2
1 Vorstellung des „Star Trek“ Universums
Die Entstehung von Star Trek beginnt im Jahre 1964. Nach einigen Verzögerungen durch die Produktionsfirma verschob sich die Erstaustrahung des Pilotfilmes auf 1966
Im Jahre 1966 begann dann die Serie „Star Trek“. Die Serie lief bis zum 03.06.1969 erfolgreich und bestand aus 79 Folgen in drei Staffeln. 1987 war der Start der Serie „Star Trek - The Next Generation“. Dieser Ableger, auch von Roddenberry erfunden und geschrieben, war und ist bislang der Erfolgreichste. Die Serie lief bis 1994 mit insgesamt 178 Folgen in sieben Staffeln. Eine Neuerung in dieser Serie war nun eine höhere Komplexität des Universums. Diese Serie ist eine Fortführung in der Zeitlinie von den Classics. Diese Serie spielt so in der Zukunft von den Classics. In dieser Serie kommen mehr Rassen und es mehren sich die Konflikte in der Koexistenz. Es folgten weitere Ableger, die ebenso im Star Trek Universum spielen ( „Deep Space Nine“ von 1992-1999 und „Voyager“ von 1995-?).
Neben den Fernsehserien wurden auch zahlreiche Spielfilme gedreht. Der erste Film („Star Trek- Der Film“) kam 1979 in die Kinos. Auf ihn folgten dann acht (Star Trek II - VIII) weitere, in einem Abstand von ca. zwei Jahren. Die Idee ist, das sich verschiedene Rassen und Völker von unterschiedlichen Planeten, eingeschlossen der Erde, sich in einer Organisation zusammenge-funden haben, um sich für dieselben Ziele einzusetzen. Diese Organisation nennt sich Föderation. Diese Föderation erforscht den Weltraum und schütz ihr Territorium. Die Föderation ist militärisch organisiert und hat Vorstellungen, nach denen sie arbeitet. Diese Vorstellungen nennt man Direktiven. In diesen D irektiven ist unter anderem festgelegt, das fremde Zivilisationen geschützt werden sollen und diese Zivilisationen in ihrer natürlichen Entwicklung nicht gestört werden dürfen (Oberste Direktive und zugleich Hauptdirektive). Diese Direktiven legen auch gewisse Handlungsweisen fest und bilden sozusagen die G esetzte der Föderation. Nach diesen Direktiven haben sich alle Angehörigen der Föderation zu richten.
In diesem vorgegebenen Rahmen spielen die Serien in verschiedenen Galaxien der F öderation. So ist der Ort der Handlung bei „Deep Sapce Nine“ eine Raumstation an der Grenze der Föderation. Die Enterprise mit ihrer Besatzung erkundet innerhalb des Territoriums der Föderation die noch uner-forschten Gebiete. Inhalte der Folgen der S erien sind unter anderem „zwischenmenschliche“ Konflikte und Situationen in denen die Hauptdirektive nicht rational erscheint.
