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Inhaltsverzeichnis
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Einleitung 1
1 Der traditionelle Ansatz der Finanzierungstheorie 1
2 Kapitalstruktur multinationaler Unternehmen 2
2.1 Kapitalstruktur ausländischer Tochtergesellschaften 2
2.2 Kapitalquellen zur Finanzierung ausländischer Tochtergesellschaften 3
3 Instrumente der Finanzwirtschaft 4
3.1 Die Finanzdisposition 4
3.2 Das Finanzmanagement 4
3.3 Die Finanzkontrolle 4
3.4 Finanzwirtschaftliche Analyse 5
3.4.1 Liquidität 5
3.4.2 Allgemeine Kennzahlen 5
4 Linde Gas AG 7
4.1 Investitionen 9
4.2 Ziele und Grundsätze des Finanzberichts bei der Linde Gas AG 10
4.3 Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten 10
5 Schluß 10
Literaturverzeichnis
1
Einleitung
Die Kapitalstruktur eines Unternehmens wird im Zuge der Globalisierung und des damit verbundenen Shareholder-Value-Denkens immer wichtiger. Aus diesem Grunde kommt dem Finanzmanagement eines Unternehmens größte Bedeutung zu.
Aufgabe ist es die Zahlungsfähigkeit durch Liquiditätsmanagement sicherzustellen, durch Investitionsrechnung sichere Investitionsentscheidung zu treffen und Finanzentscheidungen mit dem Ziel zu fällen, das Verhältnis zwischen Fremd- und Eigenkapital zu optimieren und den Wert des Unternehmens zu maximieren. Liquiditätsengpässe gilt es zu vermeiden und das Konkursrisiko möglichst niedrig zu halten.
Diese Arbeit ist im Rahmen des Praxissemesters in der Abteilung Finanzen bei der Linde Gas AG (kurz: Linde Gas) entstanden. Während sich der erste Teil mit dem traditionellen Ansatz der Finanzierungstheorie beschäftigt, behandelt der zweite Teil die Kapitalstruktur und der dritte das Cash-Management. Abschließend werden im vierten Teil Investitionen der Linde AG betrachtet, insbesondere die Finanzierung der Integration der schwedischen AGA AB (kurz: AGA). Seither hat Linde Gas ihre Tätigkeit auf über 45 Länder ausgeweitet und ist somit ein Musterbeispiel eines international agierenden Unternehmens. Ferner werden im vierten Teil noch Ziele und Grundsätze des Finanzberichtswesen bei Linde Gas dargestellt.
Bei der Linde Gas AG handelt es sich um eine 100%ige Tochtergesellschaft der Linde AG. Die Ausgliederung war Ende 1999 wegen des beabsichtigten Erwerbs eines Wettbewerbers erforderlich, um diesem eine direkte Beteiligung an dem Gasegeschäft zu ermöglichen. Der Erwerb konnte jedoch aufgrund der verschärften Wettbewerbsbedingungen der EU-Kommission nicht realisiert werden.
1 Der traditionelle Ansatz der Finanzierungstheorie
Eine Möglichkeit den Marktwert eines Unternehmens und damit das Vermögen der Anteilseigner zu erhöhen ist es den Kapitalbedarf nicht vollständig mit Eigenkapital, sondern teilweise mit Fremdkapital zu finanzieren. Man nimmt an, daß es einen optimalen Verschuldungsgrad gibt, der die Kapitalkosten minimiert. Die erwartete Rendite der Eigenkapitalgeber hängt vom Verschuldungsgrad ab - je höher der Fremdkapitalanteil, desto höher die erwartete Rendite der Eigenkapitalgeber.
Verschuldungsgrad
In der folgenden Grafik (Abb.1) sind die erwarteten Returns als Funktion des Verschuldungsgrades abgebildet. Es ist leicht zu erkennen, daß bei einem steigendem Verschuldungsgrad die erwartete Verzinsung des Eigenkapitals am höchsten ist. Der Grund dafür ist die erhöhte Fremdkapitalquote und die Tatsache, daß bei der Gewinnaufteilung die Eigenkapitalgeber erst nach den Fremdkapitalgebern berücksichtigt werden.
2
Return on Equity oder kurz ROE ist bezeichnet die Eigenkapitalrendite. Die Eigenkapitalrendite spiegelt die Ertragslage eines Unternehmens wider, indem sie das Ergebnis (Jahresüberschuss) im Verhältnis zum eingesetzten Eigenkapital darstellt. 1
Abb. 1: Erwartete Rendite des Eigenkapitals, Fremdkapitals und der Unternehmung als Funktion des Verschuldungsgrades.
Ein höherer Verschuldungsgrad wirkt sich daneben auf das Rating 2 eines Unternehmens aus. Je größer das Wachstum des Marktes, in dem sich das Unternehmen betätigt, desto niedriger sollte der Fremdkapitalanteil sein, da die Wahrscheinlichkeit eines Konkurses steigt aufgrund höherer Volatilität der Umsätze. Die Fremdkapitalgeber verlangen daher bei einem erhöhtem Verschuldungsgrad eine höhere Verzinsung ihres Kapitals.
2 Kapitalstruktur multinationaler Unternehmen
Die Kapitalstruktur multinationaler Unternehmen wird durch die verschiedenen Faktoren des internationalen betrieblichen Umfelds, wie z. B. durch das politische Risiko, das Wechselkursrisiko, die unvollkommenen internationale Kapitalmärkte, usw., beeinflußt. Bei multinationalen Unternehmen ist es notwendig, sowohl die Kapitalstruktur von ausländischen Tochtergesellschaften, als auch die konsolidierte Kapitalstruktur der Muttergesellschaft zu beachten.
1 http://www.boerse.de/lexikon.php3?start=r&id=1487
2 Unter Rating versteht man eine standardisierte Risiko- und Bonitätsbeurteilung von Emittenten und der von ihnen herausgegebenen Wertpapiere. Für die Bewertung werden Rating-Symbole verwendet, die von AAA (bestens) bis D (Zahlungen auf Papiere sind eingestellt) reichen. (Quelle: http://www.boerse.de/lexikon.php3?start=r&id=1454)
Arbeit zitieren:
Alexandra Noetel, 2001, Investition und Finanzierung, München, GRIN Verlag GmbH
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