Der Logos ist ebenfalls griechischen Ursprungs (geführt von Heraklit) und zentraler Begriff der griechischen Philosophie, dr eine Rede bzw. Sprache bezeichnet, die den Anspruch auf Nachprüfbarkeit einlöst (>Dialektik), so u.a. bei Platon, Aristoteles (den vielleicht universellsten altgriechischen Philosophen), der unter Logos auch die Definition des Wesens einer Sache versteht. Der Logos bezeichnet darüber hinaus das ordnende Prinzip des Kosmos bzw. die Weltvernunft, wobei der göttliche Logos d. Makrokosmischen („Universum“), den menschl. Logos (die Fähigkeit zur „Vernunft“ und zum Denken“ d. Mikrokosmos bestimmt.
Im Logos wird der Zusammenhang zwischen d. Prinzip des Seins, des Denkens und der Sprache („versucht“) dargestellt. Der L. ist aber auch eine Bezeichnung für die Lehre der Logik.
Bsp.: -in der christlichen Theologie das dadurch gewordene praexistente Wort Gottes, das in Jesus Christus >Fleisch< (der Mensch) geworden ist.
In der heutigen Gesellschaft ist das Vorhaben einer isolierten Betrachtung der Korruption in der Welt d. Sachlichkeit scheitert, denn während der Mensch in der Welt d. räumlichen Denkens Zentren entgegen strebt, hat im sachlichen Denken alles seine 2 Seiten. > So wie das Licht mit dem Dunkeln in Verbindung steht, d. Gute mit dem Schlechten, so steht allesd. 1. kosmische Prinzip folgend - zu einem verknüpften Verhältnis d. Gegensätzlichkeit zueinander. Das Finden des Gegensatzes zur Korruption in der Gegenwart ist nicht möglich, denn Korruption selbst gilt als nicht zu erklären (>siehe M. Overbeck). Damit bleibt d. Eingang in d. Welt d. Erklärbaren und der Sicht auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von sachlichen und räumlicher Bedeutung verborgen. Das ist ein Hindernis auf d. Weg zum Ziel, denn was das Denken zwischen Suchen und Finden nicht als vollständige Einheit spiegeln kann, das kann der Geist deshalb nicht verstehen, weil Finden wissendes Suchen voraussetzt!
Der Zusammenhang zwischen Mythos und Logos
Es erfolgt ein Übergang vom Mythos zum Logos (auch siehe „Übergang“ v.d. spekulativen Metaphysik zum Neukantianismus). Zwar existieren beide Formen in jeder Zeitepoche, aber dieser Übergang markiert die Entstehung der Philosophie. Der Logos ist die geordnete bzw. begründete Redeweise im Gegensatz zum Mythos (Erzählung). Da der Mythos (z.B. personifizierte Götter) durch den Logos (auch) eine Entpersonifizierung d. Weltgrundes darstellt. Es werden abstrakte, begriffliche Tätigkeiten (Logos) und d. Produkte diesen Tätigkeiten d. mythis. Denkens gegenübergestellt.
Arbeit zitieren:
Stefan Sucha, 2001, Mythos und Logos, München, GRIN Verlag GmbH
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Zu: Paul Gerhardts "O Haupt voll Blut und Wunden"
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