2. Zellkolonien
Beispiele für Zellkolonien
z.B. Gonium 100µm -16 Zellen in einer Ebene, verbunden durch Plasma -jede Zelle ernährt sich allein, Zellen sind selbständig -Fortbewegung nur zusammen z.B. Pandorina -16Zellen in Kugel, gemeinsame Gallerte -alle Zellen gleichwertig, jede Zelle teilt sich z.B. Eudorina -32 Zellen im Verband, können sich selbständig ernähren -alle zellen sind teilungsfähig -vorderes und hinteres Ende ist zu erkennen z.B. Volvox -etwa 20000 Einzelzellen, dazwischen Plasmastränge -Kugelalge
-einzelne Zellen bilden Tochterkugeln verlassen Mutterkugel -höchste Form der Organisation in Zellkolonien -erste Form der Arbeitsteilung
-spezielle Zellen dienen: der ungeschlechtlichen Fortpflanzung, der Bewegung, der Ernährung -„Mit Volvox tritt der Tod ins Leben!“ um so differenzierter die Zellen sind, um so wahrscheinlicher ist das Absterben von Zellen
Einzeller sind potentiell unsterblich: Keine Zelle stirbt! (entweder Quer- oder Längsteilung)
Zellkolonien: -Zusammenlagerung von arttypischen Zellen -häufig durch Gallerthülle miteinander verbunden -bei einfachsten Kolonien ist jede Zelle für sich selbständig lebensfähig
-Bildung der Kolonie gewährt lediglich einen gewissen Schutz für die Einzelzelle
-bei hochorganisierten Zellkolonien (Volvox) sind die einzelnen Zellen für bestimmte Aufgaben spezialisiert -Zellkolonien sind damit Zwischenglieder zwischen Ein- und Vielzellern.
3. Differenzierung von Zellen
3.1.Differenzierung pflanzlicher Zellen
Pflanzen haben...
a) Grundgewebe und Speichergewebe
b) Leitgewebe: -Siebröhren (lebende Zellen, dienen dem Transport von organischen Stoffen) -Gefäße (tote Zellen mit verholzten Zellwänden mit großem Volumen, ermöglichen den Wassertransport , auch Tracheen genannt)
c) Festigungsgewebe (Leitbündel von Festigungsgewebe umgeben feste Sprossachse)
d) Abschlussgewebe/Epidermis
e) undifferenziertes Bildungsgewebe: -für uneingeschränktes Wachstum -bildet differenzierte Zellen
f) Fortpflanzungszellen
ungeschlechtliche Fortpflanzung
- erfolgt bei pflanzlichen Einzellern meist durch Teilung -bei mehrzelligen Pflanzen wie Pilzen und Algen
• Pilze und Algen bilden durch Mitose Mitosporren
Diese können von allein ein neues Lebewesen erzeugen (keine Geschlechtszellen)
• Wasserlebende niedere Pflanzen haben Geißeln zur Sporenverbreitung -Blütenpflanzen: Brutknospen fallen ab und bilden neue Pflanzen (z.B. Scharbockskraut) -Auch unter- und Oberirdische Ausläufer
-Andere bilden Wurzelknollen oder sprossknollen -alle Nachkommen der ungeschlechtlichen Fortpflanzung sind untereinander erbgleich
bilden einen Klon
geschlechtliche Fortpflanzung -Bildung von Gameten (Keimzellen), diese vereinigen sich zur Zygote -Algen: Isogameten(männliche und weibliche Zellen nicht zu unterscheiden) -Differenzierung:
-Spermazelle ist beweglich und klein
mit Pollen
3.2.Differenzierung tierischer Zellen
tierische Einzeller: z.B. Amöbe, Pantoffeltierchen und Glockentierchen
Arbeitsteilung und Beginnende Differenzierung beim Schwamm und Süßwasserpolypen
Süßwasserpolyp: -weitgehende Differenzierung der Zellen und größere Anzahl unterschiedlicher Zellformen (im Gegensatz zum Schwamm)
-hat 3 Körperwandschichten: -Entoderm (innere Schicht), ist gegliedert in Drüsenzellen (scheiden Verdauungsäfte in Körperhohlraum aus) und Fresszellen (nehmen die vorverdaute Nahrung durch Phagozytose auf und verdauen sie zu Ende) -mittlere Schicht, besteht aus gallertartigen Stützschicht und Nervenzellen, bildet das Nervennetz des Gesamten Körpers -Ektoderm (äußere Schicht), ist gegliedert in Hautmuskelzellen (Bewegung und Gestaltveränderung), Nesselzellen (enthalten Gift zum Beutefang), Sinneszellen
( Reizaufnahme), besondere Zellen (Bildung von Keimzellen) Durch Teilung von Ektoderm- und Entodermzellen kann sich knospe bilden aus der sich ein
Tochtertier entwickelt.
Bildung von Geweben und Organen Gewebe: = Zellverband in dem gleichartige Zellen von bau und Funktion
1. Stabile Gewebe: -z.B. Lebergewebe, Muskelgewebe, Drüsengewebe
2. labile Gewebe: -z.B. Deckgewebe, Schleimhaut , Epidermis, Knochenmark -hier werden ständig neue Zellen gebildet um die abgestorbenen zu ersetzen
3. permanente Gewebe: -z.B. Nervengewebe
Muskelgewebe: - oft langgestreckte, spindelförmige Zellen
- bestimmte Eiweiße führen zum kontrahieren des Muskels
- Zellen haben besonders viele Mitochondrien, weil viel Energie benötigt wird Drüsengewebe: -Zellen haben besonders viele Dictyosomen ausgebildet, weil ständig Stoffe produziert und „verpackt“ werden Nervengewebe: -zur Übertragung der elektrischen Impulse Abschlussgewebe: =gesamte Außenhaut und Schleimhaut
Weitere Gewebe: Blut, Knochengewebe, Knorpelgewebe, Fettgewebe
Arbeit zitieren:
Corinna Brusch, 2001, Vom Einzeller zum Vielzeller, München, GRIN Verlag GmbH
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Alternative Konfliktbewältigung im Klassenzimmer – Spagat zwischen Uto...
Pädagogik - Pädagogische Psychologie
Hausarbeit, 33 Seiten
Biologie - Cytologie: neuer Titel erschienen: Vom Einzeller zum Vielzeller
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Erlebnis Biologie 2. Arbeitsheft. Einzeller
7.-10. Schuljahr
Monika Böger, Annegret Dorn, Claus Georg Krieger, Birgit Niemann, Eckhard Pohl, Michael Walroy
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