Beispiel: Jeden Vormittag findet eine Vermittlung von kognitivem Wissen statt. Es geht der Erzieherin um Sachlichkeit des Themas und der Priorität der Bearbeitung. Nach der Gruppenarbeit folgt die Aufgabenstellung für die Einzelarbeit, in der die Kinder das Erfahrene vertiefen. Ansatz zur Anlasspädagogik
In der Anlasspädagogik ist es so, das man spontan auf Situationen eingeht. Es wird nicht geplant. Es gibt offene Gruppen das heißt das die Kinder auch in den anderen Gruppen spielen können. Es gibt keine Wochen - und Monatspläne, weil jeder Plan die Phantasie und Kreativität der Erzieher und der Kinder einschränkt. Die Bedürfnisse der Kinder haben Priorität in der Gestaltung des Tagesablaufes. Die Kinder haben ihren Freiraum und die Erzieher wollen die Kinder in ihrer Einmaligkeit erleben, also sie nicht einschränken oder beeinflussen. Die Kinder haben Bewegungsfreiheit und viele Möglichkeiten ihre Neugierde in Aktivität umzusetzen.
Beispiel: Die Aktivität der Kinder zeigt sich entweder in der Produktion von Lärm, in der Auseinandersetzung in Streitsituationen oder in der Abwehr des Lärms (Ohren zu halten). Der Eindruck entstand, das eigenständige, zielorientierte und auf andere Interessen ausgerichteten Aktivitäten offensichtlich kaum oder gar nicht zu entwickeln und umzusetzen waren.
Quelle: Der „Situationsorientierte Ansatz“ im Kindergarten von Armin Krenz
2
A) Stundenplan einer Kleinkinder - Bewahrstube (1891) Stunden Ablauf
8 -8.30 Annahme der Kinder 8.30 -8.45 Lied, Revision, Gebet 8.45 -9 Religiöse Unterhaltung 9 -9.15 Stumme Körperbewegung, Bildchen 9.15 -9.30 Gebete und Verschen lernen 9.30 -10.15 Essen und Sielzeit im freien 10.15 -10.30 Erzählen aus der biblischen Geschichte 10.30 -10.45 Gesang mit Körperbewegung 10.45 -11 Schlussgebet, Ankleiden, Revision 11 Herausführen 1 -1.15 Annahme der Kinder 1.15 -1.30 Lied, Revision, Gebet 1.30 -2.15 Malen oder flechten, Flechten oder Stricken, Stricken oder Malen Die kleineren schlafen 2.15 -2.30 Gesang mit Körperbewegung bzw. Zählen und benennen der Dinge 2.30 -2.45 Anleitung zur Höflichkeit und Verschen lernen 2.45 -3.15 Essen und Spielzeit im Freien 3.15 -3.45 Bildertafel, Sprechübungen, Kreisspiele im Freien 3.45 -4 Lied, Schlussgebet, Ankleiden, Revision 4 Herausführen
B) fester Tagesablauf in einem funktionsorientierten Kindergarten (1991) Zeiten Schwerpunkte
7.30 Bringen der Kinder 7.30- 8.30 Möglichkeit des freien Spiels 8.30- 9.30 angeleitete Tätigkeit/Gruppenangebotsaktivität 9.30- 10.15 gemeinsames Frühstück 10.15- 10.30 Toilettengang und Zähne putzen 10.30- 11.30 angeleitete Tätigkeit/ Gruppenangebotsaktivität 11.30- 12.15 Möglichkeit des freien Spiels 12.15- 12.30 Aufräumen des Gruppenraums 12.30 Abholen der Kinder von den Eltern (Halbtagskinder) 12.45 Mittagessen der Ganztagskinder 13.15- 14.30 a. die kleinen Mittagsruhe b. die großen freie Gestaltungsmöglichkeit 14.30- 15.30 angeleitete Tätigkeit 15.30- 16.00 Gemeinsames aufräumen des Gruppenraumes 16.00- 16.30 Abholen der Kinder von den Eltern
3
Arbeit zitieren:
Monique Lange, 2001, Erziehungsansätze im Kindergarten, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Wie wirkt sich Gewalt in der Familie auf Kinder aus? Gesetzeslage, ihr...
Ausarbeitung, 9 Seiten
Psychologie - Forensische Psychologie, Strafvollzug
Seminararbeit, 14 Seiten
Die Ökonomisierung der sozialen Arbeit
Eine erziehungswissenschaftlic...
Pflegemanagement / Sozialmanagement
Diplomarbeit, 322 Seiten
Sozialisation im Vorschulalter, Konzepte für den Kindergarten. Situati...
Soziologie - Kinder und Jugend
Seminararbeit, 19 Seiten
Lesbisch - Gleichgeschlechtliche Liebeserfahrungen von Mädchen in Juge...
Examensarbeit, 105 Seiten
Psychoanalytische Pädagogik - Eine neue Basis für den Umgang mit verha...
Pädagogik - Pädagogische Psychologie
Diplomarbeit, 75 Seiten
Monique Lange hat den Text Erziehungsansätze im Kindergarten veröffentlicht
Monique Lange hat einen neuen Text hochgeladen
1, 2, 3 im Kindergarten. Kinderbuch Deutsch-Französisch
1, 2, 3 à l'école maternelle
Susanne Böse, Isabelle Dinter
Kindergartens and Cultures: The Global Diffusion of an Idea
Roberta Wollons, Roberta Lyn Wollons
Kindergarten Literacy: Matching Assessment and Instruction in Kinderga...
Anne McGill-Franzen
0 Kommentare