Die Astronomische Standortbestimmung auf See beginnt im 15. Jahrhundert. Das Astrolobium ist ein solches Instrument. Es besteht aus einem freihängenden Ring mit Gradainteilungen. Durch einen Zeiger werden Sonne oder Sterne beobachtet, und am Kreisbogen kann deren Höhe abgelesen werden.
Wie beim Astrolobium kann auch beim Jakobsstab die Höhe der Sonne ablesen. Der Jakobsstab ist aus einem Messlineal und drei Stäben verschiedener Längen zusammengesetzt. Ein Stab wird im rechten Winkel auf einer Skala so verschoben, dass das eine Ende auf den Horizont, das andere auf die Sonne zeigt. An einer Skala kann man dann die Sonnenhöhe ablesen.
KOMPASS: Die älteste gesicherte Erwähnung des Kompasses findet sich bei einem schottischen Mönch 1187. Er beschreibt, dass bei schlechter Sicht ein Magnetstein in ein Stück Schilfrohr auf Wasser in ein Gefäss gelegt wurde, so dass dieses Stück Rohr schwammund mit einem Ende die Nordrichtung anzeigte. Einen solchen Kompass nennt man Schwimmkompass. Das Gegenteil dazu ist der Trockenkompass, ein an einer Spitze befestigter Magnetstein. Es gibt viele verschiedene Kompasse, z.B. den Magnetkompass, den Kreiselkompass und viele weitere. Aber wenn sie auch noch so verschieden aussehen, im Grossenund ganzen funktioniern alle gleich. Der Kompass macht sich zu Nutze, indem ein Stück Magnet immer nach Norden zeigt. So kann man daraus problemlos auch die anderen Himmelsrichtungen ableiten.
BESATZUNG AN SCHIFFEN
Die sogenannnte Flotte besteht aus fünf alten schäbigen Schiffen. Die Flotte ist eine Gesamtheit der Handelsschiffe , die zu einem Staat gehören. Alvaro da Costa,ein portugiesischer Gesandter aus Spanien hat einmal gesagt, dass er auf keinem dieser Schiffe auch nur bis zu den kanarischen Inseln fahren wolle, weil das Holz ihrer Spanten morsch sei. ( Spante ist Schiffsrippe).
Die Armada Kaiser Karls V., befehligt vom Generalkapitän Magellan, bestand bei der Abfahrt von S. Lucar aus fünf Schiffen. Das Schwerste war 120 Tonnen schwer und mass 32 Meter. Die Breite betrug 10 Meter. Das Leichteste hatte 75 Tonnengehalt und war 20 Meter lang . Hier betrug die Breite 7 Meter.
Man sieht hier die Besatzung der 5 Schiffe. Sogar Priester oder Polizisten hatten hier ihre Stellung. Im Gegensatz zu heute ist die Zahl der Besatzung sehr hoch ! (FOLIE)
Die meisten Expeditionsteilnehmer waren Spanier ; es fuhren aber auch eine Reihe von Ausländern mit unter anderem ungefähr 2 Griechen ,37 Portugiesen oder 10 Franzosen.
Um eine Expedition zu starten brauchten sie natürlich Kompasse und Seekarten. Auch an Bord befanden sich unter anderem Uhren ,Sanduhren und eine Weltkarte, hölzerne Quadranten und Astrolabien und metallene Astrolabien. Man sieht also ,dass so eine Expedition eine lange Vorplanung enthält,mit den ganzen Schiffen und deren Ausrüstung.
astro-o-navi15.doc 11.09.2001 11.11 2/2
Arbeit zitieren:
Annette Fromm, 2001, Die Navigation im 15. Jahrhundert, München, GRIN Verlag GmbH
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