modell-Lernens untermauern wollte. Dazu wurden die Kinder in fünf Gruppen eingeteilt, von denen die erste erwachsene Personen beobachtete, die einer Plastikpuppe körperlich und verbal aggressiv zusetzten. Die zweite Gruppe sah die gleiche Szene als Film, die dritte dasselbe modifiziert als Trickfilm. Die vierte Gruppe sah einen Film, in dem die Erwachsenen keinen aggressiven Handlungen nachgingen. Die letzte Gruppe schließlich erhielt gar keine Darbietung. A nschließend wurden alle Kinder durch die Wegnahme ihres momentanen Spielzeugs frustriert und in einen Raum gebracht, der neben anderen Gegenständen die gleiche Plastikpuppe enthielt, die während der Darbietung verwandt worden war. Hier wurde das jeweilige Verhalten der Kinder protokolliert.
Die Ergebnisse zeigten eindeutig, daß alle Kinder, denen ein sich aggressiv verhaltendes Modell präsentiert worden war, in der anschließenden Spielsituation deutlich mehr aggressive Verhaltensweisen insgesamt zeigten, als die Kinder, denen ein nichtaggressives Modell oder gar keins angeboten worden war. (vgl. Theunert, 1996: S.34 ff.)
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4.7.4 Metaanalyse zur Auswirkung von Gewalt in Fernsehen und Video
Die Psychologin Johanne Margrethe Ammitzboell fertigte eine Metaanalyse an, in welcher gesammelte empirische Untersuchungen über die Auswirkungen von Gewalt und Video in den Jahren 1982-1984 Berücksichtigung fanden. Aus der Vielzahl der Ergebnisberichte stammten 32,9% von Laboruntersuchungen, 28,6% von Befragungen, 28,5% von Feldstudien bzw. Feldexperimenten und 10% von Inhaltsanalysen. Dabei waren u.a. folgende Aspekte zu erkennen:
• Mehr als die Hälfte aller Untersuchungen sind so konzipiert, daß ausschließlich temporäre Auswirkungen ermittelt werden. (vgl. Ammitzboell, 1987: S.147)
• In 65,5% der Studien wird als Stimulusmaterial das reguläre Fernsehprogramm benutzt. Dadurch wird dem Vorwurf weitgehend Rechnung getragen, daß das „übliche“ Stimulusmaterial nicht der Wirklichkeit entspreche. (vgl. Ammitzboell, 1987: S.148)
• Bei allen verwendeten Methoden wird ein positiver oder kein Zusammenhang zwischen Fernsehen und Aggression gefunden. Daher läßt sich ausschließen, daß das Ergebnis von der Untersuchungsmethode abhängig ist. (vgl. Ammitzboell, 1987: S.148)
• Ein großer Teil der Studien zeigt einen zumindest kurzfristigen Aggressions-Effekt auf, welcher jedoch in Bezug auf Relevanz von g ering bis unbedeutend eingestuft wird. Demnach gibt es keinen eindeutigen Zusammenhang von Fernsehgewalt-Rezeption und gewalttätigem Folgeverhalten. (vgl. Ammitzboell, 1987: S.148)
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5 Führen Gewaltdarstellungen zwangsläufig zu Gewaltakten von Kindern und Jugendlichen?
Zu dieser Frage gibt es in der breiten Bevölkerung, aber auch unter Wissenschaftlern, welche sich mit dieser Problematik näher befassen, unterschiedliche Ansichten. Ich konnte innerhalb meines Pools von Informationen zwei „Pole“ erkennen und möchte diese im weiteren Verlauf mit ihren jeweiligen Vertretern darlegen.
