Ersteller dieser Vase hatte mit dieser neuen Technik noch wenig Erfahrung, denn die Proportionen des Körpers des jungen Mannes sind falsch, der Kopf ist viel zu weit im Nacken positioniert. Wichtig war nämlich nicht die Genauigkeit und Echtheit der Darstellung, sondern eher, wie sehe ich als Mensch etwas und kann es so darstellen? Auch das Schild auf der Vase wird nach dem Prinzip der Verkürzung dargestellt.
• Die Große Revolution in der Kunst war zeitgleich der Revolution der Gesellschaft und der Entstehung der Demokratie. Zu dieser Zeit entstand die Wissenschaft, da der Mensch die Welt nicht in religiösem Sinne zu betrachten begann, sondern er hinterfragte vielmehr, wie die Dinge auf
der Erde entstehen mehr in objektiver als in subjektiver Art und Weise. Dies hatte zur Folge, dass Politiker, Philosophen und Wissenschaftler in der griech. Gesellschaft hoch angesehen waren, die Künstler jedoch weniger, da sie ihre Arbeit mir den Händen und nicht mit dem Kopf verrichten und daher keine große Anerkennung erlangten.
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480 v Chr. zerstörten die Perser die alte Akropolis in Athen und man war gezwungen sie wieder neu aufzubauen und das geschah in einer noch nie
dagewessenen Herrlichkeit. Die Aufsicht über den Bau hatte PHIDIAS, einer der angesehensten und besten Künstler in Griechenland. Der damalige Auftraggeber Perikles sah Phidias und dessen Mitarbeiter als seinesgleichen an, was die Künstler natürlich motivierte und zur Höchstform antrieb. Phidias baute eine wunderschöne Statuette von der Göttin Athena, die leider nicht mehr existiert. Berichten zufolge war die Statue 12 m hoch, aus Holz mit edlen Metallen umspannt, mit Gold und Elfenbein (àHaut) geschmückt und mit bunten Steinen verziert. Die heute noch existierenden Statuen sind Nachbildung, die jedoch nicht an die Pracht des Originals anknüpfen können. Sie wirken im Gegensatz dazu leblos und starr. Statuen waren damals, nicht so wie heute, Götzenbilder, d.h. Ebenbilder und Repräsentationen der Götter. Man betete diese Statuen gleich an wie die Götter selbst, brachte ihnen Opfer und fürchtete ihre Missachtung der Menschen. Bei Athene war es der Fall, dass die Statue dem Wesen der Göttin ein neues Gesicht gab. Sie strahlte Würde, Stolz und eine innere Schönheit aus. Aus diesem Grund zerstörten Christen in ihrem frommen Drange die meisten der alten griech. Statuen, weil sie Götzendienste verfluchten (à Buch Jeremias in der Bibel: Jeremias warnte vor diesen Statuen und meinte, dass sie nichts anrichten können, weil sie nur leblose Gegenstände aus Stein und nicht göttlich waren). Die heute in den Museen ausgestellten Kunstwerke sind größtenteils, zwar alte aber dennoch nicht originale Kopien.
• In der griech Kunst entfaltete sich allmählich die neue Auffassung zur Kunst. Man befolgte zwar immer noch die alten Regeln, aber innerhalb jener Regeln herrschte eine große Freiheit. In Olympia wurde genau das ausgelebt. In den Metopen werden die Taten des Herkules dargestellt: die Muskeln, Sehnen und der Faltenwurf der Kleidung wurden realitätsgetreu gestaltet. Die Standbilder der olympischen Sieger, die auch so bearbeitet wurden, sind leider alle verlorengegangen,
• außer ein Standbild eines Wagenlenkers, welches man in Delphi gefunden hat. Dieses Exemplar weist eine Unbeschreibliche Schönheit im Gegensatz zu den herkömmlichen Kopien auf. Die Augen wurden sehr genau gemeißelt (Wimpern und
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Augenbrauenhaare aus Stein, gelbe Steine in den Augen), die Lippen waren aus Gold, sowie die Haare und Augen. Und über jene Statue findet man keinerlei Aufzeichnungen, was darauf schließen lässt dass sie zu den wenigen besonderen gezählt wurde. aber dennoch ist es eine wunderschöne Statue.
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450 v. Chr. wurde das Parthenon gebaut. Es veranschaulicht wieder die neu erworbene Freiheit in der Kunst der Griechen. Die Frießen zeigen eine Prozession für Athene mit Schwerpunkt auf Sport und Spiele. Früher waren jene noch bunt bemalt, aber mit der Zeit verblichen alle Farben. Die Pferde auf den Frießen
sind ein wahres Meisterwerk: das Gerüst der Knochen wurde nicht sehr tief, aber dennoch sichtbar in den Stein gemeißelt. Auch bei den Menschen ist die Anordnung der Muskeln viel genauer und fast schon perfekt als wie früher. Obwohl die ägypt. Normen immer noch leicht zu erkennen sind herrscht eine Harmonie, ein perfektes Zusammenleben der einzelnen Figuren auf den Frießen.
• Sokrates rief die Künstler zum Darstellen der „Bewegung der Seele“ durch Beobachtung „wie die Gefühle die Aktionen des Lebens bestimmen“. Er traf damit den Nerv der Zeit, das heißt: nicht mehr schaffen nach Normen und Wissen, sondern das zu gestalten, was man sieht und sich frei entfalten. Die Vasenmaler drückten das wieder auch mit ihren Gemälden aus, wie die Bildhauer
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Als perfektes Beispiel für das große Erwachen der Kunst gilt der „Grabstein der Hegedo“. Es zeigt eine alltägliche Situation
der Hegedo mit ihrer Dienerin, die ihr gerade ein Schmuckkästchen reicht. Es ist eine stille, harmonische Szene. Beachtenswert ist der Schwung der Arme von Hegedo und der Dienerin, sowie die Stuhlbeine. Es wurde klar im Umriss geschaffen und das ganze wirkt gelöster und freier als wie auf den alten ägyptischen Kunstwerken. Dieser Grabstein ist ein typisches Beispiel dafür welche Harmonie die Griechen ab dem 5 Jhdt in die Kunst gebracht hatten
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Arbeit zitieren:
Daniela Marent, 2001, Das große Erwachen - Griechenland 7-5 Jhdt v.Chr., München, GRIN Verlag GmbH
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