3
2 Darstellung des Autors, Gene Roddenberry
2.1 Das Leben des Autors
Gene Roddenberry, eigentlicher Name Eugene Wesley Roddenberry, wurde am 19. August 1921 in El Paso, Texas als erstes Kind von Eugene Edward Roddenberry und seiner erst 17jährigen Frau Caroline Glen Golemon geboren und verstarb am 24. Oktober 1991. Er hatte zwei weitere Geschwister, Robert Leon, geboren 1924 und Doris Willowdean, geboren 1925. Sein Interesse galt schon früh der Fliegerei und der Science Fiction. Er machte privat seinen Pilotenschein und meldete sich 1941 im Herbst freiwillig zur U.S. Army Air Force und erhielt dort ein Flugtraining. Nach seiner abgeschlossenen Ausbildung wurde er in den Südpazifik versetzt, wo er mit einem B-17 Bomber in 89 Missionen diente. Bevor er in den Südpazifik versetzt wurde heiratetet er noch seine Freundin Eileen. Für seine Einsätze erhielt er zwei Auszeichnungen, das „Flying Cross“ und die „Air Medal“. Nach seiner Rückkehr aus dem Südpazifik 1943, begann er Gründe für verschiedene Abstürze zu suchen, womit er sich das Mißfallen des Militärs zuzog. Trotzdem fand er nach dem Krieg eine Anstellung bei Pan Am als Pilot. Bei einem Rückflug von Kalkutta stürzte sein Flugzeug ab. Er konnte sich selbst und zwei weitere Personen retten und wurde für seine Tat mehrmals ausgezeichnet. Er flog bis 1948 weiterhin Flugzeuge, als er dann beschloß Autor zu werden. Da die neue Branche der Serien sich noch in den Anfängen befand und somit wenig Möglichkeiten für junge Autoren bot, trat er beim LAPD ein, um seine Familie ernähren zu können. Während seiner Zeit beim LAPD schreib Roddenberry weiter Drehbücher und Sripts. Als Roddenberry sich dann als Schriftsteller etabliert hatte, gab er seinen Beruf beim LAPD auf und arbeitete weiterhin als Freiberufler. Damit begann seine Schriftsteller- und Drehbuchautorkarriere.
2.2 Die Werke des Autors
Roddenberry begann schon während seines Einsatzes im Südpazifik zu schreiben. Diese Gedichte und Geschichten verkaufte er an Flugmagazine und später an die New York Times. Bei Pan Am entdeckte er die neue Branche der Serien im Fernsehen und mit der Einschätzung, daß das Fernsehen ein neues Medium werden würde lag er genau richtig. Beim LAPD setzte er mit mehr Elan seine Lust zum Schreiben fort und verkaufte seine Scripts an Shows wie z.B.: „Goodyear Theatre“, „The Kaiser Aluminium Hour“, „Four Star Theatre“, „Dragnet“, „The Jane Wyman Theatre“ und „Naked City“. Als Freiberufler war er unter anderem auch Chefdrehbuchautor bei der erfolgreichen Serie „Have Gun, will Travel“. Als nächstes schuf und produzierte er die Serie „The Lieutenant“. 1966 schaffte er seinen Durchbruch mit „Star Trek“, die bis 1969 lief.
2.3 Das Menschenbild des Autors
Trotz dessen das Roddenberry bei der Army gedient hat, würde ich ihn nicht als einen Befürworter oder Unterstützter des Militärs sehen. Ich würde Roddenberry auch nicht als Pazifist bezeichnen, da er beim Militär gedient hat. Ich denke er war ein Patriot. Dieser Patriotismus ist allerdings typisch für den
4
Amerikaner. Ich denke das in seiner Idee „Star Trek“ sich ein zu großer Patriotismus zu seinem Land widerspiegelt. So kann man in dieser Serie den Amerikaner als besseren Menschen sehen, da alle Erdszenen in Amerika spielen. Roddenberry sieht die Amerikaner als „Erdpolizei“, als diejenigen Menschen die, die E rde retten können. Er sieht den A merikaner als den Prototyp des modernen Menschen. Allerdings würde ich dies nicht n egativ b ewerten da, wenn dies ein Deutscher geschrieben hätte, würde dies sehr wahrscheinlich in Deutschland spielen.
Ich denke das der Krieg, in dem er gedient hatte eine Veränderung in seinem Leben vorgenommen hat. Ich denke Roddenberry war ein Mensch, der sein eigenes und das Leben anderer Menschen geachtet hat, was ja auch die Rettung zweier Personen von dem Absturz zeigt. Mal abgesehen von seinem Patriotismus muß Roddenberry ein recht negatives B ild der Menschheit gehabt haben. Ansonsten hätte sich wahrscheinlich nicht ein solches konträres Bild der Menschheit in seiner Fiktion von Star Trek entwickelt. Wenn man die Zeit betrachtet in der Roddenberry gelebt hat ist das auch nachzuvollziehen. Er hat die Zeit des Zweiten Weltkrieges, des Krieges der USA gegen Korea und die Zeit des kalten Krieges miterlebt. Eine Zeit aus Vorurteilen gegenüber anderer Rassen und Völker und Konfliktsituationen, z.B.: Kuba Krise, die den Menschen an den Rand des Atomkrieges gebracht haben. Aus dieser Zeit heraus hatte Roddenberry ein Bild vom Menschen, der andere Rasen kaum achtet und sehr kriegerisch ist.