5.1 Pro
Daß nach Ansicht vieler Politiker in dieser Problematik ein starker Zusammenhang zwischen Gewaltdarstellungen im Fernsehen und den Gewaltproblemen mit Jugendlichen zu bestehen scheint, zeigt u.a. ein Artikel aus der „Hannoverschen Allgemeinen Zei- 6 vom14.03.2000, dessen Inhalt zufolge der Gesetzgeber tung“
die TV-Sender dazu verpflichtete, Filme mit Sex- und Gewaltdarstellungen mit einem Warnhinweis auf Jugendgefährdung anzukündigen. Schon 1995 hieß es in einem Artikel der Zeitschrift 7 „Deutscher Bundestag“ , „es gelte heute als sicher, daß sich der häufige Konsum von Gewaltdarstellungen negativ auf (...) die sozialen Verhaltensweisen von Kindern und Jugendlichen auswirke. Es stelle sich eine Gewöhnung an das Phänomen Gewalt ein, ‚die darüber hinaus als erfolgreiches Mittel zur Konfliktbewältigung erfahren wird’. (...) Insofern bestehe im Hinblick auf dieses Thema ‚genereller Handlungsbedarf’ “ (a.a.O. 1995).
6 siehe Quellenverzeichnis
7 „Deutscher Bundestag“, Heft 10/1995
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Von den (Fach-)Autoren, deren Arbeiten ich im Zuge dieser Hausarbeit gelesen habe, vertritt Werner Glogauer ebenfalls die Ansicht, daß vom Inhalt eines Mediums -insbesondere des Fernsehens- direkt auf die Wirkung geschlossen werden kann. Dies 8 belegen, deren Inhalt läßt sich sehr gut an zwei seiner Bücher zu einem sehr großen Teil aus einer Aufzählung von vereinzelten jugendlichen Nachahmungs-Gewalttaten als Folge des Konsums diverser Medien besteht (vgl. dazu Glogauer, 1994: S.100-148). Dabei weist Glogauer auch Hörspielkassetten, Cartoons, Computerspiele, Phantasie-Rollenspiele und Heavy Metal - Musik als Vorlagen für Gewalttaten aus. Sein Hauptaugenmerk liegt jedoch auf der Wirkung des Fernsehens. Hierzu führt er u.a. folgende Beispiele an:
• parallel zum Anstieg der „Verbreitung von Mediengewalt nehmen die gewalttätigen Handlungen von Kindern und Jugendlichen in Schulen und in der Öffentlichkeit zu“ (Glogauer, 1998: S.170).
• eine Sonderschullehrerin berichtet von einer wachsenden Brutalität bei den Auseinandersetzungen ihrer Schüler, während sie im gleichen Atemzug feststellt, daß der Fernsehkonsum dieser Schüler überdurchschnittlich hoch ist. (vgl. Glogauer, 1998: S.171)
Auf der Grundlage seiner Experimente, welche mit Kindern durchgeführt wurden und die auf der Konzeption des Modell-Lernens beruhten (siehe Kapitel 4.7.4), ist Albert Bandura genauso wie Glogauer der Überzeugung, daß aggressives Verhalten durch Beobachtung in den Alltag übernommen wird. „Durch die Beobachtung von aggressivem Verhalten bei anderen lernen Menschen dieses Verhalten, und bei späterer Gelegenheit kann
8 Titel siehe Quellenverzeichnis
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das Beispiel dann als Richtlinie für eigenes Verhalten dienen“ (Bandura in: Theunert, 1996: S.35).
Auch Bernhard Rathmayr spricht davon, daß durch Mediengewalt zwar keine direkte Gewalt, aber zumindest ein Abstumpfungseffekt bei den Zuschauern hervorgerufen wird: Moderne Publikumsmedien „sind nicht nur drauf und dran, die Wirklichkeitserfahrungen der Menschen durch ihre Ersatzwirklichkeiten zu verdrängen, sondern diese Ersatzwirklichkeiten gleichzeitig so zu veralltäglichen, daß sie als längst Bekanntes, Gewohntes, eben Alltägliches erscheinen, selbst wenn es sich um die spektakulärsten Schreckensbilder handelt“ (Rathmayr, 1996: S.156).
