dem der „Thron“ der Welt mit Recht zusteht? Oder ist er auch nur ein Glied in der Kette des Lebens, welches zwar den Vorteil des Denkens und Kombinierens gegenüber den anderen Lebewesen in der Natur besitzt, doch schon oft genug dieses Privileg missbraucht und für seine Pläne, welche mehr als einmal alles andere als human waren, benutzt? Für welche der beiden Seiten soll man sich nun entscheiden?
Diese Frage beantwortet Becher in der dritten Strophe ganz präzise, indem er meint: „Ein Wesen, das in sich vereint du trennt/ Das menschlich Gute und das menschlich Böse.“ Eine Synthese der ersten beiden Strophen, durch Gegenüberstellung in Zusammenhang gebracht und als dialektische Einheit dargestellt, woraus schliesslich die Erkenntnis gewonnen wird: Der Mensch ist etwas bewundernswertes, denn er vereint in sich sowohl Gutes wie auch Böses, obwohl die se Kombination als einzelnes gesehen sehr widersprüchlich ist.
Doch dies ist genau das was einen guten Menschen ausmacht - so wie es uns Becher in der vierten Strophe erklärt. Der Mensch ist in sich vollendet - er kann aus sich herausgehen bzw. sich von jeder Seite, ob nun von der bösen oder der guten, lossagen, wobei die Abwendung von der Bösen und hin zur Guten Seite die wahre Erfüllung ist. Damit erhält der Mensch Grösse und kann mit dem Zwiespalt der Seele - der Haupterkenntnis des Gedichtes - leben und auch umgehen. Hinsichtlich der sprachlichen Gestaltung ist häufige Verwendung von Ausrufezeichen markant, doch dies hat einen Grund. Becher wollte damit seinen Aussagen mehr Nachdruck verleihen, was zudem noch durch die sehr kurzen und somit prägnanten Sätze und zahlreichen Ellipsen verstärkt wird. Metapher verwandt Becher sehr sparsam, lediglich in der ersten Strophe, sowie in der zweiten sind solche zu finden.
Nachdem ich mir dieses Gedicht immer und immer wieder durchgelesen habe, erlangte ich zu einer sehr wichtigen Kenntnis, welche meiner Meinung nach sich jeder Mensch immer wieder und besonders beim Umgang mit anderen Mensch vor Augen halten sollte: Der beste Mensch, ist jener welcher das Gute und Böse in dich erkennen kann - denn: „Nobody ist perfect!“ Jeder hat Fehler, aber sind es nicht die, die einen Menschen so liebenswert machen?
00000000000 00000000000
Arbeit zitieren:
Kristin Naumann, 2001, Becher, Robert E. - Größe und Elend, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Kristin Naumann hat den Text Becher, Robert E. - Größe und Elend veröffentlicht
Kristin Naumann hat einen neuen Text hochgeladen
Bertolt Brecht's Furcht Und Elend Des Dritten Reiches: A German Exile ...
Ann White, John J. White
Self-Financing Genocide: The Gold Train, the Becher Case and the Wealt...
Gabor Kadar, Zoltan Vagi
Nietzsche - Philosoph der Größ...
Volker Caysa, Konstanze Schwarzwald
0 Kommentare