1.4 Die darstellende Kunst
Auch in der Darstellenden Kunst gibt es Parallelen zwischen Grass und Oskar. Grass steht mit seiner schriftstellerischen Tätigkeit als Autor des Theaterstücks „Die Plebejer proben den Aufstand“ (1966) in der umgekehrten Position Oskars, der sich in Bebras Fronttheater als Schauspieler darstellt. Hiermit kann ich aber etwas über Grass selbst sagen, da ich die Darstellung Oskars in Bebras Fronttheater der Aussage nach direkt mit dem nächsten Teilaspekt von Oskar und der Kunst, nämlich Oskar und dem Schreien verbinden kann. Dazu muss ich allerdings zu der Interpretationsweise A „den Autor durch seinen Text verstehen“ wechseln.
Ich denke, dass Grass mit der Darstellung Oskars im Theater Sozialkritik üben will. Als unperfekter, buckliger Liliputaner macht Oskar auf sich und auf die soziale Rückständigkeit aufmerksam. Denn gesellschaftlich sind Menschen wie Oskar gehandikapt. Sie werden auf der Straße blöd angeguckt und als nicht richtige Menschen angesehen. Die meisten Leute stempeln Liliputaner ab ohne sich mit ihnen beschäftigt zu haben.
Mit Oskars Schauspiel macht er auf witzige Weise auf sich und seine Fähigkeiten aufmerksam. 1.5 Das Schreien
Grass, der sich 1997 bei den „Dresdner Gesprächen“ darüber beklagt, dass die Wiedervereinigung die alte Klassengesellschaft erneuere, zählt hierbei auf die Macht der Worte. Er macht es hierbei genau wie Oskar, der mit seiner Regressio n gegen den gesellschaftlichen Rollenzwang protestiert und mit seinem Schreien auf sich aufmerksam macht. Ganz deutlich macht Grass seine Einstellung gegenüber unterdrückten Minderheiten in der im gleichen Jahr gehaltenen Laudatio bei der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an den Schriftsteller Yasar Kemal, in dem er die Regierung der Türkei wegen ihrer Kurdenpolitik heftig kritisiert.
Oskars Stimme ist die Sublimation seiner destruktiven Triebe in Kunst. Zuerst bedient er sich seiner glaszersingenden Stimme nur als Verteidigungsmittel (z.B. gegen die Lehrerin Spollenhauer (S101)). Später erkennt er das Druck- und Machtmittel und verschafft sich durch das Schaufenster zersingen Einblick in die beeinflussbare Psyche der Erwachsenen.
Ich denke , dass Grass genau diese Wirkung des Worts erkannt hat um mit der „Blechtrommel“ andere durch seine Denkweise zu beeinflussen. Zur Kunst wird Oskars Stimme als er während eines Stadtbesuchs auf den Stockturm steigt und sich sein Verteidigungsschrei zum ersten Mal in Kunst wandelt „(...) wurde ich, der bislang nur aus zwingenden Gründen geschrien hatte, zu einem Schreier ohne Grund und Zwang.“(S130, 2. Absatz). Bei Grass ist das Schreiben zwar keine Sublimation seiner destruktiven Triebe (denke ich jedenfalls nicht), aber eine Kunst.
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2. Wie ich „Die Blechtrommel“ wahrgenommen habe Obwohl ich solche Gedanken eigentlich nicht gerne zulasse, muß ich doch zugeben, dass mir das Buch ganz gut gefallen hat. Denn ich habe mich sehr darüber geärgert, einen so d icken Schinken über die Weihnachtsferien aufzubekommen. Also muss ich dieses Buch eigentlich blöd finden- finde ich aber nicht. 2.1 Der Perspektivenwechsel
Am besten an der „Blechtrommel“ ist der Wechsel der Perspektiven. Auf der einen Seite gibt es die Erwachsenenwelt, die in Oskar einen verkrüppelten und nicht zurechnungsfähigen Behinderten sieht. Auf der anderen Seite ist da Oskar, der sich selbst als vollkommen und ein Stück über den anderen stehend sieht. Hinter diesem Wechsel zwischen Wahrheit und Fiktion steht eine Sozialkritik, die mir sehr gefällt. Man kann zwar nicht wirklich sagen, was in Oskar vorgeht, doch auch wenn das im Buch geschilderte auch nur in Ansätzen stimmt, hieße das, dass sehr viele Leute, die Behinderte so behandeln, wie die im Buch dargestellte Erwachsenenwelt, einen sehr großen Fehler begehen. Das ist genau der Punkt, der mich an unserer Gesellschaft stört. “Minderbemittelte“ sei ihre Behinderung körperlicher , geistiger oder materieller Art, werden doch von dem nicht behinderten Teil der Gesellschaft gleich schräg angeguckt oder sogar ausgeschlossen. Ich finde, dass Günter Grass genau diese Problematik sehr gut beschreibt und durch dieses Buch auch Leute, die noch nicht soweit sind, andere Leute so zu akzeptieren, wie sie sind, auf ihren Fehler aufmerksam macht. 2.2 Die Welt der „Blechtrommel“
