Die Verbalisierung als Wiedergabe , hier versucht der Berater beispielsweise durch Anwendung von Synonymen, Antonymen oder von Wunschvorstellungen den Inhalt der Aussage des Ratsuchenden möglichst genau wiederzugeben, ohne zu bewerten oder irgendwelche anderen Inhalte zu suggerieren. Der Klient erkennt daran , dass er verstanden wird. Der Berater hebt durch seine Verbalisierung bisher latent Gebliebenes hervor. Dies ist deshalb zuweilen notwendig, weil der Ratsuchende im allgemeinen, der Gefangene eines dominierenden Gesichtspunktes ist und durch das Hinzutreten neuer Gesichtspunkte ein präziseres und objektives Bewusstwerden der Situation gefördert wird. Ziel ist es dem Klienten den Sinn seiner eigenen Aussage klar zu machen. Mucchielli (1972)
Das Modell einer erlebniszentrierten und einsichtsorientierten Gesprächspsychotherapie beinhaltet eine einfühlende Haltung (einfühlendes verstehen)und eine dialogische Haltung (konfrontiertes Verstehen).Basismerkmale dieses Modells sind, bedingungsfreies Akzeptieren, einfühlendes Verstehen und Echtheit. Ziel ist die Aufhebung von Selbstentfremdung des Individuums, Befreiung von inneren Zwängen und Entwicklung der Persönlichkeit. Finke (1994) Diskriminationsmodell
Durch gezieltes Diskriminationsverhalten (Unterscheidung) ist der Berater in der Lage, bestimmte Verhaltensweisen und damit eine Modifikation des Verhaltens beim Ratsuchenden herbeizuführen. Auch durch Schweigen und Pausen kann das Gespräch gesteuert werden. Der Berater hat die Aufgabe das Gespräch zu strukturieren. Nach einer gemeinsamen Problemanalyse formuliert der Berater zusammen mit dem Ratsuchenden die Beratungsziele und entwickelt einen Aktionsplan. Damit geht das Modell deutlich über den Ansatz eines nicht direkten Beratungsgesprächs hinaus. Dieses Modell bleibt aber klientenzentriert, da der Gesprächsleiter sich selbst mit seinen Informationen, Lösungsvorschlägen u.a. im Sinne eines gleichwertigen Gesprächspartners einbringt. Bsp.
Sagt ein Schüler: „Mathematik ist doof“ ergeben sich folgende Möglichkeiten zur Verbalisierung:
Ø „Du hast keine Lust, dich mit Mathematik zu beschäftigen“(Aufgreifen des Gefühlsaspekt).
Ø „Mathematik macht dir Schwierigkeiten“(Aufgreifen des sachlichen Inhalts). Verbalisierung
Es gibt verschiedene Formen von Verbalisierung, die Verbalisierung als Wiedergabe, die umkehrbare Beziehung und die klärende Verbalisierung. Verbalisierung bedeutet etwas in Worte fassen.
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Modell einer erlebniszentrierten und einsichtsorientierten Gesprächspsychotherapie Der Therapeut versucht, Patienten und dessen Bezugssystem (innerer Bezugsrahmen, eigene, subjektive Welt des Individuums) zu verstehen.
Er wird dabei zum Doppel - Ich, in dem sich der Patient spiegeln kann. ( identifizierendes Verhalten)
Der Therapeut stellt sich als authentische Person zur Spiegelung zur Verfügung (konfrontierendes Verhalten)
2. Eigene Definition
Gesprächsführung ist ein wichtiger Bestandteil der Kommunikation. In der Gesprächsführung geht es um Probleme eines Klienten und die Zentrierung auf dessen Gefühle. Es spielen dabei verschiedene Faktoren eine wichtige Rolle, persönliche Beziehung, Beratung, Therapie, Begutachtung, Eingangsvoraussetzung, Forschung und Problemlösung. Der Klient muss sich auf die Gespräche einlassen und sich stückweit offenbaren. Der Berater muss auf die Besonderheiten der Probleme des Klienten eingehen und diese anerkennen. Der Berater sollte nicht bewerten. Er muss den Klienten akzeptieren. Es müssen kognitive Prozesse stattfinden.(Prozesse der Erkenntnis) Das Ziel der Gesprächsführung ist die Problemlösung und diese kann durch Aktivitäten und Bemühungen hervorgerufen werden. Ein Ziel der Gesprächsführung ist auch die Entwicklung der Persönlichkeit des Klienten. 3. Therapeutische Grundpostulate Zielorientierter Gesprächsführung In der Zielorientierten Gesprächsführung gibt es zwei wesentliche Grundpostulate. 3.1 Ziel der Therapie:
Das zentrale Therapieziel ist die Klärung und Veränderung der Determinanten im problematischen Erleben und Verhalten. Der Klient soll klären welche eigenen Ziele, Motive, Normen, Überzeugungen usw. ein bestimmtes Problem mitbringen. Er soll diese Problem -Determinanten erkennen und diese bearbeiten. 3.2 Gezielte Förderung des Klienten:
Es wird davon ausgegangen, dass Klienten nicht in der Lage sind, Klärung und Veränderung einzuleiten und umzusetzen.
Die Klienten bringen verschieden Eingangsvoraussetzungen in die Therapie, die die Problemlösung oder Klärung erschweren können.