3 Darstellung des Menschenbildes in der Serie
In den einzelnen Ableger von Star Trek und im Original sind die immer wieder auftretenden Charaktere auf die Kommando Ebene des Raumschiffs b eschränkt. Die Darsteller in den Serien spielen Offiziere der Föderation. Roddenberry führt nun auf dieser Ebene verschiedene Rassen und Völker z usammen. Allerdings trifft dies nur auf die Serien „Star Trek - The Next Generation“ und alle nachfolgenden zu, da bei der Classics nur Spok, der Vulkanier, eine andere Lebensform außer den Menschen auf der Enterprise darstellt. Diese Völker und Rassen stammen alle aus dem Bereich der Föderation und stammen von unterschiedlichen Planeten. Diese unterschiedlichen Lebewesen arbeiten und leben nun auf engstem Raum zusammen. Sie haben nun aufgrund ihrer Entwicklungsgeschichte andere Religionen und andere Kulturen. Trotz dieser unterschiedlichen Kulturen und Religionen leben die Lebewesen größtenteils friedlich miteinander zusammen auf dem kleinen Raum. Auf dieser Ebene der Koexistenz ist auch das Spannungsfeld in den Serien angelegt.
Der oberste Kommandant eines dieser Raumschiffe/Raumstation ist i mmer ein Mensch. Dieses menschliche Wesen hat nun als Führungsperson die Aufgabe eine Gruppe von unterschiedlichen Lebensweisen und Kulturen zu leiten und zu führen. Er trägt auch die Verantwortung für seine Gruppe und muß vorkommende Streitigkeiten schlichten. Die nun damit verknüpften An-
5
forderungen sind, daß man keine Unterscheidung zwischen den einzelnen Rassen vornimmt und nicht die eine als höherwertig und die andere als minderwertig betrachtet, also alle gleich behandelt. Der Führungsoffizier muß allen Lebewesen mit dem gleichen Respekt und Höflichkeit begegnen und behandeln.
Da nun, wie schon Eingangs gesagt, ein Mensch immer die Führung inne hat denke ich, daß sich in der Vision von Roddenberry die Menschheit soweit entwickelt hat, daß sie alle Rassen als gleichwertig betrachtet und keine Unterscheidungen mehr vornimmt. Das erfordert eine sehr große Toleranz beim Menschen. Der Mensch muß also so tolerant geworden sein, daß er alle Rassen als gleich betrachtet. Was ich persönlich bei dieser Vision sehr interessant finde ist, daß sich die Menschheit soweit entwickelt hat, daß sie keine Diskriminierung der Rasse mehr auf i hrem Planeten vornimmt, sondern dies auch auf a ndere Zivilisationen, Rassen und Völker ausweiten konnte. Der Mensch wird in der Z ukunft so vernünftig und tolerant sein, daß er als Vermittler zwischen den Rassen/Völkern/Lebewesen agieren kann.
3.1 Projektion des Menschenbildes der Serie auf die Gegenwart
Ich denke, daß man die verschiedenen Rassen und Völker auf den Raumschiff auf die verschiedenen Rassen und Völker der Erde übertragen kann. Das würde bedeuten, daß der Mensch als Vermittler zwischen sich selbst agieren müßte. Dies funktioniert auch, wie wir bei den verschiedenen Friedensver-handlungen immer wieder sehen können. Allerdings ist jeder Mensch noch nicht soweit die Rassen ohne Bewertung zu betrachten. Das Verhalten und der Umgang der Menschen mit den außerirdischen Rassen in der Fiktion von Roddenberry sollte für uns heutige Menschen auf der Erde eine Empfehlung für unser eigenes Verhalten sein.
