2. Die Situation vor dem Stadtplan
- Bev.- Explosion in den Städten durch die Industrialisierung
- Zuzug der Landbev. (Land- Stadt- Flucht) durch bessere Verdienstmöglichkeiten _ große Wohnungsnot
- von 1870 bis 1890 verdreifachte sich fast die Bev.
- Unzulässige hygienische Versorgung
- Hoher Warentransport in den Städten
- Schlechte Luftverhältnisse durch zu enge Straßen und durch die Industrieabgase in den Städten
- Die Stadt gehörte den Arbeitern, die Reiche verließen die Städte
- {Die Stadtkerne wurden durch die Industrieanlagen ausgehöhlt }
- Notwendigkeit bestand darin, die Stadt als Großstadt auszubauen
· Bahnhöfe wurden gebraucht
· Breitere Straßen für schnelleren Warentransport
· Ausgebautes Verkehrsnetz
· Schaffung technischer und Hygienischer Voraussetzungen
· Platz für Kanalisation, Strom- , Gas- und Wasserleitungen
- Gründe für den Mietskasernenbau
· Durchmischung der Wohn- und Gewerbefunktion
· Durch die revolutionäre Entwicklung der Stadthygi bzw. des technischen Städtebaus
3. Inhalt des Hobrechtsplan
- 1862 bekam Hobrecht den Auftrag vom Handelsministerium und von der Polizei
- Hobrecht war Leiter der Planungskommission
- 1861 wurde die Stadt um 2/3 erweitert; durch Eingemeindung
- 1872 stimmte die Stadt den Plänen für eine Kanalisation zu
- Hobrecht musste sich an bestimmte Vorlagen richten:
· den Ist- zustand kartographieren
· Einarbeiten von bereits vorliegenden Plänen
· Über die Weichbildgrenze / Stadtgrenze hinaus planen
· Keine Durchbrüche durch historische Stadtkerne
· Privatgrundstücke möglichst nicht durchqueren (hoher Kostenfaktor, da die Stadt das Land kaufe muss), eher die Pfade am Rand nutzen
· Das gestellte Ziel war ein Straßen- und Platzsystem
- Inhalt des Bebauungsplans
· 2 ringförmige Gürtelstraßen (kürzeste Verbindung)
· Radialstraßen -> Sternförmig
· Die Gebiete sind schachbrettartig mit Straßen angelegt
· Plätze liege an Straßen, sind von Straßen eingeschlossen oder auch an Kreuzungspunkte
· Festlegung der Bebauungshöhe; der Traufhöhe
· Häuser mussten in Richtung der Straßenflucht liegen
· (große Torbögen)
· legte nur breite und Verlauf der Straßen fest
· legte auch die Fluchtlinien der Häuser fest; am Straßenrand
- die Größe des Hofes war gesetzlich vorgeschrieben : 27m²
- Vorstellungen Hobrechts:
· unterschiedliche Qualität und der entsprechende Mietspreis in den verschieden Stockwerken der Vorder- und Hinterhäuser
friedliches Nebeneinanderleben der verschiedensten Bevölkerungsschichten
- Bsp.: Wilhelminischer Ring
- 4.Auswirkungen
- Wohnhäuser mit bis zu 6 Etagen
- winzige Hinterhöfe
- Hinterhäuser und Seitenflügel
- viele Wohnungen auf engstem Raum
- hohe Einwohnerdichte
- Familien zogen in diese neuen Wohnungen und verloren viel, denn sie waren etwas teurer, aber auch zugiger -> schlecht für die Gesundheit -> Arbeit musste zu Hause erledigt werden -
> ganze Familie arbeitete
- Familien lebten in Kellern
5. Charakterisierung
_ des Hobrechtplans
- Hobrecht befürwortete die Mietskasernen, forderte aber mehr Licht und Luft
- die Auswirkungen waren nicht beabsichtigt
- Hobrecht galt als Verursacher die Mietskasernen
- Die Schuldigen waren Hobrecht, Bauherr, Gesetz
· Hobrecht weil er vorgab in Häuser in Straßenflucht zu bauen (entlang der Straße)
· Bauherr weil dieser viel Geld haben wollte, und somit viele Wohnung baute um sie zu Vermieten
· Gesetz, weil es keine Verordnung für z.B. Wohnungsanzahl gab
- der Hobrechtplan bestimmte das Aussehen der Berliner Gebiete
POSITIV
- das Problem der Wohnungsnot wurde gelöst
- eine Kanalisation wurde angelegt
- Straßen verbreitert
- Grünanlagen wurden angelegt
- Verbessertes Verkehrsnetz
NEGATIV
- Leben auf engstem Raum
- teilweise schlechtere Bedingungen als vorher
- winzige Höfe
- zu großzügige Interessenbeachtung der Grundstückseigentümer
Quellen:
Berlin - Baumeister und Bauten; Selbststudienmaterial aus dem Fachbereich Kunst; Erdkunde-Lehrbuch (Klasse und Verlag leider unbekannt);
Arbeit zitieren:
Plo Andrea, 2001, Der Hobrechtplan, München, GRIN Verlag GmbH
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Kerstin Küpperbusch
Andrea Plo
Hobrecht-Plan.
Herzlichen Dank für dieses Referat !
Bin zur Zeit in einem Journalismus-Kurs und recherchiere über den Hobrecht-Plan. Ihr hervorragendes Referat, liebe Andrea, erspart mir eine Menge Zeit und Wuehlarbeit ! Vielen Dank und alles Gute fuer Sie !
Viele Gruesse Beate Storni
am Monday, July 07, 2008-