Vollkommen fremd war mir die Welt in der sich alles in der „Blechtrommel“ abspielt. Ich bin es gewohnt in der Welt des Westens, die für mich bunt, fröhlich und auch irgendwie sensibel und zart ist, zu leben. Die im Buch beschriebene Welt ist rauh, kalt und grau. Ich dachte, dass sich mit dem Polenaustausch etwas an meiner Vorstellung ändern würde, da mir gewisse Leute immer vorhielten ich sei voll von Vorurteilen. Doch das fremde Gefühl hat sich eher noch verstärkt. Es ist in Polen wirklich größtenteils grau und trostlos. Und die Mentalität der Menschen ist eine ganz andere. Eben diese rauhe, manchmal grobe Lebensweise. Am besten kann ich mir diese Welt vorstellen, in der Szene, in der die Großmutter alleine auf dem Kartoffelacker sitzt und ihre Kartoffeln aus der Asche pickt. Das wäre eine Situation, in die ich auf keinen Fall geraten möchte, weil sie mir so böse und fremd vorkommt. 2.3 Die Sprache
Ein bißchen langweilig und manchmal schwer verständlich war die Sprache des Buches, die blumig und verschachtelt in scheinbar endlosen Passagen die Geschichte Danzigs z.B. beschreibt. Aufgrund solcher Längen, die in jedem Buch vorkommen, in diesem aber noch durch die Sprache unterstützt fast zum
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Einschlafen geführt haben, war „Die Blechtrommel“ nicht einfach zu lesen und der Fluss war zäh und sirupartig. 2.4Grundgedanken der „Blechtrommel“
Was mich wirklich sehr gewundert hat an der „Blechtrommel“, ist ihre Interpretation. Je tiefer man in die Materie eintaucht, desto mehr kristallisieren sich die Grundgedanken heraus. Nahezu alle Themen, die in der Klasse verteilt wurden, liefen in der Interpretation auf Tod, Schuld/Unschuld und Sexualität heraus. Rein Äußerlich ist das Buch die Lebensgeschichte eines kleinen Jungen. Je mehr ich mich mit dem Buch beschäftige, wird es zu einem Erotikthriller. Während ich das hier schreibe fällt mir allerdings auf, dass Grass an dieser Stelle eigentlich sehr gut das Leben beschreibt, das im Wesentlichen aus diesen Sachen besteht. Vielleicht ist mir das ganze Buch auch nur so fremd, weil es eigentlich das Leben, und nicht wie in anderen Romanen illusorische Welten, beschreibt.
Quellen:
Internet-> Biographie: Günter Grass Günther Grass, die Blechtrommel
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Arbeit zitieren:
Julia Drebes, 2000, Grass, Günther - Die Blechtrommel, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Die Blechtrommel als fiktive Autobiographie
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 12 Seiten
Grass, Günther - Die Blechtrommel - Interpretationsansätze
Ausarbeitung, 5 Seiten
Julia Drebes hat den Text Grass, Günther - Die Blechtrommel veröffentlicht
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maggie hat den Text Grass, Günther - Die Blechtrommel kommentiert
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Hannelore Schwartze-Köhler
Anonym
Die Blechtommel.
Moin,
eine Unverschämtheit so ein Referat abzugeben. Deine subjektive, oberflächliche Einstellung bezüglich des Romans ist zum Kotzen. Solch eine eigene Meinung gehört in einer solchen Form da nicht rein. Du bist bestimmt auf der Hauptschule und findest alles toll, was Präsident Bush macht.
Polen ist durchaus attraktiv, nicht so verdorben, wie der "bunte Westen", der Kapitalismus.
Bilde dich weiter und dann kannst du auch ein Referat abgeben.
Mfg
Kalle
Benninet@gmx.de
am Monday, December 03, 2001-
Borsti
Nicht mal schlecht!!!.
Das Referat war garnicht mal schlecht.
Es sind zwar noch einige Schwachstellen zu finden, aber trotzdem kann ich sagen, dass dieses Referat, bisher einer der einzigen Gründe ist, dass ich doch einmal mich tiefgründiger mit dem Buch beschäftige.
Also, nicht schlecht!
P.S.: Zum obrigen Kommentar kann ich nur sagen, dass der Verfasser wohl auf der Hauptschule ist, denn ansonsten wüsste er, dass "Die Blechtrommel" nícht ausserhalb der Sek 2 behandelt wird!
am Monday, March 04, 2002-
maggie
Re: Die Blechtommel.
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|Kalle schrieb:
||Moin,
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|eine Unverschämtheit so ein Referat abzugeben. Deine subjektive, oberflächliche Einstellung bezüglich des Romans ist zum Kotzen. Solch eine eigene Meinung gehört in einer solchen Form da nicht rein. Du bist bestimmt auf der Hauptschule und findest alles toll, was Präsident Bush macht.
|Polen ist durchaus attraktiv, nicht so verdorben, wie der "bunte Westen", der Kapitalismus.
|Bilde dich weiter und dann kannst du auch ein Referat abgeben.
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|Mfg
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Eine unverschämtheit ist es, solch ein kommentar abzugeben... das zeigt das du ungebildet bist... aber ich möchte mich nicht auf deine niveau herabbegeben und dich beleidigen und auch keine Mutmaßungen anstellen auf welche schule du gehst... aber an deinen umgangsformen musst du noch ein "wenig" arbeiten!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
maggie
am Tuesday, March 12, 2002-