Eine andere Übertragung aus der Serie bezieht sich auf die Gegenwart bzw. die Geschichte der Menschheit. Die oberste Direktive der Föderation sieht eine Nichteinmischung in die normale Entwicklung fremder Zivilisationen vor. Dies hat die Menschheit in ihrer Geschichte nicht getan. Während der Zeit des Kolonialismus haben sich andere Menschen die normale Entwicklung anderer Menschen bzw. schon sogar Völker gestört. Aus dieser Zeit rühren auch viele dritte Weltländer und Armutsländer der heutigen Zeit her. Die Kolonialisierung dieser sich damals in der Entwicklung befindlichen Völker hat einen sehr schweren Schaden in der Entwicklung der Völker hinterlassen.
6
4 Abschlußwort
4.1 Zusammenfassung und eigene Beurteilung
Das Menschenbild aus der Serie ist ein sehr schönes und auch ein sehr lobenswertes für die Menschheit der Zukunft. Dem entgegen stellt sich jedoch das Menschenbild des Autors. Dieser scheinbare Gegensatz ist leicht zu erklären. Ich denke in einer Zeit erfüllt von Krieg, Vorurteilen und Hass gegen Andersartige sehnt sich der Mensch nach den Gegenteilen: Liebe und Verständnis. Dies geschah bei Roddenberry. Er verfaßte seine Visionen und brachte sie den anderen Menschen nahe. Jedoch ist es nur so, daß die Nachrichten aus aller Welt und meine eigen Einschätzung mir sagen, daß diese Vision Roddenberrys auf lange Sicht nur eine Vision bleiben wird. Ich denke das die Entwicklung der Menschheit hin zu dieser Vision von Roddenberry eine sehr lange und keine einfache sein wird, wenn nicht etwas sehr eingreifendes in der Geschichte der Menschheit passieren wird, was sie zum Umdenken lenken wird. In der Serie wird diese Entwicklung durch den First Contact ausgelöst. Der First Contact war die erste Begegnung der Menschheit mit einer außerirdischen Rasse.
Jedoch denke ich das mit einer solchen Vision, genau wie mit allen anderen Visionen, sehr kritisch umgegangen werden sollte.
Arbeit zitieren:
Jens Fiedler, 2000, Das Menschenbild in einer Fernsehserie: Star Trek, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Jens Fiedler hat den Text Das Menschenbild in einer Fernsehserie: Star Trek veröffentlicht
Jens Fiedler hat einen neuen Text hochgeladen
hat den Text Das Menschenbild in einer Fernsehserie: Star Trek kommentiert
Star Trek. Die Technik der U.S.S. Enterprise. Sonderausgabe
Das offizielle Handbuch
Rick Sternbach, Michael Okuda
Star Heroes Collector 2006 - Katalog für Star Wars und Star Trek Figur...
Internationale Version
Axel Hennel, Michael Steiner
Star Trek and Sacred Ground: Explorations of Star Trek, Religion and A...
Jennifer E. Porter, Darcee L. McLaren
Elara
DANKE.
Ich finde deine Arbeit echt gut gelungen.Da ich selber Star Trek fan bin kein Wunder.Es hat mich echt überrascht sowas zu finen und habe es außerdem gleich in meinen Vortrag eingebaut.DANKE.
am Saturday, May 05, 2001-
Anonym
DANKE.
Danke! Bin gerade in einem Wettbewerb und kann mit deinen Informationen wirklich sehr viel anfangen! Klasse Arbeit!
am Saturday, March 16, 2002-
Anonym
schüler.
Danke !
Danke!
am Monday, April 29, 2002-