5.2 Kontra
Einem direkten Zusammenhang von Fernsehgewalt und Jugendgewalt widersprechen andere Autoren vehement.
Überhaupt scheint unter dem Großteil der Pädagogen, Psychologen, Soziologen und Medienwissenschaftlern das Einverständnis zu herrschen, daß ein allgemeiner und direkter Zusammenhang von Gewaltdarstellungen und Gewalthandlungen nicht nachzuweisen ist. Allerdings existiert auf der anderen Seite ebenfalls darin Übereinstimmung, daß es keine wirkungslosen Medien gibt.
Direkt auf Werner Glogauer eingehend sagt Michael Kunczik, daß „die von diesem Autor vertretene Position, direkt vom Inhalt auf vermutete Wirkung zu schließen, (...) aus der Mottenkiste der Wirkungsforschung [stammt], (...) eindeutig falsch und in Laienkreisen offensichtlich unausrottbar [ist]“ (Kunczik in Kofler/Graf, 1995: S.30). Kunczik ist vielmehr der Meinung, daß Fernsehgewalt eine direkte negative Wirkung nur bei bestimmte Individuen und Problemgruppen erziele, aber auch hier nur im Zusammen-
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wirken mit anderen zusätzlichen Problemen wie z.B. niedrigem Selbstbewußtsein, sozialer Isolation u.s.w. (vgl. Kunczik in Kofler/Graf, 1995: S.47)
Auch Jan-Uwe Rogge merkt in diesem Kontext an, daß alle exis- 9 daraufüberprüft werden müßten, tierenden Wirkungstheorien
inwieweit sie die soziale Umgebung, die Altersstufe und die jeweils akute Mediennutzungssituation der Rezipienten mitberücksichtigen. Erst danach könne man die jeweilige Theorie in Bezug auf ihre Brauchbarkeit beurteilen. (vgl. Rogge in Kofler/Graf, 1995: S.56 f.) “Einflüsse medialer Gewalt ergeben sich niemals automatisch. Zentral für eine Folgeabschätzung medialer G ewaltdarstellung sind jene Erfahrungen, die Kinder mit erzieherischer Gewalt und Zurichtung im Elternhaus m achen“(Rogge, 1999: S.147). Als Beispiele führt er Aussagen von Kindern an, die offensichtlich „harmlose“ Fernsehsendungen wie „Lindenstraße“, „Tagesschau“ und Tiersendungen aufgrund der Darstellung von z.B. Familienstreit oder Walsterben als „brutal“ und a ls furchteinflößend empfinden. (vgl. Rogge, 1999: S.144 f.) Allerdings tauche Streit unter Eltern (Beispiel “Lindenstraße”) in den meisten Studien nicht „als Kriterium für Gewalt auf. Als Gewalt und Aggression wird jene Symbolik bedeutsam, die der Rezipient aufgrund seiner biographischen wie aktuell geprägten Sozialisationsbedingungen als Gewalt wahrnimmt.“ (Rogge in Kofler/Graf, 1995: S.56).
Helga Theunert schließlich ist ebenfalls davon überzeugt, daß sich mit den Ergebnissen der Mediengewaltforschung k eine zwangsläufige Gewaltbereitschaft unter Kindern erkennen läßt. Dabei bezieht sie sich vorzugsweise auf die schon erwähnten Lernexperimente Banduras, welche sie in folgenden Punkten kri-
9 siehe
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tisiert: Erstens seien Banduras Befunde nicht auf die alltägliche Fernsehrezeption von Kindern übertragbar, da sie in einer künstlich geschaffenen und realitätsfernen Umgebung gewonnen wurden. Zweitens seien Befunde, die in Experimenten mit Kleinkindern gewonnen würden, nicht auf andere Altersgruppen übertragbar, und drittens hätten die Befunde keine Aussagekraft über das Verhalten der Kinder in der Realität, da z.B. „die Bobo-Puppe ein denkbar ungeeignetes Äquivalent für reale Gewalttätigkeit“ (Theunert, 1996: S.40) darstelle. Zusammengefaßt sagt Theunert, daß die bei Bandura angeführten Argumente „kaum geeignet [seien], die Stimulationswirkung medialer Gewaltdarstellungen zu belegen“ Theunert, 1996: S.40).