Günstige Eingangsvoraussetzung ist eine hohe Selbstexploration (Selbstforschung). Der Therapeut muss den Klärungsprozess nur geringfügig unterstützen. Ungünstige Eingangsvoraussetzung ist eine hohe Vermeidung sich mit Selbstaspekten auseinander zusetzen. Der Therapeut ist kaum in der Lage die Determinanten zu klären und zu verändern. Es ist eine umfangreiche Hilfestellung vom Therapeuten notwendig.
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Der Bearbeitungsprozess muss von Therapeuten konstruktiv gefördert werden. Von den Eingangsvoraussetzung hangen Art und Ausmaß dieser Förderung ab. 3.3 Grundannahmen der Zielorientierten Gesprächsführung 1.Der Therapeut muss den Bearbeitungsprozess des Klienten fördern. 2.Die gezielte Förderung hängt davon ab, welch Art und welches Ausmaß der Klient von Förderung benötigt.
3.Therapeutische Angebot und Ausgangslage des Klienten muss genau aufeinander passen. Damit der Klienten - Prozess optimal gefördert werden kann. 4.Das therapeutische Angebot muss störungsspezifisch sein. Da Klienten verschieden Probleme oder psychische Störungen in die Therapie mit einbringen. 5.Der Therapeut muss in der Lage sein , Probleme, Problembearbeitung und weitere relevante Charakteristika des Klienten zu verstehen, nur so kann der Therapeut sein therapeutisches Angebot auf den Klienten abstimmen.
6.Um Klienten gezielt zu fördern, benötigt der Therapeut relevante Handlungsregeln. 7.Der Therapeut muss mit den Interventionen der Klienten prozessdirektiv sein.
8. Wissen über Klienten - Prozesse, Störungsformen, Interventionswirkungen u.ä. muss das Wissen des Therapeuten beinhalten.
9. Wenn Therapeuten ihre Klienten gezielt unterstützen wollen, dann müssen sie sich, zum Wohle des Klienten, aller bereits entwickelten sinnvollen Interventionen und Therapeutischen Strategien bedienen.
10.Wenn das Leitziel der Therapie darin besteht, Klienten optimal zu helfen, dann ist eine kontinuierliche empirische Überprüfung der therapeutische Effektivität ebenso notwendig wie eine kontinuierliche Weiterentwicklung therapeutischer Konzepte, auch aufgrund empirischer Analyse.
11.Aus diesen Überlegungen und Ansichten entstand das Konzept der Zielorientierten Gesprächstherapie als eine klientenzentrierte Psychotherapie. Aus diesem Konzept entstand die Therapeutische Förderung von Klientenprozessen, welche handlungsorientiert, prozessdirektiv und störungsspezifisch sind. Es entstanden systematische Regeln für die Informationsverarbeitung, Handlungsplanung und Intervention auf Therapeutenseite.
4. Zielorientierte Gesprächspsychotherapie ist eine klärungsorientierte Psychotherapie
Die Therapie zielt darauf ab, das Klienten eigene Selbstaspekte klären und verändern, die relevanten persönlichen Probleme determinieren oder mit - determinieren, eigene Motive, Werte, Normen, Ziele, eigene Überzeugung und Glaubenssysteme, eigene Konstruktionen über sich und die Realität, eigene Verarbeitungs- - und Interpretationsprozesse, kognitive und affektive Schemata, die sie zur Situationsinterpretation der Handlungssteuerung benutzen. Die Therapie zielt auch auf die therapeutische Beziehung ab, was die Grundlage jedes effektiven Klärungsprozess ist.
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5. Zielorientierte Gesprächspsychotherapie ist eine Klientenzentrierte Psychotherapie
Das Ziel der Klientenzentrierten Psychotherapie ist die konstruktive Bearbeitung von Inkongruenzen. Der Klient ist nicht mehr in der Lage zu wissen was er eigentlich möchte. Der Klient hat keine Ziele, Motive, Selbstaspekte und Gefühle. Das Ziel besteht darin den Klienten wieder selbstregulativ zu machen und die Selbstentfremdung aufzuheben. Die differenzierte Prozessdiagnose spielt in der Therapie eine große Rolle. Der Therapeut soll nicht nur verstehen, was die inhaltlichen Probleme eines Klienten sind, sondern auch wie ein Klient mit seinen Problemen umgeht.
6. Zielorientierte Gesprächspsychotherapie ist eine störungsspezifische Psychotherapie
Zur Klientenzentrierung gehört auch ein störungsspezifisches Vorgehen. Klienten mit unterschiedlichen Problemen und Eingangsvoraussetzungen brauchen auch unterschiedliche therapeutische Angebote.
Klienten mit unterschiedliche Eingangvoraussetzungen brauchen unterschiedliche Bearbeitungsangebote vom Therapeuten um von der Therapie zu profitieren. Beispiel: Angststörungen, Depressionen
Klientenzentrierung erfordert daher notwendigerweise ein störungsspezifisches Vorgehen, und zwar bezüglich der zu bearbeitenden Inhalte, der Art der Bearbeitung und der Beziehungsgestaltung.
Quellen: Wörterbuch der Sozialarbeit und Sozialpädagogik 1995
Hrsg. A.Schwendtke
Praxis der Zielorientierten Gesprächspsychotherapie 1996 Rainer Sachse
Skript von J.Finke Empathie und Interaktion www.uni koeln.de Skript Methoden der Gesprächsführung www.schulleitung.de Artikel „ Neue Presse „ 09.12.2000 Systemische Beratung
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Arbeit zitieren:
Monique Lange, 2001, Gesprächsführung, München, GRIN Verlag GmbH
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