Bally
innerbetrieblicher Sozialfürsorge auf, das weitherum als vorbildlich galt. Andererseits aber wurde die Bildung von Gewerkschaften unter der Arbeiterschaft mit allen Mitteln bekämpft. Wegen der Verschärfung der sozialpolitischen Auseinandersetzung organisierte Eduard Bally die Schuhfabrikanten 1887 im Verband schweizerischer Schuhindustrieller (VSS). Demgegenüber trat sein Bruder Arthur Bally unter anderem als Förderer des kantonalen Lungensanatoriums Allerheiligenberg hervor.
Seit Beginn der 1970er Jahre zogen sich die Mitglieder der Familie Bally sukzessive aus der Geschäftsleitung zurück. Anfangs 1977 erwarb der junge Financier Werner K. Rey die Aktienmehrheit von Bally und gelangte an die Spitze von Verwaltungsrat und Generaldirektion. Bereits im Herbst des selben Jahres übernahm die Oerlikon-Bührle Holding AG alle Aktien von Bally und gliederte das Unternehmen als Gruppe Bally in die Holding ein.
Dank der wachsenden Bedeutung des Fernen Ostens als Absatzgebiet erzielte die Gruppe Bally zu Beginn der 1980er Jahre wieder positive Ergebnisse. 1986 manifestierten sich jedoch strukturelle Probleme in den Bereichen Produktion, Marketing und Verkauf. Auch die 1991 einsetzende Rezession schlug sich massiv auf die Umsatzzahlen nieder und löste eine Reorganisation sowie eine erneute Produktionsdrosselung aus. 1999 wurde Bally an die Texanische Beteiligungsgesellschaft Texas Pacific Group verkauft, die im Jahr 2000 die Schuhproduktion in Schönenwerd einstellte.
Das wichtigste der letzten 20 Jahren in Kürze:
1977: Der Financier Werner K. Rey kauft die Aktien des Schuhkonzerns Bally. Nur ein halbes Jahr später verkauft er
diese auf Druck der Öffentlichkeit an Oerlikon-Bührle - mit einem Gewinn von rund 30 Mio. Franken.
1. Feb. 1983: Bally gründet zusammen mit der Handelsfirma Liebermann Waelchli & Co. SA, Tokio, die Vertriebsgesellschaft Bally-Liebermann Ltd., Tokio.
29. Okt. 1985: Bally übernimmt die Produktionskapazität der Schuhfabrik Preziosa SA, Caslano TI.
7. Nov. 1986: Bally gibt aus Rationalisierungsgründen die Schuhfabrikation im Werk Dottikon AG auf.
18. Dez. 1990: Bally gliedert zum Jahreswechsel ihre «Chemisch- Technischen Unternehmungen» (CTU) in Schönenwerd SO aus.
15. April 1991: Bally schliesst ihre Fabrik in Triengen LU und reduziert ihre Schuhproduktion in Schönenwerd SO, wodurch 310 Arbeitsplätze verloren gehen.
25. Nov. 1992: Ein Viertel der Bally-Filialen in der Schweiz geht in den Besitz von führenden Mitarbeitern über.
Ab 1. Januar 1993 gehören die 25 Läden der neugegründeten Pasito AG in Zürich.
12. Dez. 1992: Ein Grossbrand bei Bally in Schönenwerd SO richtet einen Sachschaden von über 50 Millionen Franken an. 1993: Die Bally-Gruppe kann 1993 das beste Betriebsergebnis der letzten zehn Jahre erwirtschaften.
22. Juni 1995: Bally kündigt den Abbau von insgesamt 220 Arbeitsplätzen an. Davon betreffen deren 75 das Werk in
Schönenwerd SO. Das Werk in Schattdorf UR mit der Militärschuhproduktion wird an eine neue Gesellschaft
Tessag verkauft. Die Bally-Werke in Stabio, Altdorf und Caslano führen Kurzarbeit ein.
12. Sept. 1995: Der Firmensanierer Ernst Thomke wird zum neuen Verwaltungsrats-Präsidenten und Delegierten des Schuhkonzerns Bally ernannt.
30. Juni 1997: Die defizitäre Schuhfabrik Tessag - vormals Bally- in Schattdorf UR deponiert ihre Bilanz und stellt den Betrieb ein. 50 Angestellte sind betroffen.
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Bally
22. Aug. 1997: Thomke verlässt wegen unüberbrückbarer Meinungsverschiedenheiten mit der Oerlikon Bührle Holding den Schuhkonzern Bally und die Flugzeugwerke Pilatus. Vergeblich hatte er sich für einen Börsengang von Bally ausgesprochen. 22.Okt. 1997: Bally kündigt an, bis März 1999 in der Schweiz 200 Stellen abzubauen. Die Produktion von Damenschuhen wird
von Schönenwerd und Stabio nach Caslano TI verlegt. Der Standort Stabio wird aufgegeben. In Schönenwerd
verbleibt die Produktion von klassischen Herrenschuhen.
6. Feb. 1998: Der gesamte Verwaltungsrat der Oerlikon-Bührle Holding tritt zurück.
26. Mai 1998 Die Oerlikon-Bührle Holding und deren Hauptaktionärin Anda Bührle beschliessen, Bally an die Börse zu bringen.
22. Sept. 1998: Der Oerlikon-Bührle -Konzern verringert bei Bally die Produktion und streicht 140 Stellen, dabei kommt es zu 80 Kündigungen.
22. Aug. 1998: Bally-France, eine Tochter des Schweizer Schuhherstellers Bally International, deponiert die Bilanz.
16. Nov. 1998: Oerlikon-Bührle gibt bekannt, Bally und die Pilatus-Gruppe verkaufen zu wollen.
30. Aug. 1999: Die US-Gesellschaft Texas Pacific Group kauft Bally.
Das Schuhmuseum:
Vor mehr als 100 Jahren sind exotische Schuhe aus dem fernen Asien, dem nördlichen Amerika, aus Persien, der Türkei, dem Land am Nil und aus Ostafrika auf dem See- und Landweg nach Schönenwerd gereist und haben vorerst in aller Stille Regale im Obergeschoss der alten Elastikfabrik bevölkert. Noch ahnte niemand, nicht einmal die Herren der damals aufstrebenden Schuhfabrik, die weltweit nach ausgefallenen Schuhen fahnden liessen, dass diese Exoten einst den Grundstock zu einem Museum liefern sollten. Heute umfasst die reichhaltige Sammlung nicht nur kostbare Extravaganzen der Schuhgeschichte, sondern auch bedeutende Darstellungen und Objekte zur Historie des Schuhmacherhandwerks, zum Schuh als Symbol und Glücksbringer sowie eine umfangreiche völkerkundliche Übersicht zum Schuhwerk.
Aktuelles: Kleider sollen für Bally zum zweiten Standbein werden. Bis in zwei Jahren sollen sie 15 Prozent des Umsatzes ausmachen. Ums atzentwicklung: Folie
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Kathrin Senn, 2001, Bally Schuhfabrik, München, GRIN Verlag GmbH
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Heterogenität aller Schülerinnen und Schüler im Sportunterricht der Gr...
Sport - Sportpädagogik, Didaktik
Hauptseminararbeit, 35 Seiten
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Charles Bally (1865-1947). Historicite Des Debats Linguistiques Et Did...
Jean-Louis Chiss, J. L. Chiss
bla bla
Referat.
gut gut! Diesen Text kann ich gut gebrauchen!!!
am Friday, July 06, 2001-