6 Fazit
Die Inhalte der vorangegangenen Kapitel machen meiner Meinung nach deutlich, daß es nicht möglich ist, ein einheitliches Ergebnis aus den bisherigen Forschungen zur Wirkung medialer Gewaltdarstellungen zu formulieren. Vielmehr wird klar, daß die Ursachen für die statistisch gestiegene Gewalt unter Kindern und Jugendlichen wesentlich komplexer als gedacht sind und daß es zu einfach wäre, die „Schuld“ nur dem Fernsehen in die Schuhe zu schieben. Klaus Hurrelmann und Christian Palentien zählen weitere Gründe und Ursachen für Gewalt auf:
• Spannungen und Konflikte zwischen den Eltern (Scheidung, Trennung, wechselnde Partnerbeziehungen)
• Wirtschaftliche Krisensituationen der Eltern (Arbeitslosigkeit)
• Soziale Isolation der Familie (in Verwandtschaft und Nachbarschaft)
• Schlechte Wohnbedingungen
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• Ein gesellschaftliches Umfeld mit vielen aggressiven Handlungen und Gewaltverbrechen
• Mißhandlungserfahrungen durch die Eltern (vgl. Hurrelmann/Palentien in Kofler/Graf, 1995: S. 149 f.)
All diese Faktoren stellen Situationen dar, die bei vielen Kindern und Jugendlichen Streß auslösen und bei einem Großteil von ihnen zu Überforderung führen. Dazu gesellt sich in vielen Fällen ein mangelhafter bzw. fahrlässiger Umgang der Eltern mit dem Medium Fernsehen (z.B. werden Kinder mit Horrorvideos allein vor den Fernseher gesetzt o.ä.).
Aber auch in der Schule leiden viele Jugendliche unter einem Leistungsdruck, der in den meisten Fällen nicht zu bewältigen ist. Treten dann Versagens- oder Mißerfolgserlebnisse ein, reagieren manche Kinder „mit nach außen gerichteter, konflikthaft angelegter Aggressivität und Gewalt“ (Hurrelmann/Palentien in Kofler/Graf, 1995: S.152).
Als Fazit kann man sagen, daß es mittlerweile als erwiesen gilt, daß das Fernsehen allein sicherlich nicht die Ursache für Gewalt und Aggressionen unter Kindern und Jugendlichen sein kann. Allerdings können Gewaltdarstellungen bei verschiedenen Individuen unterschiedliche „Auswirkungen“ haben und die Darstellung aggressiver Inhalte trägt auch sicherlich nicht zum Abbau von Streßsituationen bei.
So gesehen bestünde meiner Meinung nach die einzige Möglichkeit, der imaginären „Gefahr Fernsehen“ zu begegnen, in einer Medienerziehung, die sowohl im Elternhaus als auch in der Schule stattfinden müßte. Angesichts der Tatsache, daß das Fernsehen schwerlich verboten werden kann, sollte den Kindern beigebracht werden, differenzierend und kritisch mit dargebotenen
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Fernsehsendungen umzugehen. Ben Bachmair sagt in diesem Sinne, daß es „entscheidend wichtig ist, daß Kinder die Chance bekommen, das Leitmedium der modernen Medien- und Warenwelt für sich nutzbar zu machen, indem sie sich das herausholen, was sie in ihrem Alltagsleben brauchen“ (Bachmair, 1993: S.121).
Direkte Hilfe durch die Eltern und unterstützende Arbeit in der Schule wäre bei diesem Vorhaben jedoch unerläßlich.
