am 28. Juli 1914 hier in Bad Ischl Serbien den Krieg.
Zur selben Zeit mobilisierte Russland das Heer, da sie ja auf der Seite Serbiens waren. Damit wurde der Dreibund und die Tripel-Entente wirksam: Eine Kriegserklärung folgte der anderen, und vier Wochen später befanden sich die beiden Mächte mitten in einem mörderischen und katastrophalen WELTKRIEG. Beide Kriegsparteien hatten mit einem raschem Gewinn des Krieges gerechnet. In Wirklichkeit jedoch hockten die Soldaten erschöpft, verwundet und oft bereits tot in den Schützengräben, die Front bewegte sich kaum von der Stelle. Von der Stelle. Fast vier Jahre lang versuchten beide Seiten kleine Gebiete zu erobern. Unzählige Menschen wurden dabei getötet und massenweise Material verbraucht. Um kleinere Städte wurde monatelang gekämpft. Der Stellungskrieg steigerte sich zur Materialschlacht. Der Erste Weltkrieg war der erste Krieg, in dem Massenvernichtungsmittel wie Panzer, Artillerie, Maschinengewehre, Kampfflugzeuge und auch biologische Waffen wie Giftgas eingesetzt wurden. Italien war vorerst neutral, das heißt, es gibt den Verbündeten, in diesem Fall den Mittelmächten, Waffen, aber nicht die dazugehörigen Soldaten. Deshalb versuchten Frankreich, England und Russland Italien auf ihre Seite zu ziehen. Sie versprachen Italien Südtirol und sonstige für die Italiener interessante Gebiete Österreichs. So kam es das im Mai 1915 Italien den Dreibundvertrag brach und Österreich angriff. Österreich jedoch, alle Truppen an der Front im Krieg gegen Russland, Frankreich und England hatte nicht mit diesem Entschluss Italiens gerechnet und hatte deshalb keine Truppen in Südtirol stationiert. Doch die Monarchie gab die Hoffnung auf den Sieg nicht auf und so entstand binnen weniger Tage ein Heer in Südtirol ausgerüstet mit Waffen vom Staat und sogar die alten Flinten der Jäger wurden zur Verteidigung benutzt. Der Krieg in den Alpen war hart und forderte anfangs viele Opfer und als der Winter hereinbrach noch mehr.
Trotz einiger Erfolge der Mittelmächte machte sich die zahlenmäßig Überlegenheit und die bessere Ausrüstung der Entente-Mächte bald bemerkbar. Daran änderte sich auch nichts, als Russland 1917 mit den Mittelmächten Frieden schloss und aus dem Krieg austrat.
Natürlich redete auch die USA ein Wörtchen mit, welche Waffen an England lieferten. Deshalb griff die deutsche Kriegsflotte mit U-Booten und sonstigen Kriegsschiffen amerikanische Handelsschiffe an welches der Grund für den Kriegseintritt der USA 1917 auf der Seite der Entente-Staaten war. Nicht nur die aussichtslose Lage der Truppen an der Front, sondern auch die Lage der Bevölkerung innerhalb der Monarchie, die sich mit Hungersnöten und Fetzen als Gewand durchs Leben schlugen, bestimmten das Ende des Krieges. Es wurden hauptsächlich Rüstungsgüter hergestellt. Deshalb gab es zu wenig Kleidung und Schuhe, kaum Kohle zum heizen. Die Menschen wurden mit der Staatsführung immer unzufriedener und verlangten die sofortige Beendigung des Krieges. Im Januar 1918 streikten in vielen Betriebe Österreich-Ungarns und
Deutschlands bereits die Arbeiter.
Im November 1918 waren Deutschland und Österreich wirtschaftlich am Ende. Der Kaiser und die Armeeführung hatten eingesehen, dass die Fortführung des Krieges aussichtslos war: Am 3 November 1918 kapitulierte die Österreichungarische Armee. Das Deutsche Reich kapitulierte eine Woche später. Bereits während des ersten Weltkrieges hatten sich verschiedene Gruppen und Personen um Friedensverhandlungen bemüht. Auch der amerikanische Präsident Woodrow Wilson legte ein Friedensprogramm vor. Darin verlangte er unter anderem: (ZITAT).
Die Friedenskonferenz zur Beendigung des Krieges wurde im Schloss Versailles bei Paris eröffnet. Bei den Verhandlungen traten die 14 Punkte Präsident Wilsons immer mehr in den Hintergrund. An ihrer Stelle trat der Vergeltungsgedanke des französischen Ministerpräsidenten Georges Clemenceau.
Die besiegten Staaten durften an den Friedensverhandlungen nicht teilnehmen. Ihre Vertreter hatten auch kein Einspruchrecht gegen die Entscheidung der Siegerstaaten. Es blieb ihnen nichts anderes übrig als die Bedingungen anzunehmen.
Das Ende des Ersten Weltkrieges bedeutete auch das Ende der Österreichungarischen Monarchie. Am 11.November 1918 verzichtete der letzte Österreichische Kaiser Karl I. auf jeden Anteil an der Regierung. Die Völker der Habsburgermonarchie beriefen sich auf die 14 Punkte Wilsons und gründeten eigene Nationalstaaten: Die Nachfolgerstaaten Österreich-Ungarns: Ungarn, Tschechoslowakei, später Tschechien und Slowakei, Jugoslawien und Österreich.
Auch die deutschsprachigen Österreicher wollten einen eigenen Staat: Am 12. November 1918 wurde vor dem Parlamentsgebäude in Wien die Republik „Deutsch-osterreich ausgerufen.
Die Siegermächte betrachteten die neu entstandene Republik als Nachfolger der Monarchie und somit als besiegten Staat.
Bei den Verhandlungen musste Österreich Gebietsverluste anerkennen und Schadensersatz für die Kriegsschäden des Gegners leisten. Ebenso wurde der Name „Deutsch-osterreich“ und der beabsichtigte Anschluss an Deutschland verboten. Außerdem wurden das Heer und die Rüstung stark eingeschränkt. Der Krieg war nicht nur für den Staat eine Ohrfeige, sondern auch für das Volk. Im Krieg starben mehr als 10 Millionen Menschen und Soldaten, mehr als 20 Millionen wurden verletzt oder sogar entstellt. Am Beginn des Krieges zogen die meisten von ihnen mit Begeisterung in den Krieg. Doch bald zeigte sich der Krieg von einer anderen, brutaleren Seite: Die Opfer an Menschen auf dem Schlachtfeld und in der Heimat, die gewaltigen Zerstörungen- dies alles erschien nur mehr sinnlos.
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Florian Keil, 2000, 1.Weltkrieg, Munich, GRIN Publishing GmbH
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FlorianKeil
mal was ganz anderes!.
Hi Florian Keil...
..eigentlich passt es ja nicht dazu, aber ich bin auch so einer...also ich meine ich bin auch ein Florian Keil!
wünsche noch nen schönen Tag...
Gruz
Florian Keil
on Friday, April 26, 2002-