Der Spieler Der Vagabund
- Risiko, Intuition, Vorsorgemaßnahmen
- wird eher "gestoßen" als "gezogen" - Es gibt nur Spielzüge. Nichts ist völlig kontrollierbar, aber auch nichts unab- macht unvorhersagbare Bewegungen, da er völlige Bewegungsfreiheit hat. änderlich.
- ist eigensinnig. - Zeit ist ein Ablauf einzelner Spiele.
- ist die Verkörperung des Chaos aus der Sicht der Moderne. - denn ein Spiel ist eine abgeschlossene Sache.
- hat kein festes Ziel, nur vage Hoffnungen, immer etwas besseres zu finden. - Es beginnt bewußt von Anfang an und soll keine Folgen haben.
- kommt an Orte, ist aber niemals dazugehörig, da er immer der Fremde - Spiel ist wie Krieg, nur soll es nicht verletzen. bleibt. - Das Spiel der postmodernen Erwachsenen wird so rückhaltlos akzeptiert
- Die Knappheit an besiedelten Orten macht ihn zum Vagabunden. wie Kinder dies tun.
- Früher waren die meisten Leute seßhaft, nur wenige waren Vagabunden.
- Die Postmoderne kehrt dieses Verhältnis um.
- im Gegensatz zu den anderen 3 Typen hat dieser wohl kaum die Wahl des Lebensstils: Der Vagabund als Opfer seiner Umwelt. III. Anmerkungen aus dem Seminarverlauf
- Es ist zu beachten, daß der Pilger, der Tourist, etc. Idealtypen sind, die keinem realen Menschen entsprechen. Wie auch Baumann sagt, gibt es Der Tourist diese Typen nicht einzeln, sondern nur in anteilsmäßig ungleichen Vermischungen!
- wird eher "gezogen" als "gestoßen" - Die Vermutung liegt nahe, daß der Pilger-Typus noch in den 4 postmoder-
- bewegt sich absichtlich, "um-zu" und "infolge-von" . nen Typen enthalten ist, so daß man solange z.B. Tourist bleibt, bis man
- ist ein bewußter, systematischer Sammler möglichst neuer und unterschiedschließlich doch zum Pilger wird. licher Erfahrungen. - Leider äußert sich Baumann nicht darüber, wie er ausgerechnet auf diese
- bewohnt eine gestaltete, domestizierte, freundliche Welt, die dazu da ist, und nur auf 4 Idealtypen kommt. um sich zu amüsieren. - Und leider fehlt auch eine Kategorie der Ungleichheit, denn es wird nicht
- strukturiert seine Welt nach ästhetischen Kriterien. klar, was an den Merkmalen der Typen freiwillige Wahl und was gesellschaft-
- sucht den Nervenkitzel des Fremden/Bizarren, aber immer mit dem Wissen licher Zwang ist. um die Rückzugsmöglichkeit.
- Dieser Zufluchtsort ist der feste Punkt in seinem Leben: die Heimat, das Zuhause.
- Aber die Grenze zwischen Zuhause-Sein und Touristenbesuch verschwimmt.
- Heimweh ist der Traum des Touristen, Zugehörigkeit zu einem Ort bekunden zu können.
- hat das Problem, zwischen Heimweh und Heimatgebundenheit hin- und hergerissen zu sein.
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Arbeit zitieren:
Carsten Böhmert, 2001, Zygmunt Baumann - Flaneure, Spieler, Touristen - Eine Übersicht über die Typen, München, GRIN Verlag GmbH
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