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7 Quellenverzeichnis
Ammitzboell, Johanne „Macht Fernsehen aggressiv ?“
Margrethe
Bachmair, Ben „TV - Kids“ Otto Maier Verlag, Ravensburg 1993 Fischer, Heinz-Dietrich/ „100 Jahre Medien-Gewalt-Diskussion in Deutschland“
Glogauer, Werner Glogauer, Werner „Die neuen Medien verändern die Kindheit“ 4. aktualisierte und erweiterte Auflage, Deutscher Stu- Verlag, Weinheim 1998 Groebel, Jo/ Gleich, Uli „Gewaltprofil des deutschen Fernsehprogramms“ Leske und Budrich Verlag, Opladen 1993 Henningsen, Dagmar/ „Gewaltdarstellungen auf Video-Cassetten“
Stohmeier, Astrid
Studienverlag Dr. N. Brockmeyer, Bochum 1985 Hurrelmann. Klaus/ „Gewalt in Familie, Schule und Freizeit - Ursachen,
Palentien, Christian Hintergründe und Motive“
In: Kofler, Georg/ Graf, Gerhard (Hrsg.) „Sündenbock
Fernsehen ?“; VISTAS Verlag, Berlin 1995
Kunczik, Michael Kunczik, Michael „Gewalt und Medien“
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Moritz, Peter „Fernsehkonsum und Fernsehideologie“
York Paris 1989
n.n. n.n. „TV-Sender warnen vor Sex und Gewalt“
14. März 2000 Rathmeyer, Bernhard "Die Rückkehr der Gewalt" Quelle & Meyer Verlag, Wiesbaden 1996
Rogge, Jan-Uwe Rogge, Jan-Uwe „Kinder können Fernsehen“ Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Reinbek 1999 Theunert, Helga „Gewalt in den Medien - Gewalt in der Realität“
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Inhalt:
1 EINLEITUNG 1
2 DIFFERENZIERUNG DES GEWALTBEGRIFFS 2
3 THESEN ZUR WIRKUNG VON GEWALT-
DARSTELLUNGEN 4
4 METHODEN DER WIRKUNGSFORSCHUNG 6
4.1 Felduntersuchungen 7
4.2 Laborstudien 7
4.3 Die Vielseherforschung 8
4.4 Metaanalysen 8
4.5 Inhaltsanalysen 8
4.6 Problemgruppenanalyse / Befragungen 9
4.7 Beispiele 9
4.7.1 Inhaltsanayse zum Gewaltprofil des deutschen
Fernsehprogramms 10
4.7.2 Befragung zu den Ausmaßen jugendlichen
Gewaltvideokonsums 13
Laborexperiment zur Wirkung von Gewaltdarstellungen
4.7.3
auf das Verhalten von Kleinkindern 14
4.7.4 Metaanalyse zur Auswirkung von Gewalt in Fernsehen
und Video 15
5 FÜHREN GEWALTDARSTELLUNGEN ZWANGSLÄUFIG ZU
GEWALTAKTEN VON KINDERN UND JUGENDLICHEN? 16
5.1 Pro 16
5.2 Kontra 18
6 FAZIT 20
7 QUELLENVERZEICHNIS 23
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Andreas Schöneborn, 2000, Die Diskussion über die Wirkung von Gewaltdarstellungen im Fernsehen, München, GRIN Verlag GmbH
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LeBeatnut
Nicht übel ;)).
Deine Hausarbeit ist echt ne runde Sache; gefällt mir gut.
Hab morgen mündliche Prüfung - habe heute erst das Thema bekommen - und konnte aus deiner Ausarbeitung ne Menge nützliche Dinge gebrauchen.
Hatte schon fast ne Stunde im Net vergeblich Ausschau gehalten und mich schon geärgert, wieso ich nicht einfach in die Bibliothek gegangen bin und mirn ordentliches Buch zum Thema gesucht habe. Na ja........dann kam deine Arbeit...........
Gut das es solche im Net gibt!!
Thx Beat
am Tuesday, July 10, 2001-